Baby und Hunde

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icestar87
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Baby und Hunde

Beitrag von icestar87 »

Ich konnte grade auf die schnelle nix passendes finden. Aus gegebenem Anlass wollte ich hier mal fragen, wie ihr das macht mit Hund und Kind. Heute wurde meine Maus (10 Monate) von meiner Hündin gebissen.
Keine Panik, es war wenn überhaupt nur ein Warnbiss, denke aber, sie (die Hündin) wollte garnicht zu beissen, Baby war aber zu nah dran.
Normalerweise lasse ich meine Tochter nie aus den Augen, wenn die Hunde (2) drinnen sind, aber wie es so kommen musste, kurz Papa was aufm Laptop gezeigt und schwupps hört man ein ärgerliches wuff und Zahara (Tochter) sitzt schreiend auf dem Boden und der Hund springt erschrocken auf.
Sie hat nichts bis auf nen 1mm Kratzer unter dem Auge. Ich kenne meine Hunde und weiss, dass keiner der beiden agressiv ist oder so. Die Hündin mag es nicht, wenn man ihr auf die Pelle rückt, wenn sie wo liegt. Nur ich oder mein Freund dürfen sie so anfassen. Aber auch mein Rüde weiss, dass er fern bleiben muss. Mein Rüde ist ein wenig relaxter. Töchterchen darf zu ihm und ihn auch anfassen, so lange sie nicht auf ihn drauf klettert, dann knurrt auch er.
Ich möchte die beiden eigentlich nicht komplett fern halten, weil ich möchte, dass sie lernt, die beiden zu respektieren und umgekehrt. Oder ist sie noch zu klein dafür? Sollte ich warten, sie zusammen zu lassen, bis sie älter ist und das eher begreift, dass sie es riskiert gebissen zu werden, wenn sie die Hunde ärgert? Wie Handhaben das die Hundehalter?
Wir werden die Hunde von jetzt an auch immer raus sperren, wenn wir nicht 100% aufmerksam sein können aber was mache ich sonst? Meiner Tochter "Nein" sagen, wenn sie ihnen zu nahe kommt oder den Hunden sagen, dass sie aufstehen und wo anders hin müssen?
Nadja mit Zahara (10/14)
Hopehely
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Re: Baby und Hunde

Beitrag von Hopehely »

Was für ein schreck :/

Zum fachlichen: Hunde erkennen Kinder erst als "weisungsbefugt" nach der Pubertät. Davor sind sie "welpen". Und da jedes Tier im Rudel deren Erziehung übernimmt, nicht nur die Eltern, kann es durchaus zu solchen Situationen kommen. Da unterscheiden sich "affe" und "wolf"...
Also - nicht alleine lassen. Nie. Außer kind im laufstall und hund im bleib (und das auch einhaltend ;)).
Eine befreundete Lehrerin und hundehalterin meinte mal, dass kinder erst mit 9-10 anfangen, die "hundesprache" zu verstehen. Vorher erkennen sie das subtile drohen eines fixierenden Blicks und einer hochgezogenen lefze nicht...
Also... für Respekt ist es einfach zu früh, du kannst nur managen.

Bei uns sind übrigens die hundeplätze fürs Kind tabu. Immer. Und das wird regelmäßig von ihm getestet ;)
Wird der hund dahin verwiesen, bleibt sie und der kleine darf nicht hin. Liegt sie im weg, schicke ich sie auf ihren Platz.
Zwergerl 04/2014 & Wichtel 12/2016
Hopehely
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Re: Baby und Hunde

Beitrag von Hopehely »

Achja: kontakt ist ok, aber eben nur unter kontrolle. Die kleinen ziehen ja doch gern mal an den Haaren oder an den ohren usw. Und jeden kindkontakt für den Hund belohnend gestalten - futter, spiel usw...
Zwergerl 04/2014 & Wichtel 12/2016
Kielersproettchen
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Re: Baby und Hunde

Beitrag von Kielersproettchen »

Hier sind auch die Ruheplätze der Hunde absolute Tabuzone. Bis das Kind das verstanden hatte, hatten wir die Hunde eingezäunt. Wenn Sie rein oder raus wollten haben sie sich davor gestellt. So wussten die Hunde, dass sie einen sicheren Ort haben und das Kind hat gelernt die Hunde auch mal in Ruhe zu lassen.



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Sproettchen geboren im August 2013
glückskind
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Re: Baby und Hunde

Beitrag von glückskind »

*edit* schon ein paar Antworten, ich glaube in ähnliche Richtung. Ich schicke dennoch ab.

Ui, das war/ ist sicher ein Schock für euch alle, gut, dass nichts schlimmeres passiert ist.
Deine Tochter ist noch so klein, da wird noch einiges auf euch zu kommen. Haben die Hunde feste Plätze/ Ruhezonen?

Unsere (auch 2, zickige Hündin, ein-Frau-Hund.. und quirliger Rüde) haben ihre Plätze, wo das Kind nicht ran darf. Sind sie außerhalb ihrer Plätze gehen sie weg, wenn es ihnen zu viel wird. Nicht von sich aus, zumindest die Hündin nicht, das habe ich so gelenkt. Hunde sind Raubtiere und sollten mMn nicht ohne aufmerksamkeit im 99%bereich und drüber mit Kind allein gelassen werden. Die Kompetenz aller steigt mit täglichem Umgang, trennen würde ich nicht.
Hunde raus sperren kann auch negative Folgen haben. Verkauft es den Hunden so, dass ihr auf sie achtet, ihnen Ruhe und Rückzug gewährt und alles für sie regelt.
Wenn das Kind partout die Hunde nicht in Ruhe lässt kommt das Kind weg, nicht die Hunde.
Mal so kurz meine Gedanken zusammengefasst. Alles Liebe euch!
..mit 3 Kindern 2012 und 2015 und 2018
Kielersproettchen
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Re: Baby und Hunde

Beitrag von Kielersproettchen »

Ich hab mal ein Foto gefunden. Die Abgrenzung ist mitten im Wohnzimmer, so dass alle zusammen, aber doch separiert waren. Bild


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Sproettchen geboren im August 2013
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matje
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Re: Baby und Hunde

Beitrag von matje »

Ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an. Bei uns sind Kind und Hund auch nie unbeaufsichtigt zusammen - Die Hündin verteidigt ihre Fress- und Schlafplätze. Ich hatte es mir ehrlich gesagt unkomplizierter vorgestellt, weil sie zu Erwachsenen sehr freundlich ist, aber Kleinkinder werden von ihr wie andere Hunde behandelt, nicht wie Menschen. Ich halte das Kind von ihr fern, wenn sie auf ihrem Platz liegt, und stelle die Näpfe hoch wenn sie nicht in Gebrauch sind. Liegt der Hund anderswo im Weg oder überschreitet er seine Befugnisse - knurrt z.B. weil Madame meine Handtasche ausräumen will - wird er auf seinen Platz geschickt.

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icestar87
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Re: Baby und Hunde

Beitrag von icestar87 »

Hm raus sperren war vielleicht nicht die richtige Wortwahl. Die 2 sind eigentlich fast eh den ganzen Tag draussen und werden des öfteren eh raus geschickt, wenn ich z.B. fege und wischen usw. Also als Strafe sehen sie das wohl eher nicht. Bis jetzt waren die Eingangstüren immer offen. Sind es eigentlich immer noch aber an jeder ist nun ein Babygate und da kommen die Hunde halt auch nicht drüber.
Das mit dem Platz ist so ne Sache. Es liegt ein Teppich in der Küche (für die Hündin), wo auch das Wasser drinnen steht, aber im Rahmen der Küchentür klemmt ein Brett, dass Zahara da nicht rein kommt. Theoretisch könnten die Hunde drüber springen, tun sie aber nicht. Der Rüde hat keinen Platz in dem Sinne, weil er eh draussen schläft. Also ich denke, die beiden draussen lassen, ist in meinem Fall doch das beste.
Nadja mit Zahara (10/14)
Syltfee
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Re: Baby und Hunde

Beitrag von Syltfee »

Sehr interessantes Thema. Die Situation ist hier nahezu identisch. Zum Glück ging es aber über grummeln noch nicht hinaus.

Baby ist fast 11 Monate und Hündin 4 1/2 Jahre. Wenn Hund seine Ruhe haben möchte dann wird zB die Zweithündin auch angegrummelt. Letztens hat es unser baby "erwischt" was nur am Hund vorbei krabbeln wollte. Habe einen Aus-Befehl gegeben und sie in den Korb geschickt. Bin dann anschließend in Ruhe zum Hund, hab sie gekrault und sie hat dort geschlafen. Es war dann alles gut. Der Korb ist fur das baby tabuzone. Jetzt muss nur noch der Hund lernen im Korb und nicht sonst wo zu schlafen. Wir versuchen also auch den "Managerweg".

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Nordlichter
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Re: Baby und Hunde

Beitrag von Nordlichter »

Ich hatte auch immer einen Hund, als der große geboren wurde, hab ich ihn schweren Herzens zu meiner Mutter gegeben, es war zu gefährlich. Der Hund war schon 15, ein riesiger Howavart und konnte das überhaupt nicht ab, von Kindern berührt zu werden. Er ist mit uns als Kindern groß geworden und hat niemals gebissen aber im Alter wurde er knurriger und Hund ist Hund, egal wie lieb er immer ist, das sind doch die klassischen Fälle. Hat niemals was getan und plötzlich ist das Kind zerfleischt, ne, das muss nicht sein. Wenn die Kjnder älter sind zieht hier auch wieder ein Hund ein.
Also einen richtigen Rat hab ich nicht aber das war mein Weg und ich würde es wieder so machen.
www.meinkleineslandhaus.de
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