Süßigkeiten bei Oma.

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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wewo
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Süßigkeiten bei Oma.

Beitrag von wewo »

Hallo!

Mich würde mal eure Meinung interessieren.
Meine Tochter war schon immer eher schwer (weswegen die KiÄ mich auch schon blöd angemacht hat und zum Abstillen mit 2 Jahren stillen wollte). Stillkinder wiegen wohl öfter etwas mehr und durchs Tandemstillen hat sie kurz nach der Geburt von Nr. 2 viel zugenommen, weil viel Milch da war. Im Moment wiegt sie ca. 18,5 kg. mit fast 3 Jahren.

Ich achte etwas darauf, dass sie nicht zu viel Süße/Fettiges isst und süße Getränke gibts nur zu den Essenszeiten. Bei Süßigkeiten versuch ich's mit der Regel: Eine faustgroße Portion am Tag. Das klappt ganz gut. Ansonsten sehe ich das noch recht entspannt, mein Mann war in dem Alter genauso und war später normalgewichtig.

Ich habe auch bei meiner Schwiegermama das Thema mal kurz angesprochen. Einmal in der Woche ist sie bei Oma. Das finde ich echt super und unterstütze das aktiv. Ich habe ihr gesagt, ich möchte nicht wissen, was sie genau isst oder trinkt. Ich möchte nur, dass sie etwas darauf achtet, dass es nicht zu viel wird, da sie halt schon "übergewichtig" ist.

Ich habe mich auch daran gehalten und nie danach gefragt. Aber natürlich bekomme ich das so aus den Erzählungen ein bisschen mit. Und so langsam finde ich, dass es etwas viel wird. Bspw. isst sie eine große Portion Schokopudding (selbstgekocht oder 1 gekauften Becher) und ein Eis. Zum Essen gibts Kakao und ich vermute, sie trinkt auch Limo (Opa trinkt das). Aber sie isst nicht nur ungesund. Es gibt auch noch Brötchen oder Brezel (mit Marmelade) und manchmal was warmes wie Suppe aus der Dose (Oma kocht viel Fertigprodukte).
Gestern as sie ein Stück Kuchen und 3 Ki*nder Pi*ngui. Ein Pi*ngui hat fast 10g Zucker, was schon der empfohlenen Höchstmenge für Kleinkinder entspricht. Sie hat also ein vielfaches gegessen.

Ich bin nun am überlegen, ob ich es ansprechen soll. Mein Mann sagt, wenn es mich stört, soll ich was sagen. Er steht hinter mir. Andererseits ist es ja nur ein Tag in der Woche. Aber sie bekommt dort fast ihre wöchentliche Zuckerdosis und zusätzlich täglich zuhause auch bisschen was. Ich will ja nicht Buhmann sein. Ich möchte ihr den Kakao nicht nehmen oder einen Keks oder ein Eis als Nachtisch...

Ich möchte aber auch nicht, dass sie dann anfangen "aber erzähl das Mama nicht" und stecken ihr heimlich was zu. Sie sind die Großeltern und dürfen sie auch verwöhnen. Aber muss das übers Essen sein? Ach ich bin so hin und her gerissen.

Was sagt ihr? Wie macht ihr das?
Liebe Grüße
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Nana
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Re: Süßigkeiten bei Oma.

Beitrag von Nana »

Ich würde das definitiv ansprechen.
Musste ich selbst auch schon.
Hier gibts immer Kuchen, wenn wir bei oma und opa sind. Ist überhaupt kein Problem, würde dann nicht noch ein Kinderpudding, ein Eis, Kekse und ein Fruchtquetschi angeboten werden. Es ist nicht immer soo viel, aber ich finde ein süßes Teil am Nachmittag soll reichen.
Neulich hatte mein Kind gerade ein Stück Obst in der Hand und der Opa wollte unbedingt, dass sich mein Sohn den Kuchen mit ihm teilt, wollte ihn mit der Gabel schon füttern, obwohl mein Kind garkein Interesse gezeigt hat. Da hab ich auch was gesagt.
Hier gilt also die Regel für den omaopa-.Nachmittag: zuerst Obst, dann 1 süßes Teil (Kuchen oder Eis oderoderoder)

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Nana
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Re: Süßigkeiten bei Oma.

Beitrag von Nana »

Achja, Saft gibts dort auch immer, aber das lasse ich eben zu.
Neulich wollte mein Sohn von meinem Wasser trinken und der Opa hat gleich gerufen "aber hier steht doch dein Saaaaft!" [emoji57]
Keine Ahnung, warum die immer soooo viel Süßzeug ins Kind bringen wollen. Wo die Schwiegermutter selbst mal erzählt hat, wie sehr sie es genervt hat, wenn ihre Söhne ständig so viel Süßes von ihrer Schwiegermutter bekamen. Tja, so ist das wohl einfach

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Re: Süßigkeiten bei Oma.

Beitrag von wewo »

Danke! :)

Ja, sonntags gibts dort auch immer Kuchen und die Kids wurden schon bedauert, weil sie mit unter 1 Jahr nur Obst bekamen und keinen Kuchen. Dabei wollten sie den gar nicht (und wenn doch, hat ein Haps gereicht, der dann mehr zermatscht als gegessen wurde).

Ich tendiere gerade auch zum Ansprechen. Meine einzige Befürchtung ist, dass es dann heimlich gemacht wird. V.a. mein Schwiegervater ist so einer, der meint, was er will, das zählt (eine Lieblingsgeschichte meines Mannes ist, als er an einem Papatag die Playstation für Weihnachten aus dem Schrank holte und die Kids spielen ließ, die davon nichts Mama erzählen sollten, ob sie trotzdem es wusste, weiß ich nicht). Er bringt es halt auf eine Art rüber, dass alle immer darüber lachen. Ich, als Außenstehende, finde es manchmal echt schlimm, wie sie sich alle von ihm kommandieren lassen. Wie er zu den Kindern sagt, dass die Oma "böse war und muss nachher Ecke stehen" u.a. Wenn einer was sagt, macht er nur extra weiter. Aber keiner scheint das wahrzunehmen. :-o
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Re: Süßigkeiten bei Oma.

Beitrag von wewo »

Oh ja. "Trink erstmal deine Kakao, dann geb ich dir Wasser." oder "Iss erstmal deine Kuchen auf, dann gibts ein Stück Schokolade. Möchtest du noch mehr Sahne?"
Aber das ist dann ein Nachmittag in 2-3 Wochen und da sag ich dann meist nichts.

Aber irgendwie klar... Wenn ich da nichts sage, scheint es ja ok zu sein, also warum nicht auch beim wöchentlichen Großelterntag. Erinnert mich gerade an Kindererziehung. Woher soll das Kind wissen, wie es geht, wenn ich es nie richtig erklärt/gezeigt hab. ;)
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Re: Süßigkeiten bei Oma.

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Wie wäre es wenn ihr mit der Oma absprecht, dass sie jeden Tag (meinetwegen in Absprache mit den Arzt) nur XYZ Kalorien in Form von Süßkram zu sich nehmen soll ( ohne dass das Wort Kalorien vor dem Kind fällt). Gerade bei den Fertigprodukten ist das ja einfach, steht ja drauf. WAS es dann ist, können Oma und Opa selbst entscheiden.
Ich finde Großeltern für Kindern unheimlich wichtig ( für Eltern oft unheimlich nervig) und ich finde auch, Großeltern dürfen fast hemmungslos verwöhnen wenn sie die Kinder nicht regelmäßig häufig betreuen ( z.B. täglich, wenn Mama arbeitet).
Diese Generation ist noch so aufgewachsen, dass Schokolade und Co für sie ein seltenes Glück war und etwas ganz Besonderes. Vielen fällt der Sprung schwer zu erkennen dass es heute nix besonderes ist sondern etwas so Allgegenwärtiges, dass man seine Kinder regelrecht davor schützen muss.Ja, viele Großeltern empfinden Essen als großes Glück und möchten dieses Glück auch an ihre Enkel weitergeben. Dieses Denken bekommt man auch nur sehr schwer raus, ebenso wie das Vertrauen in die Werbelügen ( " Extra für Kinder"...dann muss es ja gut sein).
Erklärt ihnen das Problem und holt sie bei der Lösung mit ins Boot, bei maximaler Entscheidungsfreiheit als Vertrauensbeweis.
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Re: Süßigkeiten bei Oma.

Beitrag von wewo »

Danke!
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Re: Süßigkeiten bei Oma.

Beitrag von Nana »

Ich hab diesen Tipp mal irgendwo hier im Forum gelesen, hab das aber selbst nie so gesagt: "der Kinderarzt hat gesagt, dass sie nur eine Süßigkeit pro Tag darf"
Viele der älteren Generation hören immer gut auf das, was die Ärzte sagen. Das wird anscheinend oft besser angenommen. Vielleicht hilft es ja gegen das heimliche anbieten, falls du eine Notlùge verwenden willst.

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