of the topic- generell hier im Forum? Ich hoffe dennoch, dass es unter Gleichgesinnten ein Kontakt entstehen kann.
Unser Kind, gestillt, getragen, Familiengebettet, bald 20 Monate und noch nicht fremdbetreut, lässt sich nachts nur durch mich und von meiner Brust begleiten. Der Papa, obwohl er das Einschlafen mit Lied und Anwesenheit zu 80% der Zeit mit begleitet, hat sie noch nie alleine ins Bett gebracht. Nun ist es so, darauf gehe ich hier nicht näher ein, dass unsere weit über ein Jahrzehntelange Beziehung ausgelaugt und perspektivlos ist und wir uns mittlerweile wohl nur noch als Eltern sehen und alles was ein Paar ausmacht verschwunden ist. Natürlich haben wir es uns schwer gemacht, aber wir werden uns wohl trennen. Mein Augenmerk des posts hier liegt auf den Bedürfnissen meines Kindes. Der Vater ist ebenfalls zu 80% der Zeit zu Hause und betreut schon seit langer Zeit während meiner Arbeitszeiten problemlos und wunderbar. Daran ist unsere Tochter auch gewöhnt. Mittlerweile sind auch 6 Stunden ohne mich möglich, ausser natürlich bei Krankheit etc. Ich war aber noch keine Nacht von ihr getrennt, der Vater schon öfters, was auch nie ein Problem war. Die beiden sind sehr innig, was mich glücklich macht, wollten wie es ja genauso.
Zum einen denke ich, dass vielleicht Trennungen "einfacher" umzusetzen sind, wenn das Kind eh nicht so eng und oft den Vater zu sehen bekommt. Zum anderen denke ich aber, dass das Urvertrauen und die Bindung die wir beide zu ihr, und sie durch uns hat, sie ja stark gemacht hat und es gut ist, dass sie den Papa so oft sieht, ist es dann einfacher, wenn er mit ihr alleine sein wird.
Vielleicht sind hier andere Mütter, die sich um das Alter herum getrennt haben und ähnliche STUT Ansichten vertreten? Die mir Tipps oder ihre Story erzählen können.
Folgende Themen beschäftigen mich natürlich: Familienbett, auf einmal schläft der Vater dann nicht mehr mit uns, kommt aber regelmäßig zum ins Bett bringen und zum Aufwachen / Frühstück. Wie war die Umgewöhnung, wie kann ich es so sanft wie möglich machen?
Wie habt ihr den Übergang, die ersten Monate nach einer gütlichen Trennung gestaltet?
Was habt ihr dem Kind gesagt / gemacht außer dem Standart von dem alle schreiben- "Papa und Mama lieben dich und das wird sich nie ändern. Papa hat jetzt eine Wohnung wo du auch dies und das machen kannst...." so in etwa?!
Unsere Tochter spricht schon ziemlich viel und überhaupt verstehen sie in dem alter ja schon weit aus mehr als man denkt.
Stillen: Wir sind noch nicht so weit abzustillen noch möchte ich das Stillen meiner Tochter begrenzen. Jedenfalls haben wir so viel Investiert, da mag ich jetzt auch noch ein entspannt aus-stillen ermöglichen. Wie geht das mit einer Trennung? Wann haben eure Väter das erste Mal nachts übernommen? Sind sie zu euch in die Wohnung gekommen um mit dem Kind zu sein? Ab wann habt ihr es zum Vater in die neue Wohnung übernachten lassen?
Alles soll ja nach unserem Kind und seinem Tempo entschieden werden. Es ist alles schon schwer genug, natürlich hat man Angst vor dem was kommt...
Danke und viele Grüße!
Trennung mit Kind 20 Monaten, noch stillen / Familienbett
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vvibe
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Sedona
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Re: Trennung mit Kind 20 Monaten, noch stillen / Familienbet
Die Eltern einer Freundin haben sich auch getrennt, als sie um die zwei Jahre alt war. Die Erklärung find ich heute noch super. Es hieß immer, dass Mama und Papa jetzt zwei Wohnungen haben. Also nicht so sehr auf das negative ausgerichtet (Eltern lieben sich nicht mehr, einer zieht aus) sondern auf das postitive (zwei Kinderzimmer, Exklusivzeit mit jedem Elternteil, vllt Sachen die man nur beim Papa machen kann) Sie hat dadurch auch zu Schulzeiten die Trennung nie als Negativ erlebt sondern oft sogar damit angegebrn, dass ihre Eltern ja zwei Wohnungen haben und dass das total cool ist 
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nido56
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Re: Trennung mit Kind 20 Monaten, noch stillen / Familienbet
Ich wuerde auch das Thema Liebe und Paarbeziehung aussen vor lassen. In dem Alter haben die Kleine doch noch gar nicht so genaue Vorstellungen, wie eine Familie auszusehen hat und warum. Das projezieren eher wir auf die Kinder, denke ich. Stell Dir vor, Ihr wuerdet Euch nicht trennen, aber Dein Mann muesste ploetzlich von Berufs wegen laengere Zeit auf Montage oder so. Da wuerde man auch einfach denken, OK, das ist jetzt so, machen wir das beste draus.
Also wuerde ich das genauso machen. Der Papa hat jetzt eine eigene Wohnung. Punkt. Und dann schauen, wie man das Familienleben unter den neuen Bedingungen so schoen wie moeglich gestaltet. Sollte sie nach dem Warum fragen, dann koennt Ihr Euch noch immer ueberlegen, was Ihr antwortet, aber nichts vorausnehmen, woran sie von selbst vielleicht gar nicht denken wuerde (Mama und Papa lieben Dich... etc.). Ich denke, solche Zweifel kommen eher bei etwas aelteren Kindern vor, die schon ein klares Bild davon haben, wie Familie aussehen soll. Und auch da, denke ich, dass die Probleme hauptsaechlich dann auftreten, wenn die Trennung mit viel Streit und schlechter Stimmung verbunden ist. Dann neigen Kinder wohl eher dazu, sich zu fragen, was da nicht in Ordnung ist und warum und was sie damit zu tun haben.
Wegen Stillen und Familienbett sehe ich keine grossen Probleme. Wir sind nicht getrennt, aber mein kleiner Familienbettler kommt von Anfang an recht gut damit klar, wenn einer von uns beruflich unterwegs ist. Und das war auch schon zu Stillzeiten so, obwohl er sich bis heute, wenn ich anwesend bin, von niemand anderem ins Bett bringen laesst. Wenn Mama mal ueber Nacht nicht da war, dann ging er mit Papa schlafen und es gab keine Brust. Das war dann fuer Papa etwas anstrengend, weil er dann den Piraten nachts wieder in den Schlaf tragen musste, aber es war fuer den Kleinen total OK. Nun bin ich maximal dreimal im Jahr ein paar Tage weg. Waere das oefter der Fall gewesen, bin ich sicher, dass Papa und Sohn sich schnell an ein eigenes Ritual gewoehnt haetten.
Also wuerde ich das genauso machen. Der Papa hat jetzt eine eigene Wohnung. Punkt. Und dann schauen, wie man das Familienleben unter den neuen Bedingungen so schoen wie moeglich gestaltet. Sollte sie nach dem Warum fragen, dann koennt Ihr Euch noch immer ueberlegen, was Ihr antwortet, aber nichts vorausnehmen, woran sie von selbst vielleicht gar nicht denken wuerde (Mama und Papa lieben Dich... etc.). Ich denke, solche Zweifel kommen eher bei etwas aelteren Kindern vor, die schon ein klares Bild davon haben, wie Familie aussehen soll. Und auch da, denke ich, dass die Probleme hauptsaechlich dann auftreten, wenn die Trennung mit viel Streit und schlechter Stimmung verbunden ist. Dann neigen Kinder wohl eher dazu, sich zu fragen, was da nicht in Ordnung ist und warum und was sie damit zu tun haben.
Wegen Stillen und Familienbett sehe ich keine grossen Probleme. Wir sind nicht getrennt, aber mein kleiner Familienbettler kommt von Anfang an recht gut damit klar, wenn einer von uns beruflich unterwegs ist. Und das war auch schon zu Stillzeiten so, obwohl er sich bis heute, wenn ich anwesend bin, von niemand anderem ins Bett bringen laesst. Wenn Mama mal ueber Nacht nicht da war, dann ging er mit Papa schlafen und es gab keine Brust. Das war dann fuer Papa etwas anstrengend, weil er dann den Piraten nachts wieder in den Schlaf tragen musste, aber es war fuer den Kleinen total OK. Nun bin ich maximal dreimal im Jahr ein paar Tage weg. Waere das oefter der Fall gewesen, bin ich sicher, dass Papa und Sohn sich schnell an ein eigenes Ritual gewoehnt haetten.
nido mit dem Piraten (01/2012)
- Jamelek
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Re: Trennung mit Kind 20 Monaten, noch stillen / Familienbet
Ich habe mich getrennt, als der Kleine 14 Monate alt war. Allerdings schlief ich schon vorher viele Wochen mit dem Kleinen in einem anderen Raum. Insofern war die Familienbettsituation keine neue. Allerdings bin ich ausgezogen, da war dafür dann die neue Wohnsituation natürlich eine starke Veränderung für den KLeinen
Seit ihr euch denn schon einig, wer auszieht oder sucht ihr euch beide etwas neues? Falls du in der alten Wohnung verbleiben kannst erleichtert das die Umgewöhnung bestimmt. Weil alles alte vertraute bleibt.
Der Zwerg ist jetzt fast 23 Monate, wird auch noch gestillt, besonders zum Einschlafen. Und obwohl hier auch zum Mittagsschlaf einschlafgestillt wird, klappt der Mittagsschlaf auch gut beim Papa. Er will nur immer sofort an die Brust, wenn er wiederkommt.
Über Nacht haben wir noch nicht ausprobiert. Werden es vielleicht in einigen Monaten einmal ausprobieren, aber erzwingen werde ich es nicht oder gar dafür Abstillen.
Wir wohnen auch nur 500 entfernt, das macht das Ausprobieren etwas einfacher. Wenn er weinen sollte, hole ich ihn sofort ab und dann wird halt ein Viertel Jahr später erneut versucht. Letzte Woche musste ich nachts um halb eins meinen Großen vom Bahnhof abholen, da habe ich den Kleinen normal in den Schlaf gestillt, später kam der Vater und hat sich dann zu ihm gelegt, als ich weg bin. Ging auch gut, obwohl er nachts noch sehr oft wach wird und dann auch immer stillen mag.
Bei uns war es so, dass sich der Vater bis zu meinem Auszug eigentlich fast gar nicht ums Kind gekümmert hat. Nie wäre er damals auch nur 5 Minuten mit ihm alleine geblieben, die gesamte Bindung ist also erst nach unserer Trennung entstanden.
Mir ist es auch oft zuviel, er kommt fast jeden Abend vorbei, aber ich sehe halt auch, wie der Kleine sich freut und nach Papa fragt. Insofern möchte ich da auch nichts unterbinden. Zumal ich noch in Elternzeit bin und meine Tage mit den Kindern genießen kann.
Generell finde ich eine Trennung für so kleine Kinder eher leichter. Sie wachsen ja dann mit dieser Situation auf. Mein Großer hat einmal mit ca. 3 Jahren ganz erstaunt gesagt, dass bei seinem besten Freund ja der Papa zu Hause wohnt. Nicht traurig oder so, es war einfach eine erstaunte Feststellung.
Seit ihr euch denn schon einig, wer auszieht oder sucht ihr euch beide etwas neues? Falls du in der alten Wohnung verbleiben kannst erleichtert das die Umgewöhnung bestimmt. Weil alles alte vertraute bleibt.
Der Zwerg ist jetzt fast 23 Monate, wird auch noch gestillt, besonders zum Einschlafen. Und obwohl hier auch zum Mittagsschlaf einschlafgestillt wird, klappt der Mittagsschlaf auch gut beim Papa. Er will nur immer sofort an die Brust, wenn er wiederkommt.
Über Nacht haben wir noch nicht ausprobiert. Werden es vielleicht in einigen Monaten einmal ausprobieren, aber erzwingen werde ich es nicht oder gar dafür Abstillen.
Wir wohnen auch nur 500 entfernt, das macht das Ausprobieren etwas einfacher. Wenn er weinen sollte, hole ich ihn sofort ab und dann wird halt ein Viertel Jahr später erneut versucht. Letzte Woche musste ich nachts um halb eins meinen Großen vom Bahnhof abholen, da habe ich den Kleinen normal in den Schlaf gestillt, später kam der Vater und hat sich dann zu ihm gelegt, als ich weg bin. Ging auch gut, obwohl er nachts noch sehr oft wach wird und dann auch immer stillen mag.
Bei uns war es so, dass sich der Vater bis zu meinem Auszug eigentlich fast gar nicht ums Kind gekümmert hat. Nie wäre er damals auch nur 5 Minuten mit ihm alleine geblieben, die gesamte Bindung ist also erst nach unserer Trennung entstanden.
Mir ist es auch oft zuviel, er kommt fast jeden Abend vorbei, aber ich sehe halt auch, wie der Kleine sich freut und nach Papa fragt. Insofern möchte ich da auch nichts unterbinden. Zumal ich noch in Elternzeit bin und meine Tage mit den Kindern genießen kann.
Generell finde ich eine Trennung für so kleine Kinder eher leichter. Sie wachsen ja dann mit dieser Situation auf. Mein Großer hat einmal mit ca. 3 Jahren ganz erstaunt gesagt, dass bei seinem besten Freund ja der Papa zu Hause wohnt. Nicht traurig oder so, es war einfach eine erstaunte Feststellung.
Jamelek
Alleinerziehend mit 2 wundervollen Jungs 2000 & 2013
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