ich hatte eigentlich gehofft, mal nicht eine Frage zu stellen zum Thema "Hilfe, mein Kind isst so wenig"
Unser Kleiner wird in einer Woche 11 Monate und wiegt schon länger vergleichsweise wenig. Bei der U5 Anfang November hat der KiA das Gewicht zumindest mal kommentiert, da er von der 50% Perzentile auf die 25. Perzentile abgefallen ist (gemessen dort 7500 g, bis dahin hat er nur selten nennenswerte Beikostmengen zu sich genommen). Alles andere i.O. Seit ca. Ende Dezmber wiegen wir ihn immer wieder (mit Personenwaage: ich plus nacktes Baby minus ich) und seither haben wir immer Ergebnisse zwischen 8 und 8,5 kg, können aber seither keinen Trend nach oben ausmachen. Die Messung scheint mir auch recht ungenau, da die Anzeigen der Personenwaage locker mal um 300-500 g schwanken. Dennoch - kein Trend über die nun schon 3 Monate.
Mein Mann kümmert sich werktags um ihn und wird langsam zunehmend besorgt darüber. Er isst einfach wirklich wenig, manchmal auch fast den ganzen Tag nur einzelne Löffel oder Bissen. Der Kleine bekommt sowohl Breie als auch "normales Essen" (beißt ab von belegten Broten, bekommt Obst oder Kartoffeln/Gemüse zum selber essen, mitunter auch babygeeignetes Gebäck, Smoothies gehen auch sehr gut; Wasser wird immer mit angeboten - das Trinken klappt), aber verliert beim Essen schnell die Lust und Geduld. Da er noch nicht sitzen kann, ist er beim Essen bei uns auf dem Schoß, wo wir ihn halten und stützen. 2 Eindrücke bekommen wir:
- Wenn er hungrig ist, ist er total "fahrig", unkonzentriert und abgelenkt und merkt gar nicht, dass er sein Problem mit dem angebotenen Essen lösen kann. Er dreht den Kopf weg, öffnet den Mund nicht, wehrt sich gegen das Sitzen auf dem Schoß. Mitunter haben wir dann mit Tricks versucht, ihn zu ein paar Löffeln oder Bissen zu überzeugen und manchmal fiel dann der Groschen und er haute dann doch plötzlich für seine Verhältnisse einiges rein. Manchmal aber auch nicht.
- Essen und das verbundene am Tisch sitzen ist doof, langweilig und lenkt vor allem von der vieeeel wichtigeren Aufgabe ab, am Boden mit Mama und Papa zu spielen. Entsprechend haben wir ihm Essen auch schon öfter am Boden angeboten, aber auch da war das doof, spielen war einfach zu faszinierend.
Ein oder zwei mal hatten wir ihn trotz der Sitzproblematik im Hochstuhl und dort richtig "matschen lassen", das fand er toll - Spielen und Essen zusammen. Aber das ist ja wegen des Sitzens irgendwie keine Lösung... Auf unserem Schoß klappt es mit Matschen und mit Essen Spielen gar nicht. Viel Essen tut er dann beim Matschen aber auch nicht immer.
Stillen: Ich stille viel abends und in der Nacht, tagsüber nur am Wochenende. Abgepumpte Milch wird rigoros seit etwa Januar verweigert, egal in welcher Form gereicht.
Natürlich schauen wir, Lebensmittel auszusuchen, die er bisher eher mochte und da auch gute Abwechslung anzubieten bzw. am Tisch auch Alternativen, damit es nicht daran hapert, dass er das gerade Angebotene nicht mag.
Ansonsten ist er ein gesundes, munteres und schon immer seeehr aktives Kerlchen, entwickelt sich nach meiner Wahrnehmung normal - ist zwar grobmotorisch ein Spätzünder (z.B. Sitzen; krabbelt auch noch nicht), aber ich denke da noch nicht wirklich "auffällig". Insgesamt wirkt er wenig kräftig (z.B. Körperspannung), das kann er aber gut geerbt haben. Ich war als Kind motorisch auch eher ein Spätentwickler und Kraft war nie mein Steckenpferd. Also fällt mir da nichts wirklich auf, was wir nicht ohnehin erwartet hätten.
Was würdet ihr machen? Die nächste U ist in ca. 6 Wochen. In ca. 4 Wochen wird er in die Kita eingewöhnt und die können auch nicht den ganzen Tag damit verbringen unseren Sohn zum Essen zu animieren.
V.a. merke ich, dass mein Mann bei dem Thema langsam zunehmend "alarmiert" ist und den Kleinen nun konsequent ständig zum Essen animieren will. Ich bin hin und hergerissen, was der beste Weg wäre.
Danke für Eure Meinungen!
PS: Ich komme nicht oft an den PC zum Antworten, ggf. dauern meine Antworten immer ein bisschen.