abstillen nach fast drei Jahren

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evilina
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abstillen nach fast drei Jahren

Beitrag von evilina »

Hallo! Vielleicht kann mir ja hier noch jemand einen guten Rat geben!
Meine Tochter wird im Oktober drei und ich stille sie noch mehrmals täglich.
Abends, morgens und auch eine Brust zum Mittagsschlaf (den macht sie allerdings auch mehrmals die Woche auch ohne Mama).
Ich möchte jetzt gerne abstillen und habe für mich noch nicht ganz rausgefunden, wann und wie ich das machen soll...
Da gibt es mehrere Aspekte:
eigentlich hatte ich mir vorgenommen, diesen Sommer abzustillen, jetzt kommt die Kleine aber im August in den Kindergarten, das wird natürlich ganz
schön aufregend, da möchte ich ihr nicht gleichzeitig auch noch die Brust nehmen...
(Sie wird nur morgens in der Kita sein und den Mittagsschlaf weiterhin zuhause machen)
Dann habe ich mir überlegt, mit drei Jahren ist aber wirklich Schluss! Das heißt, dann würde ich sie langsam darauf vorbereiten, dass sie an ihrem Geburtstag noch trinken darf, dann ist es vorbei! (so machen das ja viele mit dem Schnulli - den sie übrigens nie wollte...)

Ich habe ein wenig Angst vor dem Abstillen, weil ich im ersten halben Still-Jahr viele Probleme mit Milchstaus und Brustentzündungen hatte.
Auch letztlich hatte ich wieder einen Milchstau, als irgendwie morgens und mittags die eine Seite ausgefallen war... Das hat mich ziemlich gewundert, weil ich wirklich nur noch ganz wenig Milch habe!
Da wollte ich auch noch mal mit der Frauenärztin drüber reden - habe Ende des Monats einen Termin.

Heute Morgen ging mir so durch den Kopf: soll ich doch lieber langsam Abstillen, d.h. zum Beispiel die "Mittagsbrust" weglassen, danach morgens und zum Schluss abends?
Ich weiß jedes Kind, jede Mutter - also jede Stillbeziehung ist da anders. Für die einen ist die langsame Variante besser, für die anderen die abrupte...
vielleicht könnt Ihr mir ja mal von Euren Erfahrungen berichten! :5:
Ich hatte immer gehofft, dass meine Tochter sich irgendwann von selbst abstillt... scheint aber nicht der Fall, sie ist ganz versessen auf die Brust, möchte kuscheln und trinken. :| Es tut mir so Leid, ihr das Stillen zu nehmen, aber ich möchte jetzt wirklich nicht mehr...
Freue mich, wenn Ihr mir antwortet!
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tania
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Re: abstillen nach fast drei Jahren

Beitrag von tania »

wenn du so zu milchstaus neigt (und bei dieser frequenz noch einen stau zu bekommen, heisst eindeutig neigung!), waere ein besonders lamgsames abstillen sicherlich sinnvoll. schlaeft sie bei dir mittags ohne brust ein? wenn ja, wuerde ich da ansetzen und zum mittagsschlaf nicht mehr stillen.

kann es sein, dass du BHs traegst, die auf eine bestimmte stelle druecken und du da besonders anfaellig fuer milchstaus bist?
tania mit sohn *09 und sohn *12
evilina
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Re: abstillen nach fast drei Jahren

Beitrag von evilina »

Liebe Tania,
vielen Dank für Deine Antwort! Nein, an den BHs kann es nicht liegen: meist trage ich gar keinen, sondern ein Unterhemd, und wenn ich mal einen BH anziehe, dann einen ganz weichen, ohne Bügel und so...
Ich glaube, wenn ich meiner Tochter erkläre, dass sie jetzt mittags ohne Brust einschlafen soll, fällt sie aus allen Wolken. Wenn sie mit dem Papa oder bei der Oma Mittagsschlaf machen soll, findet dieser auch in der Regel 1 bis 2 Stunden später statt, weil sie einfach nicht runterkommt, sich gegen das Schlafen wehrt und ganz rastlos ist. Oft geht es dann erst im Buggy.
Bei mir schläft sie meist innerhalb weniger Minuten an der Brust ein! Wie praktisch... :wink:
Aber wie gesagt, da ich ja abstillen möchte, muss ich dann da wohl irgendwie durch, dass sich Einiges ändert!
Ich würde mir in erster Linie wünschen, dass es für die Kleine passt: besser ein langsamer Abschied oder ein abrupter Stopp... Leider kann ich sie da wohl in die Entscheidung nicht einbeziehen...
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LeelaMinzz
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Re: abstillen nach fast drei Jahren

Beitrag von LeelaMinzz »

Meine Kleine hat sich kürzlich mit dreieinhalb ziemlich schnell selbst abgestillt. Mit drei hatten wir die gleiche Stillfrequrnz, manchmal sogar noch nach dem Schlafen am Mittag . Mit ungefähr 3;25 wollte sie morgens einfach nicht mehr, hat nicht mehr jeden Tag Mittagsschlaf gemacht, da fiel das dann auch weg und dann war es eine Zeit lang nur abends. Da ist sie auch in meinem Arm eingeschlafen, irgendwann fing sie an, nur kurz zum Stillen im Arm zu bleiben und hat sich dann neben mich gelegt und ist auf ihrem Kissen eingeschlafen. Sie hat immer einen Wasserbecher am Bett, so ein Ventil-Kleinkindbecher, davon trinkt sie immer ein paar Schluck. Jetzt schläft sie seit knapp einem Monat ohne Stillen ein.
Wenn das nicht so gelaufen wäre, hätte ich im Urlaub meinen Mann die Kleine ins Bett bringen lassen. Im Urlaub sind Kinder (meine zumindest) abends super müde. Da geht es einfacher.
Ich habe bei meinen Drei immer wieder beobachtet, dass sie im Sommer enorme Entwicklungsschritte hinlegen. Und in den Kindergarten zu kommen, macht auch groß.
Meine ist gerade innerhalb von drei Tagen trocken geworden. Sie geht seit Anfang des Monats in den Kindergarten und hat vor ein paar Tagen spontan beschlossen, dass sie keine Windel mehr braucht.
Ich verstehe total, dass Du jetzt keine Muße mehr zum Stillen hast. Ich vermute, dass die Chancen in nächster Zeit bei Euch super sind, dass sie sich selbst abstillt. Ich bin auch sehr überzeugt, dass es meist besser und schneller funktioniert, wenn es vom Kind kommt. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du ja auch dafür.
Natürlich sind das nur meine Erfahrungen und alle Kinder sind unterschiedlich.
Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr Eure Lösung findet.
LG Leela
Leela mit drei Wundern: Frühling 2001, Herbst 2003, Winter 2011 und ein Sternchen im August 2015 (13. SSW)
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Re: abstillen nach fast drei Jahren

Beitrag von IsabelAlt »

Nein ich kann dir keinen Tipp geben, wie du am besten abstillen kannst.
Aber irgendwie fände ich es sehr schade, wenn du den Geburtstag deines Kindes mit dem Abstillen in Verbindung bringen würdest. Dafür ist sie meiner Meinung nach zu alt und es wäre eben kein Geburtstag sondern etwas trauriges.

Viel Erfolg bei deinem Weg und ich drück dir die Daumen dass er für euch beide gut und richtig ist.
Isabel
Isabel, 41 Jahre
Joshua, * 18.03.2015 und Jonah, * 10.03.2017
Geschwister aus erster Ehe meines Partners: Hannah und Frieda (6 1/2) und Luca (12)
evilina
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Re: abstillen nach fast drei Jahren

Beitrag von evilina »

Vielen Dank liebe Leela für Deinen Bericht!
Es ist wirklich schön, mal mit anderen Mamis zu sprechen für die Langzeitstillen normal ist...
Mittlerweile rede ich schon mit niemandem mehr über das Stillen, weil in meinem Umkreis die Maximalstilldauer 17 Monate
betrug. Und das wurde schon als extrem lang empfunden... So stehe ich jetzt mit meinen "Abstill-Sorgen" auch recht
alleine da!
Ich versuche jetzt erst mal das Mittagsschlaf-Stillen wegzulassen... vielleicht kommt der Rest dann von selbst.
Mit dem Trockenwerden war das bei uns auch so. Von einen Tag auf den anderen entschied die kleine Maus, dass
sie jetzt keine Windeln mehr anziehen wollte. Alles prima :wink: Manchmal denke ich, ich muss meiner Kleinen etwas
mehr vertrauen. Allerdings merke ich auch, dass ich mich nach dem Ende sehne... also eine Gratwanderung!
Ja, Isabel, den Gedanken hatte ich auch schon: ich möchte ja nicht, dass meine Tochter sich an ihren 3. Geburtstag als den Tag
erinnert, an dem ihr "die Brust genommen wurde"!!
Aber es ist eben so ein fixer Punkt, auf den man sie dann vorbereiten könnte. Ein weiterer Grund, warum ich den
Zeitraum praktisch finde: die Schwiegereltern kommen für eine Woche, die sehen wir sonst nicht so häufig. Da
besteht zumindest schon mal jede Menge Ablenkung!
Mal sehen, vielleicht hat sich das Ganze ja bis dahin schon von selbst erledigt....
Danke Euch für Eure Antworten!
Liebe Grüße
evi
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