Brei und Stillen, Mengenfragen

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Mamimami
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Brei und Stillen, Mengenfragen

Beitrag von Mamimami »

Hallo allerseits,

nun möchte ich doch mal etwas Rat einholen. Mein 8,5 Monate altes Töchterchen bekommt mittlerweile 2-3 Breimahlzeiten am Tag. Die dann das Stillen ersetzen. Also nicht Beikost, sondern Ersatzkost, sozusagen. Weil mir das so vermittelt wurde, dass man das halt so macht. Gut. Es passt ja soweit auch ganz gut, sie mag den Brei gerne und ich stille trotzdem noch 2x am Tag und rund 4x in der Nacht (inklusive Einschlafstillen und Guten-Morgen-Stillen). Und das möchte ich eigentlich auch gern so beibehalten. Nun wird einem aber immer suggeriert, dass die Milch ja nicht mehr den wachsenden Energiebedarf des Babys decken kann (und somit scheinbar nix mehr wert ist :? ). Und dann gibts ja diverse Folgemilchen/Kindermilchen, die die Kleinen dann wohl ab irgendwann mal trinken können/sollen. Wobei ich ja nicht unbedingt sowas kaufen will, wenn ich doch selbst Milch habe.
Nun weiß ich gar nicht, wie lange ein Baby wieviel Milch braucht?

Dann gibt es noch das Problem, dass die Zwergin mit 11 Monaten dann dreimal die Woche zu einer Tagesmutter geht, für je 6 Stunden. Anders geht es leider nicht, ich muss wieder arbeiten :roll: Jedenfalls müsste sie die Zeit dann stillfrei überbrücken können. Nun habe ich deswegen schon Vormittags diesen Milchgetreidebrei eingeführt und sie isst ihn auch. Ich geb ihn ihr aber nicht jeden Tag, sondern stille auch manchmal stattdessen. Mittags gibts dann bei der Tagesmutter immer frisch gekochtes, z.b. Nudeln mit Gemüse oder so. Das kann sie ja dann wahrscheinlich noch nicht essen, ich müsste ihr dann also ein Gläschen mitgeben. Ich koche meist selbst und fülle das dann in Gläschen, wär also kein Problem. Außer, dass sie dann halt zweimal am Tag einen Gemüsebrei bekommen würde. Denn abends gibts den bei uns auch, statt diesem Milchbrei. Weil wir abends immer die Hauptmahlzeit des Tages haben und dann soll sie halt auch was vernünftiges bekommen. Aktuell eben noch Gemüsebrei, irgendwann dann eben das was wir haben.
Ich bin irgendwie verunsichert mit der ganzen Geschichte. Angeblich können Babys ab dem 10.Monat am Familientisch mitessen, andererseits soll man dies und jenes wiederum ja gar nicht vor dem 12.Monat geben. Müssen wir dann am Familientisch also künftig immer Babygerechte Sachen essen oder wie soll das alles gehen? Wir kochen ja auch nicht jeden Tag ein tolles Gemüse mit einem tollen Getreide, sondern es gibt halt auch oft mal Spaghettis oder auch ab und zu mal eine Pizza oder dergleichen. Nicht ständig, aber halt doch immer wieder.

Völlig ratlose Grüße,
Mamimami
AnnaKatharina
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Re: Brei und Stillen, Mengenfragen

Beitrag von AnnaKatharina »

Spaghetti st ist auch nur Getreide ;-)
Mit ganz ganz wenigen Ausnahmen, können Kinder von Beginn der Beikostzeit an alles essen.
Der Salzgehalt sollte geringer sein, als die meisten Erwachsenen es gewöhnt sind.

Kann die TaMu deiner Kleinen nicht das Essen kurz pürieren, wenn sie stückig damit nicht zurecht kommt?
Wobei die meisten Kidner mit 11 Monaten ja schon begeistert Stückiges essen, insofern seh ich da echt keine Probleme auf euch zukommen.
6 Stunden ohne Stillen sind doch auch nur eine Mahlzeit und ein Snack, wenn du vorher und nachher nochmal stillst. Und in den nächsten 2 Monaten wird sich das essverhalten deiner Tochter wahrscheinlich eh noch stark verändern.

Folgemilc/Kindermilch brauchst du übrigens nie zu kaufen, dass sind keine gesunden Lebensmittel.
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
ixcacienfuegos
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Re: Brei und Stillen, Mengenfragen

Beitrag von ixcacienfuegos »

In der Kindermilch ist Zucker drin. Deswegen mögen die Kleinen sie gerne. Ist aber Schrott.
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
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Tweety2606
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Re: Brei und Stillen, Mengenfragen

Beitrag von Tweety2606 »

Als mein Sohn mit 12 Monaten in die Krippe kam, hat er am Familientisch mitgegessen, aber nur seeehr wenig. Gestillt wird er bis heute nach Bedarf. Er ist ebenfalls 6 Stunden in der Krippe, er stillt morgens nach dem Aufstehen kurz, in der Krippe gibt es dann Frühstück und Mittagessen. Er isst dort ziemlich gut. Kaum zuhause will er dann aber länger (kuschel)stillen. Gerade sind Ferien und er isst mal wieder kaum, sondern stillt mehr. Sobald ich verfügbar bin, stillt er lieber, kommt aber auch prima ohne aus, sollte ich nicht da sein.
Sind bei der Tagesmutter noch andere Kinder? Das hilft auch, sie gucken sich nämlich viel voneinander ab.
Mein Sohn wollte übrigens kaum Brei, außer Grießbrei/Pudding und Obstmus isst er nur stückig. Von Anfang an. Wir kochen halt dann z.B. die Kartoffeln oder Nudeln ohne Salz, würzen lieber am Tisch nach.
Und er bekam schon mit 8/9 Monaten Kuhmilchprodukte und ab und an auch mal nen (selbstgemachten) Kakao mit Kuhmilch mittlerweile.
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Mamimami
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Re: Brei und Stillen, Mengenfragen

Beitrag von Mamimami »

Wobei die meisten Kidner mit 11 Monaten ja schon begeistert Stückiges essen, insofern seh ich da echt keine Probleme auf euch zukommen.
6 Stunden ohne Stillen sind doch auch nur eine Mahlzeit und ein Snack, wenn du vorher und nachher nochmal stillst. Und in den nächsten 2 Monaten wird sich das essverhalten deiner Tochter wahrscheinlich eh noch stark verändern.
Das ist gut zu wissen, dass sich da noch was ändern wird bei der Maus!
Sind bei der Tagesmutter noch andere Kinder? Das hilft auch, sie gucken sich nämlich viel voneinander ab.
Ja da sind noch drei andere - alle älter, ca 1,5 Jahre.

Nun bin ich diesbezüglich beruhigter. Seit neuestem gibts jetzt auch immer Drama am Tisch, weil sie unbedingt selbst essen will. Den Löffel geb ich ihr ja sowieso, aber nun will sie auch die Schale und darin rumpatschen :roll: Ich hoffe sie lernt das dann bald mit dem Löffel selbst zu essen, aber mit 8,5 Monaten...? :|
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Mutterhenne
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Re: Brei und Stillen, Mengenfragen

Beitrag von Mutterhenne »

Kleine Anmerkung zu Kindermilch noch: Kindermilch braucht ein durchschnittlich ernährtes Kind nicht; sie kann sogar zu einer (möglicherweise gesundheitlich bedenklichen) Überversorgung mit Mikronährstoffen (z.B. Eisen) führen und enthält im Vergleich zu Kuhmilch oft (zu) wenig Calcium (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung). Aromatisiert ist sie meistens auch und führt somit zu frühzeitiger Geschmacksprägung, z.B. auf Vanillin. Außerdem ist sie sauteuer: http://www.vzhh.de/ernaehrung/129731/Ki ... bnisse.pdf ;-)...
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)

Grüße von der Henne
mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
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Re: Brei und Stillen, Mengenfragen

Beitrag von Pfefferoni »

Kindermilch bzw Folgemilch darf im Gegensatz zu Anfangsmilch bzw pre beworben werden, sie ist wohl auch billiger herzustellen und nicht so gut verträglich, dient also hauptsächlich dem Geldverdienen der Hersteller. Sie ist unnötig, das sag ich als nicht-stillende-nach-Bedarf-bis-zum-Schluß-pre-Fläschchen-fütternde :wink:
Deine Milch passt sich den Bedürfnissen deines Kindes an, die ist nicht plötzlich nichts mehr wert.

Ansonsten, in Gesellschaft anderer Kinder und in anderer Umgebung ändert sich oft auch die Essensmenge. Du kannst aber sicher auch vorher und nachher stillen, vielleicht mag sie dann mehr oder öfter, vielleicht nicht.

Ich hab Breiverweigerer, die essen gleich am Tisch mit. Anfangs noch wenig, von ganzen Mahlzeiten sind wir weit entfernt aber etwas geht meistens. Heute zB hat er nackige Nudel gemampft weil die Sauce zu scharf gewesen wäre, gestern etwas Polenta. Geschmiere und Gematsche gehört anfangs wohl dazu, ganz toll, wenn das immer in den Haaren landet :oops: Das gibt sich aber irgendwann. Bei Pizza lutscht er den Rand und wenn das Essen wirklich gar nicht geht, dann isst er Biskotten, Banane oder Maisstangerl. Irgendwas findet sich immer :wink:
lg



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RamblerRose
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Re: Brei und Stillen, Mengenfragen

Beitrag von RamblerRose »

Mamimami hat geschrieben:
Wobei die meisten Kidner mit 11 Monaten ja schon begeistert Stückiges essen, insofern seh ich da echt keine Probleme auf euch zukommen.
6 Stunden ohne Stillen sind doch auch nur eine Mahlzeit und ein Snack, wenn du vorher und nachher nochmal stillst. Und in den nächsten 2 Monaten wird sich das essverhalten deiner Tochter wahrscheinlich eh noch stark verändern.
Das ist gut zu wissen, dass sich da noch was ändern wird bei der Maus!
:|
Also grad mit zwischen 8 und 11 Monaten hat sich bei uns sehr sehr viel getan, da kann ich Dir empfehlen es erstmal auf dich zukommen zu lassen und 3 Wochen vorher nochmal zu schaun. Ich bin sicher, da wird sich was getan haben
Mamimami hat geschrieben: Nun bin ich diesbezüglich beruhigter. Seit neuestem gibts jetzt auch immer Drama am Tisch, weil sie unbedingt selbst essen will. Den Löffel geb ich ihr ja sowieso, aber nun will sie auch die Schale und darin rumpatschen :roll: Ich hoffe sie lernt das dann bald mit dem Löffel selbst zu essen, aber mit 8,5 Monaten...? :|
Hmm, das selbst mit dem Löffel essen ist schon nicht einfach, zumindest bei den Kindern die ich kenne, aber manche schaffen es auch schon in dem Alter. Etwas dickflüssiger klebriger Brei und ganz viel "Ohhm" bezüglich putzen bei der Mama helfen. Oder Du gibst Dinge, die sie Lutschen kann als Fingerfood danach/dazu, z.B. Banane, weiche Birne, Pfirsich oder anderes weiches Obst als Nachtisch oder Vorspeise, vielleicht reicht das für das "Selber machen" Gefühl?
mit dem großen Bruder 03/2014 an der Hand und dem kleinen Bruder am Arm 8/2016
Mamimami
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Re: Brei und Stillen, Mengenfragen

Beitrag von Mamimami »

Oder Du gibst Dinge, die sie Lutschen kann als Fingerfood danach/dazu, z.B. Banane, weiche Birne, Pfirsich oder anderes weiches Obst als Nachtisch oder Vorspeise, vielleicht reicht das für das "Selber machen" Gefühl?
Das ist lustig dass du das schreibst, denn genau so haben wir es die letzten Tage gemacht. Erst Brei, danach ein Stückchen Brot oder ein paar Nudeln oder eben etwas Melone. Das ging ganz gut :)
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