Koliken beim Stillen?

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Julistar
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Re: Koliken beim Stillen?

Beitrag von Julistar »

Ich kann dich so gut verstehen! Ich bin auch kurz davor abzustillen :( Meine Kleine hat so einen wahnsinnig empfindlichen Darm, so kenne ich das vom großen Vollzeittragling und Langzeitstiller gar nicht. Sie quält sich sehr und pupst ohne Ende und gestern Abend hat sie so geschrien, dass ich ihr fast einen Schmerzsaft gegeben habe, nachdem Kümmelzäpfchen, Espumi*san und Globuli und sogar Fliegergriff nicht geholfen haben! Anfangs dachte ich sie verträgt kein Ei (über die Muttermilch), dann habe ich nach und nach Allergene aus meinem Ernährungsplan gestrichen und weiß ganz sicher, dass sie kein Milcheiweiß, keine tierischen Eiweiße, kein Soja (das verträgt sie nicht mal in Spuren!!!), keine Mandeln (Nüsse traue ich mich deswegen nicht zu testen), Zwiebel und Knoblauch sind sogar in getrockneter Form und in sehr geringen Mengen schlimm (leider ist in fast jedem veganen Fertigaufstrich Zwiebel oder Knobi, wenn kein Soja drin ist) und klassische blähende Gemüsesorten gehen auch nicht - Brokkoli und Kohlrabi waren zumindest sehr schlimm. Meine Kleine hat auch keinen gesunden Muttermilchstuhl und immer wenn ich ein Allergen getestet habe, hat sie zuerst mal Verstopfung (fest geformt) und dann Durchfall (bräunlich, schleimig stinkend ohne Mumiflocken) Abhalten funktioniert hier gar nicht wenn sie so schlimme Schmerzen hat, sonst halten wir immer ab wenn wir Zeichen bemerken.
Wir haben beim KiA einen Allergietest machen lassen und die Ärztin meinte schon beim Blut abnehmen, dass die meist negativ sind und die Kinder das trotzdem haben. Wie erwartet war der Test wirklich negativ. Daraufhin habe ich nach und nach immer wieder ein Allergen getestet...
Ich habe so gehofft, dass der Spuk mit 12 Wochen vorbei ist :( jetzt ist sie schon 16 Wochen. Meine KiÄ meinte, dass es evtl auch ein path. Reflux sein könnte...aber da würde sie vermutlich schon während der Milchmahlzeit oder kurz danach brüllen ohne Ende (und spucken sicher auch) bei uns wird zeitlich versetzt gebrüllt und nur im Zusammenhang mit sehr laut knallenden Pupsen. Und sie hat auch Ekzeme auf der Haut und starken Schnupfen, bei Allergentestung, was sehr für die Allergie spricht.
Wenn die aufrechte Position bei deiner Kleinen hilft könnte es da tatsächlich ein pathologischer Reflux sein?! Das kommt wohl auch gern mit einer Milcheiweißunverträglichkeit zusammen, hab ich irgendwo im Internet gelesen, deswegen ohne Garantie ;)
Ich hoffe ihr findet eine Lösung für euer Problem...ich selbst habe langsam keine Kraft mehr. Da ich ihr mit meiner ohnehin schon strengen Ernährung schade und sie auf jede Spur reagiert. Aber ob es dann mit künstlicher Säuglingsnahrung besser wird ist fraglich??? Sorry fürs Zutexten, aber meine Nerven liegen blank!
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EhMibima

Re: Koliken beim Stillen?

Beitrag von EhMibima »

habt ihr schon mal einen osteopathe drauf gucken lassen?
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Julistar
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Re: Koliken beim Stillen?

Beitrag von Julistar »

PS: bei uns wurde es übrigens auch ab Woche sechs so richtig schlimm und umso älter desto schlimmer! Bis ich mich streng ohne Allergene ernährt habe. Dann war es plötzlich gut. Nur die Suche nach Fehlerquellen wenn sie trotz sorgfältigem Aufpassen doch Koliken hat, macht mich einfach fix und fertig (am So war es vermutlich das Weinsteinbackpulver im leckeren veganen Kuchen in dem Spuren von Soja drin sein können)
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Julistar
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Re: Koliken beim Stillen?

Beitrag von Julistar »

bienesmama hat geschrieben:habt ihr schon mal einen osteopathe drauf gucken lassen?
Wir? Ja, durch das Schreien hat sie sich arg überstreckt, das wird jetzt mit der Behandlung auch besser. Sonst konnte er keine Blockaden oder ähnliches finden. Wir hatten auch eine super entspannte (fast schmerzfreie) Hausgeburt und sie war am Anfang das entspannteste zufriedenste Kind der Welt.
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Caitrionagh
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Re: Koliken beim Stillen?

Beitrag von Caitrionagh »

Meine Maus schreit auch ab und zu, deswegen stille ich auch nur zuhause :( und mir tut es auch so leid, wenn sie ansonsten ruhig ist und nur beim Stillen so schreit :(
Es helfen immer ganz unterschiedliche Sachen, manchmal auch gar nix... aber ganz häufig ist es tatsächlich ein Bäuerchen, das rauswollte (mit Schnuller o.ä. gehts übrigens besser :) ), oder ein Pups. Ähnlich wie der Fliegergriff wirkt auch, das Baby auf den Bauch zu legen, nachdem es sich beruhigt hat. Vor allem, wenn es sich vom Boden wegdrückt (oder vom eigenen Bauch, da hilft wie beim Tragen zusätzlich die Wärme). Ansonsten warte ich und probiere es etwas später nochmal. Bei uns gibt es Tage, da ist gar nichts und sie trinkt ruhig, dann wieder welche, an denen es ganz schlimm ist, ohne dass ich wüsste, irgendetwas anderes gegessen zu haben :-?
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EhMibima

Re: Koliken beim Stillen?

Beitrag von EhMibima »

julistar, bei meiner großen hab ich mich auch fertig gemacht und gefühlt "nichts" mehr gegessen. es hatte null auswirkung. ich hab mich auch fix und fertig gemacht weil ich mich so inkompetent fühlte. :(
abstillen bringt ja nur was wenn es WIRKLICH die ursache ist.
und verdauen/bauchschmerzen kann das baby auch psychisch haben: wenn die umwelreie ihm zu viel sind. meine große(damals auch mi 3monaskoliken, schreiphasen) kann jetzt auch noch keine längeren aufenthalte in der stadt ab. es überlastet sie einfach.

wenn sich das baby so krümmt, besser schon wenn man merkt daß es gleich losgeht, kann das abhalten (http://windelfrei.blog.de/2011/09/14/ab ... -11815147/ wie hier auf dem oberen bild, es geht auch mit windel) schon einiges bringen. der bauch wird angenähert und entspannt. die wirbelsäule leicht geneugt und der körper aufrecht. diese haltung ist die natürliche ausscheidungspositiion und erleichtert auch den babys das pupsen.
strecken sich eure babys denn durch bzw haben eine lieblingsseite? dann würde ich einen oseopathen drauf schauen lassen.
zum sillen kann ich nicht so viel sagen, weil ich keine stillberaerin bin.
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Re: Koliken beim Stillen?

Beitrag von Sonni34 »

Ja, das mit dem Essen habe ich auch schon ausprobiert, konnte aber keine Unterschiede feststellen. Letztendlich ist es ja angeblich so, dass von dem, was wir Mütter essen, kaum was oder sogar gar nichts in der Milch ankommt. Deswegen esse ich jetzt eigentlich bis auf wirklich stark blähende Lebensmittel wieder alles.
Das große Problem ist, wie ihr es ja auch sagt, die Hilflosigkeit und bei mir auch die Angst, dass die Kleine nicht genug Milch bekommt. Heute bei der U4 hat der Kinderarzt dann auch dreimal betont, dass sie ja ziemlich schlank für ihre Größe sei :? Naja, das kommt wohl vom Vater, aber in solchen Situationen denke ich schon immer, dass diese blöden Blähungen verhindern, dass sie solange trinkt, wie sie will.
Hat jemand von euch die Vitamin-D-Tabletten weggelassen oder durch Öl ersetzt? Habe heute sowohl ein Rezept für die Vigantoletten als auch für das Vigantol Öl bekommen. Kann ja angeblich auch daran liegen?!
Der Kinderarzt hat mir auch noch gesagt, dass es eigentlich so mit 5-6 Monaten besser werden müsste, also haben wir ja schon mehr als die Hälfte überstanden. Dann schaffen wir den Rest auch noch :D Es tut schonmal gut zu hören, dass man mit den Problemen nicht alleine ist. In meinem Umfeld sind irgendwie nur unproblematische Trinker, da falle ich mit dem schreienden Baby an der Brust immer noch mehr auf :oops:
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Re: Koliken beim Stillen?

Beitrag von koalina »

Sonni34 hat geschrieben:Hat jemand von euch die Vitamin-D-Tabletten weggelassen oder durch Öl ersetzt? Habe heute sowohl ein Rezept für die Vigantoletten als auch für das Vigantol Öl bekommen. Kann ja angeblich auch daran liegen?!
Ja, hier wird Öl besser vertragen als Tabletten.

Angeblich haben ja alle super trinkende gaaanz ruhige und durchschlafende Babies :roll: :lol: jaja... es wird viel beschönigt... wenn der Tag lang genug ist :mrgreen:

Es geht vorüber... es ist nur eine Phase...

Viele Grüße
koalina :piepmatz:
--.-'-;@

mit Krümel (*15) und Krümelchen (*17)

Unsere kleinen Wunder... kamen überraschend und haben unser Leben mehr bereichert als man es in Worte fassen kann.
Caitrionagh
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Re: Koliken beim Stillen?

Beitrag von Caitrionagh »

Wir haben auch das Öl und keinen Unterschied festgestellt...

An der Brust schreiende Kinder scheint es oft zu geben, die meisten schieben es auf die Brustschimpfphase (darüber gibt es einen, wie ich finde, guten Artikel auf http://www.stillkinder.de/gibt-es-die-b ... -wirklich/).
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