Ach, ist ja alles schon beantwortet, prima
Getreide kann man der Körper nur verwerten, wenn er es schafft, die Nährstoffpakete zu "knacken". Dazu braucht man Enzyme. Welche im Speichel - gut kauen - und welche im Magen. So schön vorbereitet braucht der Darm sich dann nur noch aus den offenen Päckchen zu bedienen (die geschlossenen Päckchen hingegen kann er nur versuchen durchzuschieben).
Die Enzyme im Magen entwickeln sich zuerst, dann die im Mund (oft parallel mit den Zähnen).
Getreide ist recht schwer verdaulich und braucht viele Schritte bis die Nährstoffe verfügbar sind, darum "knacken" auch wir Erwachsene das fast immer teilweise schonmal vorneweg. Indem wir es mahlen, quellen lassen, kneten, backen, kochen, oder ähnliches. Da waren die Menschen schon immer sehr erfinderisch
Es gab dazu auch mal eine gute Wikipedia-Seite, aber ich finde die grad nicht.
Jedenfalls: "aufschließen" kann man Getreide durch mechanische Prozesse, Hitzeeinwirkung oder auch chemische Prozesse. Babyflocken, die aus gekochtem, gequollenen und gemahlenem Getreide bestehen sind also leichter verdaulich als pure Getreidekörner. Und können deshalb auch früher gegeben werden. So ab dem 10. Monat macht das ernährungstechnisch Sinn, bei manchen Kindern auch schon früher oder erst später, das kann man ja testen.
Viele Grüße!