Hallo ihr Lieben,
mein Sohn ist zwischenzeitlich 2 Jahre und 4 Monate. Ich stille ihn noch immer, was allerdings langsam ein Problem für mich ist. Er liebte es von Geburt an gestillt zu werden und ich lies ihn wenn möglich immer und jederzeit an die Brust und habe die gemeinsame "Kuschelzeit" auch meist sehr genossen. Er lies sich stets beruhigen, schlief ein, kuschelte, tröstete sich damit. Allerdings hieß das für mich, dass ich von 24 Stunden ihn fast 18 an der Brust hatte. Zwischenzeitlich isst er voll am Tisch mit, aber die Brust ist nicht annähernd wegzudenken! Natürlich sind es keine 18 Stunden Stillzeit mehr, aber wenn es nach ihm ginge, dann würde er tagsüber noch mindestens 2 Stunden oder oft auch mehr gestillt werden, zum Einschlafen und nachts auch immer wieder um erneut einzuschlafen. Er "kuschelt" auch nur an der Brust mit mir und genießt das auch sehr. Ich würde allerdings auch gerne mal mit ihm kuscheln ohne dass er nuckelt. Ich kann ihn nicht auf dem Schoß haben, ohne dass er an die Brust will und das finde ich sehr schade! Mehrmals habe ich versucht das Stillen einzuschränken, aber er tobt, schreit und zieht an meinem T-Shirt, hat zeitweise sogar nach mir gehauen, wenn ich sie ihm verweigert habe. Ich fühl mich teilweise so, als wäre meine Brust sein Eigentum! Nachts schlief er nicht mehr richtig ohne Brust und war dann tagsüber total quengelig, weil er nicht genug geschlafen hatte, sodass ich immer wieder nachgab und ihn dann doch wieder an die Brust lies. Ich bekam auch immer ein schlechtes Gewissen und fühlte mich als "Rabenmutter" wenn ich ihn so schreien hörte und ihn nicht an die Brust lies. Auch habe ich bereits viel darüber gelesen und überall wird vom Abstillen abgeraten und dass es das Beste wäre, wenn die Kinder sich selbst abstillen. Natürlich möchte ich das Beste für meinen Sohn und schon gar nicht möchte ich ihm schaden, aber so geht das nicht mehr. Vor allem in der Öffentlichkeit ist es mir peinlich! Ich stille ihn an öffentlichen Orten schon lange nicht mehr, aber er brüllt dann lautstark los und schreit: "Mama Busen" und zieht an meinem T-Shirt und ich fühl mich so als ob alle mich anschauen und denken: "Was die stillt immer noch!?" Wäre es gesellschaftlich nicht so "unnormal" Langzeitstillmama zu sein hätte ich wahrscheinlich auch weniger ein Problem damit, aber ich schaffe es langsam nicht mehr mich ständig überall rechtfertigen zu müssen und die Witze anderer über mich ergehen zu lassen. Auch würde ich nachts gerne mal wieder durchschlafen ohne ständig zum Stillen geweckt zu werden. Mein Mann kann ihn natürlich auch nicht ins Bett bringen, da er nur an meiner Brust einschläft und deswegen bin ich ziemlich eingeschränkt in meiner Freizeit was zwar nicht sooo ein großes Problem ist, aber dennoch würde ich gern auch mal mit Freunden mal wieder was Trinken gehen...! Sowohl beim Schnulli, als auch beim Shoppen hat er immer gewürgt und ich weiß langsam wirklich nicht mehr was ich tun soll. Wenn ich wüsste, dass er sich in einem halben Jahr selbst abstillt wäre das für ich akzeptabel, aber die Vorstellung ihn noch weitere 2 Jahre oder gar noch länger zu stillen ist für mich keine Option! Wann er sich aber abstillen wird kann mir ja keiner sagen. Ich hab versucht ihm zu erklären, dass er nur noch zum Einschlafen die Brust bekommt, aber er ist ja clever und will dann ständig "schlafen" - um an die Brust zu dürfen. Unterwegs will er dann nach Hause "schlafen und an Mamas Busen" und das schreit er dann auch ganz laut. Zwischenzeitlich bin ich oft so genervt davon, dass mein Puls schon hochgeht wenn er nur "Mama Busen" sagt und immer öfter bin ich sauer auf ihn, weil er ständig an die Brust ran will. Das finde ich sehr schade und sollte ja so auch nicht sein, aber ich mag einfach nicht mehr... Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen und bedanke mich jetzt schon mal für ihre Mühe.
Abstillen mit 2,5 Jahren
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Re: Abstillen mit 2,5 Jahren
Hallo CMJ,
ich habe jetzt keinen ultimativen Tip für Dich; mein Kind ist auch noch jünger als Deins (21 Monate), aber ich kann gut verstehen, was Du meinst. Meist klappt ja as Abstillen tags besser als nachts. Hast Du mal versucht, das Stillen an einen Ort (Sofa, Bett...) oder an die Tageszeit (erst wenn es dunkel wird - gut, im Sommer schwierig
) zu koppeln? Ich habe hier häufiger gelesen, dass das ganz gut funktioniert.
Am wichtigsten ist es bestimmt, dass Du selbst klar bist (und Dein Post liest sich stellenweise so, als seist Du mit Dir noch nicht so ganz im Reinen, was das Abstillen angeht). Eins darf (und sollte) man sich, glaube ich, immer wieder klar machen: beim Stillen nach Bedarf geht es auch um den Bedarf der Mutter. Es muss sich für beide richtig anfühlen. Du schadest Deinem Kind ganz bestimmt nicht, wenn Du Dich für Euch beide für das Abstillen entscheidest. Sicherlich musst Du den kleinen durch seine Wut und Traurigkeit begleiten (das kann er noch nicht mit sich ausmachen). Und das mit dem selbst Abstillen ist so eine Sache: ich wünsche mir das auch; dass die Kleine irgendwann einfach immer seltener stillt, sich selbst abnabelt. Das kann übermorgen passieren, in 5 Monaten oder in 3 Jahren; sicher kann das niemand sagen. Ich weiß auch noch nicht so genau, wie ich damit umgehe, wenn es für mich 'genug' (oder zu viel) ist. Aber, hey: Die magische WHO-Empfehlung habt Ihr doch eh schon eingehalten, und wie heißt es so schön: "2 years and beyond, as long as mother and child wish" (ausm Kopf zitiert, sry für evtlle. Fehler
)
Alles Liebe
Mutterhenne
ich habe jetzt keinen ultimativen Tip für Dich; mein Kind ist auch noch jünger als Deins (21 Monate), aber ich kann gut verstehen, was Du meinst. Meist klappt ja as Abstillen tags besser als nachts. Hast Du mal versucht, das Stillen an einen Ort (Sofa, Bett...) oder an die Tageszeit (erst wenn es dunkel wird - gut, im Sommer schwierig
Am wichtigsten ist es bestimmt, dass Du selbst klar bist (und Dein Post liest sich stellenweise so, als seist Du mit Dir noch nicht so ganz im Reinen, was das Abstillen angeht). Eins darf (und sollte) man sich, glaube ich, immer wieder klar machen: beim Stillen nach Bedarf geht es auch um den Bedarf der Mutter. Es muss sich für beide richtig anfühlen. Du schadest Deinem Kind ganz bestimmt nicht, wenn Du Dich für Euch beide für das Abstillen entscheidest. Sicherlich musst Du den kleinen durch seine Wut und Traurigkeit begleiten (das kann er noch nicht mit sich ausmachen). Und das mit dem selbst Abstillen ist so eine Sache: ich wünsche mir das auch; dass die Kleine irgendwann einfach immer seltener stillt, sich selbst abnabelt. Das kann übermorgen passieren, in 5 Monaten oder in 3 Jahren; sicher kann das niemand sagen. Ich weiß auch noch nicht so genau, wie ich damit umgehe, wenn es für mich 'genug' (oder zu viel) ist. Aber, hey: Die magische WHO-Empfehlung habt Ihr doch eh schon eingehalten, und wie heißt es so schön: "2 years and beyond, as long as mother and child wish" (ausm Kopf zitiert, sry für evtlle. Fehler
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Mutterhenne
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)
Grüße von der Henne
mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
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- Mutterhenne
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Re: Abstillen mit 2,5 Jahren
vergessen: http://www.stillkinder.de/8-tipps-fuer- ... ebensjahr/
...vielleicht ist da etwas für Euch dabei?
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Grüße von der Henne
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- Carraluma
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2332
- Registriert: 28.04.2013, 10:57
Re: Abstillen mit 2,5 Jahren
Ich glaube auch am wenigsten problematisch ist tagsüber\auswärts das Stillen einzustellen. Das scheint dich auch mit am meisten zu stören. Tagsüber \Unterwegs klappt das Ablenken doch meist besser als nachts. Also ab sofort ankündigen und immer wiederholen, Mamamilch gibts nur daheim im Bett oder so und mit irgendwas aufregendem oder Schönen (Spiel, Neues,...) ablenken. Dass er dann öfters heim will, ist logisch. Aber viele Kinder wollen heim ins Bett, wenn sie müde werden.
Irgendwann wird er es bestimmt akzeptieren. Oder\Und vielleicht hilft es dir zu einer Stillgruppe mit anderen LZSlerinnen zu gehen, um live Erfahrungen auszutauschen.
Bezüglich des "Durchschlafens" (über 6 Stunden am Stück) stehen mMn die Chancen gut, dass dies im nächsten Jahr auch ohne irgendwas zu tun passiert. Das tun nämlich sehr viele Stillkinder irgendwann in dem Alter ohne, dass man irgendetwas geändert hat. Meine Kleine (30 Monate) tut dies auch seit einiger Zeit meistens, obwohl sie sich zu ihrem zweiten Geburtstag noch nachts alle zwei Stunden gemeldet hat.
Irgendwann wird er es bestimmt akzeptieren. Oder\Und vielleicht hilft es dir zu einer Stillgruppe mit anderen LZSlerinnen zu gehen, um live Erfahrungen auszutauschen.
Bezüglich des "Durchschlafens" (über 6 Stunden am Stück) stehen mMn die Chancen gut, dass dies im nächsten Jahr auch ohne irgendwas zu tun passiert. Das tun nämlich sehr viele Stillkinder irgendwann in dem Alter ohne, dass man irgendetwas geändert hat. Meine Kleine (30 Monate) tut dies auch seit einiger Zeit meistens, obwohl sie sich zu ihrem zweiten Geburtstag noch nachts alle zwei Stunden gemeldet hat.
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)