Uneinigkeit bei der Beikost

Was kommt nach dem Vollstillen?

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soda
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von soda »

Also bei uns lief es anfangs über einen Kompromiss. Ich wollte gerne noch nichts außer Stillen aktiv anbieten, aber als unsere Tochter fünf-und-ein-bisschen-Monate alt war, hat mein Mann es nicht mehr ausgehalten.
Schlimm genug, dass seine Mutter mit ihrem ewigen "der Papi und die Omi müssen doch auch mal Flasche geben dürfen, du böse Schwiegertochter! " nicht bei mir durchgekommen war; füttern sollte unbedingt sein.
Ich habe mich breitschlagen lassen, dem Kind ein wenig Gemüsebrei an die Lippen zu führen. Sie fand (und findet) Möhre sowas von eklig, dass wir das gleich wieder seinlassen konnten :wink:

Das war quasi die Theater-Vorstellung für den Papa (wobei ich das nicht ein zweites Mal so machen würde!).
Ab dann habe ich nur in Reichweite gelegt (Obst und Gemüse) und bei Brei, den ich durchaus angeboten habe, auf ihre Lautäußerungen gewartet. Sie hat sehr früh "nnamnaaaam!" gemacht, was eindeutig zu verstehen war. Wenn sie das Essen wollte, habe ich auch gefüttert. Bzw ihr zum abbeißen oder in den Mund nehmen so hingehalten, dass sie entweder mit dem Mund dran kam, oder alternativ mit ihren Händen meine Hand greifen und zu ihrem Mund hinziehen konnte. Pinzettengriff hat sie so mit ca. 9 Monaten gelernt, aber Heidelbeeren wollte sie vorher halt schon essen :mrgreen: Da akzeptiert auch ein BLW Baby Mamas Hilfe.....

Jemand sagte es doch schon: wenn ihr auf Baby's Signale achtet und diese respektiert, kann nicht viel schiefgehen.
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Wichtelmama2012
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von Wichtelmama2012 »

Nimm doch zu Besuch bei den Schwiegereltern zum Boden schonen einfach ein großes altes Handtuch mit. Das mit der Tischdecke, die das Kind einsaut, gewöhnen sie sich von selber ab ;-)
Der denkende Mensch ändert seine Meinung - Friedrich Nietzsche

Wichtel 5/2012
warmbäuchlein
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von warmbäuchlein »

Ich habe jetzt nicht alles gelesen, muss ich gestehen.

Aber eine Frage:
Wieso musst Du vor Beikosteinführung Dein Vorhaben mit Schwiegereltern und Co absprechen?
Und wieso muss Dein Partner seinen Segen dazu geben? :wink:

Ich habe es damals gemacht, wie es mir richtig erschien und daraus kein großes Thema in irgendeiner Form gemacht.
Ich muss aber dazu sagen, dass ich persönlich kein einziges Buch zum Thema Beikost gelesen habe. Ich denke, diese Art von Literatur ist nichts für mich.
Ich habe gekocht, was saisonal da war und was wir da hatten. Es gab nichts, das Babies nicht essen dürfen (das ist wenig und wohlbekannt, nehme ich an). Alles ohne Salz und Zucker und möglichst abwechslungsreich.

Wenn Du Lust hast, dazu 10 Bücher zu lesen, ist das ja auch ok. Aber Dein Partner braucht sich darum ja darin nicht belesen :wink:

Und wenn Dein Partner mal Dein Baby füttert, kann er ja Brei machen. Ich denke nicht, dass es davon einen Schaden bekommt :wink:


Trinklernbecher ist hier aber auch ein Nogo. Ich bin, wenn ich ehrlich bin, schon stolz, dass mein Sohn schon mit 12 Monaten super selbst aus einem Glas trinken konnte. Vorher mit etwas Hilfe. 8)
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Sakura
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von Sakura »

Wichtelmama2012 hat geschrieben:Nimm doch zu Besuch bei den Schwiegereltern zum Boden schonen einfach ein großes altes Handtuch mit. Das mit der Tischdecke, die das Kind einsaut, gewöhnen sie sich von selber ab ;-)
Meine Mutter besteht auf Tischdecke, ich habe irgendwann freiwillig eine passende Wachstuchdecke führ ihren Tisch gekauft.
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vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

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fragaria
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von fragaria »

Ich dachte bei der Großen: Babys kriegen Brei! Haha. Die wollte mal ganz deutlich nicht gefüttert werden und schon gar nicht mit Brei.
Bei der Kleinen dachte ich: Babys essen einfach am Tisch mit! Haha. Die wollte mal ganz deutlich gefüttert werden. Am liebsten mit Brei.

Fazit: frag einfach dein Kind [emoji4]
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von merkaeserka »

Sakura hat geschrieben:
Wichtelmama2012 hat geschrieben:Nimm doch zu Besuch bei den Schwiegereltern zum Boden schonen einfach ein großes altes Handtuch mit. Das mit der Tischdecke, die das Kind einsaut, gewöhnen sie sich von selber ab ;-)
Meine Mutter besteht auf Tischdecke, ich habe irgendwann freiwillig eine passende Wachstuchdecke führ ihren Tisch gekauft.
Meine Schwiegermutter hat sogar eine durchsichtige abwaschbare Decke für über die Tischdecke gekauft[emoji4]. Und erzählt inzwischen jedem der es hören will ( oder auch nicht) wie toll ihre Enkelin schon isst. Und aus dem Glas trinkt. Vor 3 Monaten war das noch ganz anders.
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von warmbäuchlein »

Bei mir ist es mein Papa, der allen - ob sie es hören wollen, oder nicht - rumerzählt, dass sein Enkel ohne Flasche und Schnuller auskommt.

Laut seinen Erzählungen eines stolzen Opas, ist mein Sohn sowieso das Wunderwuzikind :mrgreen:
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FuFu
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von FuFu »

Spätestens wenn das Kind mit einem knappen Jahr jauchzend den Grünkohl der Schwiegermutter isst, sind alle Querelen vergessen. [emoji6]

Aber im Ernst. Ich finde auch, es sollte derjenige der es hauptsächlich macht auch hauptsächlich schauen, wie es geht. Da ich nach acht Monaten angefangen habe zu arbeiten und mein Mann zu Hause war, gab es bei uns eben mehr Brei als Fingerfood. Und er hat auch eine Trinklernflasche benutzt, weil es für ihn unterwegs praktischer erschien. Da mochte ich ihm nicht reinreden.

Worüber wir uns schon ausgetauscht haben, war insgesamt die Grundtendenz wie kein Zucker, keine Gläschen etc.

Man kann wirklich gut mischen. Vor allem unterwegs ist das extrem praktisch!

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Sakura
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von Sakura »

fragaria hat geschrieben:Ich dachte bei der Großen: Babys kriegen Brei! Haha. Die wollte mal ganz deutlich nicht gefüttert werden und schon gar nicht mit Brei.
Bei der Kleinen dachte ich: Babys essen einfach am Tisch mit! Haha. Die wollte mal ganz deutlich gefüttert werden. Am liebsten mit Brei.

Fazit: frag einfach dein Kind [emoji4]
EXAKT so war es bei uns auch.

Wobei meine Kleine das Füttern dann abgewählt hat und ab ca. 12 Monaten "richtig" mitgegessen wollte. Während die Grosse, die sich als Baby nie hat füttern lassen, sich ab ca. 2 mit Vergnügen hat füttern lassen. Tja.


Mein Handy leistet sich eine eigene Meinung zur Rechtschreibung...
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tryxy
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von tryxy »

Hallo, wow, viele antworten hier :-)
Aber eine Frage:
Wieso musst Du vor Beikosteinführung Dein Vorhaben mit Schwiegereltern und Co absprechen?
Und wieso muss Dein Partner seinen Segen dazu geben? :wink:
nein das muss ich natürlich nicht. mein freund hat das seinen eltern gegenüber nur mal erwähnt.mit meinem freund möchte ich das natürlich absprechen , aber werde mir das hier gelesene zu herzen nehmen und das größtenteils so machen wie ich will. den trinklernbecher wird es nicht geben. die tage gab es mal apfelmus, den "durfte" er füttern (gab mehr gematsche als alles Feste.. , da sie den löffel unbedingt selber halten wollte :-D ).

Er achtet jetzt auch schon selber darauf, ihr fingergerechte stückchen gemüse zu schneiden und erst danach zu salzen.. *süß* :-) Hatte ja ein paar mal mit zugeschaut wie sie "gegessen" hatte,und findet das glaube jetzt ganz toll :-)

wie wir es bei den großeltern machen werden weiss ich trotzdem nicht. :-/ denn wie gesagt bei brei ist das gematsche größer als bei fingerfood. vielleicht sollte ich mal ein bisschen durchprobieren,evtl gibts ja was wo sie nicht so matscht.

:-D
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