Der Waldorfthread

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Nuala
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von Nuala »

AnnieMerrick hat geschrieben:
Nuala hat geschrieben:Was für Erklärungsbögen?
Man soll eine art Aufsatz schreiben warum man sein kind nach waldorf und in diesem kiga bringt. Normalerweise kein Problem, aber zwischen krankheitswelle und Pflege null zeit und muse. Bin einfach müde und möchte nicht noch krank werden
Oh je, dann ganz ganz ganz viel Vitamin (überdosiert) nehmen und versuchen viel zu schlafen.
Und wenn du Hilfe brauchst mit den Bögen, melde dich!
Großes Mädel 10/08 & kleines Mädel 04/11
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Nuala
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von Nuala »

Hallo marimanumund herzlich Willkommen hier im Thread!
marimanu hat geschrieben:Ein Grundlegendes Problem ist für mich die Rolle des Erziehers - ich möchte nicht so stark ''erziehen'', möchte Emil frei wählen lassen, seinen eigenen Rythmus finden lassen (finde da Einflüsse der Montessoripädagogik interessant). Ich denke, diese ''Idee'' von Erziehung kann hier zuhause wunderbar funktionieren.
Genauso habe ich mich auch gefühlt als meine Tochter noch so klein war. Ich habe dann vieles freigelassen und ich glaube, dass das ein oder andere Freilassen unproblematisch war und anderes sehr wohl eher geschadet hat. Es wird so viel verwechselt wenn es um Erziehung, führen und freilassen geht...
Erstens einmal zum "stark erziehen": das muss man sowieso erst wenn es so weit ist. Dein Kind ist so klein, das macht vieles automatisch mit, in dem Alter ist klassisches "erziehen" gar nicht notwendig - weshalb man sich das suchst schlecht vorstellen kann. Versteh ich.
Zweitens: dieser Wunsch nach der Freiheit... ich glaube, den haben Kinder gar nicht so. Und außerdem - ich zitiere Jesper Juul: "Der Traum vom "Naturkind", das ohne Manipulation, Kränkung und Unterdrückung - also ohne jeden Einfluss der Kultur, die es umgibt, aufwächst, ist eine Illusion. Niemand, der zehn Jahre lang in einer bestimmten Gesellschaft oder Familie gelebt hat, kommt ungeschoren davon."
So wird ja Erziehung im negativen Sinn oft gesehen: als Unterdrückung und Manipulation. Und natürlich sind diese Elemente dabei. Frage ist, ob sie beim Kind so ankommen (weil negativ angewendet) oder ganz anders. Wenn mir jemand sagt wie ich was tun MUSS, kann ich mich unterdrückt fühlen. Oder froh sein, dass ich eine klare Richtlinie hab.
Kinder BRAUCHEN klare Ansagen. Sie BRAUCHEN es, dass man ihnen sagt wie das rennt. Dass man nachts schläft und tags wach ist. Dann kennen sie sich aus. Dass sie sich unterdrückt fühlen kommt erst später. Wenn man seine Art "Führung" nicht anpasst.

Viele Erwachsenen - mich eingeschlossen - tun sich heute schwer eine klare Haltung zu finden. Ein liebevolles So-ist-das. Deshalb orientieren sie sich am Kind. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber die Reihenfolge ist falsch. Wenn ich keine Stellung beziehe und dem Knd die Freiheit lasse, dann ist das für ein kleines Kind zu viel. Es ist verwirrt. Möglicherweise. Denn natürlich gibt es Kinder, die damit klar kommen. Die bessere Reihenfolge ist ein Erwachsener der sagt: Das ist so. Damit sich das Kind auskennt. Und dann spürt das Kind ob es einverstanden ist oder nicht. Wenn nicht, kann man ja noch mal in sich reinhorchen. Ob das unbedingt nötig ist und warum. Und - oft ist es das. Weil vieles im Leben nicht nach Lust und Laune gehen kann, weil Kindern die Erfahrung fehlt.

Wir sollen sie nicht beherrschen, sondern wir müssen uns trauen die Rolle des Erwachsenen, der mehr weiß und mehr überschaut einzunehmen. Und wenn wir das tun und innerlich nicht zweifeln (das spüren die Kinder), dann genügt das. Dazu müssen wir aber klar und liebevoll sein. Vorleben. Und selbst erziehen. Weil dann gehen die Kinder mit. Ohne dass sie sich unterdrückt fühlen. Sondern sie sind froh um die Orientierung, sie kennen sich aus.
Naja und der Rythmus ist hier ein Instrument dass uns viel Arbeit abnimmt. Denn wozu diskutieren wann Essen ist? Ich diskutiere ja auch nicht wann Sommer ist. Das ist so. Heißt nicht, dass das Kind jetzt essen MUSS. Aber das ändert nix daran, dass jetzt Essen IST.

Ich gebe zu, dass ich mit dieser Haltung ein Spatzünder war... Und verstehe deine Zweifel nur zu gut.

marimanu hat geschrieben:...und da fänd ich es furchtbar, wenn die Rituale sehr starr wären, wenn Emil nicht sagen könnte, dass er gerade nicht möchte usw. Wie ist das in euren Waldorf KiGas so? Greifen die Erzieher_innen viel aktiv ein, oder begleiten sie eher?
Beides. Das schließt sich nämlich nicht aus. Alltag mit Kindern ist nicht schwarz-weiß. Kleine Kinder lernen so viel. Sie beschäftigt so viel. Ein starrer Rhythmus gibt Sicherheit. Aber das heißt nicht, dass die Kinder mitmachen müssen oder Zwang herrscht. Die machen von alleine mit. Und wenn es wem nicht gut geht damit, dann wird er aktiv begleitet. Durch Zuwendung, Verständnis, Lösungen.
Oder hab ich deine Frage falsch verstanden?

marimanu hat geschrieben:Und wie ist es mit Festen und Geschichten und Geschlechtsrollenbildern? Uns ist nämlich wichtig, dass Emil sich zu nichts gedrängt fühlt, bloß weil er ein Junge ist, dass er sich einfach frei fühlt, das zu machen, worauf er Lust hat. Ich finde das teilweise schon an Märchen kritisch, ich denke, sowas hat einen großen Einfluss auf die Kinder, wenn sie oft hören, dass der Mann stark und mutig ist und die Frau lieb und hübsch usw. - eben da sich Sagen u.ä. ja oft auf vergangene Zeiten beziehen, in denen die Rollenbilder einfach auch noch anders waren. Aber da kenne ich einfach viel zu wenig der Sprüche, Lieder und Geschichten, um das beurteilen zu können.

Doch, da geht es oft um Urbilder. Und wieder um dasselbe: Kinder brauchen ERST Klarheit/Übersicht und auf Basis dessen können sie dann entscheiden. Deshalb sind Märchen so toll. Sie rufen Bilder wach, Verständnis und Gefühle, die aber wertfrei sind. Kinder fühlen sich in ALLE Rollen ein, Mädchen spüren ihren inneren starken mutigen Mann und Buben ihre zarte Prinzessin.
Grad in Waldorfkindergarten erlebe ich wenig Rollenklischees. Kein rosa Hello-Kitty und schwarzes Batman-Getue. Stattdessen uralte Bilder, wo jeder alles spielen und in sich spüren kann.
Deshalb erlebe ich gerade Kinder aus Waldorffamilien als viel weniger gegendert. Mein Neffe sah als Kind streckenweise mehr wie ein Mädchen aus (vor allem in seiner Rock-trage-Phase) und meine Nichte ist jetzt als Teenie noch immer so burschikos wie als Kind - ihre Schwester war damals wie heute eine kleine Prinzessin, wurde aber sehr gestärkt in ihren kreativen Anteilen und ist jetzt eine selbstbewusste starke Prinzessin. Und wiederum ein anderer Neffe wird immer der schlimme Räuber bleiben.

Hier sieht man eindeutig: es scheint logisch, dass alte Rollenbilder in Märchen zu neuen starren Rollenbildern führen - aber das Gegenteil ist der Fall.
Und so ist das bei vielen: eine heile Welt scheint zu Konfliktunfähigkeit zu führen. Nein, sie führt zu einer inneren Stärke und die Macht konfliktfähig.
Erziehung führt zur Unfreiheit? Nein, die richtige begleitende Erziehung, die bei Waldorf gelebt wird, führt zur Freiheit, Erziehung zur Freiheit. Sich kennenlernen durch Führung. Und wenn man sich dann kennt - schafft man sich seine eigene Führung (können nicht alle Erwachsenen... darum muss auch immer wieder ringen, aber ich tu es, denn Selbsterziehung ist die beste Erziehung).
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Nuala
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von Nuala »

PS 1: Vitamin C!!!

PS2: Zu Montessori: meines Wissens nach sind die mit kleinen Kindern nicht mehr oder weniger freilassend/erziehend wie Waldorf.
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SpicyChili

Re: Der Waldorfthread

Beitrag von SpicyChili »

Nuala hat geschrieben:Hallo marimanumund herzlich Willkommen hier im Thread!
marimanu hat geschrieben:Ein Grundlegendes Problem ist für mich die Rolle des Erziehers - ich möchte nicht so stark ''erziehen'', möchte Emil frei wählen lassen, seinen eigenen Rythmus finden lassen (finde da Einflüsse der Montessoripädagogik interessant). Ich denke, diese ''Idee'' von Erziehung kann hier zuhause wunderbar funktionieren.
Genauso habe ich mich auch gefühlt als meine Tochter noch so klein war. Ich habe dann vieles freigelassen und ich glaube, dass das ein oder andere Freilassen unproblematisch war und anderes sehr wohl eher geschadet hat. Es wird so viel verwechselt wenn es um Erziehung, führen und freilassen geht...
Erstens einmal zum "stark erziehen": das muss man sowieso erst wenn es so weit ist. Dein Kind ist so klein, das macht vieles automatisch mit, in dem Alter ist klassisches "erziehen" gar nicht notwendig - weshalb man sich das suchst schlecht vorstellen kann. Versteh ich.
Zweitens: dieser Wunsch nach der Freiheit... ich glaube, den haben Kinder gar nicht so. Und außerdem - ich zitiere Jesper Juul: "Der Traum vom "Naturkind", das ohne Manipulation, Kränkung und Unterdrückung - also ohne jeden Einfluss der Kultur, die es umgibt, aufwächst, ist eine Illusion. Niemand, der zehn Jahre lang in einer bestimmten Gesellschaft oder Familie gelebt hat, kommt ungeschoren davon."
So wird ja Erziehung im negativen Sinn oft gesehen: als Unterdrückung und Manipulation. Und natürlich sind diese Elemente dabei. Frage ist, ob sie beim Kind so ankommen (weil negativ angewendet) oder ganz anders. Wenn mir jemand sagt wie ich was tun MUSS, kann ich mich unterdrückt fühlen. Oder froh sein, dass ich eine klare Richtlinie hab.
Kinder BRAUCHEN klare Ansagen. Sie BRAUCHEN es, dass man ihnen sagt wie das rennt. Dass man nachts schläft und tags wach ist. Dann kennen sie sich aus. Dass sie sich unterdrückt fühlen kommt erst später. Wenn man seine Art "Führung" nicht anpasst.

Viele Erwachsenen - mich eingeschlossen - tun sich heute schwer eine klare Haltung zu finden. Ein liebevolles So-ist-das. Deshalb orientieren sie sich am Kind. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber die Reihenfolge ist falsch. Wenn ich keine Stellung beziehe und dem Knd die Freiheit lasse, dann ist das für ein kleines Kind zu viel. Es ist verwirrt. Möglicherweise. Denn natürlich gibt es Kinder, die damit klar kommen. Die bessere Reihenfolge ist ein Erwachsener der sagt: Das ist so. Damit sich das Kind auskennt. Und dann spürt das Kind ob es einverstanden ist oder nicht. Wenn nicht, kann man ja noch mal in sich reinhorchen. Ob das unbedingt nötig ist und warum. Und - oft ist es das. Weil vieles im Leben nicht nach Lust und Laune gehen kann, weil Kindern die Erfahrung fehlt.

Wir sollen sie nicht beherrschen, sondern wir müssen uns trauen die Rolle des Erwachsenen, der mehr weiß und mehr überschaut einzunehmen. Und wenn wir das tun und innerlich nicht zweifeln (das spüren die Kinder), dann genügt das. Dazu müssen wir aber klar und liebevoll sein. Vorleben. Und selbst erziehen. Weil dann gehen die Kinder mit. Ohne dass sie sich unterdrückt fühlen. Sondern sie sind froh um die Orientierung, sie kennen sich aus.
Naja und der Rythmus ist hier ein Instrument dass uns viel Arbeit abnimmt. Denn wozu diskutieren wann Essen ist? Ich diskutiere ja auch nicht wann Sommer ist. Das ist so. Heißt nicht, dass das Kind jetzt essen MUSS. Aber das ändert nix daran, dass jetzt Essen IST.

Ich gebe zu, dass ich mit dieser Haltung ein Spatzünder war... Und verstehe deine Zweifel nur zu gut.

marimanu hat geschrieben:...und da fänd ich es furchtbar, wenn die Rituale sehr starr wären, wenn Emil nicht sagen könnte, dass er gerade nicht möchte usw. Wie ist das in euren Waldorf KiGas so? Greifen die Erzieher_innen viel aktiv ein, oder begleiten sie eher?
Beides. Das schließt sich nämlich nicht aus. Alltag mit Kindern ist nicht schwarz-weiß. Kleine Kinder lernen so viel. Sie beschäftigt so viel. Ein starrer Rhythmus gibt Sicherheit. Aber das heißt nicht, dass die Kinder mitmachen müssen oder Zwang herrscht. Die machen von alleine mit. Und wenn es wem nicht gut geht damit, dann wird er aktiv begleitet. Durch Zuwendung, Verständnis, Lösungen.
Oder hab ich deine Frage falsch verstanden?

marimanu hat geschrieben:Und wie ist es mit Festen und Geschichten und Geschlechtsrollenbildern? Uns ist nämlich wichtig, dass Emil sich zu nichts gedrängt fühlt, bloß weil er ein Junge ist, dass er sich einfach frei fühlt, das zu machen, worauf er Lust hat. Ich finde das teilweise schon an Märchen kritisch, ich denke, sowas hat einen großen Einfluss auf die Kinder, wenn sie oft hören, dass der Mann stark und mutig ist und die Frau lieb und hübsch usw. - eben da sich Sagen u.ä. ja oft auf vergangene Zeiten beziehen, in denen die Rollenbilder einfach auch noch anders waren. Aber da kenne ich einfach viel zu wenig der Sprüche, Lieder und Geschichten, um das beurteilen zu können.

Doch, da geht es oft um Urbilder. Und wieder um dasselbe: Kinder brauchen ERST Klarheit/Übersicht und auf Basis dessen können sie dann entscheiden. Deshalb sind Märchen so toll. Sie rufen Bilder wach, Verständnis und Gefühle, die aber wertfrei sind. Kinder fühlen sich in ALLE Rollen ein, Mädchen spüren ihren inneren starken mutigen Mann und Buben ihre zarte Prinzessin.
Grad in Waldorfkindergarten erlebe ich wenig Rollenklischees. Kein rosa Hello-Kitty und schwarzes Batman-Getue. Stattdessen uralte Bilder, wo jeder alles spielen und in sich spüren kann.
Deshalb erlebe ich gerade Kinder aus Waldorffamilien als viel weniger gegendert. Mein Neffe sah als Kind streckenweise mehr wie ein Mädchen aus (vor allem in seiner Rock-trage-Phase) und meine Nichte ist jetzt als Teenie noch immer so burschikos wie als Kind - ihre Schwester war damals wie heute eine kleine Prinzessin, wurde aber sehr gestärkt in ihren kreativen Anteilen und ist jetzt eine selbstbewusste starke Prinzessin. Und wiederum ein anderer Neffe wird immer der schlimme Räuber bleiben.

Hier sieht man eindeutig: es scheint logisch, dass alte Rollenbilder in Märchen zu neuen starren Rollenbildern führen - aber das Gegenteil ist der Fall.
Und so ist das bei vielen: eine heile Welt scheint zu Konfliktunfähigkeit zu führen. Nein, sie führt zu einer inneren Stärke und die Macht konfliktfähig.
Erziehung führt zur Unfreiheit? Nein, die richtige begleitende Erziehung, die bei Waldorf gelebt wird, führt zur Freiheit, Erziehung zur Freiheit. Sich kennenlernen durch Führung. Und wenn man sich dann kennt - schafft man sich seine eigene Führung (können nicht alle Erwachsenen... darum muss auch immer wieder ringen, aber ich tu es, denn Selbsterziehung ist die beste Erziehung).


Soooo toll formuliert. Vielen Dank Nuala.ich stimme mit dir zu 100% über ein.
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Nuala
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von Nuala »

Danke SpicyChilli... :oops: Beim Durchlesen dachte ich irgendwie: Mann, hab ich das so rübergebracht wie ich wollte?

Mit ist auch wichtig - sehr wichtig! - festzuhalten (immer wieder, ich weiß), dass es nicht DIE Pädagogik für allen (Eltern, Kinder) gibt und dass, selbst wenn man sich einer Richtung nahe fühlt, ALLES auf einen zutrifft was Teil dieser Pädagogik ist.

Ich finde pädagogische Richtungen geben Eltern Halt. Deswegen kann ein Zuviel auch überfordern - so geht's mir auch immer wieder: ich find auch Montessori toll und Reggio und unerzogen (außer die Bezeichnung, weil auch da wird mit viel Klarheit gearbeitet)...
Ich für meinen Teil habe mich nach vielen Hin-und Her für Waldorf entschieden, weil es mir am nächsten ist. Ich lasse - wenn passend - auch andere Elemente einfließen, denn in vielen Alternativpädagogiken (ist das Deutsch?) ist ja der Grundgedanke (Respekt vor dem Kind, Eingehen aufs Kind, Liebe und Klarheit) gleich, und das ist der Ausgangspunkt.
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von Elena »

AnnieMerrick hat geschrieben:Hallo, nun basteln wir am 1. Jahreszeitentisch, doch ich befürchte er wird von mini sofort zerlegt. Mini filz Püppchen sind nun nal nicht zum rupfen gedacht... da es im kiga eine große Rolle spielen wird und ich ganz früher schon mal einen hatte ,würde ich es gerne wieder aufleben lassen. Ob das mit einem so kleinen kind geht? Nun ist bald herbst und ich finde diese zeit als Einstieg ideal kastanien usw... wie macht ihr das mit kleinen Kindern?
Wir haben keinen Jahreszeitentisch, aber einen Holzteller auf dem Esstisch stehen, der jahreszeitlich dekoriert wird. Mit Filzfiguren passend zur Jahreszeit, Holzscheiben, Schneckenhäusern, Steinen und Dingen, die draußen gefunden werden. Der teller ist also auf dem Esstisch und dadurch schon etwas "geschützt". Und notfalls habe ich den irgendwo hochgestellt (nun sind die Kinder alt genug :lol: ).
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
viewtopic.php?f=352&t=216642
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AnnieMerrick
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von AnnieMerrick »

Danke Nuala. Du sprichst mir ja aus dem Herzen.
Ich nehm zink vit c und d und leg mich dann hin.

Ich finde die frage im Fragebogen schwer.
Warum vertrauen sie ihr kind uns an?
das tue ich doch erst nach der Eingewöhnung.
Ich weiß es nicht, weil ich euch erst mit meinem kind erleben möchte. Dann erst dann vertraue ich jemanden mein kind an. Man merkt vieles erst bei der Interaktion.
Papier ist geduldig. Konzepte auf Papier sowieso.
Kann man natürlich nicht schreiben. ;)
Waldorfnah bin ich mit meinem erziehungskonzept.
Ich mag keine blah blah Aufsätze. Von wegen öko bio usw.
Viele Grüße
AnnieMerrick mit 🐭 2014 und 🐦 2018
---
Ich reduziere meine Onlinezeit und antworte unter Umständen erst einige Tage später.
fanta
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Registriert: 23.03.2013, 20:43

Re: Der Waldorfthread

Beitrag von fanta »

Warum vertrauen Sie uns Ihr Kind an! - Du hast dir doch den Kindergarten sicherlich schon angeschaut, hast vielleicht positives darüber gehört, du fühlst dich dort selber wohl usw.

Ich würde einfach überlegen, was der Grund dafür ist, dass dein Kind genau dort hingeht und dies aufschreiben.

Ich zb fand die familiäre Atmosphäre dort sehr schön, habe die Erzieherinnen als sehr liebevoll wahrgenommen und mochte einfach die Räume und das Außengelände. Denn ich hatte das Gefühl, dass sich mein Sohn dort wohl und geborgen fühlen würde. Ich brauchte zwar keine Aufsatz schreiben, habe dies aber im Kennenlerngespräch so gesagt.
LG fanta
(Sohn 2011 und Tochter 2013)
und vier Sternchen
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Nuala
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von Nuala »

Nur noch vier Tage... dann kommt meine Große in die Waldorfschule.
Und obwohl ich in derselben Schule war (allerdings erst ab der 9. Klasse bis zum Abi) und obwohl ich selbst Lehrerin bin und obwohl ich selbst die Waldorflehrerausbildung hab... die ersten Wochen Waldorfschule als Schülermutter sind komplettes Neuland... Und ich bin soooo (freudig) aufgeregt und soooo gespannt, was die Lehrerin meiner Großen speziell machen wird (im Groben weiß ich's ja durch die Ausbildung, aber jeder macht's doch bissl anders...).
*HIBBEL*
Und noch so viel zu tun... Einschulungskleid, Schultüte, Blöckchenrolle, Beutel besticken... Immerhin hab ich mit allen begonnen und bis bei ca. Halbzeit. Aber auuuuufgeregt bin ich... Hach!
Und ich werd bestimmt SO weinen bei der Einschulungsfeier. Ich genier mich jetzt schon. :oops:
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herzhausen
möchten wir nicht mehr missen
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Re: Der Waldorfthread

Beitrag von herzhausen »

Echt, Nuala? Einschulungstüte? Ich dachte, es gibt Sonnenblumen?
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