Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

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amantedealmeria
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von amantedealmeria »

Wie sie genannt werden möchte, steht noch nicht ganz fest, mir gehts eigentlich grad nur um ihre "Begründung" (oder zumindest einen Teil davon) und das ist halt das Bild der russischen Baba.

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Nusserl
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Nusserl »

Meine ital. Schwiegermutter (geborene Österreicherin) wollte auch nicht Nonna genannt werden, denn so alt sei sie doch nicht (ü60 war sie aber).
Als unsere Große dann geboren wurde, war das aber plötzlich voll egal und sie ist die stolzeste Nonna weit und breit!
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amantedealmeria
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von amantedealmeria »

Naja, der Wurm ist ja schon fast 2 ;)

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kroschka
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von kroschka »

amantedealmeria hat geschrieben:das Bild der russischen Baba.
Hier musste ich gerade sehr lachen. Die "russische Baba" ist keinesfalls die runzelige Großmutter mit Kopftuch, die am Fenster sitzt und Socken strickt. Baba heißt nämlich auch Weib und unter einer "russischen Baba" stelle ich mir eher eine dicke keifende Russin vor. :lol:
Ansonsten ist Baba schon die ganz normale Bezeichnung für die Oma, vor allem in der direkten Ansprache. Wenn man nicht direkt zur Person spricht dann in Verbindung mit dem Vornamen. Letzendlich stellt sich da doch aber jeder etwas anderes vor. Das Bild der runzeligen Großmutter habe ich persönlich zum Beispiel eher bei der Bezeichnung Babuschka. Generell sind in Russland aber die Omas deutlich jünger als hierzulande und werder trotzdem alle Baba gerufen. :wink:
Kam diese Problematik nicht auch in einem der Bücher von Kaminer vor? Ich glaube das ist einfach ein häufiges grundsätzliches Problem der russischen Frau. Enkel bitte sehr gerne, aber auf der Straße soll bloß niemand wissen, dass man schon Großmutter ist. :mrgreen:
mit Tochter (11/11) und Sohn (10/14)
Lösche Benutzer 10310

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lösche Benutzer 10310 »

Lösche Benutzer 10310

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lösche Benutzer 10310 »

kroschka hat geschrieben:
amantedealmeria hat geschrieben:das Bild der russischen Baba.
Hier musste ich gerade sehr lachen. Die "russische Baba" ist keinesfalls die runzelige Großmutter mit Kopftuch, die am Fenster sitzt und Socken strickt. Baba heißt nämlich auch Weib und unter einer "russischen Baba" stelle ich mir eher eine dicke keifende Russin vor. [emoji38]
Ansonsten ist Baba schon die ganz normale Bezeichnung für die Oma, vor allem in der direkten Ansprache. Wenn man nicht direkt zur Person spricht dann in Verbindung mit dem Vornamen. Letzendlich stellt sich da doch aber jeder etwas anderes vor. Das Bild der runzeligen Großmutter habe ich persönlich zum Beispiel eher bei der Bezeichnung Babuschka. Generell sind in Russland aber die Omas deutlich jünger als hierzulande und werder trotzdem alle Baba gerufen. :wink:
Kam diese Problematik nicht auch in einem der Bücher von Kaminer vor? Ich glaube das ist einfach ein häufiges grundsätzliches Problem der russischen Frau. Enkel bitte sehr gerne, aber auf der Straße soll bloß niemand wissen, dass man schon Großmutter ist. :mrgreen:
Ich sehe das auch so [emoji5] . Meine Oma ist mit 42 Baba geworden und so nenne ich sie seitdem. War nie ein Problem. Manchmal auch Babuletschka [emoji5], aber nie Babuschka. Das sagt man eher zu den fremden Omas, so in der Art: wo wohnt deine Babuschka?

Und mein Sohn nennt meine Mutter auch Baba. Baba ist eben auch das Wort für Weib (nicht Frau) und als Omabezeichnung nur den eigenen Enkeln vorbehalten sonst ist es nicht so nett. Kompliziert, was? [emoji12]
Moosgloeckchen
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Moosgloeckchen »

Hej,
Wir sind ebenfalls eine mehrsprachige Familie... Mein Mann und ich zwar rein deutsch, aber da wir in Schweden leben, gehen bei unserer 2 1/2 jährigem Tochter Deutsch und Schwedisch momentan lustig durcheinander.
Gesungen wird zB:
Bruder Jakob, Bruder Jakob, sover du, sover du - hörst du nicht die klocka...
Und gezählt: eins, zwei, en till - drei!
Mit jedem sprachlichen Sprung geht es erst mal durcheinander, dann sortieren sich die Sprachen wieder auseinander, habe ich beobachten können. Momentan lernt sie von sich als "ich" zu sprechen, verwendet dafür allerdings immer das schwedische "jag" oder bei deutschen Sätzen ihren Namen. Das sagt wohl einiges darüber aus, dass das Schwedische für sie mindestens gleichrangig zum Deutschen ist. Sie ist täglich von 9 bis 14 Uhr im Kindergarten und hört dort natürlich nur Schwedisch.
Soweit so unkompliziert... Jetzt ist es allerdings so, dass wir Ende Januar in die USA ziehen (für 1 bis 2 Jahre) und danach entweder nach Deutschland oder Schweden zurückkommen. Sie wird also demnächst drei Vormittage in der Woche in einen amerikanischen Kindergarten gehen.
Ich bin grad etwas unschlüssig, ob wir versuchen sollen ihr Schwedisch über Lieder, Kontakt zu schwedischen Kindern uä aufrechtzuerhalten. Oder das Schwedische einfach durch Englisch "ersetzen"? Es geht mir dabei weniger um ein möglichst vielsprachiges Kind als darum sie in ihrer Sprachentwicklung nicht zu sehr durcheinanderzubringen. Sprachlich passiert momentan so viel und man merkt wie intensiv sie gerade Wortschatz und Grammatik ausbaut und versucht nach Sprachen zu sortieren...
Was habt Ihr so für Erfahrungen gemacht, vor allem bei Auslandsumzügen und Wechsel der Umgebungssprache? Machen die Kinder das unproblematisch mit oder hat's doch gehakt?
Liebe Grüße!
Charlotte
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amantedealmeria
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von amantedealmeria »

Hier gibts was neues: Der Wurm schmeißt beide Sprachen zusammen: "letat" "lesen" mit russischer Endung, "piten" russisch "trinken" mit deutscher Endung u.ä.
Und er übersetzt ständig. "Mama lenken, Papa rulii", "Mama Jacke, Papa kuka".
Und er merkt, dass es außer Papa und deb Großeltern noch andere gibt, die so sprechen. In der Gemeinde hat er einer letztens spontan russisch geantwortet und sie damit voll verwirrt, weil sie eigentlich mit ihrer Tochter gesprochen hat (war aber ein Kosename, den mein Mann auch immer nutzt).
Ist es eigentlich richtig, immer zu korrigieren, wenn die falsche Sprache genutzt wird? Also wenn er mir gegenüber was russisches sagt, dann zu fragen, was Mama dazu sagt?

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Nusserl
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Nusserl »

Ich glaube es gibt kein richtig oder falsch.
Mein Mann wiederholt es dann auch italienisch, wenn die Kinder deutsch mit ihm reden.
Also Kind sagt: "ich will einen Apfel bitte". Dann fragt mein Mann nochmal zurück "du willst einen Apfel haben?" Aber die Rückfrage auf Italienisch und nicht Deutsch. Dadurch wird das Kind nicht getadelt, aber hört den Satz nochmal in der anderen Sprache


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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von emm »

Hier auch so - Kind sagt "Papa, look at that! A doggie!"
Papa sagt: "oh, ja, da ist ein Hund." Also auch ohne Tadel, sondern einfach nur die Rueckmeldung, wie Papa dazu sagt.
das emm mit Löwenkind (08/2012), Fräulein Igel (09/2013) und kleinem Geheimniskrämer (11/2017)
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