Huhu,7erendipity hat geschrieben:Hallo anett,
Aus deinem Beitrag habe ich herausgelesen, dass dein Bedürfnis ist dich anderen so mitzuteilen, dass sie dich verstehen, ohne dass du damit jemanden verletzt oder angreifst. Du möchtest gesehen werden mit deinen Bedürfnissen, das geht fast immer nur wenn du für deine Bedürfnisse (oder die deines Kindes) eintrittst.
Kennst du die gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg. Rosenberg hat eine Kommunikationsform ohne Aggressionen (d h ohne verbale Gewalt) entwickelt. Es ist eigentlich ganz simpel:
1. Du teilst eine Beobachtung mit:
"Wenn sie zu meinem Kind sagen, dass es bockig sei"
2. Du teilst deine Gefühle mit:
"Macht mich das traurig und wütend"
3. du teilst dein Bedürfnis mit (das kann ich nur erraten, vielleicht möchtest du nicht dass Person X sagt wie dein Kind sich angeblich fühlt.., oder du möchtest dass dein Kind gleichwürdig wie Erwachsene behandelt wird)
4. Du formulierst eine Bitte:
"Ich wünsche mir, dass Sie mich oder mein Kind fragen, warum es nicht die Hand geben möchte.
Bei GfK geht es darum in die Formulierungen keine wertenden Worte einzubringen und eigene Gefühle und Bedürfnisse zu formulieren. Richtig angewendet, fühlt sich dein gegenüber niemals angegriffen, weil du nur DEINE Bedürfnisse und Gefühle ansprichst. Das ganze möchte geübt werdenaber es macht großen Spaß so zu kommunizieren, ebenso auch zu lernen richtig zuzuhören. Wenn du mehr wissen magst, auf Youtube gibt es viele Seminare und Interviews mit Rosenberg. Auch in Deutschland kann man Seminare belegen. Gerne auch per PN!
ich nehme an, das sie Nachbarin eher älter war? Im Alter der Oma des Kindes?
So ein Satz
"Wenn sie zu meinem Kind sagen, dass es bockig sei, macht mich das traurig und wütend.
Ich wünsche mir, dass Sie mich oder mein Kind fragen, warum es nicht die Hand geben möchte."
finde ich ehrlich gesagt auch etwas befremdlich und leicht übertrieben.
Ich bin mir sicher, die Nachbarin hat das gar nicht böse gemeint.
MEINER MEINUNG nach reicht ein: "Nein, sie ist Fremden gegenüber nur schüchtern."
Ich glaub nicht das du es besser gefunden hättest, wenn sie zu deinem Kind gesagt hätte:
"Na, warum möchtest du mir denn nicht die Hand geben?"
Ein schüchternes Kind antwortet doch darauf auch nichts.
Leg dir einfach ein dickeres Fell zu, würde ich sagen.
LG
Salo