Abgestillt und nun?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Mondenkind
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von Mondenkind »

Auch hohe Dosen bis 1 g, einmalig oder wenige Tage nacheinander verabreicht, z.B. beim Asthmaanfall oder bei multipler Sklerose, erfordern keine Einschränkung des Stillens.
Also über einige Tage kann man deutlich höhere Dosen nehmen als 240mg ohne das Stillen einschränken zu müssen. Bei längerer Anwendung (wobei 14 Tage jetzt nicht richtig lang ist), kann man
wenn es sich einrichten lässt, 3–4 Stunden mit dem Stillen
warten. Von Abstillen steht da nichts :wink: . Dein Kind ist zudem kein Neugeborenes mehr (die Angaben bei embryotox beziehen sich aufs Vollstillen!). Wenn es Dich beruhigt, kannst Du jeweils einige Zeit nach den Medikamenteneinnahmen mit Beikost überbrücken.

Abstillen ist aber durch diese Medikation nicht gerechtfertigt, Entwarnung, also :wink: .

Gute Besserung, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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britje
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von britje »

Ich bespreche das morgen noch mal mit der HNO-Ärztin.

Habe heute immer mit der Hand 120ml zu jeder normalen Stillmahlzeit
mit der Handpumpe abgepumpt und Clemens die unbelasteten
Mumivorräte aus dem Tiefkühler aufgetaut. Die sind jetzt aber
aufgetrunken. Morgen früh und eine Nachtmahlzeit wird es jetzt noch mit
Tee oder Wasser zu halten geben, denke ich.

Ich bin mit Embryotox ein bisschen ungläubig,
da mir heute so viele Mensch unabhängig von einander das genaue
Gegenteil davon gesagt haben.
Ich merke aber schon, dass mich das alles sehr stresst und die linke
Brust etwas spannt. Schon wieder ein Milchstau. ..
Dazu kommt, dass wir Samstag heirraten und es mit stressfreien
Tagen zum Auskurieren von Hörsturz und Milchstau sehr schlecht aussieht.
Liebe Grüße von Christiane
Omama
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von Omama »

Tut mir leid, dass dich das unheimlich stresst. Das kann ich voll verstehen. ((()))
Gegen (persönlichen) ärztlichen Rat handeln finde ich auch immer sehr schwer, weil das Gefühl bleibt, sein Kind oder sich selbst zu gefährden.
(Mondenkind ist auch Ärztin, im übrigen ;) , und sag nun genau das Gegenteil von deiner Ärztin. Und sie ist Gyn, hat somit möglicherweise mehr Ahnung vom Stillen als eine HNO oder auch Apothekerin (da würde ICH schon manchmal schief angeschaut, wenn man Para oder Ibu kaufen wollte :roll: )) Vielleicht hilft dir dieser Hinweis.

Wieso bist du kritisch gegenüber Embrytox?

Ich hoffe du findest eine gute Lösung für dich.
Du klingst sehr müde!
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vivi
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von vivi »

britje hat geschrieben:
Ich bin mit Embryotox ein bisschen ungläubig,
da mir heute so viele Mensch unabhängig von einander das genaue
Gegenteil davon gesagt haben.
Ich würde in dem Falle eher Ebryotox vertrauen, da diese sich intensivst mit dem Thema Medikamente und Stillverträglichkeit beschäftigen. In den Packungsbeilagen steht fast immer, dass es nicht Stillverträglichkeit ist, weil sich die Hersteller einfach absichern müssen und es keine Studien zum Stillen gibt. Ist ein schwieriges Thema. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Ärzte sehr schnell zum Abstillen raten, v.a. wenn das Kind nicht mehr ganz klein ist und die in Dtl üblichen 6-8 Monate Stillzeit hinter sich haben. Die Ärzte gehen auch nur auf Nummer sicher und sind sich , glaube ich, nicht bewusst, wie vorteilhaft und wichtig Stillen auch mit 10 Monaten, 1 Jahr, 2 Jahren bleibt.
Ich würde an deiner Stelle das Risiko in Kauf nehmen, dass das Kind Minimengen Medikament abbekommt, da das für mich nicht die Vorteile aufwiegen würde. Am Ende musst du es mit deinem Gewissen abmachen. Vielleicht gibt es auch eine Zwischenlösung für dich- z. B. nur 2 mal täglich stillen, immer wenn der Medikamentenspiegel am niedrigsten ist...

Liebe Grüße und gute Besserung!
vivi mit der großen Zuckermaus Jan '07 und der kleinen Strahlemaus März ' 14
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rula
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von rula »

Mein Rat nach meiner persönlichen Erfahrung: vertrau den Fachleuten die sich speziell mit dem Thema Medikamente und Stillen befassen, wie Embryotox und mondenkind hier im Forum! Andere haben oft überhaupt gar keine Ahnung. Ich stille dank solcher Fachleute nun seit über 5 Jahren unter Rheuma-Medikamenten... hätte ich auf die ersten mich beratenden Ärzte gehört hätte ich schon mein 2. Kind nicht mehr stillen dürfen. Alles Gute Dir!!
N. (04/07), Y. (01/09), L. (05/11, 31 SSW), L. (08/14) & mini B. (06/18)
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Selina79
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von Selina79 »

Tut mir leid dass Du sowas mitmachen mußt und ich hoffe dass Du Dein Gehör so gut es geht retten kannst. Das ist natürlich sehr sehr wichtig!!

Ich bin aber immer wieder entsetzt dass man hier mitbekommt dass Fachleute falsch beraten bezgl. Stillverträglichkeit. Die haben oft gar keine Ahnung welche große Auswirkung ihr Abstill-Rat hat!

Nimm die Informationen hier vom Forum und ab zum Arzt damit!!! BEVOR Du Dich zu was verleiten lässt was Du hinterher bereust könntest Du Dir auch nochmal eine Zweitmeinung einholen.

Klar ist dass Hersteller und Co davon abraten - keiner will natürlich dafür haften. Daher gibts ja Embryotox.
Mondenkind
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von Mondenkind »

Richtig, die Infos im Beipackzettel/der Roten Liste dienen der juristischen Absicherung (denn die wenigsten Medikamente wurden für die Anwendung in der Stillzeit vom Hersteller untersucht), nicht der medizinischen Information.

Liebe Grüße, Mondenkind, ModTeam Stillberatung
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Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
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Katinka5
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von Katinka5 »

Mondenkind hat geschrieben:Richtig, die Infos im Beipackzettel/der Roten Liste dienen der juristischen Absicherung (denn die wenigsten Medikamente wurden für die Anwendung in der Stillzeit vom Hersteller untersucht), nicht der medizinischen Information.

Liebe Grüße, Mondenkind, ModTeam Stillberatung
Mein Gyn hat mir genau dasselbe gesagt und an Embryotox verwiesen bzw. mir geraten, als Lektüre den Schäfer Spielmann anzuschaffen, meinte, das sei ein gutes Nachschlagewerk für stillende Mütter :). Er schaut im Zweifelsfall selbst auf Embryotox nach :)
Grüße von Katinka mit Madame (*Mai 2014) und Brudi (*November 2017)
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britje
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Re: Abgestillt und nun?

Beitrag von britje »

Hallo Ihr Lieben,

ja, ich bin wirklich sehr müde und war emotional auch vollig neben der Spur,
weol mir ein Sbstillen einfach viel zu früh ist.

wir waren heute morgen beim Gyn und nachmittags mit Clemens in der
Kinderklinik in Kiel. Mit beiden Ärzten habe ich mein Problem und
die Aussage von Embyotox besprochen.
Der Gyn hat zum Abstillen geraten, da bei uns jetzt auch Nr. 2 eigentlich in
Planung gehen sollte und das ja bekanntlich etwas schwieriger ist ohne
Zyklus. Zusätzlich sind ihm die Formulierungen zu schwammig
und nicht kompetent genug (das missfällt mir auch). Aus einigen Tagen und einer hohen
Dosis kann man viel oder wenig machen.
Der Kinderarzt riet mir die Tage zu versuchen meinen Milchfluss
aufrecht zu erhalten, wenn ich wirklich weiter stillen möchte. Der kleine Mann
war sehr ungehalten, als ich nicht schnell genug war mit fertig machen des Fläschchens.
Das war eine organisatorische und anstrengende Mamutaufgabe
könnte jetzt auch schon ohne auskommen.

Ich habe heute mit Pre Nahrung angefangen, aber Clemens nimmt nur
äußerst wenig davon. Er trinkt lieber sein Wasser und isst Früchtebrei mit
extra Wasser drin. Insgesamt hatte er heute nur eine nasse und eine volle Windel.

Ich habe Angst, dass er nicht genug trinkt.
Das Wetter ist hier so warm, aber er stürzt sich regelrecht auf sein Wasser.
Vielleicht wird er ja doch langsam groß und stillt er jetzt viel weniger als vorher.

zum Thema Abstillen. Wenn ich weiter bei Fläschchen und Trinknahrung bleibe,
auf was müsste ich achten? Ich habe heute den Ernstfall in der Klinik getestet und irgendwie den halben Hausstand dabei gehabt.
Liebe Grüße von Christiane
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Kloentje
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Re: AW: Abgestillt und nun?

Beitrag von Kloentje »

Ich will jetzt nicht zu hart klingen, weil ich nachempfinden kann, dass Du unter enormem Druck stehst, aber warum tust du dir das so an? Weder der Gyn noch der Kinderarzt sind Still-Fachleute. Embryotox hingegen ist nur für diese Fragen gegründet worden. Ich zitiere mal: "Embryotox gehört zum Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Charité und wird mittlerweile als eines der führenden Referenzzentren für Arzneimittelsicherheit in der Schwangerschaft in Europa angesehen." (Quelle: http://m.aerzteblatt.de/print/139421.htm).

Und Mondenkind ist Stillberaterin und Gynäkologin - fachlich immer auf dem aktuellsten Stand.

Ich will Dich nicht drängen, aber Du klingst so als würdest du das später evtl. betreuen.
Liebe Grüße
Kloentje
--
mit Töchterchen J. (09/2011): Gestillt bis 3,5 Jahre. Wir tragen und schlafen im Familienbett.
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