Ich weiß einfach nicht mehr weiter
Moderatoren: klecksauge, Mondenkind
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Lealea
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Ich weiß einfach nicht mehr weiter
Hallo zusammen,
ich brauche ganz dringend ein paar gute Ratschläge und aufmunternde Worte von euch. Eigentlich müsste ich hier einen Beitrag in allen Foren schreiben! Bei uns läuft nämlich im Moment überhaupt nichts glatt. Ich bin ein bisschen verzweifelt und vielleicht auch etwas überfordert. Mein Sohn ist knapp 11 Monate alt und essen, schlafen, spielen, weg gehen sind hier tagtäglicher Kampf. Mein kleiner war ein Schreikind und das ist ca seit er 5 Monate alt ist weg. Nur er ist immer noch ein ziemlicher Dickkopf. Er schreit sofort richtig sauer rum sobald etwas nicht so läuft wie er will. Das ist natürlich häufiger so. Draußen steckt er sich ständig irgendwas in den Mund, drinnen spielt er nur an Kabeln und Steckdosen (natürlich gesichert, aber trotzdem). Er will nichts essen und schlägt mir seinen Brei aus der Hand. Nur milchbrei abends geht bisschen wenn ihn jemand ablenkt. Sobald er keine Unterhaltung mehr hat, kann er auch nicht weiter essen. Das macht mich verrückt. Dann schreit er und wird sauer wenn er in seinen Autositz muss. Zum schlafen muss ich ihn tragen. Das wäre ja ok aber er wehrt sich wahnsinnig. Er ist nicht mehr der leichteste und ich bin auch körperlich bald an meinen Grenzen! Nachts trinkt er noch 2 Flaschen. Ich hab das Gefühl er tanzt mir jetzt schon auf der Nase rum aber ich glaube natürlich auch noch nicht wirklich das er das schon so versteht! Aber wie soll ich mich verhalten? Ich bin wirklich überfragt! Nachgeben damit er z.B überhaupt was isst oder hart bleiben damit er nichts falsches lernt? Oder ist das wieder nur eine Phase? Ich find es super das er seinen eigenen Kopf hat und ich liebe ihn über alles aber so wird es für mich immer schwieriger!
Kann mir jemand seine Erfahrungen schildern? Kennt das jemand?
Danke
ich brauche ganz dringend ein paar gute Ratschläge und aufmunternde Worte von euch. Eigentlich müsste ich hier einen Beitrag in allen Foren schreiben! Bei uns läuft nämlich im Moment überhaupt nichts glatt. Ich bin ein bisschen verzweifelt und vielleicht auch etwas überfordert. Mein Sohn ist knapp 11 Monate alt und essen, schlafen, spielen, weg gehen sind hier tagtäglicher Kampf. Mein kleiner war ein Schreikind und das ist ca seit er 5 Monate alt ist weg. Nur er ist immer noch ein ziemlicher Dickkopf. Er schreit sofort richtig sauer rum sobald etwas nicht so läuft wie er will. Das ist natürlich häufiger so. Draußen steckt er sich ständig irgendwas in den Mund, drinnen spielt er nur an Kabeln und Steckdosen (natürlich gesichert, aber trotzdem). Er will nichts essen und schlägt mir seinen Brei aus der Hand. Nur milchbrei abends geht bisschen wenn ihn jemand ablenkt. Sobald er keine Unterhaltung mehr hat, kann er auch nicht weiter essen. Das macht mich verrückt. Dann schreit er und wird sauer wenn er in seinen Autositz muss. Zum schlafen muss ich ihn tragen. Das wäre ja ok aber er wehrt sich wahnsinnig. Er ist nicht mehr der leichteste und ich bin auch körperlich bald an meinen Grenzen! Nachts trinkt er noch 2 Flaschen. Ich hab das Gefühl er tanzt mir jetzt schon auf der Nase rum aber ich glaube natürlich auch noch nicht wirklich das er das schon so versteht! Aber wie soll ich mich verhalten? Ich bin wirklich überfragt! Nachgeben damit er z.B überhaupt was isst oder hart bleiben damit er nichts falsches lernt? Oder ist das wieder nur eine Phase? Ich find es super das er seinen eigenen Kopf hat und ich liebe ihn über alles aber so wird es für mich immer schwieriger!
Kann mir jemand seine Erfahrungen schildern? Kennt das jemand?
Danke
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Linda81
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 06.12.2014, 18:06
Re: Ich weiß einfach nicht mehr weiter
Oh Mann, das liest sich wahnsinnig anstrengend! Da würde ich auch verzweifeln!
Beim Essen fällt mir akut ein: nicht ablenken, nicht überreden. Keine Unterhaltung, kein Löffelchen für Mama, nix. Nicht hart sein und durchsetzen, das braucht ihr beide nicht. Er weiß, was er braucht und wieviel. Was bekommt er denn, und wie? Er liest sich, als wolle er viel selbst machen und entscheiden. Kannst Du ihm da entgegenkommen, indem Du ihm Fingerfood und Euer Essen zum selber essen anbietest?
Kennst Du González: Mein Kund will nicht essen ? Unbedingt empfehlenswert!
Beim Essen fällt mir akut ein: nicht ablenken, nicht überreden. Keine Unterhaltung, kein Löffelchen für Mama, nix. Nicht hart sein und durchsetzen, das braucht ihr beide nicht. Er weiß, was er braucht und wieviel. Was bekommt er denn, und wie? Er liest sich, als wolle er viel selbst machen und entscheiden. Kannst Du ihm da entgegenkommen, indem Du ihm Fingerfood und Euer Essen zum selber essen anbietest?
Kennst Du González: Mein Kund will nicht essen ? Unbedingt empfehlenswert!
Linda mit Sohnio (10/2014), dem Freudenstrahl (01/18) und der Überraschung (01/21)
- Hyndla
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- Registriert: 03.07.2011, 00:04
Re: Ich weiß einfach nicht mehr weiter
Was du aktiv ändern kannst, ist deine Einstellung[emoji6] . Es ist anstrengend mit Kindern, aber du machst nichts falsch. Du musst dich nicht durchsetzen, das kommt alles von alleine. Entspann dich, lehn dich zurück und genieße dein Kind. Es wird essen, es wird schlafen, dazu musst du nichts weiter tun als zu vertrauen. Und ein eigener Wille ist etwas tolles, klar, anstrengend für dich, super fürs Kind.
Mini-Hyndla 11/2009 und der winzige Herr M. 09/2013
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Melli2
- gehört zum Inventar
- Beiträge: 408
- Registriert: 23.12.2014, 12:06
Re: Ich weiß einfach nicht mehr weiter
Puh, das liest sich wirklich anstrengend.
Mir kam sofort die Frage, warum "so viel" verbieten. Wenn der Keks sich draußen einen Grashalm oder Sand in den Mund steckt frage ich obs schmeckt und lass ihn machen. Er wird schon mitgenommen wenn es nicht schmeckt. Und Gras oder Sand ist ja nicht giftig. Auch drinnen kann er in den gesicherten Steckdosen prokeln oder an den Kabeln rummachen. Die Kabel steck,ich dann einfach aus. Nach drei Tagen wirds langweilig und er wendet sich etwas anderem zu. Wenn ich verbiete, krabbelt er immer wieder hin und will machen. Klar gibt es hier Dinge die er nicht darf, aber ich versuche zu gucken, was für ihn geht und was wirklich nicht geht.
Ansonsten war auch Fingerfood mein Gedanke.
Ich wünsche dir viel Kraft und schicke dir ganz viel Gelassenheit und Entspannung wenn ich darf.
Mir kam sofort die Frage, warum "so viel" verbieten. Wenn der Keks sich draußen einen Grashalm oder Sand in den Mund steckt frage ich obs schmeckt und lass ihn machen. Er wird schon mitgenommen wenn es nicht schmeckt. Und Gras oder Sand ist ja nicht giftig. Auch drinnen kann er in den gesicherten Steckdosen prokeln oder an den Kabeln rummachen. Die Kabel steck,ich dann einfach aus. Nach drei Tagen wirds langweilig und er wendet sich etwas anderem zu. Wenn ich verbiete, krabbelt er immer wieder hin und will machen. Klar gibt es hier Dinge die er nicht darf, aber ich versuche zu gucken, was für ihn geht und was wirklich nicht geht.
Ansonsten war auch Fingerfood mein Gedanke.
Ich wünsche dir viel Kraft und schicke dir ganz viel Gelassenheit und Entspannung wenn ich darf.
Liebe Grüße von Melli mit dem Keks (09/14) und dem Mäuschen (10/17)
- missabonum
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 16.01.2007, 22:26
Re: Ich weiß einfach nicht mehr weiter
Das erinnert mich an meinen letzten.......
Gerade diese Willensstärke .....
Der wollte auch ALLES selbst erkunden und hat mit 10 Monaten nur noch Müsli zum Frühstück und sonst Brot und Milch genommen. Ich habe dann sogar nur noch Vollkornbrot selbstgebacken, das er liebte....
mit 18 Monaten aß er dann alles ..........
Ich würde dir empfehlen, lass dich nur auf Machtkämpfe ein, die notwendig sind (lebensnotwendig).......
Ich habe meinen draußen spielen lassen, wo er Gras, Erde Sand etc. getrost probieren konnte........
Auto fahren wollte er auch oft nicht, hilft nix, wenn wir fahren müssrn, müssen wir, ob mit oder ohne Lust....... So freiheitsliebende Kinder können Anschnallen nicht leiden, aber da gibt es eben keine Ausnahme, da müssen sie durch........
Gerade diese Willensstärke .....
Der wollte auch ALLES selbst erkunden und hat mit 10 Monaten nur noch Müsli zum Frühstück und sonst Brot und Milch genommen. Ich habe dann sogar nur noch Vollkornbrot selbstgebacken, das er liebte....
mit 18 Monaten aß er dann alles ..........
Ich würde dir empfehlen, lass dich nur auf Machtkämpfe ein, die notwendig sind (lebensnotwendig).......
Ich habe meinen draußen spielen lassen, wo er Gras, Erde Sand etc. getrost probieren konnte........
Auto fahren wollte er auch oft nicht, hilft nix, wenn wir fahren müssrn, müssen wir, ob mit oder ohne Lust....... So freiheitsliebende Kinder können Anschnallen nicht leiden, aber da gibt es eben keine Ausnahme, da müssen sie durch........
Liebe Grüße
Missa
Ich bin Krisenpflegemutter.
Mein Beruf ist meine "Berufung", solange in meinem Herzen noch ein Plätzchen frei ist.
Missa
Ich bin Krisenpflegemutter.
Mein Beruf ist meine "Berufung", solange in meinem Herzen noch ein Plätzchen frei ist.
-
kalinka
- ist mit Leidenschaft dabei
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- Registriert: 03.01.2014, 23:06
- Wohnort: Hannover
Re: Ich weiß einfach nicht mehr weiter
Ich kann mich den anderen nur anschließen. Ändere deine Einstellung!
Das kann vieles im Alltag so entspannen:)
Ich denke, mein Sohn ist da ganz ähnlich. Ich würde ihn aber als ausgeglichen bezeichnen und viele Situationen, die du beschreibst, würden hier ähnlich verlaufen, wenn ich nicht gelassen und entspannt wäre. Er ist jetzt 12 Monate alt und er ist ein glückliches und zufriedenes Kind (ich bekomme oft "Komplimente", wie ruhig und zufrieden er wirkt)
Ich lasse ihn ganz oft einfach machen und ausprobieren und begrenze wirklich nur da, wo es gerade wirklich notwendig ist. Dann gibt es grooooßes Geschrei und er zeigt seine Wut und seinen Ärger darüber, dass ihm etwas weggenommen wurde oä... Mein Mann stört sich im übrigen häufiger an M.'s Verhalten und löst dadurch öfter auch Wut, Geschrei, Ablehnung etc. aus...
M. isst Sand mit Vergnügen- er beißt mit großen Happen direkt in den Sandhaufen, seitdem er sich das bei seinem Kumpel angeschaut hat. Ich frage ihn, ob es schmeckt und lasse ihn einfach. Kann ich ja eh nicht verhindern... Findet er Abfall oder so, nehme ich es ihm weg oder ich bin einfach schneller und lasse es ihn gar nicht erreichen;)
Am anstrengendsten ist es, wenn wir irgendwo zu Besuch sind, wo gar nichts kindersicher ist. Da muss ich dann die ganze Zeit hinterher und M. Von überall "wegpflücken" und ablenken etc.
Klar ist es anstrengend, die ganze Zeit hinter dem Kind her zu rennen und ich bin dann oft total erschöpft. Deshalb sind in unserer Wohnung die Räume, die nicht sicher (genug) sind auch mit einem Türgitter gesichert, so dass M. dort nicht ohne weiteres rein kann, wenn ich das nicht möchte. Im Wohnzimmer sind die Sachen, Fieber nicht haben darf in unerreichbarer Höhe, ansonsten ist der Raum so eingerichtet, dass er da auch mal alleine drin bleiben könnte (Sofa vom Fenster weggerrückt, keine gefährlichen oder zerbrechlichen Gegenstände in Reichweite...)
Beim Essen lasse ich ihn ausprobieren, matschen, experimentieren... Brei ging bei uns von Anfang an gar nicht. Er hat sich weggedreht, den Mund zugekniffen oder nur mit der Hand auf den Löffel gegriffen, aber keinesfalls gegessen. M. Bekommt fingerfood. Inzwischen mag er auch mal ne Kleinigkeit vom Löffel oder der Gabel probieren (Joghurt und auch Brei, den ich für mich gemacht habe) Er isst gelegentlich gar nichts und manchmal futtert er doch schon so viel, dass ich staune. Da wir noch stillen, mache ich mir keine Sorgen, dass er zu wenig bekommt... Ich vertraue ihm da voll und ganz! Das ist mir total wichtig, weil ich selber zum Essen überredet wurde als Kind und ich das ganz schrecklich fand und zudem auch jetzt oft nicht merke, wenn ich eigentlich schon satt bin...
Ich möchte dir Mut machen: versuche auf dein Kind so einzugehen, dass ihr beide zufrieden seid;)
Du kannst nichts falsch machen! Das stresst doch nur, wenn man ständig Dinge verbietet, nach etwas schauen muss, nur, weil sich "das so gehört"...
Ich hoffe, es ist nicht zu wirr geworden...
Das kann vieles im Alltag so entspannen:)
Ich denke, mein Sohn ist da ganz ähnlich. Ich würde ihn aber als ausgeglichen bezeichnen und viele Situationen, die du beschreibst, würden hier ähnlich verlaufen, wenn ich nicht gelassen und entspannt wäre. Er ist jetzt 12 Monate alt und er ist ein glückliches und zufriedenes Kind (ich bekomme oft "Komplimente", wie ruhig und zufrieden er wirkt)
Ich lasse ihn ganz oft einfach machen und ausprobieren und begrenze wirklich nur da, wo es gerade wirklich notwendig ist. Dann gibt es grooooßes Geschrei und er zeigt seine Wut und seinen Ärger darüber, dass ihm etwas weggenommen wurde oä... Mein Mann stört sich im übrigen häufiger an M.'s Verhalten und löst dadurch öfter auch Wut, Geschrei, Ablehnung etc. aus...
M. isst Sand mit Vergnügen- er beißt mit großen Happen direkt in den Sandhaufen, seitdem er sich das bei seinem Kumpel angeschaut hat. Ich frage ihn, ob es schmeckt und lasse ihn einfach. Kann ich ja eh nicht verhindern... Findet er Abfall oder so, nehme ich es ihm weg oder ich bin einfach schneller und lasse es ihn gar nicht erreichen;)
Am anstrengendsten ist es, wenn wir irgendwo zu Besuch sind, wo gar nichts kindersicher ist. Da muss ich dann die ganze Zeit hinterher und M. Von überall "wegpflücken" und ablenken etc.
Klar ist es anstrengend, die ganze Zeit hinter dem Kind her zu rennen und ich bin dann oft total erschöpft. Deshalb sind in unserer Wohnung die Räume, die nicht sicher (genug) sind auch mit einem Türgitter gesichert, so dass M. dort nicht ohne weiteres rein kann, wenn ich das nicht möchte. Im Wohnzimmer sind die Sachen, Fieber nicht haben darf in unerreichbarer Höhe, ansonsten ist der Raum so eingerichtet, dass er da auch mal alleine drin bleiben könnte (Sofa vom Fenster weggerrückt, keine gefährlichen oder zerbrechlichen Gegenstände in Reichweite...)
Beim Essen lasse ich ihn ausprobieren, matschen, experimentieren... Brei ging bei uns von Anfang an gar nicht. Er hat sich weggedreht, den Mund zugekniffen oder nur mit der Hand auf den Löffel gegriffen, aber keinesfalls gegessen. M. Bekommt fingerfood. Inzwischen mag er auch mal ne Kleinigkeit vom Löffel oder der Gabel probieren (Joghurt und auch Brei, den ich für mich gemacht habe) Er isst gelegentlich gar nichts und manchmal futtert er doch schon so viel, dass ich staune. Da wir noch stillen, mache ich mir keine Sorgen, dass er zu wenig bekommt... Ich vertraue ihm da voll und ganz! Das ist mir total wichtig, weil ich selber zum Essen überredet wurde als Kind und ich das ganz schrecklich fand und zudem auch jetzt oft nicht merke, wenn ich eigentlich schon satt bin...
Ich möchte dir Mut machen: versuche auf dein Kind so einzugehen, dass ihr beide zufrieden seid;)
Du kannst nichts falsch machen! Das stresst doch nur, wenn man ständig Dinge verbietet, nach etwas schauen muss, nur, weil sich "das so gehört"...
Ich hoffe, es ist nicht zu wirr geworden...
M. 07/2014
R. 10/2017
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kalinka
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Re: Ich weiß einfach nicht mehr weiter
Ach ja, draußen lasse ich ihn auch nur da spielen, wo es für mich "vertretbar" ist (drinnen ja auch) und wenn er einen Wutanfall bekommt und weint, dann tröste ich ihn und versuche ihm Verständnis entgegen zu bringen, erkläre, warum/dass gerade etwas so nicht geht oder gemacht werden muss... Wenn ich unter Zeitdruck stehe und m. sich nicht anziehen lassen will, muss ich auch so manches mal tief durchatmen. Aber dann klappt es oft viel besser, als wenn ich einfach nur konsequent "mein Ding durchziehe" (das ist übrigens das, was ich meine, warum es bei meinem Mann öfter "eskaliert". Er schafft es nicht innerlich ruhig zu bleiben)
M. 07/2014
R. 10/2017
R. 10/2017
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Lealea
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- Registriert: 12.12.2014, 15:51
Re: Ich weiß einfach nicht mehr weiter
Vielen lieben Dank für eure Antworten. Ihr habt Recht, ich werde wahrscheinlich lockerer werden müssen. Aber es gibt einfach Dinge die gehen nicht. Dazu gehören auch gesicherte Steckdosen. Steckdosen sind nicht überall gesichert und mein Sohn muss lernen das er da nicht dran darf. Draußen lasse ich ihn alles probieren was sicher nicht giftig ist. Problem ist nur das diese Sachen natürlich nicht interessant sind. Spannend ist vor allem das was nicht erlaubt ist. Klar, fingerfood wäre eine Alternative. Er verschluckt sich nur dauernd und hustet und erbricht dann. Der Schreck sitzt dann so tief das ich erst wieder bisschen brauche bis ich mich traue ihm was zu geben. Was kann ich ihm denn anbieten? Am besten nichts was krümelt, das hängt immer direkt im Hals.
Ach Mensch, ich find ja auch gut wie er ist und das er ein kleiner Dickkopf ist, ich will nur den Moment nicht verpassen in dem ich ihm sagen muss das nicht immer alles nach seiner Pfeife tanzt. Ist ja im späteren Leben auch nicht immer so.
Ich Versuch mich locker zu machen und beim essen keinen Stress. Ist es denn gesundheitliche bedenklich wenn er dann primär Milch trinkt?
Er wird nicht mehr gestillt. Es gibt pre.
Danke euch
Ach Mensch, ich find ja auch gut wie er ist und das er ein kleiner Dickkopf ist, ich will nur den Moment nicht verpassen in dem ich ihm sagen muss das nicht immer alles nach seiner Pfeife tanzt. Ist ja im späteren Leben auch nicht immer so.
Ich Versuch mich locker zu machen und beim essen keinen Stress. Ist es denn gesundheitliche bedenklich wenn er dann primär Milch trinkt?
Er wird nicht mehr gestillt. Es gibt pre.
Danke euch
- Nema
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 08.01.2011, 22:08
Re: Ich weiß einfach nicht mehr weiter
Das klingt echt anstrengend und erinnert mich auch an meinen Kleinen, außer beim Essen, da musste man ihn noch nie überreden
Aber die Große war genauso beim Essen und ich war da auch recht umentspannt. Ich würde ihm jetzt einfach mal ein paar Tage gar keinen Brei hinstellen und vor allem jegliche Bespassung etc. beim Essen sein lassen. Ich kenne ein Kind, das wird mit 5 Jahren noch gefüttert und mit einem Bilderbuch abgelenkt beim Essen. Der weiß auch, dass wenn etwas nicht so läuft wie er will, er seine Mutter prima mit Essen erpressen kann...
Also von daher nichts aktiv zu Essen anbieten und einfach darauf warten, dass er ein Signal gibt, dass er z.B. bei Euch mitessen will.
Situationen wie Steckdosen etc., da würde ich konsequent bleiben und da kann ich auch nicht locker sein auch wenn die Steckdosen gesichert sind. Und das Geschrei etc. muss man einfach aushalten können und das Kind durch seine Wut begleiten.
Bei meiner Großen hatte ich häufig das Gefühl, das Geschrei oder die Frustration abschalten können zu müssen. Aber man muss nicht immer alles so richten, dass das Kind nicht schreit. Man muss nur mit dem Geschrei umgehen können (klingt jetzt in der Theorie sehr klug, das Geschrei meines Jüngsten raubt mir teilweise den Verstand).
Mir hat ein Spielraum nach Emmi Pikler dabei sehr geholfen, da ich dort eine gute Art mit Kindern zu kommunizieren kennen gelernt habe. Vielleicht wäre das ja auch etwas für Euch?
Aber die Große war genauso beim Essen und ich war da auch recht umentspannt. Ich würde ihm jetzt einfach mal ein paar Tage gar keinen Brei hinstellen und vor allem jegliche Bespassung etc. beim Essen sein lassen. Ich kenne ein Kind, das wird mit 5 Jahren noch gefüttert und mit einem Bilderbuch abgelenkt beim Essen. Der weiß auch, dass wenn etwas nicht so läuft wie er will, er seine Mutter prima mit Essen erpressen kann...
Also von daher nichts aktiv zu Essen anbieten und einfach darauf warten, dass er ein Signal gibt, dass er z.B. bei Euch mitessen will.
Situationen wie Steckdosen etc., da würde ich konsequent bleiben und da kann ich auch nicht locker sein auch wenn die Steckdosen gesichert sind. Und das Geschrei etc. muss man einfach aushalten können und das Kind durch seine Wut begleiten.
Bei meiner Großen hatte ich häufig das Gefühl, das Geschrei oder die Frustration abschalten können zu müssen. Aber man muss nicht immer alles so richten, dass das Kind nicht schreit. Man muss nur mit dem Geschrei umgehen können (klingt jetzt in der Theorie sehr klug, das Geschrei meines Jüngsten raubt mir teilweise den Verstand).
Mir hat ein Spielraum nach Emmi Pikler dabei sehr geholfen, da ich dort eine gute Art mit Kindern zu kommunizieren kennen gelernt habe. Vielleicht wäre das ja auch etwas für Euch?
Nema mit Tochter (2010) und Sohn (2013)
- Tigerchen
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1674
- Registriert: 15.06.2014, 17:10
Re: Ich weiß einfach nicht mehr weiter
Ich denke, dass nicht alles nach seiner Pfeife tanzt, kann er auch lernen, wenn du entspannter da ran gehst. Versuch nicht, ihn zu erziehen, ein gewisses Verhalten zu erzwingen. Also, erziehen schon, aber nicht so... hach, wie soll ich es nur ausdrücken...?
Sagen wir es mal so. Im Moment ist dein Thema gerade, wer nach wessen Pfeife tanzen muss. Du versuchst ihn, nach deiner tanzen zu lassen und hast das Gefühl, dass das umgekehrt genau so ist. Oder du wehrst dich gegen seine Pfeife und versuchst selbst den Ton anzugeben. Mann, klingt das hart und blöd, wie ich das schreibe, aber irgendwie fehlen mir gerade die passenderen Worte.
Unterm Strich ist es ein Machtkampf und den kann niemand von euch gewinnen.
Erkundet das Leben viel mehr gemeinsam. Lass ihn ruhig mal seinen Weg gehen und gib ihm die Basis, zu der er immer wieder zurück kann. Hm... das sagt man oft über Teenies. Aber vielleicht ist es umso besser, das in diesem frühen Alter schon zu tun.
Und - Achtung! Laienhaftes Halbwissen! - ich denke, wenn er lieber noch Milch trinkt als zu essen, dann gib ihn doch ruhig noch die eine oder andere Flasche mehr, wenn er danach verlangt. Bei Stillkindern darf man das jedenfalls so handhaben, aber ich wüsste jetzt nicht, was bei PRE dagegen sprechen sollte. Da ist ja auch eine komplette Mahlzeit drin...
Sagen wir es mal so. Im Moment ist dein Thema gerade, wer nach wessen Pfeife tanzen muss. Du versuchst ihn, nach deiner tanzen zu lassen und hast das Gefühl, dass das umgekehrt genau so ist. Oder du wehrst dich gegen seine Pfeife und versuchst selbst den Ton anzugeben. Mann, klingt das hart und blöd, wie ich das schreibe, aber irgendwie fehlen mir gerade die passenderen Worte.
Unterm Strich ist es ein Machtkampf und den kann niemand von euch gewinnen.
Erkundet das Leben viel mehr gemeinsam. Lass ihn ruhig mal seinen Weg gehen und gib ihm die Basis, zu der er immer wieder zurück kann. Hm... das sagt man oft über Teenies. Aber vielleicht ist es umso besser, das in diesem frühen Alter schon zu tun.
Und - Achtung! Laienhaftes Halbwissen! - ich denke, wenn er lieber noch Milch trinkt als zu essen, dann gib ihn doch ruhig noch die eine oder andere Flasche mehr, wenn er danach verlangt. Bei Stillkindern darf man das jedenfalls so handhaben, aber ich wüsste jetzt nicht, was bei PRE dagegen sprechen sollte. Da ist ja auch eine komplette Mahlzeit drin...
Tigerchen mit dem *Oktoberherzchen* (2003), der Eisprinzessin (2009), dem *Novembertraum* (2009) und dem Beuteltigerbaby (04/14)
In Gedenken an Friedrich und Clayton
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