11kg möchten die ganze Nacht auf mir verbringen..
Moderator: Giraeffchen
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henriettebernsteinkette
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11kg möchten die ganze Nacht auf mir verbringen..
Hallo ihr Lieben,
vor einigen Monaten eröffnete ich diesen Thread http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 8&t=183583. Kurzfassung: Unser Paul musste immer in den Schlaf geschunkelt werden. Immer, bis zu 2 Stunden und so richtig aerobicdance-mäßig.
Dieses Problem konnten wir mit "einfach im Arm festhalten" irgendwann nach einigen lauten und anstrengenden Tagen beheben. Vor 4 Monaten fingen wir an, ihm abends seine Flasche im Bett zu geben und er schlief danach einfach ein, indem er meine oder die Hand seines Papas festhielt. Es war so toll und plötzlich so unkompliziert! Er schlief viel tiefer und fester als zu den Zeiten, in denen wir ihn vorsichtig schlafend ins Bett verfrachten mussten.
Paul wachte 1-2x maximal auf, brauchte allerdings nur kurz eine Hand und schlief dann sofort weiter. Gegen 2 Uhr nachts wollte er allerdings nicht mehr in seinem Bett schlafen und ich zog mit ihm auf eine Matratze in seinem Zimmer, wo wir dann bis morgens weiter schliefen (im Familienbett können wir alle drei nicht schlafen, deswegen war es die beste Lösung). Es war also kein Vergleich mehr zu den Monaten zuvor, es war toll und so einfach und ach, schon alleine dass mein Mann und ich abends wieder Zeit zu zweit hatten, war grandios!
Mittlerweile bin ich allerdings wieder völlig am Ende. Seit 6 Wochen hat Paul eine extreme Mama-Phase. Sobald er müde wird, möchte er ausschließlich zu mir und mein Mann oder die Oma hat keine Chance. Das alleine wäre natürlich nicht schlimm, wenn da nicht noch mehr wäre.
Unser momentaner Ablauf seit 6 Wochen: Gegen 19 Uhr mache ich ihn bettfertig, er trinkt seine Flasche im Bett, steht danach sofort auf und möchte auf den Arm. Wenn ich ihn dann nicht sofort raushole, brüllt er so lange, bis ich ihn auf den Arm nehme. Dann schläft er irgendwann dort nach etlichen Zwick- und Kratzsessions und wachsenden Aggressionen meinerseits ein. Es gibt keine Chance, ihn dann ins Bett zu legen. Er wird SOFORT wieder wach und brüllt fürchterlich. Aber ach, das ist ja auch nicht das Problem: ich kann ihn eigentlich GAR NICHT weglegen, noch nicht einmal auf die Matratze neben mich. Er schläft also die komplette Nacht auf mir. Quer über mir, in meinen Armen, auf meiner Brust oder zwischen meinen Beinen. Er braucht so viel Körperkontakt, dass ich kaum schlafen kann weil ich keine Chance habe, mich irgendwie bequem hinzulegen (Schmerzen am Morgen sind natürlich immer täglicher Begleiter). Und natürlich bin ich dann ab 19.30 Uhr im Bett. Wach.
Bei meinem Mann funktioniert das alles gar nicht, er schreit dann so lange, bis er klatschnass ist (also Paul, obwohl mein Mann ihm in nichts nachsteht) und ich es nicht mehr aushalte und meinen Mann ablöse.
Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich möchte so gerne seine Bedürfnisse befriedigen und ich möchte, dass er sich wohl und sicher und geborgen fühlt. Aber ich möchte einfach nicht mehr um 19.30 Uhr ins Bett gehen und ich wünschte mir auch, ich könne wieder auf einer eigenen Matratze in Positionen schlafen, die ich mir selbst aussuche. Und vor allem würde ich ganz gerne wieder abends Zeit mit meinem Mann verbringen und auch einfach mal wieder neben ihm schlafen, das vermisse ich nämlich sehr.
Mein Mann ist so frustriert, dass er aus Verzweiflung schon mit ferbern droht um einfach wieder ein einigermaßen normales Miteinander leben zu können. Und obwohl ich es nie über mich bringen würde, merke ich, wie ich einfach keine Lösung weiß.
Kann mir bitte jemand sagen, was ich tun kann? Oder was wir tun können, damit er einfach wieder für ein paar Stündchen in seinem Bett oder auf der Matratze schläft? Ich weiß mir nicht mehr zu helfen aber ich merke immer mehr, wie es mich nervt und an mir zehrt weil diese enormen Schlafprobleme immer nach einer guten Phase wieder kommen und zwar fast schlimmer als zuvor.
Ich muss auch noch erwähnen, dass der Mittagsschlaf tagsüber auch schon immer auf mir stattfindet. Also immer in meinen Armen. Als er ein Baby war, wollte er sowieso immer bei mir sein, später hat es sich so angeboten, weil ich den Mittagsschlaf immer mit ihm machen konnte und inzwischen machen wir es so, weil ich ihn nicht ins Bett legen kann, ohne dass er wach wird. Und falls ich es doch einmal schaffe, wacht er nach einer halben Stunde auf und weint und kann danach nicht mehr einschlafen, obwohl er noch müde ist.
Bald kommt er in die Krippe und ich habe so Angst, dass er mittags dort nicht schlafen kann weil ich verpasst habe, ihn mittags einfach immer wieder in sein Bett zu legen.
Hat vielleicht jemand schon so etwas Ähnliches erlebt? Soll ich ihn nach der Flasche einfach dennoch in seinem Bett lassen und immer wieder versuchen, ihn dort zu beruhigen? Soll ich diese Phase durchstehen und hoffen, dass es sich irgendwann wieder von alleine gibt? Soll mein Mann ihn zukünftig ins Bett bringen, wenn auch, mit viel Gebrüll?
Liebe Grüße
Henriette
vor einigen Monaten eröffnete ich diesen Thread http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 8&t=183583. Kurzfassung: Unser Paul musste immer in den Schlaf geschunkelt werden. Immer, bis zu 2 Stunden und so richtig aerobicdance-mäßig.
Dieses Problem konnten wir mit "einfach im Arm festhalten" irgendwann nach einigen lauten und anstrengenden Tagen beheben. Vor 4 Monaten fingen wir an, ihm abends seine Flasche im Bett zu geben und er schlief danach einfach ein, indem er meine oder die Hand seines Papas festhielt. Es war so toll und plötzlich so unkompliziert! Er schlief viel tiefer und fester als zu den Zeiten, in denen wir ihn vorsichtig schlafend ins Bett verfrachten mussten.
Paul wachte 1-2x maximal auf, brauchte allerdings nur kurz eine Hand und schlief dann sofort weiter. Gegen 2 Uhr nachts wollte er allerdings nicht mehr in seinem Bett schlafen und ich zog mit ihm auf eine Matratze in seinem Zimmer, wo wir dann bis morgens weiter schliefen (im Familienbett können wir alle drei nicht schlafen, deswegen war es die beste Lösung). Es war also kein Vergleich mehr zu den Monaten zuvor, es war toll und so einfach und ach, schon alleine dass mein Mann und ich abends wieder Zeit zu zweit hatten, war grandios!
Mittlerweile bin ich allerdings wieder völlig am Ende. Seit 6 Wochen hat Paul eine extreme Mama-Phase. Sobald er müde wird, möchte er ausschließlich zu mir und mein Mann oder die Oma hat keine Chance. Das alleine wäre natürlich nicht schlimm, wenn da nicht noch mehr wäre.
Unser momentaner Ablauf seit 6 Wochen: Gegen 19 Uhr mache ich ihn bettfertig, er trinkt seine Flasche im Bett, steht danach sofort auf und möchte auf den Arm. Wenn ich ihn dann nicht sofort raushole, brüllt er so lange, bis ich ihn auf den Arm nehme. Dann schläft er irgendwann dort nach etlichen Zwick- und Kratzsessions und wachsenden Aggressionen meinerseits ein. Es gibt keine Chance, ihn dann ins Bett zu legen. Er wird SOFORT wieder wach und brüllt fürchterlich. Aber ach, das ist ja auch nicht das Problem: ich kann ihn eigentlich GAR NICHT weglegen, noch nicht einmal auf die Matratze neben mich. Er schläft also die komplette Nacht auf mir. Quer über mir, in meinen Armen, auf meiner Brust oder zwischen meinen Beinen. Er braucht so viel Körperkontakt, dass ich kaum schlafen kann weil ich keine Chance habe, mich irgendwie bequem hinzulegen (Schmerzen am Morgen sind natürlich immer täglicher Begleiter). Und natürlich bin ich dann ab 19.30 Uhr im Bett. Wach.
Bei meinem Mann funktioniert das alles gar nicht, er schreit dann so lange, bis er klatschnass ist (also Paul, obwohl mein Mann ihm in nichts nachsteht) und ich es nicht mehr aushalte und meinen Mann ablöse.
Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich möchte so gerne seine Bedürfnisse befriedigen und ich möchte, dass er sich wohl und sicher und geborgen fühlt. Aber ich möchte einfach nicht mehr um 19.30 Uhr ins Bett gehen und ich wünschte mir auch, ich könne wieder auf einer eigenen Matratze in Positionen schlafen, die ich mir selbst aussuche. Und vor allem würde ich ganz gerne wieder abends Zeit mit meinem Mann verbringen und auch einfach mal wieder neben ihm schlafen, das vermisse ich nämlich sehr.
Mein Mann ist so frustriert, dass er aus Verzweiflung schon mit ferbern droht um einfach wieder ein einigermaßen normales Miteinander leben zu können. Und obwohl ich es nie über mich bringen würde, merke ich, wie ich einfach keine Lösung weiß.
Kann mir bitte jemand sagen, was ich tun kann? Oder was wir tun können, damit er einfach wieder für ein paar Stündchen in seinem Bett oder auf der Matratze schläft? Ich weiß mir nicht mehr zu helfen aber ich merke immer mehr, wie es mich nervt und an mir zehrt weil diese enormen Schlafprobleme immer nach einer guten Phase wieder kommen und zwar fast schlimmer als zuvor.
Ich muss auch noch erwähnen, dass der Mittagsschlaf tagsüber auch schon immer auf mir stattfindet. Also immer in meinen Armen. Als er ein Baby war, wollte er sowieso immer bei mir sein, später hat es sich so angeboten, weil ich den Mittagsschlaf immer mit ihm machen konnte und inzwischen machen wir es so, weil ich ihn nicht ins Bett legen kann, ohne dass er wach wird. Und falls ich es doch einmal schaffe, wacht er nach einer halben Stunde auf und weint und kann danach nicht mehr einschlafen, obwohl er noch müde ist.
Bald kommt er in die Krippe und ich habe so Angst, dass er mittags dort nicht schlafen kann weil ich verpasst habe, ihn mittags einfach immer wieder in sein Bett zu legen.
Hat vielleicht jemand schon so etwas Ähnliches erlebt? Soll ich ihn nach der Flasche einfach dennoch in seinem Bett lassen und immer wieder versuchen, ihn dort zu beruhigen? Soll ich diese Phase durchstehen und hoffen, dass es sich irgendwann wieder von alleine gibt? Soll mein Mann ihn zukünftig ins Bett bringen, wenn auch, mit viel Gebrüll?
Liebe Grüße
Henriette
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henriettebernsteinkette
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- Registriert: 24.05.2014, 20:16
Re: 11kg möchten die ganze Nacht auf mir verbringen..
Huch, ich habe gerade gesehen, dass es schon so einen ähnlichen Thread gibt. Falls dieser hier zu viel ist, bitte einfach löschen.
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Lavinia
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 938
- Registriert: 15.04.2011, 10:43
- Wohnort: Bayern
Re: 11kg möchten die ganze Nacht auf mir verbringen..
Wie alt ist dein Sohn denn? Das klingt wirklich extrem anstrengend. ((()))
Mama von großem Frosch (2007) und kleiner Maus (2009)
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Wichtelmama2012
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 345
- Registriert: 13.08.2012, 15:20
- Wohnort: Saarland (Saar-Pfalz-Kreis)
Re: 11kg möchten die ganze Nacht auf mir verbringen..
War bei uns eine zeitlang genauso und ging dann wieder vorbei. In Moment schlafen allerdings wieder 16kg auf/an mir: er war krank, es ist gerade Vollmond und irgendwas brütet er aus. Will sagen, bei uns ging es durch Aussitzen rum, es hat nämlich nichts geholfen und kommt ab und an für ein Part Tage wieder. Mir hat geholfen es einfach zu akzeptieren, dass hat lange gedauert. Bei der Gelegenheit habe ich mein Schlafdefizit mal ausgeglichen und einige eBooks gelesen. Und mit meinem Mann gemailt
Kein Vergleich zu einem gemeinsamen Abend auf der Couch, aber die hatten wir danach wieder. Wie mein Haushalt in der Zeit aussah, dazu sage ich besser nix.
Der denkende Mensch ändert seine Meinung - Friedrich Nietzsche
Wichtel 5/2012
Wichtel 5/2012
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henriettebernsteinkette
- Herzlich Willkommen
- Beiträge: 15
- Registriert: 24.05.2014, 20:16
Re: 11kg möchten die ganze Nacht auf mir verbringen..
@Lavinia: Mein Sohn ist 16 Monate alt.
@Wichtelmama2012: Danke, ich vermute, das aussitzen das Einzige ist, das bei uns auch hilft
@Wichtelmama2012: Danke, ich vermute, das aussitzen das Einzige ist, das bei uns auch hilft
- Jol
- hat viel zu erzählen
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- Registriert: 21.06.2012, 14:51
- Wohnort: South Bavaria
Re: 11kg möchten die ganze Nacht auf mir verbringen..
Hmmm. Eine umfassende Lösung habe ich nicht, ausser der Gewissheit, dass jede Phase irgendwann vorbei ist.
Aber vielleicht eine Idee. Wie wäre es, wenn ihr zu dritt zusammen bleibt, bis ihr Erwachsenen auch ins Bett gehen wollt. Entweder dein Mann geht mit ins Kinderzimmer oder Euer Sohn bleibt bei Euch... So habt ihr zumindest gemeinsame Zeit.
Und wegen der Krippe brauchst du keine Sorgen zu haben. Die Erzieherinnen sind Profis im Zubettbringen und ausserdem gelten dort sowieso andere Bedingungen (Gruppenzwang). Da machen die Kleinen die u Dinge, die sie daheim niemals tun würden. [emoji3]
Ansonsten lass dich umärmeln und denk an das Müttermantra...
LG Jol
Aber vielleicht eine Idee. Wie wäre es, wenn ihr zu dritt zusammen bleibt, bis ihr Erwachsenen auch ins Bett gehen wollt. Entweder dein Mann geht mit ins Kinderzimmer oder Euer Sohn bleibt bei Euch... So habt ihr zumindest gemeinsame Zeit.
Und wegen der Krippe brauchst du keine Sorgen zu haben. Die Erzieherinnen sind Profis im Zubettbringen und ausserdem gelten dort sowieso andere Bedingungen (Gruppenzwang). Da machen die Kleinen die u Dinge, die sie daheim niemals tun würden. [emoji3]
Ansonsten lass dich umärmeln und denk an das Müttermantra...
LG Jol
Jol
mit Friede (04/00), Freude (3/12) und Wonneproppen (1/15).
mit Friede (04/00), Freude (3/12) und Wonneproppen (1/15).