Zu viel Milch, Riss, Vasospasmen
Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind
-
Sternenstaub1
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 68
- Registriert: 07.04.2015, 19:32
Zu viel Milch, Riss, Vasospasmen
Liebes Forum,
ich habe schon viele wertvolle Hinweise durch das Lesen hier im Forum erhalten, danke dafür!
Leider haben meine Tochter und ich ein großes Problem beim Stillen. Angefangen hat alles damit, dass ich schon in der Schwangerschaft Probleme mit Vasospasmen hatte, die sich nach der Geburt in moderater Form (ich hab es mit Magnesium, B6 und B12 einigermaßen im Griff, zumindest ist es aushaltbar) fortsetzten. Unser Stillstart war dadurch und durch die unterschiedliche Form der Brustwarzen etwas holprig, was ich allerdings durch die Hebamme und dieses Forum ganz gut hinbekommen habe. Das Problem war, dass die linke Brustwarze sich nicht richtig aufgestellt hat zum Stillen und meine Tochter sie damit kaum greifen konnte. Dadurch hat sie mir schon relativ am Anfang einen Riss zugefügt, den sie mir mit jedem Stillen wieder aufzieht und der einfach nicht heilt. Ich habe Muttermilch, Lanolin, Multi-Mam, Johanniskrautöl, Bepanthen, andere Anlegepositionen versucht. Ich bin wochenlang ohne BH rumgelaufen. Nix hilft. Nach zwei Wochen waren die Schmerzen so schlimm, dass ich nur noch mit Ibu 500 und trotzdem unter Tränen vor Schmerzen stillen konnte. Die Hebamme hat dann zu Stillhütchen geraten, aber auch da zieht Töchterlein den Riss auf. Ich habe mich dann schweren Herzens entschieden für ein paar Tage abzupumpen, damit die ganze Geschichte mal heilen kann. Die ganze Zeit hat Töchterlein super zugenommen, schon nach wenigen Tagen hatte sie ihr Geburtsgewicht wieder und nach fünf Wochen hatte sie 1600g zugelegt.
Mit drei Wochen etwa fing sie an beim Stillen ständig an- und abzudocken, Probleme mit Bäuerchen zu bekommen, zu spucken (auch Stunden nach der Mahlzeit) und vor allem nach wenigen Minuten an der Brust zu weinen und oft auch zu schreien, als ob sie furchtbare Schmerzen hätte. Dabei zeigt sie immer noch Hunger an und lehnt die Brust ab. Manchmal klappt es, wenn ich die andere Seite anbiete, aber auch dann geht nach wenigen Minuten das gleiche Theater von vorne los. Ebenso mit der Flasche. Das ganze dauerte allerdings schon zwei Wochen, als wir Flasche und Schnuller eingeführt hatten. Nachts ist es auch besser und da beschwert sie sich nur bei Bauchweh. Die ersten zwei Wochen stillte sie pro Seite ca. eine halbe Stunde, jetzt maximal zwanzig Minuten, wenn die Brust leer ist. Ansonsten zieht sich das Drama über mehrere Stunden, bis sie völlig erschöpft etwas schläft und dann vor Hunger aufwacht und das Ganze beginnt von vorn. Sie nimmt aber weiterhin gut zu, also hat sie wohl genug Milch. Ich habe jetzt nach langer Recherche herausgefunden, dass es an zu viel Milch liegen kann und tatsächlich lässt Töchterlein rechts immer viel Milch rauslaufen, verschluckt sich oft, trinkt sehr hastig, schluckt laut und weint dabei. Auf der linken Seite ist es etwas besser, aber auch da kommt es oft vor, weil ich diese Seite aufgrund der Schmerzen nur etwa drei Mal täglich anbiete. Das Abpumpen habe ich mittlerweile wieder gelassen, weil auch das nicht zur Heilung geführt hat. Dafür habe ich auf der anderen Seite jetzt noch viel mehr Milch. Die rechte Brust ist viel größer und läuft nachts auch öfter mal aus. Ich habe jetzt überlegt Blockstillen zu machen, allerdings schaffe ich es nicht, die kaputte Seite so oft anzubieten, dafür tut es einfach zu weh. Heute hat sie die schon vier Mal bekommen innerhalb von zwei Mal vier Stunden und wird anscheinend nicht richtig satt, denn sie wollte vorhin schon wieder. Da habe ich sie dann aufgrund der Schmerzen abgenommen. Ich weiß mir mittlerweile echt keinen Rat mehr und das ständig weinende Kind zusammen mit dem täglichen Dauerstillen/schreien gehen der ganzen Familie an die Nieren. Sie tut mir so leid, wie sie sich quält und teilweise heiser schreit. Sie lässt sich auch nur durchs Tragetuch beruhigen, aber auch das kann ich nicht ständig machen, weil ich auf die Dauer Rückenschmerzen bekomme und ja auch nicht den ganzen Tag draußen rumwandern kann. Und die nächste Stillmahlzeit kommt bestimmt. Habt ihr irgendwie einen Rat für mich?
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Es bekommt etwa einmal täglich die abgepumpte Milch der linken Seite in einer Avent Flasche (ca. 125ml, die sie oft nicht austrinkt). Die Fütterung per Becher ist fehlgeschlagen (ging ihr wahrscheinlich nicht schnell genug, auf jeden Fall hat sie gebrüllt).
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wenn wir es schaffen mal ordentlich zu stillen, dann schläft sie danach auch gerne drei Stunden, ansonsten kämpfen wir etwa zwei Stunden und sie schläft eine dreiviertel Stunde, dann das ganze von vorn. Nachts kommt sie aller drei Stunden, stillt für 20min und schläft dann weiter, allerdings bekommt sie da nur eine Seite.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
2-3mal Stuhlgang, 6-7 Pipiwindeln? Außerdem wird sie abgehalten.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Siehe oben. Am Anfang war der Milcheinschuss zu schwach (Baby clusterte drei Tage fast ununterbrochen), sodass ich in den ersten Tagen nach Milcheinschuss die Kalorienmenge erhöht habe und zwei Tage Bockshornklee genommen habe. Ansonsten Andockprobleme links, extrem unruhiges Baby seit der dritten Woche, jetzt ist sie 7 Wochen alt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Den Schnuller haben wir in unserer Not nach einer Woche des Schreiens eingeführt, weil sie weder meine Brust noch den Finger zur Beruhigung wollte. Allerdings nimmt sie ihn nur selten und dann auch kurz. Fläschen kennt sie durch den Riss nun auch, aber auch das später.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren deshalb beim KiA und der Osteopathin und die Hebamme kommt auch noch vorbei. Allerdings wussten sich alle keinen Rat.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich habe eine Histaminintoleranz. Ansonsten war Töchterlein trotz pünktlicher Ankunft noch "unreif" laut Aussage von Ärztin und Hebamme.
ich habe schon viele wertvolle Hinweise durch das Lesen hier im Forum erhalten, danke dafür!
Leider haben meine Tochter und ich ein großes Problem beim Stillen. Angefangen hat alles damit, dass ich schon in der Schwangerschaft Probleme mit Vasospasmen hatte, die sich nach der Geburt in moderater Form (ich hab es mit Magnesium, B6 und B12 einigermaßen im Griff, zumindest ist es aushaltbar) fortsetzten. Unser Stillstart war dadurch und durch die unterschiedliche Form der Brustwarzen etwas holprig, was ich allerdings durch die Hebamme und dieses Forum ganz gut hinbekommen habe. Das Problem war, dass die linke Brustwarze sich nicht richtig aufgestellt hat zum Stillen und meine Tochter sie damit kaum greifen konnte. Dadurch hat sie mir schon relativ am Anfang einen Riss zugefügt, den sie mir mit jedem Stillen wieder aufzieht und der einfach nicht heilt. Ich habe Muttermilch, Lanolin, Multi-Mam, Johanniskrautöl, Bepanthen, andere Anlegepositionen versucht. Ich bin wochenlang ohne BH rumgelaufen. Nix hilft. Nach zwei Wochen waren die Schmerzen so schlimm, dass ich nur noch mit Ibu 500 und trotzdem unter Tränen vor Schmerzen stillen konnte. Die Hebamme hat dann zu Stillhütchen geraten, aber auch da zieht Töchterlein den Riss auf. Ich habe mich dann schweren Herzens entschieden für ein paar Tage abzupumpen, damit die ganze Geschichte mal heilen kann. Die ganze Zeit hat Töchterlein super zugenommen, schon nach wenigen Tagen hatte sie ihr Geburtsgewicht wieder und nach fünf Wochen hatte sie 1600g zugelegt.
Mit drei Wochen etwa fing sie an beim Stillen ständig an- und abzudocken, Probleme mit Bäuerchen zu bekommen, zu spucken (auch Stunden nach der Mahlzeit) und vor allem nach wenigen Minuten an der Brust zu weinen und oft auch zu schreien, als ob sie furchtbare Schmerzen hätte. Dabei zeigt sie immer noch Hunger an und lehnt die Brust ab. Manchmal klappt es, wenn ich die andere Seite anbiete, aber auch dann geht nach wenigen Minuten das gleiche Theater von vorne los. Ebenso mit der Flasche. Das ganze dauerte allerdings schon zwei Wochen, als wir Flasche und Schnuller eingeführt hatten. Nachts ist es auch besser und da beschwert sie sich nur bei Bauchweh. Die ersten zwei Wochen stillte sie pro Seite ca. eine halbe Stunde, jetzt maximal zwanzig Minuten, wenn die Brust leer ist. Ansonsten zieht sich das Drama über mehrere Stunden, bis sie völlig erschöpft etwas schläft und dann vor Hunger aufwacht und das Ganze beginnt von vorn. Sie nimmt aber weiterhin gut zu, also hat sie wohl genug Milch. Ich habe jetzt nach langer Recherche herausgefunden, dass es an zu viel Milch liegen kann und tatsächlich lässt Töchterlein rechts immer viel Milch rauslaufen, verschluckt sich oft, trinkt sehr hastig, schluckt laut und weint dabei. Auf der linken Seite ist es etwas besser, aber auch da kommt es oft vor, weil ich diese Seite aufgrund der Schmerzen nur etwa drei Mal täglich anbiete. Das Abpumpen habe ich mittlerweile wieder gelassen, weil auch das nicht zur Heilung geführt hat. Dafür habe ich auf der anderen Seite jetzt noch viel mehr Milch. Die rechte Brust ist viel größer und läuft nachts auch öfter mal aus. Ich habe jetzt überlegt Blockstillen zu machen, allerdings schaffe ich es nicht, die kaputte Seite so oft anzubieten, dafür tut es einfach zu weh. Heute hat sie die schon vier Mal bekommen innerhalb von zwei Mal vier Stunden und wird anscheinend nicht richtig satt, denn sie wollte vorhin schon wieder. Da habe ich sie dann aufgrund der Schmerzen abgenommen. Ich weiß mir mittlerweile echt keinen Rat mehr und das ständig weinende Kind zusammen mit dem täglichen Dauerstillen/schreien gehen der ganzen Familie an die Nieren. Sie tut mir so leid, wie sie sich quält und teilweise heiser schreit. Sie lässt sich auch nur durchs Tragetuch beruhigen, aber auch das kann ich nicht ständig machen, weil ich auf die Dauer Rückenschmerzen bekomme und ja auch nicht den ganzen Tag draußen rumwandern kann. Und die nächste Stillmahlzeit kommt bestimmt. Habt ihr irgendwie einen Rat für mich?
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Es bekommt etwa einmal täglich die abgepumpte Milch der linken Seite in einer Avent Flasche (ca. 125ml, die sie oft nicht austrinkt). Die Fütterung per Becher ist fehlgeschlagen (ging ihr wahrscheinlich nicht schnell genug, auf jeden Fall hat sie gebrüllt).
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wenn wir es schaffen mal ordentlich zu stillen, dann schläft sie danach auch gerne drei Stunden, ansonsten kämpfen wir etwa zwei Stunden und sie schläft eine dreiviertel Stunde, dann das ganze von vorn. Nachts kommt sie aller drei Stunden, stillt für 20min und schläft dann weiter, allerdings bekommt sie da nur eine Seite.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
2-3mal Stuhlgang, 6-7 Pipiwindeln? Außerdem wird sie abgehalten.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Siehe oben. Am Anfang war der Milcheinschuss zu schwach (Baby clusterte drei Tage fast ununterbrochen), sodass ich in den ersten Tagen nach Milcheinschuss die Kalorienmenge erhöht habe und zwei Tage Bockshornklee genommen habe. Ansonsten Andockprobleme links, extrem unruhiges Baby seit der dritten Woche, jetzt ist sie 7 Wochen alt.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Den Schnuller haben wir in unserer Not nach einer Woche des Schreiens eingeführt, weil sie weder meine Brust noch den Finger zur Beruhigung wollte. Allerdings nimmt sie ihn nur selten und dann auch kurz. Fläschen kennt sie durch den Riss nun auch, aber auch das später.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren deshalb beim KiA und der Osteopathin und die Hebamme kommt auch noch vorbei. Allerdings wussten sich alle keinen Rat.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich habe eine Histaminintoleranz. Ansonsten war Töchterlein trotz pünktlicher Ankunft noch "unreif" laut Aussage von Ärztin und Hebamme.
- deidamaus
- Mod a.D.
- Beiträge: 16206
- Registriert: 20.06.2013, 06:38
- Wohnort: Landkreis Karlsruhe
Re: Zu viel Milch, Riss, Vasospasmen
Hallo Sternenstaub,
ich melde mich heute Abend ausführlich bei dir. Wir können gemeinsam bestimmt einiges verbessern.
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
ich melde mich heute Abend ausführlich bei dir. Wir können gemeinsam bestimmt einiges verbessern.
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)
Kruschelkiste Bewertungen
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)
Kruschelkiste Bewertungen
-
Sternenstaub1
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 68
- Registriert: 07.04.2015, 19:32
Re: Zu viel Milch, Riss, Vasospasmen
Danke, deidamaus.
- deidamaus
- Mod a.D.
- Beiträge: 16206
- Registriert: 20.06.2013, 06:38
- Wohnort: Landkreis Karlsruhe
Re: Zu viel Milch, Riss, Vasospasmen
Wieviel Magnesium nimmst du denn? Nimmst du das Vitamin B6 einzeln oder in einem Vitamin-B-Komplex? Nimmst du auch Calcium? Schau mal in den Link VasospasmusSternenstaub1 hat geschrieben:Angefangen hat alles damit, dass ich schon in der Schwangerschaft Probleme mit Vasospasmen hatte, die sich nach der Geburt in moderater Form (ich hab es mit Magnesium, B6 und B12 einigermaßen im Griff, zumindest ist es aushaltbar) fortsetzten.
Wichtig ist auf jeden Fall die Brustwarzen gut warm zu halten und keiner Zugluft auszusetzen. Durch den Vasospasmus kann die Wunde an deiner Brust schlecht abheilen, da das Gewebe schlechter durchblutet wird.
An welcher Stelle ist denn der Riss? Wie sieht die Wunde und die Wundränder aus?Unser Stillstart war dadurch und durch die unterschiedliche Form der Brustwarzen etwas holprig, was ich allerdings durch die Hebamme und dieses Forum ganz gut hinbekommen habe. Das Problem war, dass die linke Brustwarze sich nicht richtig aufgestellt hat zum Stillen und meine Tochter sie damit kaum greifen konnte. Dadurch hat sie mir schon relativ am Anfang einen Riss zugefügt, den sie mir mit jedem Stillen wieder aufzieht und der einfach nicht heilt. Ich habe Muttermilch, Lanolin, Multi-Mam, Johanniskrautöl, Bepanthen, andere Anlegepositionen versucht. Ich bin wochenlang ohne BH rumgelaufen. Nix hilft. Nach zwei Wochen waren die Schmerzen so schlimm, dass ich nur noch mit Ibu 500 und trotzdem unter Tränen vor Schmerzen stillen konnte. Die Hebamme hat dann zu Stillhütchen geraten, aber auch da zieht Töchterlein den Riss auf. Ich habe mich dann schweren Herzens entschieden für ein paar Tage abzupumpen, damit die ganze Geschichte mal heilen kann.
Wow, nicht schlecht.Die ganze Zeit hat Töchterlein super zugenommen, schon nach wenigen Tagen hatte sie ihr Geburtsgewicht wieder und nach fünf Wochen hatte sie 1600g zugelegt.
Das klingt nach zu viel Milch oder einem starken MSR. Hast du mal probiert gegen die Schwerkraft zu stillen, d.h. dein Baby liegt bäuchlings auf dir drauf, während du (fast) flach auf dem Rücken liegst? Oder im Hoppe-Reiter-Sitz?Mit drei Wochen etwa fing sie an beim Stillen ständig an- und abzudocken, Probleme mit Bäuerchen zu bekommen, zu spucken (auch Stunden nach der Mahlzeit) und vor allem nach wenigen Minuten an der Brust zu weinen und oft auch zu schreien, als ob sie furchtbare Schmerzen hätte. Dabei zeigt sie immer noch Hunger an und lehnt die Brust ab. Manchmal klappt es, wenn ich die andere Seite anbiete, aber auch dann geht nach wenigen Minuten das gleiche Theater von vorne los.
Wenn du zu viel Milch hast, wäre es auch eine Überlegung für kurze Zeit nur einseitig zu stillen, so dass deine Brust in Ruhe abheilen kann. Was meinst du dazu?Ebenso mit der Flasche. Das ganze dauerte allerdings schon zwei Wochen, als wir Flasche und Schnuller eingeführt hatten. Nachts ist es auch besser und da beschwert sie sich nur bei Bauchweh. Die ersten zwei Wochen stillte sie pro Seite ca. eine halbe Stunde, jetzt maximal zwanzig Minuten, wenn die Brust leer ist. Ansonsten zieht sich das Drama über mehrere Stunden, bis sie völlig erschöpft etwas schläft und dann vor Hunger aufwacht und das Ganze beginnt von vorn. Sie nimmt aber weiterhin gut zu, also hat sie wohl genug Milch. Ich habe jetzt nach langer Recherche herausgefunden, dass es an zu viel Milch liegen kann und tatsächlich lässt Töchterlein rechts immer viel Milch rauslaufen, verschluckt sich oft, trinkt sehr hastig, schluckt laut und weint dabei. Auf der linken Seite ist es etwas besser, aber auch da kommt es oft vor, weil ich diese Seite aufgrund der Schmerzen nur etwa drei Mal täglich anbiete.
Eine Möglichkeit ist z.B. wirklich für einige Tage einseitig zu stillen oder z.B. nur alle 6 h die verletzte Seite anbieten und sonst nur die gute. Das allerallerwichtigste beim Blockstillen ist aber das konsequente leichte Kühlen der anderen Seite. Machst du das schon?Das Abpumpen habe ich mittlerweile wieder gelassen, weil auch das nicht zur Heilung geführt hat. Dafür habe ich auf der anderen Seite jetzt noch viel mehr Milch. Die rechte Brust ist viel größer und läuft nachts auch öfter mal aus. Ich habe jetzt überlegt Blockstillen zu machen, allerdings schaffe ich es nicht, die kaputte Seite so oft anzubieten, dafür tut es einfach zu weh. Heute hat sie die schon vier Mal bekommen innerhalb von zwei Mal vier Stunden und wird anscheinend nicht richtig satt, denn sie wollte vorhin schon wieder. Da habe ich sie dann aufgrund der Schmerzen abgenommen.
In welcher Bindeweise trägst du? Sind deine Bauch- und Beckenbodenmuskeln wieder gut trainiert? Tragen geht auch in der WohnungIch weiß mir mittlerweile echt keinen Rat mehr und das ständig weinende Kind zusammen mit dem täglichen Dauerstillen/schreien gehen der ganzen Familie an die Nieren. Sie tut mir so leid, wie sie sich quält und teilweise heiser schreit. Sie lässt sich auch nur durchs Tragetuch beruhigen, aber auch das kann ich nicht ständig machen, weil ich auf die Dauer Rückenschmerzen bekomme und ja auch nicht den ganzen Tag draußen rumwandern kann.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam viel an eurer Situation verbessern können.Und die nächste Stillmahlzeit kommt bestimmt. Habt ihr irgendwie einen Rat für mich?
Da du ja eh genug Milch hast, füttere keine abgepumpt Milch zu. Der Flaschensauger macht es deinem Baby noch schwerer, die für deine Brust beste Saugtechnik zu lernen. Abpumpen regt auch immer noch die Milchbildung an, d.h. du solltest nur dann pumpen, wenn dein Baby die Brust nicht weich trinken mag bzw. kann und dann auch nur so viel, dass die Brust gerade nicht mehr spannt.Es bekommt etwa einmal täglich die abgepumpte Milch der linken Seite in einer Avent Flasche (ca. 125ml, die sie oft nicht austrinkt). Die Fütterung per Becher ist fehlgeschlagen (ging ihr wahrscheinlich nicht schnell genug, auf jeden Fall hat sie gebrüllt).
Tagsüber trinkt sie beide Seiten?Wenn wir es schaffen mal ordentlich zu stillen, dann schläft sie danach auch gerne drei Stunden, ansonsten kämpfen wir etwa zwei Stunden und sie schläft eine dreiviertel Stunde, dann das ganze von vorn. Nachts kommt sie aller drei Stunden, stillt für 20min und schläft dann weiter, allerdings bekommt sie da nur eine Seite.
Abhalten ist toll. Meine beiden Jungs durften auch frei pinkeln2-3mal Stuhlgang, 6-7 Pipiwindeln? Außerdem wird sie abgehalten.
Die linke Seite ist die verletzte? Hast du Schlupf- oder Hohlwarzen?
Siehe oben. Am Anfang war der Milcheinschuss zu schwach (Baby clusterte drei Tage fast ununterbrochen), sodass ich in den ersten Tagen nach Milcheinschuss die Kalorienmenge erhöht habe und zwei Tage Bockshornklee genommen habe. Ansonsten Andockprobleme links, extrem unruhiges Baby seit der dritten Woche, jetzt ist sie 7 Wochen alt.
Damit deine Tochter ihre Stilltechnik optimieren kann, empfehle ich dir auf künstliche Sauger zu verzichten. Meinst du, das könnte klappen?* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Den Schnuller haben wir in unserer Not nach einer Woche des Schreiens eingeführt, weil sie weder meine Brust noch den Finger zur Beruhigung wollte. Allerdings nimmt sie ihn nur selten und dann auch kurz. Fläschen kennt sie durch den Riss nun auch, aber auch das später.
HI hat keinen Einfluss (außer dem Nachteil, dass du nicht so viel Schokolade und Nüsse, wie andere Stillmamas dies gerne tun, essen kannst). Ist sie spontan geboren?Ich habe eine Histaminintoleranz. Ansonsten war Töchterlein trotz pünktlicher Ankunft noch "unreif" laut Aussage von Ärztin und Hebamme.
Wir können bestimmt viel verbessern, da bin ich ganz sicher.
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)
Kruschelkiste Bewertungen
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)
Kruschelkiste Bewertungen
-
Sternenstaub1
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 68
- Registriert: 07.04.2015, 19:32
Re: Zu viel Milch, Riss, Vasospasmen
Vielen Dank für deine Antwort!
Danke vielmals für deine Mühe!
Also ist der Plan jetzt so lange nur rechts zu stillen, bis links geheilt ist. Links wird nur entlastet, wenn notwendig. Sollte ich links dann kühlen? Danach wird im Block gestillt, um die Milchmenge zu reduzieren. Wie finde ich das die richtigen Abstände?
Derzeit 400mg Magnesium. Von mehr bekomme ich Durchfall. Die B-Vitamine stecken in "Nausema", weil das das einzige Komplexmittel ist, was ich auf die Schnelle gefunden habe, ohne Folsäure, die ich wegen der HIT nicht vertrage. Calcium nehme ich nur sporadisch, weil ich das alles immer vergesse über den Tag und man es ja nicht zusammen nehmen darf.deidamaus hat geschrieben: Wieviel Magnesium nimmst du denn? Nimmst du das Vitamin B6 einzeln oder in einem Vitamin-B-Komplex? Nimmst du auch Calcium? Schau mal in den Link Vasospasmus
Das mache ich, zB mit Wolle-Seide-Stilleinlagen und Körnerkissen bei akutem Krampf.deidamaus hat geschrieben: Wichtig ist auf jeden Fall die Brustwarzen gut warm zu halten und keiner Zugluft auszusetzen. Durch den Vasospasmus kann die Wunde an deiner Brust schlecht abheilen, da das Gewebe schlechter durchblutet wird.
Der Riss ist auf der von mir aus linken Seite der linken Warze genau an der Kante zwischen Warzenvorhof und Warzenspitze und verläuft von oben nach unten mit etwa zwei Millimetern Breite an der breitesten Stelle und fünf Millimetern Länge. Die Ränder sind unauffällig.deidamaus hat geschrieben: An welcher Stelle ist denn der Riss? Wie sieht die Wunde und die Wundränder aus?
Ja, aber der MSR ist anscheinend nicht so stark, zumindest läuft nix von alleine wenn ich sie nach dem Ansaugen wieder abdocke. Bergaufstillen (versuche ich immer wieder) bringt keine wirkliche Erleichterung für Töchterlein. Sie hat trotzdem den Mund voller Milch und weint.deidamaus hat geschrieben: Das klingt nach zu viel Milch oder einem starken MSR. Hast du mal probiert gegen die Schwerkraft zu stillen, d.h. dein Baby liegt bäuchlings auf dir drauf, während du (fast) flach auf dem Rücken liegst? Oder im Hoppe-Reiter-Sitz?
Das kann ich mir gut vorstellen. Das Problem war, als ich die Seite gar nicht mehr gegeben hab, haben sich schmerzhafte Knoten gebildet, die ich mit der Pumpe und der Hand nicht raus bekommen habe. Ich hatte Angst vor einem Milchstau. Also hab ich Töchterlein einmal täglich abtrinken lassen. Wie gehe ich damit um, wenn ich nur einseitig stille?deidamaus hat geschrieben: Wenn du zu viel Milch hast, wäre es auch eine Überlegung für kurze Zeit nur einseitig zu stillen, so dass deine Brust in Ruhe abheilen kann. Was meinst du dazu?
Ich habe heute nur die rechte Seite gekühlt, weil die linke nicht so viel Milch hat. Wie wäre es denn richtig? Ich schaffe es auch nicht eine Seite während vier Stunden mit Kühlen so voll zu bekommen, dass es spannt. Das braucht etwa sechs Stunden. Sollte ich die Abstände dann erweitern? Also werde ich die nächsten Tage nur rechts Stillen und aller sechs Stunden links oder kann ich links auch noch weniger geben?deidamaus hat geschrieben: Eine Möglichkeit ist z.B. wirklich für einige Tage einseitig zu stillen oder z.B. nur alle 6 h die verletzte Seite anbieten und sonst nur die gute. Das allerallerwichtigste beim Blockstillen ist aber das konsequente leichte Kühlen der anderen Seite. Machst du das schon?
Derzeit WXT, so wie ihr es hier im Forum empfehlt, also nicht aufgefächert. Morgen sehe ich meine beste Freundin, die Trageberaterin ist, und lasse mir Känguru und einfachen Rucksack zeigen. Mein BB ist wieder ganz gut, allerdings sicher weiter verbesserungsfähig. Die Bauchmuskeln sind unter aller Sau, aber ich komm nicht zum Training, weil Töchterlein quasi immer brüllt.deidamaus hat geschrieben: In welcher Bindeweise trägst du? Sind deine Bauch- und Beckenbodenmuskeln wieder gut trainiert? Tragen geht auch in der Wohnung
OK, wird gemacht. Ich dachte halt, dass ich die Milchmenge in der kaputten Brust mit pumpen aufrecht erhalte, damit Töchterlein genug bekommt. Aber das war bevor ich wusste, dass ich zu viel habe.deidamaus hat geschrieben: Da du ja eh genug Milch hast, füttere keine abgepumpt Milch zu. Der Flaschensauger macht es deinem Baby noch schwerer, die für deine Brust beste Saugtechnik zu lernen. Abpumpen regt auch immer noch die Milchbildung an, d.h. du solltest nur dann pumpen, wenn dein Baby die Brust nicht weich trinken mag bzw. kann und dann auch nur so viel, dass die Brust gerade nicht mehr spannt.
Manchmal. Ich hab durch den Reflux in letzter Zeit häufig nur eine Seite angeboten. Aber durch das Gehampel kann ich nicht einschätzen, ob die Brust jetzt leer ist und sie deshalb nicht mehr ran will oder was anderes und daher in meiner Not die andere Seite angeboten, die sie meist dankbar annimmt. Gibt es da eine Möglichkeit das rauszufinden? Gegen die rechte Seite wehrt sie sich nach ein paar Minuten.deidamaus hat geschrieben: Tagsüber trinkt sie beide Seiten?.
Ja. Flachwarzen.deidamaus hat geschrieben: Die linke Seite ist die verletzte? Hast du Schlupf- oder Hohlwarzen?
Darin sehe ich kein Problem, da sie den Schnuller eh nur sporadisch nimmt.deidamaus hat geschrieben: Damit deine Tochter ihre Stilltechnik optimieren kann, empfehle ich dir auf künstliche Sauger zu verzichten. Meinst du, das könnte klappen?
Die HI bedingt allerdings noch einen erhöhen Bedarf an Magnesium und B12. Hier sollte ich unbedingt gewissenhafter werden. Töchterlein ist spontan in unserer Badewanne geboren.deidamaus hat geschrieben:HI hat keinen Einfluss (außer dem Nachteil, dass du nicht so viel Schokolade und Nüsse, wie andere Stillmamas dies gerne tun, essen kannst). Ist sie spontan geboren?Ich habe eine Histaminintoleranz. Ansonsten war Töchterlein trotz pünktlicher Ankunft noch "unreif" laut Aussage von Ärztin und Hebamme.
Das hoffe ich so sehr. Ich bin nervlich gerade echt am Ende durch das viele Schreien.deidamaus hat geschrieben:Wir können bestimmt viel verbessern, da bin ich ganz sicher.
Also ist der Plan jetzt so lange nur rechts zu stillen, bis links geheilt ist. Links wird nur entlastet, wenn notwendig. Sollte ich links dann kühlen? Danach wird im Block gestillt, um die Milchmenge zu reduzieren. Wie finde ich das die richtigen Abstände?
- deidamaus
- Mod a.D.
- Beiträge: 16206
- Registriert: 20.06.2013, 06:38
- Wohnort: Landkreis Karlsruhe
Re: Zu viel Milch, Riss, Vasospasmen
Es haben sich zweimal täglich 100mg Vitamin B6 bewährt. Gut wäre es auch, wenn Niacin enthalten ist. Vielleicht fragst du mal gezielt in der Apotheke nach, ob es da ein Präparat ohne Folsäure in der entsprechenden Dosierung gibt.Die B-Vitamine stecken in "Nausema", weil das das einzige Komplexmittel ist, was ich auf die Schnelle gefunden habe, ohne Folsäure, die ich wegen der HIT nicht vertrage.
Leg dir doch abends das Calcium, Magnesium und die B-Vitamine schon mal bereit in die Küche, so dass sie dir am nächsten Tag ins Auge fallen.Calcium nehme ich nur sporadisch, weil ich das alles immer vergesse über den Tag und man es ja nicht zusammen nehmen darf.
Super. Du hast hier schon ganz schön viel gelesenDas mache ich, zB mit Wolle-Seide-Stilleinlagen und Körnerkissen bei akutem Krampf.
Dann würde ich dir empfehlen, direkt in den Riss dick Bepanthen oder Lanolin (was aber dickflüssiger ist und sich somit schlechter in die Wunde einbringen lässt) aufzutragen. Wichtig bei der Heilung ist, dass die Wundränder nicht zusammenkleben, sondern von innen heraus zusammenwachsen. Außerdem solltest du dein Baby so anlegen, dass der Riss im Mundwinkel liegt.Der Riss ist auf der von mir aus linken Seite der linken Warze genau an der Kante zwischen Warzenvorhof und Warzenspitze und verläuft von oben nach unten mit etwa zwei Millimetern Breite an der breitesten Stelle und fünf Millimetern Länge. Die Ränder sind unauffällig.
Spuckt sie auch?Ja, aber der MSR ist anscheinend nicht so stark, zumindest läuft nix von alleine wenn ich sie nach dem Ansaugen wieder abdocke. Bergaufstillen (versuche ich immer wieder) bringt keine wirkliche Erleichterung für Töchterlein. Sie hat trotzdem den Mund voller Milch und weint.
Das kannst du natürlich auch machen. Stille sie solange mit der gesunden Seite, wie es auf der schmerzhaften Seite okay ist. Wenn du eine Entlastung brauchst, leg sie dort an. So kann die schmerzhafte Seite schneller abheilen. Achte dabei darauf, dass die Wunde nicht zuklebt, sondern immer Salbe im Riss ist, damit sie beim Stillen nicht aufreißen kann.Das kann ich mir gut vorstellen. Das Problem war, als ich die Seite gar nicht mehr gegeben hab, haben sich schmerzhafte Knoten gebildet, die ich mit der Pumpe und der Hand nicht raus bekommen habe. Ich hatte Angst vor einem Milchstau. Also hab ich Töchterlein einmal täglich abtrinken lassen. Wie gehe ich damit um, wenn ich nur einseitig stille?
Wenn man Blockstillen macht, kühlt man immer die Seite, die gerade nicht mit Stillen dran ist. Wenn die verletzte (linke) Seite kein Problem mit dem seltenen Stillen hat, dann brauchst du nicht kühlen. Die rechte Seite kannst du dann kühlen, wenn du die linke Seite gestillt hast.Ich habe heute nur die rechte Seite gekühlt, weil die linke nicht so viel Milch hat.
Kühlen reduziert die Milchbildung. Deswegen dann kühlen, wenn es spannt und zwar die Seite, die gerade nicht mit Stillen dran ist.Wie wäre es denn richtig? Ich schaffe es auch nicht eine Seite während vier Stunden mit Kühlen so voll zu bekommen, dass es spannt.
Ich würde es mal mit 6-8 Stunden probieren, d.h. 6-8 h nur rechts stillen und dann einmal links (und in der Seite die linke Seite sanft kühlen (z.B. ein Coldpack in ein Tuch einschlagen und in den BH legen).Das braucht etwa sechs Stunden. Sollte ich die Abstände dann erweitern? Also werde ich die nächsten Tage nur rechts Stillen und aller sechs Stunden links oder kann ich links auch noch weniger geben?
Känguru und einfacher Rucksack sind deutlich rückenschonender. Für vorne tragen ist ein gut gebundenes Känguruh einfach spitze.Derzeit WXT, so wie ihr es hier im Forum empfehlt, also nicht aufgefächert. Morgen sehe ich meine beste Freundin, die Trageberaterin ist, und lasse mir Känguru und einfachen Rucksack zeigen.
Du kannst beim Tragen einfach deinen Bauchmuskeln mit trainieren, indem du die Symphyse Richtung Bauchnabel ziehst, so dass das Becken nach vorne kippt. Das entlastet deinen Rücken.Mein BB ist wieder ganz gut, allerdings sicher weiter verbesserungsfähig. Die Bauchmuskeln sind unter aller Sau, aber ich komm nicht zum Training, weil Töchterlein quasi immer brüllt.
Sobald die Brust abgeheilt ist, kannst du einfach wieder mehr auf der Seite stillen, dann passt sich die Milchproduktion automatisch an.OK, wird gemacht. Ich dachte halt, dass ich die Milchmenge in der kaputten Brust mit pumpen aufrecht erhalte, damit Töchterlein genug bekommt. Aber das war bevor ich wusste, dass ich zu viel habe.
Wenn sie die andere Seite dankbar annimmt, dann wird sie noch mehr Milch brauchen. Dann hilft nur ausprobieren. Versuche es mal mit dem Blockstillen, wenn du aber das Gefühl hast, eine Seite reicht nicht, dann stille ruhig noch die andere Seite.Manchmal. Ich hab durch den Reflux in letzter Zeit häufig nur eine Seite angeboten. Aber durch das Gehampel kann ich nicht einschätzen, ob die Brust jetzt leer ist und sie deshalb nicht mehr ran will oder was anderes und daher in meiner Not die andere Seite angeboten, die sie meist dankbar annimmt.
Dann sollten wir schauen, dass die Wunde auf der linken Seite recht bald wieder abgeheilt ist. In welchen Positionen stillst du denn?Gibt es da eine Möglichkeit das rauszufinden? Gegen die rechte Seite wehrt sie sich nach ein paar Minuten.
D.h. sie sind flach, kommen aber raus, wenn du sie berührst? Oder sind sie nach innen gezogen?Ja. Flachwarzen.deidamaus hat geschrieben: Die linke Seite ist die verletzte? Hast du Schlupf- oder Hohlwarzen?
Sehr gut.Darin sehe ich kein Problem, da sie den Schnuller eh nur sporadisch nimmt.
Das wäre gerade auch in deinem eigenen Interesse zu empfehlen.Die HI bedingt allerdings noch einen erhöhen Bedarf an Magnesium und B12. Hier sollte ich unbedingt gewissenhafter werden.
Das ist ja toll.Töchterlein ist spontan in unserer Badewanne geboren.
Ich gebe mein Bestes.Das hoffe ich so sehr. Ich bin nervlich gerade echt am Ende durch das viele Schreien.deidamaus hat geschrieben:Wir können bestimmt viel verbessern, da bin ich ganz sicher.Danke vielmals für deine Mühe!
Genau. Links kühlen reduziert die Milchbildung auf der Seite, so dass du die Seite länger pausieren kannst. Ich würde 6-8 h rechts stillen und dann einmal links. Wenn dein Baby zwei Seiten braucht, dann ruhig auch beide geben. Dann schauen wir mal, wie sich die Situation entwickelt (Heilung, Verhalten deiner Tochter) und schauen weiter.Also ist der Plan jetzt so lange nur rechts zu stillen, bis links geheilt ist. Links wird nur entlastet, wenn notwendig. Sollte ich links dann kühlen?
Wäre das erstmal so okay?
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)
Kruschelkiste Bewertungen
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)
Kruschelkiste Bewertungen
-
Sternenstaub1
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 68
- Registriert: 07.04.2015, 19:32
Re: Zu viel Milch, Riss, Vasospasmen
Liebe deidamaus, danke für deine Antwort.
Mit Kühlen komme ich links nicht wirklich klar, weil das einen Vasospasmus auslöst, der wiederum wegen des Risses noch mehr weh tut. Aber ich komme auch ohne Kühlen auf acht Stunden. Rechts ist Kühlen kein Problem.
Meinen Beckenboden trainiere ich jetzt und die Känguruhtrage übe ich. Heute ist auch mein 4er Tuch angekommen.
Gestern war sie allerdings mit dem Programm nicht satt zu bekommen, hat total geclustert. Heute wird sie wieder von der Milchmenge erschlagen und schreit beide Brüste an. Es ist echt zum Verzweifeln.
Wird gemacht und B6 muss ich noch besorgen. Zumindest habe ich erstmal die Magnesiummenge erhöht und nehme Calcium.deidamaus hat geschrieben: Leg dir doch abends das Calcium, Magnesium und die B-Vitamine schon mal bereit in die Küche, so dass sie dir am nächsten Tag ins Auge fallen.
Das mache ich jetzt und habe das Gefühl, dass es gaaaanz langsam voran geht.deidamaus hat geschrieben: Dann würde ich dir empfehlen, direkt in den Riss dick Bepanthen oder Lanolin (was aber dickflüssiger ist und sich somit schlechter in die Wunde einbringen lässt) aufzutragen. Wichtig bei der Heilung ist, dass die Wundränder nicht zusammenkleben, sondern von innen heraus zusammenwachsen. Außerdem solltest du dein Baby so anlegen, dass der Riss im Mundwinkel liegt.
Ja, viel. Oft schläft sie ein und muss trotz Bäuerchen nach ein paar Minuten spucken. Selten im Schwall, oft als Schleim. Sie weint dann auch wieder viel.deidamaus hat geschrieben:Spuckt sie auch?Ja, aber der MSR ist anscheinend nicht so stark, zumindest läuft nix von alleine wenn ich sie nach dem Ansaugen wieder abdocke. Bergaufstillen (versuche ich immer wieder) bringt keine wirkliche Erleichterung für Töchterlein. Sie hat trotzdem den Mund voller Milch und weint.
Mit Kühlen komme ich links nicht wirklich klar, weil das einen Vasospasmus auslöst, der wiederum wegen des Risses noch mehr weh tut. Aber ich komme auch ohne Kühlen auf acht Stunden. Rechts ist Kühlen kein Problem.
Meinen Beckenboden trainiere ich jetzt und die Känguruhtrage übe ich. Heute ist auch mein 4er Tuch angekommen.
Ich stille in verschiedenen Positionen. Nachts im Liegen. Tagsüber im Liegen oder im Wiegegriff. Dabei lehne ich mich zurück, damit die Milch etwas bergauf fließt. Die rechte Seite stille ich derzeit meist im Footballgriff, ebenfalls zurück gelehnt. Damit kommt Töchterlein am Besten klar.deidamaus hat geschrieben:Dann sollten wir schauen, dass die Wunde auf der linken Seite recht bald wieder abgeheilt ist. In welchen Positionen stillst du denn?
Flach und kommen etwas raus bei Berührung. Links aber nur sehr wenig, sodass Töchterlein am Anfang mit dem Andocken Probleme hatte.deidamaus hat geschrieben:Die linke Seite ist die verletzte? Hast du Schlupf- oder Hohlwarzen?D.h. sie sind flach, kommen aber raus, wenn du sie berührst? Oder sind sie nach innen gezogen?Ja. Flachwarzen.
Gestern war sie allerdings mit dem Programm nicht satt zu bekommen, hat total geclustert. Heute wird sie wieder von der Milchmenge erschlagen und schreit beide Brüste an. Es ist echt zum Verzweifeln.
- Teazer
- Mod a.D.
- Beiträge: 18114
- Registriert: 14.09.2009, 10:15
Re: Zu viel Milch, Riss, Vasospasmen
Hallo Sternenstaub,
deidamaus kann heute nicht online sein, deshalb springe ich ein.

Das Problem bei sehr langen Intervallen (die meisten fangen mit 3-4h pro Seite an) ist, dass die Milch langsamer fließt. Zu wenig Milch ist es nicht, denn Du stillst ja weiterhin nach Bedarf. Das Clustern ist die Antwort Deines Babys auf die langsam fließende Milch. Und dann hast Du wieder mehr Milch, weil Dein Körper denkt, das Baby bräuchte mehr. Ein Teufelskreis.
Ich persönlich würde kürzere Intervalle wählen und diese konsequent durchhalten. Ich fange mit 4h an. Es gibt dann zwar nicht den sofortigen Mega-Effekt, dafür aber auch nicht so starke "Nebenwirkungen". Nach ein paar Tagen läuft es dann spürbar besser.
Hast Du zu Beginn des Blockstillens Deine Brüste "leer" gepumpt? das ist als Startschuss gut. Manchmal braucht es das zwischendurch noch einmal. Während der ersten Runde die zweite Brust durchgehend kühlen. Nach dem ersten Wechsel ist kühlen nicht mehr notwendig, wenn die Intervalle nicht zu lang sind.
Hilft Dir das weiter?
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
deidamaus kann heute nicht online sein, deshalb springe ich ein.
Ich muss selbst in den ersten Monaten Blockstillen. Ich weiß wie Du Dich fühlst.Gestern war sie allerdings mit dem Programm nicht satt zu bekommen, hat total geclustert. Heute wird sie wieder von der Milchmenge erschlagen und schreit beide Brüste an. Es ist echt zum Verzweifeln.
Das Problem bei sehr langen Intervallen (die meisten fangen mit 3-4h pro Seite an) ist, dass die Milch langsamer fließt. Zu wenig Milch ist es nicht, denn Du stillst ja weiterhin nach Bedarf. Das Clustern ist die Antwort Deines Babys auf die langsam fließende Milch. Und dann hast Du wieder mehr Milch, weil Dein Körper denkt, das Baby bräuchte mehr. Ein Teufelskreis.
Ich persönlich würde kürzere Intervalle wählen und diese konsequent durchhalten. Ich fange mit 4h an. Es gibt dann zwar nicht den sofortigen Mega-Effekt, dafür aber auch nicht so starke "Nebenwirkungen". Nach ein paar Tagen läuft es dann spürbar besser.
Hast Du zu Beginn des Blockstillens Deine Brüste "leer" gepumpt? das ist als Startschuss gut. Manchmal braucht es das zwischendurch noch einmal. Während der ersten Runde die zweite Brust durchgehend kühlen. Nach dem ersten Wechsel ist kühlen nicht mehr notwendig, wenn die Intervalle nicht zu lang sind.
Hilft Dir das weiter?
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
-
Sternenstaub1
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 68
- Registriert: 07.04.2015, 19:32
Re: Zu viel Milch, Riss, Vasospasmen
Liebe Teazer,
ja, das hilft mir grundsätzlich weiter. Allerdings sind die kurzen Abstände gerade wegen des Risses in der linken Brust nicht machbar. Das heißt für mich, dass wir da jetzt so lange durch müssen, bis das doofe Ding geheilt ist...
ja, das hilft mir grundsätzlich weiter. Allerdings sind die kurzen Abstände gerade wegen des Risses in der linken Brust nicht machbar. Das heißt für mich, dass wir da jetzt so lange durch müssen, bis das doofe Ding geheilt ist...
- deidamaus
- Mod a.D.
- Beiträge: 16206
- Registriert: 20.06.2013, 06:38
- Wohnort: Landkreis Karlsruhe
Re: Zu viel Milch, Riss, Vasospasmen
Achte beim Magnesium darauf, dass du keinen Durchfall bekommst.Sternenstaub1 hat geschrieben: Wird gemacht und B6 muss ich noch besorgen. Zumindest habe ich erstmal die Magnesiummenge erhöht und nehme Calcium.
Das wäre ja super. Im Normalfall sollte die Wunde dann zu heilen. Ganz konsequent cremen, dann sollte es bald besser werden.Das mache ich jetzt und habe das Gefühl, dass es gaaaanz langsam voran geht.
Das ist nicht so gut. Spucken allein (auch größere Mengen) ist meist unproblematisch. Wenn das Baby dabei aber offensichtlich Schmerzen hat, kann das auf einen pathologischen Reflex hinweisen. Schau mal hier Reflux bei Stillkindern. Hast du mal deinen Kinderarzt drauf angesprochen?Ja, viel. Oft schläft sie ein und muss trotz Bäuerchen nach ein paar Minuten spucken. Selten im Schwall, oft als Schleim. Sie weint dann auch wieder viel.deidamaus hat geschrieben: Spuckt sie auch?
Okay, dann stille möglichst viel rechts und bei Bedarf links, bis der Riss soweit verheilt ist, dass du fast wieder schmerzfrei stillen kannst.Mit Kühlen komme ich links nicht wirklich klar, weil das einen Vasospasmus auslöst, der wiederum wegen des Risses noch mehr weh tut. Aber ich komme auch ohne Kühlen auf acht Stunden. Rechts ist Kühlen kein Problem.
Was für ein Tuch hast du dir denn gekauft *neugierigfrag*?Meinen Beckenboden trainiere ich jetzt und die Känguruhtrage übe ich. Heute ist auch mein 4er Tuch angekommen.![]()
Dann bleibe dabei, das klingt sehr gut so.Ich stille in verschiedenen Positionen. Nachts im Liegen. Tagsüber im Liegen oder im Wiegegriff. Dabei lehne ich mich zurück, damit die Milch etwas bergauf fließt. Die rechte Seite stille ich derzeit meist im Footballgriff, ebenfalls zurück gelehnt. Damit kommt Töchterlein am Besten klar.deidamaus hat geschrieben:Dann sollten wir schauen, dass die Wunde auf der linken Seite recht bald wieder abgeheilt ist. In welchen Positionen stillst du denn?
Daran wird sie sich sehr wahrscheinlich noch gewöhnen und mit der Dauer der Stillzeit bleiben die Warzen auch oft von alleine etwas aufgerichtet.Flach und kommen etwas raus bei Berührung. Links aber nur sehr wenig, sodass Töchterlein am Anfang mit dem Andocken Probleme hatte.
Probiere es mal mit dem "Leer pumpen" zwischen drin, wie es teazer geschrieben hat.Gestern war sie allerdings mit dem Programm nicht satt zu bekommen, hat total geclustert. Heute wird sie wieder von der Milchmenge erschlagen und schreit beide Brüste an. Es ist echt zum Verzweifeln.
Liebe Grüßr von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)
Kruschelkiste Bewertungen
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)
Kruschelkiste Bewertungen