Abgestillt und nun?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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vivi
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von vivi »

(((britje))) da hast du ja Schreckliches erlebt. Du bist auf gar keinen Fall eine Versagerin. Du kannst doch nichts dafür, dass du verletzt im KH liegst und dich nicht um deinen Sohn kümmern kannst. Schön, dass ihr auf dem Weg der Besserung seid. Die Profis melden sich sicher noch; ich denke, wenn du unbedingt weiter stillen möchtest , gibt es bestimmt einen Weg, wieder mehr Milch zu bekommen. Deine Brust wird sich erinnern!
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Tigerchen
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von Tigerchen »

Oh nein! Das tut mir so Leid! ((( )))
Ich wünsche dir so sehr, dass ihr das wieder hin bekommt! Aber versagt hast du auf gar keinen Fall! Du hast alles gegeben und tust es weiterhin.

Es tut mir auch sehr Leid, dass ihr überhaupt diesen Unfall hattet. Was ein Schock! Wie geht es dir denn jetzt?
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britje
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von britje »

Ich würde sehr gerne wieder stillen, aber ich weiß nicht, wie ich meine Milch wieder
zum Fließen bringen kann.
Rational weiß ich, dass ich für den Unfall nichts kann, aber trotzdem denke ich,
ich hätte vielleicht noch öfter pumpen müssen, aber es kam einfach nicht mehr und häufiger konnte
ich einfach nicht.

Mein Mann ist mir auch keine große Hilfe: "Das mit der Flasche klappt doch, warum willst du denn jetzt wieder
mit dem Stillen anfangen?"
Er versteht einfach nicht, dass das Stillen nicht nur dem Sattmachen dient.

Ich stehe ganz hinten an, weil es mir soweit gut geht.
Habe nur noch eine gebrochene Rippe, aber die Prellungen sind schon fast weg.
Das verheilt alles. Ich kann Clemens nur nicht so viel Tragen und der Kiwa ist im Einsatz.
Liebe Grüße von Christiane
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Tigerchen
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von Tigerchen »

Ja, das verstehen Männer oft nicht. Mein Mann kommt auch immer mal wieder auf irgendwelche Gründe, warum ich besser abstillen sollte. Er meint, dadurch würde unser Leben in vielen Punkten einfacher werden. Dass das ein Trugschluss ist und viel zu kurz gedacht, muss ich ihn immer wieder erklären. Und was das Stillen für Mutter und Kind bedeuten kann, können Männer oft wahrscheinlich nicht nachempfinden. Hat er viel getragen? Das kann er gerade sicher noch nicht, oder? Vielleicht möchte er sich mal vorstellen, er würde das nie mehr machen können. Vielleicht ist das ein Ansatz...
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Tigerchen
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von Tigerchen »

Oh wei, liest sich das böse! Ist gar nicht so gemeint. Ich wollte nur sagen, wenn er viel und gerne getragen hat, ist das vielleicht einfach ein Ansatz zum Nachvollziehen, das dir das Stillen wichtig ist. Eigentlich positiv gemeint. Ach, ich glaub, meine Ausdrucksweise wird gerade nicht besser... Tut mir Leid!
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britje
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von britje »

Ich verstehe was du meinst, aber er trägt momentan natürlich nicht.
Das geht nicht aufgrund der Verletzungen. Ihm fehlt das Tragen aber auch nicht,
denn ich schiebe ja gerade den Kiwa.
Mit dem TT kam er nicht klar und trägt nur im Bondolino.
Liebe Grüße von Christiane
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Tigerchen
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von Tigerchen »

Schade. Funktioniert vielleicht nur bei einem Vieltragepapa, der sein Papasein auch ein bisschen durchs Tragen definiert.

Vielleicht ist das bei deinem Mann ja auch ähnlich wie bei meinem, dass er sieht, wie du dich quälst und das nicht so gut ertragen und mittragen kann. Da habt ihr doch so eine schöne einfache Lösung. Warum sich dann noch unnötig das Leben schwer machen? Wem bringt das denn was? Vielleicht ist das so die Denke...

Also, ich weiß ja nicht, ob ihr das mit dem Stillen nochmal hinkriegt. Aber wenn da noch Hoffnung besteht, halt dich daran fest. Ich hab mich die ersten Wochen so durch blutige BWs, Gedeihstörung und deprimierendes Flaschegeben gekämpft. Und getragen hat mich immer die Hoffnung: es geht vorbei! Bald werde ich schmerzfrei mein Baby voll stillen! Meine Hebamme hat einmal gesagt: "Gib Flasche so und so bla bla... UND DANN KANNST DU 9 MONATE VOLLSTILLEN." Und daran hab ich mich geklammert und Nacht für Nacht weiter gekämpft, bis es irgendwann endlich überstanden war. Das wünsche ich dir auch! Hoffnung ist ne tolle Sache! ;)
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Mondenkind
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von Mondenkind »

Hallo britje, es tut mir sehr sehr leid, dass Du das durchmachen musst. Was für eine furchtbare Situation!

Als allererstes möchte ich hier drauf eingehen:
britje hat geschrieben: Rational weiß ich, dass ich für den Unfall nichts kann, aber trotzdem denke ich,
ich hätte vielleicht noch öfter pumpen müssen, aber es kam einfach nicht mehr und häufiger konnte
ich einfach nicht.
Alles Pumpen der Welt hätte daran nichts geändert. In lebensbedrohlichen Stresssituationen verläuft das mit der Milch so:
1. Bei einem Unfall/einem schweren psychischen Schock/Verfolgung durch ein Raubtier/starke Schmerzen... (auswechselbar gegen jede massive Bedrohung körperlicher oder psychischer Art, dabei steigen automatisch die Stresshormone in astronomische Höhen. Dies bewirkt, dass das milchbildende Hormon Prolaktin ansteigt (damit die Mutter _nach_ dem Stress wieder ihr Kind beruhigen und ernähren kann)
2. Das Milchspendereflex auslösende Hormon Oxytocin wird aber gehemmt! (Damit die Mutter keine tropfende Milchspur hinterlässt, der der Säbelzahntiger folgen kann.) Niemand hätte in der Situation pumpen können, auch nicht mit 20x am Tag wäre Milch gekommen! Stress, Schmerzen, Trennung, jetzt die Angst wegen der Milch- das alles ist Stress pur, da kann man nicht pumpen.

Das mag jetzt alles albern klingen mit Säbelzahntiger und Milchspur... Ich möchte aber durch so ein Höhlenmensch-Szenario verdeutlichen, wo es herkommt und wie überlebenswichtig dieses Prinzip früher mal war. Denn wenn es ums Überleben geht, dann rechnet die Natur knallhart- und zur Not wird das Kind dann nicht mehr ernährt, aber die Mutter überlebt. Denn das Kind konnte früher eh nicht ohne die Mutter überleben. Daher kommt das.

Heute und bei Euch ist das aber alles anders. Ihr seid in Sicherheit und das Überleben Eures Kindes ist gesichert.

Du hast nicht versagt. Dein Körper hat reagiert, wie es seit Jahrmillionen vorgesehen ist.

Wenn Du Dir das klar machst, können wir uns also ganz entspannt daran machen, die hormonellen Wechselwirkungen wieder in andere Bahnen zu leiten und Deine Milchbildung wieder anzukurbeln. Denn es spricht überhaupt nichts dagegen, jetzt wieder zu stillen, im Gegenteil. Ich denke, das würde Dir in dieser Situation sicher helfen, über die schwere Zeit, die hinter Euch liegt, hinwegzukommen. Dass Dein Kind gut an die Brust geht ist super und hilft uns dabei ganz toll. Und zeigt auch, dass er noch möchte. Dein Körper ist nur immer noch auf "Stress" gepolt, das ist ganz normal. Das kann man aber ändern.

Wie machen wir das?
1. Wir machen uns die üblichen Methoden für die Oxytocin-Ausschüttung zunutze. Gemeinsam kuscheln, stundenlang im Bett liegen und stillen, Haut an Haut. Letzteres ist ganz wichtig! Wärme, Zeit, Ruhe, Hautkontakt. Alles was Entspannung bringt. Darfst Du baden? Dann badet gemeinsam.
2. Stress raus. Nicht mehr pumpen. Ich würde das Pumpen wirklich ganz lassen und mich nur aufs Kind konzentrieren. Bring ganz viel Ruhe rein. Nicht aufs Schlucken horchen, einfach das Stillen genießen. Zur Not mach leise angenehme Musik an, damit Du aufs Schlucken nicht automatisch horchst.
3. Ganz wichtiger technischer PUnkt: Flasche und alle anderen künstlichen Sauger möglichst ganz weg lassen. Du könntest gut mit dem BES anlegen, andere können Dein Kind mit dem Becher füttern.

Ich bin mir sicher, dass wir auf diese Art und Weise Deine Milchbildung wieder zurückbekommen. Was meinst Du dazu?

Liebe Grüße, Mondenkind, ModTeam Stillberatung
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von kalinka »

Ich les das gerade zufällig... Es tut mir sehr leid, was ihr erleben musstet!
Ich drücke euch die Daumen, dass das stillen bald wieder klappt!
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Tigerchen
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von Tigerchen »

Oh toll! Es gibt tatsächlich noch Hoffnung! :D

Alles Gute dir dafür! :D
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