Stillprobleme wie beim 1. Kind dieses Mal vermeiden
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Solène
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Stillprobleme wie beim 1. Kind dieses Mal vermeiden
Hallo zusammen,
dies ist mein erster Beitrag als "aktive" Userin, ich habe bisher immer nur still mitgelesen und ganz viel gelernt. Jetzt brauche ich aber selber ein paar praktische Tipps und habe mich daher angemeldet.
Zur Vorgeschichte: in der letzten Schwangerschaft hatte ich (wie in dieser jetzt auch) einen insulinpflichtigen Gestationsdiabetes. Der aber immer gut eingestellt war, mein Sohn war auch nicht zu groß/dick oder hatte irgendwelche spezifischen Probleme dadurch. Die Geburt wurde "leitliniengerecht" am Termin eingeleitet, obwohl es mir und dem Kind eigentlich bestens ging, aber die Empfehlungen lauteten so. Die Geburt dauerte bei noch sehr unreifem Befund ewig, am Ende gab es dann PDA, Wehentropf, Saugglocke und eine fehlende Plazentalösug mit Notwendigkeit diese manuell zu holen + Kürettage (die in schlecht liegender PDA ohne weitere Narkose durchgeführt wurde). Ich hatte recht viel Blut verloren, sonst ging es aber den Umständen entsprechend einigermaßen gut. Da man nach der Geburt noch einige Zeit mit mir beschäftigt war, wurde mein Mann mit dem Kleinen rausgeschickt und bekam direkt eine Flasche mit PRE in die Hand gedrückt, die er dem Kleinen geben mußte (er hat zwar schwach protestiert, weil er wußte, daß ich das eigentlich nicht wollte, aber im Anbetracht der Gesamtsituation war er einfach total überfordert + fertig und hat es dann gemacht). Fazit war dann, daß das Stillen im Kreissaal nachdem ich verarztet war natürlich Null klappte, da Baby satt und schläfrig. Auf Station setzte sich das ganze fort, zudem war ich gezwungen lt. Vorgabe der Klinik wg. des Diabetes mind. alle 4 Stunden per Flasche zuzufüttern. Stillberatung fand kaum statt und der Kleine ging nicht an die Brust. Nach 3 Tagen wurden wir dann entlassen, mit komplett saugverwirrtem Baby. Gott sei Dank hatte (und habe ich diesmal wieder) eine ganz tolle Hebamme, die auch Stillberaterin ist und das ganze in wirklich anstrengender Arbeit über 8 Wochen mit mir wieder "hingebogen" hat, sprich wir haben mit diversen Hilfsmitteln (Becher, BES, Stillhütchen usw.) das ganze dann so hinbekommen, daß ich den Kleinen problemlos 20 Monate gestillt habe ohne Hüten oder sonstiges. Aber diese 8 Wochen waren hart, insbesondere die ersten 4 Wochen fehlen mir fast, weil ich immer nur zwischen Pumpen, Stillen üben, Bechern gewechselt bin.
Lange Rede kurzer Sinn: ich möchte solche Probleme beim 2. Kind unbedingt vermeiden. Ich bin aktuell in der 35. Woche schwanger und da ich auf ein Krankenhaus mit Kinderstation angewiesen bin, wird es wohl wieder auf eine Geburt im selben Haus wie bei Kind 1 hinauslaufen (abgesehen von der Stillgeschichte war die Betreuung sonst auch ok/gut). Ich werde diesmal schon bei der Geburtsanmeldung, die in 2 Wochen ansteht, vermerken lassen, daß ich jede Art künstlicher Sauger ablehne und ich auf einer stillfreundliche Zufütterungsmethode bestehen werde. Mal gucken was dann für eine Reaktion kommt. Ich möchte mir meine "Ausrüstung" dafür selber mit hinnehmen um auf Nummer sicher zu gehen.
Jetzt meine Fragen - was nehme ich am besten mit? Von Kind 1 habe ich noch einen kleinen Becher von Medela da. Da aber - je nachdem wie es mir eventl. geht - mein Mann ja wieder die erste Fütterung übernehmen muß, hatte ich überlegt mir noch einen Softcup zu besorgen, damit käme er bestimmt besser zurecht. Oder habt ihr andere/bessere Ideen? Und wie halte ich das ganze steril? Ich müßte es ja zu Hause sterilsieren und dann einpacken, nur worein? Ich hoffe mal daß die Klinik dann irgendwelche Möglichkeiten hat, das zwischen den Mahlzeiten zu säubern vor Ort. Ich würde zwar gerne ambulant entbinden, aber ich vermute sehr stark, daß dies nicht erwünscht/möglich ist bzw. nur gegen ärztlichen Rat. Insofern stelle ich mich darauf ein, mind. 24 h bleiben zu müssen.
Gibt es sonst noch Tipps wie es diesmal besser laufen kann? Ich habe relativ flache Brustwarzen und mein Sohn hat sich damals anfangs sehr schwer getan diese zu fassen zu bekommen um anzudocken - sicher auch ein Teil des Problems damals.
LG und danke schonmal für die Hilfe
Solène
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Lange Rede kurzer Sinn: ich möchte solche Probleme beim 2. Kind unbedingt vermeiden. Ich bin aktuell in der 35. Woche schwanger und da ich auf ein Krankenhaus mit Kinderstation angewiesen bin, wird es wohl wieder auf eine Geburt im selben Haus wie bei Kind 1 hinauslaufen (abgesehen von der Stillgeschichte war die Betreuung sonst auch ok/gut). Ich werde diesmal schon bei der Geburtsanmeldung, die in 2 Wochen ansteht, vermerken lassen, daß ich jede Art künstlicher Sauger ablehne und ich auf einer stillfreundliche Zufütterungsmethode bestehen werde. Mal gucken was dann für eine Reaktion kommt. Ich möchte mir meine "Ausrüstung" dafür selber mit hinnehmen um auf Nummer sicher zu gehen.
Jetzt meine Fragen - was nehme ich am besten mit? Von Kind 1 habe ich noch einen kleinen Becher von Medela da. Da aber - je nachdem wie es mir eventl. geht - mein Mann ja wieder die erste Fütterung übernehmen muß, hatte ich überlegt mir noch einen Softcup zu besorgen, damit käme er bestimmt besser zurecht. Oder habt ihr andere/bessere Ideen? Und wie halte ich das ganze steril? Ich müßte es ja zu Hause sterilsieren und dann einpacken, nur worein? Ich hoffe mal daß die Klinik dann irgendwelche Möglichkeiten hat, das zwischen den Mahlzeiten zu säubern vor Ort. Ich würde zwar gerne ambulant entbinden, aber ich vermute sehr stark, daß dies nicht erwünscht/möglich ist bzw. nur gegen ärztlichen Rat. Insofern stelle ich mich darauf ein, mind. 24 h bleiben zu müssen.
Gibt es sonst noch Tipps wie es diesmal besser laufen kann? Ich habe relativ flache Brustwarzen und mein Sohn hat sich damals anfangs sehr schwer getan diese zu fassen zu bekommen um anzudocken - sicher auch ein Teil des Problems damals.
LG und danke schonmal für die Hilfe
Solène
mit lang ersehntem Räuberhauptmann *5/2013
und kleinem Wundermädchen *8/2015
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Solène
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Re: Stillprobleme wie beim 1. Kind dieses Mal vermeiden
Ich schubse mal hoch, hoffe das ist ok . Sonst verschwindet die Frage im Nirwana.
Vielleicht hat ja doch noch jemand einen Tipp?
Danke schonmal
Solène
Vielleicht hat ja doch noch jemand einen Tipp?
Danke schonmal
Solène
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- Teazer
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Re: Stillprobleme wie beim 1. Kind dieses Mal vermeiden
Hallo Solène,
Dein Beitrag ist leider untergegangen. Entschuldige bitte.
Warum brauchst Du ein KH mit Kinderstation? Hast Du wieder einen GDM?
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
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Solène
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Re: Stillprobleme wie beim 1. Kind dieses Mal vermeiden
Hallo Teazer ,
Kein Problem, ist ja nichts dringendes und ich habe gelesen dass ihr derzeit etwas knapp besetzt seid im Mod.Team.
Ja, ich habe wieder einen (gut eingestellten) insulinpflichtigen GDM.
Daher würde ich wieder ein Kh nehmen mit Kinderstation. Ich weiß auch gar nicht ob die anderen ohne Neo mich überhaupt nehmen würden. Stillfreundlicher wären sie dort sicher, aber wenn dann doch was ist mache ich mir am Ende Vorwürfe.
Lg
Kein Problem, ist ja nichts dringendes und ich habe gelesen dass ihr derzeit etwas knapp besetzt seid im Mod.Team.
Ja, ich habe wieder einen (gut eingestellten) insulinpflichtigen GDM.
Daher würde ich wieder ein Kh nehmen mit Kinderstation. Ich weiß auch gar nicht ob die anderen ohne Neo mich überhaupt nehmen würden. Stillfreundlicher wären sie dort sicher, aber wenn dann doch was ist mache ich mir am Ende Vorwürfe.
Lg
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- Teazer
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Re: Stillprobleme wie beim 1. Kind dieses Mal vermeiden
Guten Abend!
Wichtig wäre es, so früh wie möglich nach der Geburt zu stillen und zwar so viel, oft und lang wie Dein Baby möchte. Das garantiert Euch einen sorgenfreien Stillstart und hilft den BZ Deines Babys zu stabilisieren.
Sollte Zufütterung aufgrund der Zuckerwerte nötig sein, frage im Vorgespräch welche Optionen es von Seiten des KHs gäbe. Softcup und Becher sind zwar toll, bringen Euch aber nichts, wenn Ihr auf dem Zimmee nicht reinigen/sterilisieren dürft bzw. nur Einmal-Flaschen ausgegeben werden. Je nach Menge würde die o.g. Methode funktionieren.
Rooming-in bringt Euch die größt mögliche Kontrolle und ist fürs Stillen nach Bedarf ohnehin das Beste.
Habt Ihr gemeinsam mit dem KH eine Lösung gefunden, achtet darauf, dass auf den Formularen dick markiert "saugerfrei" steht und sagt den Dienst habenden Schwestern/Pflegern, was Ihr damit meint. Es ist Euer Recht als Eltern zu bestimmen was Eurem Baby in welcher Form gegeben wird. Und dabei ist es egal, ob Ihr damit "unbequem" seid. Du musst die Konsequenzen ausbaden, nicht das Personal, das Euch nach wenigen Tagen nicht mehr sieht.
Wer weiß, vielleicht bringt Eure Beharrlichkeit auch Steine ins Rollen und andere Mütter und Babys profitieren von Eurer Erfahrung.
Ich möchte Dir Mut machen, alle Handlungsanweisungen bzgl. Zufütterung detailliert im Vorfeld zu hinterfragen und zu diskutieren. Das ist Euer Recht als Eltern.
Hilft Dir das weiter?
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
Das kann ich gut verstehen. Ich wünsche Dir sehr, dass Deine nächste Geburt ohne Interventionen abläuft. Steht denn wieder eine Einleitung bei 40+0 an? Manche Frauen "tragen" einfach länger.Solène hat geschrieben:Ja, ich habe wieder einen (gut eingestellten) insulinpflichtigen GDM.
Daher würde ich wieder ein Kh nehmen mit Kinderstation. Ich weiß auch gar nicht ob die anderen ohne Neo mich überhaupt nehmen würden. Stillfreundlicher wären sie dort sicher, aber wenn dann doch was ist mache ich mir am Ende Vorwürfe.
An diesem Punkt würde ich beim Vorgespräch ansetzen. So lange keine Unterzuckerung bei Deinem Baby auftritt, muss auch nichts gefüttert werden. Du solltest klären, dass Du Zufütterung nur medizinisch begründet akzeptierst. "Bloß" weil Du noch ausgeschabt, genäht o.ä. werden musst, ist Zufütterung nicht nötig. Prophylaktisches Zufüttern ist nicht sinnvoll und Du und Dein Mann dürft darauf bestehen. Wenn der BZ eines GDM-Babys zu niedrig ist, wird meist keine PRE, sondern eine spezielle Zuckerlösungen gefüttert. Das kann auch mithilfe einer Spritze und einer nadelfreien Venenverweilkanüle geschehen. Eine Flasche ist da nicht nötig.Da man nach der Geburt noch einige Zeit mit mir beschäftigt war, wurde mein Mann mit dem Kleinen rausgeschickt und bekam direkt eine Flasche mit PRE in die Hand gedrückt, die er dem Kleinen geben mußte (er hat zwar schwach protestiert, weil er wußte, daß ich das eigentlich nicht wollte, aber im Anbetracht der Gesamtsituation war er einfach total überfordert + fertig und hat es dann gemacht).
Wichtig wäre es, so früh wie möglich nach der Geburt zu stillen und zwar so viel, oft und lang wie Dein Baby möchte. Das garantiert Euch einen sorgenfreien Stillstart und hilft den BZ Deines Babys zu stabilisieren.
Sollte Zufütterung aufgrund der Zuckerwerte nötig sein, frage im Vorgespräch welche Optionen es von Seiten des KHs gäbe. Softcup und Becher sind zwar toll, bringen Euch aber nichts, wenn Ihr auf dem Zimmee nicht reinigen/sterilisieren dürft bzw. nur Einmal-Flaschen ausgegeben werden. Je nach Menge würde die o.g. Methode funktionieren.
Rooming-in bringt Euch die größt mögliche Kontrolle und ist fürs Stillen nach Bedarf ohnehin das Beste.
Habt Ihr gemeinsam mit dem KH eine Lösung gefunden, achtet darauf, dass auf den Formularen dick markiert "saugerfrei" steht und sagt den Dienst habenden Schwestern/Pflegern, was Ihr damit meint. Es ist Euer Recht als Eltern zu bestimmen was Eurem Baby in welcher Form gegeben wird. Und dabei ist es egal, ob Ihr damit "unbequem" seid. Du musst die Konsequenzen ausbaden, nicht das Personal, das Euch nach wenigen Tagen nicht mehr sieht.
Wer weiß, vielleicht bringt Eure Beharrlichkeit auch Steine ins Rollen und andere Mütter und Babys profitieren von Eurer Erfahrung.
Dieses Thema würde ich explizit ansprechen. Es macht keinen Sinn einem nach Bedarf stillendem Baby mit normalem BZ regelmäßig PRE zu füttern. Das liest sich nach einem unreflektierten "das wurde schon immer so gemacht". Fragt was die PRE kann was Deine Milch nicht kann. Auch wäre interessant zu wissen, ob sie sich keine Sorge bzgl. Deiner Milchproduktion machen. Ein sattes Baby stillt nunmal nicht. Ohne BZ-Kontrolle und belastbare Werte dürft Ihr die Fütterung von PRE dankend ablehnen. Am besten und stressfreier klärt Ihr diesen Punkt vor der Geburt.zudem war ich gezwungen lt. Vorgabe der Klinik wg. des Diabetes mind. alle 4 Stunden per Flasche zuzufüttern.
Respekt, dass Du so fürs Stillen gekämpft hast. Und toll, dass Deine Hebamme Dich so unterstützt hat. Ich hoffe sehr, dass Euch eine Wiederholung dieses Dramas erspart wird und Du das Wochenbett und Dein Baby vollkommen genießen kannst.Nach 3 Tagen wurden wir dann entlassen, mit komplett saugverwirrtem Baby. Gott sei Dank hatte (und habe ich diesmal wieder) eine ganz tolle Hebamme, die auch Stillberaterin ist und das ganze in wirklich anstrengender Arbeit über 8 Wochen mit mir wieder "hingebogen" hat, sprich wir haben mit diversen Hilfsmitteln (Becher, BES, Stillhütchen usw.) das ganze dann so hinbekommen, daß ich den Kleinen problemlos 20 Monate gestillt habe ohne Hüten oder sonstiges. Aber diese 8 Wochen waren hart, insbesondere die ersten 4 Wochen fehlen mir fast, weil ich immer nur zwischen Pumpen, Stillen üben, Bechern gewechselt bin.
Das Stillen mit flachen Warzen ist nicht zwingend problematisch. Ein stark saugendes Baby kann die Brustwarze durchaus einsaugen. Die Positionierung der Brust ist manchmal etwas aufwendiger. Sollte es gar nicht richtig klappen, könntest Du Brustschalen tragen, die mit leichtem Unterdruck die Brustwarzen aufrichten. Du kannst mal Deine Hebamme fragen was sie dazu meint. Sie kennt Deine Brüste ja.Ich habe relativ flache Brustwarzen und mein Sohn hat sich damals anfangs sehr schwer getan diese zu fassen zu bekommen um anzudocken - sicher auch ein Teil des Problems damals.
Ich möchte Dir Mut machen, alle Handlungsanweisungen bzgl. Zufütterung detailliert im Vorfeld zu hinterfragen und zu diskutieren. Das ist Euer Recht als Eltern.
Hilft Dir das weiter?
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
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"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
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honigkuchenpferd
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Re: Stillprobleme wie beim 1. Kind dieses Mal vermeiden
Hi,
Du kannst auch mal hier nach Infos schauen:beim DAIS gibt es ein Faltblatt (http://www.ausbildung-stillbegleitung.d ... illen.html) oder bei der AFS (http://www.afs-stillen.de/index.php/run ... nd-stillen).
Alles Gute für die Geburt und einen erfolgreichen Stillstart!
Du kannst auch mal hier nach Infos schauen:beim DAIS gibt es ein Faltblatt (http://www.ausbildung-stillbegleitung.d ... illen.html) oder bei der AFS (http://www.afs-stillen.de/index.php/run ... nd-stillen).
Alles Gute für die Geburt und einen erfolgreichen Stillstart!
Honigkuchenpferd mit Bienchen (07/05), Weihnachsternchen (*12/07), kleinem Männchen (04/10) und Mini-Mann (07/13)
- Teazer
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Re: Stillprobleme wie beim 1. Kind dieses Mal vermeiden
Danke, honigkuchenpferd. Ich bin momentan nur mobil online und habe meine Linkliste nicht greifbar.
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Teazer (ModTeam-Stillberatung)
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Solène
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Re: Stillprobleme wie beim 1. Kind dieses Mal vermeiden
Ok, ich werde das mal im nächste Woche anstehenden Vorgespräch ansprechen. Mal gucken wie sie reagieren. Mir wäre es auch am liebsten, ganz auf eine Zufütterung zu verzichten, natürlich nur, wenn's dem Baby gut geht.Teazer hat geschrieben: An diesem Punkt würde ich beim Vorgespräch ansetzen. So lange keine Unterzuckerung bei Deinem Baby auftritt, muss auch nichts gefüttert werden. Du solltest klären, dass Du Zufütterung nur medizinisch begründet akzeptierst. "Bloß" weil Du noch ausgeschabt, genäht o.ä. werden musst, ist Zufütterung nicht nötig. Prophylaktisches Zufüttern ist nicht sinnvoll und Du und Dein Mann dürft darauf bestehen. Wenn der BZ eines GDM-Babys zu niedrig ist, wird meist keine PRE, sondern eine spezielle Zuckerlösungen gefüttert. Das kann auch mithilfe einer Spritze und einer nadelfreien Venenverweilkanüle geschehen. Eine Flasche ist da nicht nötig.
Das habe ich vor und hoffe so sehr, daß es diesmal klappt.Teazer hat geschrieben:Wichtig wäre es, so früh wie möglich nach der Geburt zu stillen und zwar so viel, oft und lang wie Dein Baby möchte. Das garantiert Euch einen sorgenfreien Stillstart und hilft den BZ Deines Babys zu stabilisieren.
Auch das werde ich versuchen, diesmal werde ich jedenfalls unbequem sein und habe ja auch nach der letzten Erfahrung allen Grund dazu.Teazer hat geschrieben: Habt Ihr gemeinsam mit dem KH eine Lösung gefunden, achtet darauf, dass auf den Formularen dick markiert "saugerfrei" steht und sagt den Dienst habenden Schwestern/Pflegern, was Ihr damit meint. Es ist Euer Recht als Eltern zu bestimmen was Eurem Baby in welcher Form gegeben wird. Und dabei ist es egal, ob Ihr damit "unbequem" seid. Du musst die Konsequenzen ausbaden, nicht das Personal, das Euch nach wenigen Tagen nicht mehr sieht.
Vermutlich sind sie der Meinung, daß das Kolostrum nicht ausreicht? Aber gut daß du mich darin bestärkst, daß es so ok ist und keine PRE notwendig ist.Teazer hat geschrieben: Dieses Thema würde ich explizit ansprechen. Es macht keinen Sinn einem nach Bedarf stillendem Baby mit normalem BZ regelmäßig PRE zu füttern. Das liest sich nach einem unreflektierten "das wurde schon immer so gemacht". Fragt was die PRE kann was Deine Milch nicht kann. Auch wäre interessant zu wissen, ob sie sich keine Sorge bzgl. Deiner Milchproduktion machen. Ein sattes Baby stillt nunmal nicht. Ohne BZ-Kontrolle und belastbare Werte dürft Ihr die Fütterung von PRE dankend ablehnen. Am besten und stressfreier klärt Ihr diesen Punkt vor der Geburt.
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Beim letzten Mal ist man erst nach über 2 Tagen mal auf die Idee gekommen, mich zum Pumpen zu schicken um was für die Milchbildung zu tun, Baby tat ja, da satt und saugverwirrt, nichts dafür.
Mein Sohn kam nachdem die Startschwierigkeiten überwunden waren, auch prima zurecht. Das Andocken war halt anfangs damit nicht so einfach, weil er die Brustwarze oft wieder verloren hat.Teazer hat geschrieben: Das Stillen mit flachen Warzen ist nicht zwingend problematisch. Ein stark saugendes Baby kann die Brustwarze durchaus einsaugen. Die Positionierung der Brust ist manchmal etwas aufwendiger. Sollte es gar nicht richtig klappen, könntest Du Brustschalen tragen, die mit leichtem Unterdruck die Brustwarzen aufrichten. Du kannst mal Deine Hebamme fragen was sie dazu meint. Sie kennt Deine Brüste ja. .
Meinst du mit Brustschalen diese Brustwarzenformer? Die von Medela habe ich da. Ich hatte sie auf Anraten meiner Hebamme in der letzten Schwangerschaft getragen, könnte ich also problemlos wieder reaktivieren.
Danke dafür! Ich bin gespannt, wie man nächste Woche darauf reagiert. Wenn alles ganz kategorisch abgelehnt wird, schaue ich mir ggf. noch die beiden anderen in Frage kommenden Krankenhäuser mit Kinderstation (Uniklinik u. andere große Geburtabteilung), an. Die dürften zwar auch nicht viel stillfreundlicher sein was man so hört aber vielleicht sind sie etwas zugänglicher.Teazer hat geschrieben:Ich möchte Dir Mut machen, alle Handlungsanweisungen bzgl. Zufütterung detailliert im Vorfeld zu hinterfragen und zu diskutieren. Das ist Euer Recht als Eltern..
Vielen Dank für deine kompetenden Ratschläge, ich werde nächste Woche mit Fragenkatalog und Forderungen
Honigkuchenpferd, danke für die Links, die schaue ich mir gleich an.
LG Solène
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- Teazer
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Re: Stillprobleme wie beim 1. Kind dieses Mal vermeiden
Guten Abend!
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
In den o.g. Links steht mehr dazu. Kolostrum vor der Geburt auszustreichen und in Spritzen einzufrieren macht bei Euch Sinn, sofern das KH der Gabe auch zustimmt. Außerdem hättest Du so auch schon Übung. Pumpen macht bei Kolostrum nämlich keinen Sinn. Das ist so konzentriert und verliert sich in den Schäuchen.Solène hat geschrieben:Vermutlich sind sie der Meinung, daß das Kolostrum nicht ausreicht?
Standarisiert nach Schema F auf keinen Fall.Aber gut daß du mich darin bestärkst, daß es so ok ist und keine PRE notwendig ist.
Ohne Worte. [emoji20]Beim letzten Mal ist man erst nach über 2 Tagen mal auf die Idee gekommen, mich zum Pumpen zu schicken um was für die Milchbildung zu tun, Baby tat ja, da satt und saugverwirrt, nichts dafür.
Genau die. Mir fiel gestern partout nicht das Wort ein. [emoji38]Meinst du mit Brustschalen diese Brustwarzenformer?
Ich drücke die Daumen, dass Ihr auf offene Ohren trefft.Ich bin gespannt, wie man nächste Woche darauf reagiert.
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
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CarpeDiem
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Re: Stillprobleme wie beim 1. Kind dieses Mal vermeiden
Ich habe zweimal gestationsdiabetes gehabt und in verschiedenen KHs entbunden, Umzugsbedingt. In beiden KHs wurde in einem bestimmten Abstand der BZ kontrolliert. Teils vor, teils nachdem stillen. Im ersten KH wurden bei guten Werten die Abstände der Kontrolle länger. Beim zweiten KH gab es feste Zeiten. Bei beiden wurde mir gesagt, oft anlegen, um eben einen Unterzuckerungszustand zu vermeiden. Bei Unterzuckerung wird mit Glukose gearbeitet. Wo ist der Sinn des generellen zufüttern? Habt ihr keine weiteren Kliniken in der Nähe und sei es nur um den anderen KH klar zu zeigen wie es anders laufen kann.
Aber toll das Du so gekämpft hast beim ersten Mal und so erfolgreich damit warst.
Iphonitis, Autokorrektur kann für viel Gelächter sorgen.
Aber toll das Du so gekämpft hast beim ersten Mal und so erfolgreich damit warst.
Iphonitis, Autokorrektur kann für viel Gelächter sorgen.
am 14.02.2012 wurde Katharina H. I. mit 51cm und 3730g geliefert
am 11.12.2013 wurde Annika C. S. mit 52cm und 4270g geliefert
am 16.06.2015 wurde Friederike L. J. mit 52cm und 4105g geliefert
K: unendlich geliebt, stolze große Schwester, wird groß
A: unendlich geliebt, wird groß, stolze große Schwester
F: unendlich geliebt, gestillt, getragen, familiengebettet, macht uns komplett
unvergessen unser Dezembersternchen Pünktchen 2012
am 11.12.2013 wurde Annika C. S. mit 52cm und 4270g geliefert
am 16.06.2015 wurde Friederike L. J. mit 52cm und 4105g geliefert
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unvergessen unser Dezembersternchen Pünktchen 2012