vegane kinder

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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Iggelchen
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Re: vegane kinder

Beitrag von Iggelchen »

Manili hat geschrieben:Wir leben seit 02/14 vegan und waren vorher Allesesser. Erst war es nur eine Challange in der Fastenzeit für mich und daraus wurde dann tiefe Überzeugung!
So war es bei uns auch und auch zum gleichen Zeitpunkt. Die Kinder (8, 6 und 4 Jahre) können essen was sie wollen, allerdings haben wir hier zu Hause kein Fleisch. Vegetarische Produkte (Vurst und ab und an Käse) kaufen wir aber für sie schon. Bei Süßigkeiten versuchen wir sie von den veganen Alternativen zu überzeugen (klappt zu 90%) nur bei Eis greifen sie noch öfter zu den Milcheissorten. Ist aber auch alles immer so verführerisch verpackt :evil: Der Große mag schon länger auch gar kein Fleisch mehr essen und die beiden kleineren greifen nur selten zu (bei Oma und Opa, oder wenn wir wo zu Besuch sind und dort essen). Die Babymaus wird dann (wenns soweit ist) direkt vegan ernährt.

Wir Großen und auch der große Sohn (gelegentlich) benutzen die Sante Zahnpasta, für die anderen will ich jetzt dann doch endlich mal die Ankermann Tropfen besorgen
Liebe Grüße Daniela mit
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NinaSteph
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Re: vegane kinder

Beitrag von NinaSteph »

Bei uns ist das Thema auch gerade hochaktuell. Leider. :(
Ich lebe seid knapp 5 Jahren vegetarisch. Seid der Geburt unseres Sohnes (er ist 2 1/2) tendiere ich zu vegan. Schaffe es aber leider nicht zu 100 %. Wir trinken keine Kuh- nur Hafermilch, essen nur Sojajoghurt aber: ab und an Käse. Der Papa isst Fleisch, hat aber seitdem schon sehr eingeschränkt. Wurst auf dem Brot gibt's fast garnicht mehr, Fleisch isst er so gut wie nur "draußen". Unser Kleiner isst seit Geburt auch vegetarisch. Da stehen wir auch beide hinter. Wenn wir irgendwo eingeladen sind, gibts in der Regel etwas Vegetarisches oder eine Alternative für uns. Ansonsten bringen wir etwas mit. Z. B. zum Grillen vegane Würstchen, Gemüsespieße und Nudelsalat ohne Fleischwurst. Bisher war das auch kein Problem. Allerdings habe ich gestern bei der Nachbarin durch Zufall erfahren, dass er dort Wurst bekommen hat. (obwohl sie es wusste!) Abgesehen davon, dass er dort auch ständig mit Süßigkeiten vollgestopft wird, was ich auch nicht gut finde, weiß ich gerade nicht, was ich schlimmer finde. Den Gedanken, dass mein Kind dort totes Tier gegessen hat oder den, dass sie es offenbar vor uns verheimlichen wollte. Ich kann sowas garnicht ausstehen und werde das beim nächsten Mal auf jeden Fall ansprechen. (wäre gestern unpassend gewesen, sie hat Geburtstag gefeiert...)
Aber diese Situation hat mich auch nochmal zum Nachdenken angeregt zumal Papa & Kind heute auch zu Freuden zum Grillen gehen und es sein könnte, dass er dort auf jedem Teller der Anderen etwas (Fleisch, Wurst) sieht, was er vielleicht auch mal probieren möchte. :cry:
Wir erziehen unser Kind eigentlich sehr autonom. Es soll sich später selbst für Dinge entscheiden, die ihm wichtig sind. Wir taufen ihn zB. auch nicht.
Wir leben ihm etwas vor von dem wir denken, dass es gut so ist und er es später mal so übernimmt. Aber jetzt ist er 2 1/2 und ich kann und will ihm noch nicht erklären, woher das Fleisch stammt. (abgesehen davon, dass er es noch garnicht verstehen könnte.) Er sieht natürlich auch keinen Unterschied zwischen einer Veggiewurst und einer von einem Tier.
Ich finde es auch gerade sehr schwer weil ich fürchte, dass er dann erstmal Fleisch essen wird. Das macht mich ein bißchen traurig.
Liebe Grüße von Nina
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Louise Odier
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Re: vegane kinder

Beitrag von Louise Odier »

NinaSteph, warum magst du ihm denn noch nicht erklären dass das Fleisch von Tieren stammt? Wir persönlich haben das schon sehr früh kindgerecht erklärt. Und sie haben das schon verstanden.
Das Röslein mit ihrer kleinen veganen Familie
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NinaSteph
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Re: vegane kinder

Beitrag von NinaSteph »

Die ganzen Zusammenhänge kann er noch nicht verstehen. Und da sein Papa Fleisch isst, finde ich das eh schwierig. Haben deine Kinder nie Fleisch gegessen?
Liebe Grüße von Nina
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NinaSteph
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Re: vegane kinder

Beitrag von NinaSteph »

Kennt jmd vielleicht ein gutes Kinderbuch zum Thema? Eins, was auch schon für die ganz Kleinen etwas ist. Für "Vegan aus Liebe" ist er einfach noch zu klein.
Ich habe "Theo, der vegetarische Tiger" hier aber da finde ich das Thema nicht sonderlich gut umgesetzt. Kennt hier jmd noch ein Anderes?
Liebe Grüße von Nina
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mamoto
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Re: vegane kinder

Beitrag von mamoto »

Louise Odier hat geschrieben:NinaSteph, warum magst du ihm denn noch nicht erklären dass das Fleisch von Tieren stammt? Wir persönlich haben das schon sehr früh kindgerecht erklärt. Und sie haben das schon verstanden.
Ich ess ja nur überwiegend vegetarisch, habe aber Veganer in der Familie und mein kleiner, 2 1/2 weiß, dass einiges an essen aus Tieren gemacht wird. Und wie der Große schon kommt es von ihm aus, dass er das nicht essen will. Man kann es so kleinen schon erklären. Sie verstehen oft mehr als man vermutet ( hab ich beim Großen beim Thema Tod mit 2 Jahren Gr
gelernt)
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Mutterhenne
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Re: vegane kinder

Beitrag von Mutterhenne »

NinaSteph hat geschrieben:Kennt jmd vielleicht ein gutes Kinderbuch zum Thema? Eins, was auch schon für die ganz Kleinen etwas ist. Für "Vegan aus Liebe" ist er einfach noch zu klein.
Ich habe "Theo, der vegetarische Tiger" hier aber da finde ich das Thema nicht sonderlich gut umgesetzt. Kennt hier jmd noch ein Anderes?
"Die Reise nach Veganien" von Katharina Kuhlmann finde ich ganz schön, oder "Karl Klops der coole Kuhheld" von Udo K. Taubitz.
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)

Grüße von der Henne
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anni9999
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Re: vegane kinder

Beitrag von anni9999 »

Hey,

ist stimma Lila vollkommen zu. Meine Kinder ernähren sich jetzt erst leider seit einem halben Jahr vegan.
Denke das ist die richtige Einstellung. Man muss das ganze nachhaltig betrachten. Möchte kein Moralapostel sein,
aber man sollte schon um Einiges seine vegane Ernährung erhöhen. Ich bin seit neustem Fan von dem Smoothie Hype und
den tollen leckeren veganen Smoothie Rezepten. Bin auf <Link entfernt> gestoßen kann ich nur empfehlen. Oftmals mixe
ich meinen Kindern morgens bevor Sie zur Schule gehen einen leckeren Drink.

P.s: Etwas Kokoswasser in die Smoothies schmeckt wunderbar.

Eure Anni
Zuletzt geändert von Annealt am 15.09.2015, 18:38, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link entfernt (Werbung)
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Re: vegane kinder

Beitrag von Bright Berry »

Das Buch "Karl Klops" kann ich auch empfehlen, es ist ziemlich lustig und positiv geschrieben, die Message kommt aber trotzdem rüber. Und tolle Bilder sind auch drin.
Unser Überraschungspaket ist nach 5 Jahren endlich da!
Unser Junge - geboren August 2017 - unendlich geliebt!
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Nuala
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Re: vegane kinder

Beitrag von Nuala »

NinaSteph hat geschrieben: Wir erziehen unser Kind eigentlich sehr autonom. Es soll sich später selbst für Dinge entscheiden, die ihm wichtig sind. Wir taufen ihn zB. auch nicht.
Wie soll man sich FÜR oder GEGEN was entscheiden, wenn man es nicht ausprobiert und kennen gelernt hat? Nicht nur beim Essen - auch bei der Religion. Erst wenn ich eine Sache probiere habe ich einen Bezugspunkt. Dann geht es mir damit entweder gut und ich bleibe dabei. Oder es geht mir gut, ich will aber trotzdem etwas anderes probieren und schauen ob das gleich gut, besser oder schlechter ist. Oder es ist nicht gut, dann kann ich es ablehnen und mir etwas anderes suchen.
Deswegen finde ich gut und wichtig dass Eltern Richtlinien vorgeben. Wiederum auch hier, beim Essen wie bei der Religion. Wir geben unsere Überzeugung weiter. Wenn das Kind beginnt zu hinterfragen oder neugierig ist, dann geben wir Antworten. Sowohl ehrlich neutrale als auch subjektiv gefärbte die unsere Meinung darstellen - jedoch klar gekennzeichnet als solche. Manchmal kann man bevor man antwortet fragen, was das Kind glaubt. Wir müssen nicht alles zerreden. Auch müssen die Erklärungen möglichst klar und einfach sein.

Wenn du sagst, du erziehst autonom, dann musst du auch deinem Kind zugestehen sich zu ernähren wie es selbst will.
Ich bin ganz ehrlich - ich erziehe NICHT autonom. Ich bestimme dass wir ab und zu in die Kirche gehen, ich bestimme in welche Schule mein Kind geht, ich bestimme was mein Kind isst. Weil ich der Erwachsene bin und Kinder Entscheidungen von dieser Tragweite mMn nicht treffen können. Es überfordert sie. Natürlich gehe ich auf mein Kind ein, wenn ich zB. merke es möchte nicht in die Kirche oder ihm schmeckt kein Brokkoli. Aber ich gebe trotzdem klar meinen Weg vor.
Kinder brauchen Klarheit. Und wir brauchen Mut zu entscheiden.
Und DANN - später - müssen wir sie in die Autonomie entlassen. Das beginnt mMn zu unterschiedlichen Zeitpunkten und ist ein jahrelanger Prozess.

Wenn du nicht möchtest, dass kein Kind Tiere oder Tierprodukte isst, dann ist das - zumindest in den ersten Jahren DEINE Entscheidung. Wenn du möchtest, dass sich dein Kind später für oder gegen eine Religion entscheidet, dann gib ihm die Möglichkeit eine etwas besser kennen zu lernen.

Wenn du dein Kind jedoch frei und autonom erziehen möchtest - was weder besser noch schlechter ist als das vorgeben (!) - dann musst du ihm auch die freie Wahl lassen in dem was es isst. Ohne Manipulation. Ohne besorgtes Gesicht. Ohne innerlich gehen seinen Weg zu sein.

Ich möchte wirklich beide Wege als vollkommen gleichberechtigt hinstellen. Wichtiger ist hinter welchen Weg du stehst. Denn sonst sendest du Doppelbotschaften aus die dein Kind verwirrt.
Und natürlich ist das oberste Prinzip jeder Erziehung der Respekt vor der Würde des Kindes und dass du im besten Sinn handelst. Aber das muss ich ja im SuT eigentlich nicht dazu sagen... *lächel*
Großes Mädel 10/08 & kleines Mädel 04/11
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