Masernausbruch in Berlin

Moderator: Marla84

Lösche Benutzer 17612

Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Ganz ehrlich: eine Mutter sollte Verständnis für Ängste anderer Mütter haben. Insbesondere da sie selbst aus der Angst vor Impfungen NICHT impft und damit ihr Umfeld beeinflusst, wäre es eine Unverschämtheit, Dir Panikmache vorzuwerfen.
jali
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von jali »

Das ist glaube ich wirklich einfach eine Frage der persönlichen Einstellung. Aber ich treffe in Berlin gerade mit 5 Monate alten Baby niemand der nicht geimpft ist. Und frage jeden. Kommt bestimmt unentspannt rüber, bin ich aber auch. Wenn es in Franken noch keine Fälle gibt, würde ich dorthin fahren und mir keine großen Sorgen machen.
Und ich würde an deiner Stelle in Berlin wohl zur Zeit mit 9 Monaten impfen.
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MaareMum
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von MaareMum »

Ich habe heute auch einer Mutter abgesagt, die eben in Berlin war und deren eigener Impfstatus und der vom Kind nicht definitiv sicher sind. War mir herzlich egal, ob sie das als Panik sieht. War dann gar nicht so, im Gegenteil. Sie bekam jetzt selber um ihr Kind Angst, weil ihr Kinderarzt ihr nämlich erzählt hat, eine Masernimpfung reicht.

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Selina79
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Selina79 »

Als wir neulich einen Keuchhustenzettel im Kindi hatten und ich meinen MIttleren (geimpft) wieder geschnappt habe und heimgefahren bin, und die drei Tage zu Hause mit ihm verbracht habe bis der kleine Marokkaner seine 3. 5fach Impfung hatte, haben sie auch gelästert über mich ... war mir herzlich egal.
Lavinia
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Lavinia »

Ich würde mit Baby nicht zu Leuten fahren die ungeimpft sind. Auch nicht nach Franken. Denn man weiß ja nie. ..Bei diesem Thema bin ich auch total unentspannt. Was andere drüber denken, ist mir egal. Denn letztlich ist es mein Kind, das den Schaden davon trägt.
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Papillon
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Papillon »

Ich les jetzt schon länger sehr gespannt mit.
Meine Mutter schickt mir immer mal wieder etwas impfkritisches/impfgegnerisches, und so kam es, dass ich einen Artikel auf impfkritik . de gelesen habe, diesen hier. Dann hab ich mir noch einige Kommentare zu Gemüte geführt, unter anderem diesen hier:
"Warum hatte das Kind keinen Nestschutz, hatte die Mutter Masern."
Die Frage müßte meiner Meinung lauten: War die Mutter gegen Masern geimpft?
Denn geimpfte Mütter geben keinen "Nestschutz" an ihre Babys weiter.
Finde ich schon amüsant, wie aus einem "weniger langen" Nestschutz ein "wesentlich schlechterer" Nestschutz und schließlich "kein" Nestschutz wird.

Das ist natürlich "nur" ein Kommentar, von irgendwem. Aber wie hat es letztens jemand treffend und einfach formuliert? Es steht da. Geschriebenes Wort hat eine gewisse Macht und Authorität.

Es ging übrigens um das 1,5 jährige Kind, das an den Masern erkrankt ist und dann gestorben ist. Das Alter erklärt, warum es keinen Nestzschutz hatte.
Und dann habe ich noch gelesen, dass das Kind eine Vorerkrankung hatte. Weiß jemand was darüber?
kaehde hat geschrieben:JaxxDancin, ich habe jetzt mal eine der Aussagen bei Rabe kontrolliert, und seine Aussagen kommen zwar wissenschaftlich seriös rüber, sind aber trotzdem tendenziös gefärbt. Hier der Link zum originalartikel (matyiasik Klose) der die Aussage wesentlich vorsichtiger und umfassender beleuchtend trifft als Rabe.

http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/M/Ma ... cationFile
Die hohen Inzidenzen in diesen Altersgrup- pen sind auf mehrere Faktoren zurück- zuführen: Zum einen erfolgt die Impfung häufig nicht zeitgerecht entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impf- kommission (STIKO) zum Ende des ers- ten Lebensjahres, zum anderen steigt der Anteil der geimpften Mütter in der Ge- samtbevölkerung. Geimpfte Mütter be- sitzen niedrigere Antikörperspiegel und übertragen demzufolge weniger Antikör- per als Nestschutz auf ihre Kinder.
Die Leihimmunität hält deshalb bei Kindern geimpfter Mütter durchschnitt- lich weniger lange an [38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45]. Weitere beeinflussende Fak-
toren für die Höhe der mütterlichen Antikörper bei den Kindern stellen z. B. das Nachlassen des natürlichen Booster- effekts aufgrund eines selteneren Kon- takt mit dem Wildvirus durch steigen- de Impfquoten und das Alter der Mut- ter bei der Geburt, das im Mittel ange- stiegen ist, dar [46]. Trotz der gestiege- nen Impfquoten sind diese jedoch noch nicht ausreichend, einen vollständigen Herdenschutz für die Säuglinge zu eta- blieren. Darüber hinaus kann aufgrund steigender Inzidenzen in der Altersgrup- pe ab 20 Jahre und seroepidemiologi- schen Untersuchungen davon ausgegan- gen werden, dass Frauen im gebärfähi- gen Alter aufgrund versäumter Impfun- gen zunehmend überhaupt keine Im- munität mehr gegen die Masern aufwei- sen [47]. Die Entwicklungen lassen be- fürchten, dass künftig noch mehr Kinder im ersten Lebensjahr an den Masern er- kranken werden, zumal wenn sie durch den Besuch von Gemeinschaftseinrich- tungen vielfachen Kontakten ausgesetzt sind.


Rabe schreibt hierzu:
Dies wäre auch eine mögliche Erklärung dafür, dass in Deutschland in den letzten Jahren mehr SSPE-Fälle als früher beobachtet werden: da als unmittelbare Folge der Masernimpfpolitik zunehmend mehr junge Mütter nicht mehr selbst Masern durchlebten, sondern nurmehr geimpft sind, geben diese an ihre Neugeborenen einen wesentliche schlechteren Nestschutz gegen Masern weiter. Zusätzlich fehlt sowohl den im Kindesalter Erkrankten als auch den Geimpften die natürliche "Auffrischung" ihrer Immunität durch Kontakt mit Wildmasern (Matysiak-Klose 2013). Die daraus resultierende höhere Empfänglichkeit von Säuglingen gegen Masern wäre mithin unmittelbare Folge der Impfstrategie.
Insbesondere die Aussage "wesentlich schlechteren Nestschutz..." Ist so nicht richtig. Nachzulesen in den von matyiasik-Klose zitierten originalartikeln die habe ich jetzt nur im Kopf, aber einige von ihnen schon gelesen, und der Unterschied in den antikörperspiegeln ist nicht groß. Es geht im Unterschied in der Dauer der Immunitätsweitergabe eher um Wochen als um Monate und es gibt eben noch zahlreiche andere Faktoren.

Gerade dieses "wesentlich schlechtere" kommt aber in diskussionenen immer wieder (denn das wäre, würde es stimmen, ja schon ein wichtiger Entscheidungsfaktor!) und ist in der originalliteratur aber eben nicht belegt.

Viele Grüße,
Katja
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tussi
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von tussi »

@jali
gibt es denn ärzte, die mit 9 monaten schon impfen?
lg tussi

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MaareMum
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von MaareMum »

Bei der Süddeutschen stand, dass das Kind eine Vorerkrankung gehabt hat, an der es aber nicht gestorben wäre.
Das Problem ist ja genau, dass Masern das Immunsystem schwächt und man dann an eigentlich harmlosen Sachen schlimm erkranken/sterben kann. Es spielt keine Rolle, was für eine Vorerkrankung dieses Kind hatte.

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Stefania
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Stefania »

tussi hat geschrieben:@jali
gibt es denn ärzte, die mit 9 monaten schon impfen?
ich glaube mein viertes Kind wurde mit gerade 10 monaten geimpft...ich schau gleich mal nach..
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Sakura
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Sakura »

tussi hat geschrieben:@jali
gibt es denn ärzte, die mit 9 monaten schon impfen?
Ja. Meine KiÄ zum Beispiel. Auf meine ausdrückliche bitte hin mit der Begründung, dass mein Baby täglich Kontakt zu ungeimpften Kindern hat. MMR ist ab 9 Monaten zugelassen.


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Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
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