Uneinigkeit bei der Beikost

Was kommt nach dem Vollstillen?

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nido56
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von nido56 »

Ich verstehe zwar Deine Grundeinstellung bestens, muss aber ehrlich sagen, dass ich es etwas uebertrieben finde, Essensbesuche bei den Schwiegereltern zu verweigern, weil die kein selbstessendes (und entsprechend rummatschendes) Baby am Esstisch haben wollen. Klar ist die Aussage "bei uns gibt es sowas nicht", wenn sie nichtmal genau wissen, worum es eigentlich geht, ziemlich engstirnig und bloede, aber "dann essen wir eben nicht mehr bei Euch" finde ich als Reaktion auch etwas heftig.

Es gibt doch nicht nur die zwei Alternativen "Baby matscht nach Herzenslust und giesst anschliessend freudig einen halben Liter Waser drueber" und "Baby wird im Liegen mit Fertigbrei zwangsgefuettert". Wenn den Schwiegereltern die Matscherei tatsaechlich sehr zuwider ist, dann kann man ja, wenn man dort zu Besuch ist, durchaus ein bisschen regulierend eingreifen. Bestimmt stellt es sich auch schnell heraus, welche Speisen eher publikumstauglich sind.

Ich verstehe, wenn man z.B. den Grosseltern standhaft verweigert, dem Stillbaby "endlich mal so ein richtig leckeres Milchflaeschchen" zu geben, denn ja, auch eine einzige Mahlzeit Ersatzmilch veraendert die Darmflora. Aber bei der Beikost sehe ich das nicht so eng. Einmal die Woche Moehrenbrei richtet bei einem BLW-Kind bestimmt keinen Schaden an. Ueberhaupt finde ich an dem Konzept ja gerade gut, dass man KEINE Buecher lesen muss. Man beachtet ein paar Grundregeln (wenig Salz etc.) und laesst dann das Kind einfach machen.

Bitte nicht falsch verstehen, ich kritisiere Deine Entscheidung ueberhaupt nicht. Ich denke nur, dass das Thema kein Familiendrama wert ist.
nido mit dem Piraten (01/2012)
Lösche Benutzer 8492

Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von Lösche Benutzer 8492 »

Wie entscheidet ihr denn, wer sich informiert hat?

Im Grunde ist doch "meine Mama hat gesagt, Baby braucht Brei" genauso gut informiert wie "irgendein Link im Internet"? Wenn ich überlege, was alles für ein Mist im Internet zu finden ist, muss man das ja nicht unbedingt glauben? Ebenso Bücher - es gibt doch genug Kochbücher für Brei oder so? Da steht sicher oft genug drin, Baby sollte ab dem 4. Monat Brei essen (ein konkretes Beispiel habe ich jetzt nicht), wie entscheidet ihr dann, welches Buch Recht hat?
Unser Kinderarzt hat auch was von Brei ab dem 4. Monat gesagt - das wäre doch eigentlich DIE Referenz?
tryxy
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von tryxy »

Nido: nein, ein Familiendrama ist das nicht wert, und wie gesagt hab ich auch nichts gegen brei füttern ab und zu. Die aussage dass ich dann eben nicht mehr dort esse, war natürlich nicht ganz ernst gemeint und resultiert eher aus meiner Enttäuschung, dass das Konzept ohne es zu hinterfragen abgelehnt wird. Ich verstehe natürlich, wenn der helle teppich nicht mit tomatensoße bekleckert werden soll ;-). Hätte mir eben nur gewünscht dass man da drüber redet, bin ja wie gesagt zu kompromissen bereit.

der frage von wildmotzi schließeich mich an ..
Großes Mädchen ( 8/14) und Kleiner Junge ( 6/18) und kleines Mädchen (10/21)
tabbsy83
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von tabbsy83 »

Wuhaha, Karottenbrei macht bestimmt auch schöne Flecken auf hellem Teppich! [GRINNING FACE WITH SMILING EYES]

Entschuldigt diesen wenig produktiven Beitrag, aber das kann ich mir gerade nicht verkneifen..
Viele Grüße

von mir :-) und meinem Sohnemann (geb. 09/2013)
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josie81
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von josie81 »

BLW so wie ich es verstehe bedeutet ja nicht, dass kein Brei gefüttert werden darf. Es bedeutet "baby-gesteuertes Abstillen", also Anbieten von babygerechter Beikost zusätzlich zum Stillen nach Bedarf bis das Kind von selber nicht mehr Stillen mag.

Und es gibt auch so Kinder wie meines, die sich unheimlich gerne füttern lassen [emoji6]. Natürlich nur bis sie genug hat. Und auch nach Lust und Laune mal Brei, mal feste Stücke. Und es gibt Kinder die mit Brei nix anfangen können und lieber Fingerfood mögen. Und umgekehrt.

Lasst es auf euch zukommen und seht es nicht so eng. Ihr werdet ja eh sehen was eure Tochter bevorzugt. [emoji5]

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AnnieMerrick
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von AnnieMerrick »

Zur Trinklernflasche: Er soll mal begründen, warum er glaubt, dass die Trinklernflasche entwicklungstechnisch gesehen älter ist als ein Glas (also das Glas als neumodischer Quatsch gilt). Oder sind dir Geschichten aus dem alten Rom bekannt, wo die Leute aus Trinklernbechern getrunken haben, weil das Glas noch nicht erfunden war?[/quote]

dazu habe ich eine frage: mini trikt von anfang an aus dem becher/glas
nun gab mein mann einen becher mit so einer trinktülle. nun kann mini nicht mehr aus becher und glas trinken, sondern nur noch aus dem trinklernding.
habt ihr einen tipp, was ich machen könnte, dass sie wieder "normal" , aber mit verschluckern trinkt
:(
Viele Grüße
AnnieMerrick mit 🐭 2014 und 🐦 2018
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Ich reduziere meine Onlinezeit und antworte unter Umständen erst einige Tage später.
davisalo
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von davisalo »

BlW kann ja evt. auch heißen, dass Dein Baby Brei liebt ... Spiel doch mal das Spiel und nimm eine Möhre als Ganze und ein bisschen Möhre püriert, biete beides an ... und schau mit Deinem Mann gemeinsam was passiert ... Meine Kleine hat sich deutlich dem Brei verweigert!!! Aber es kann auch genau anders rum sein! Jedes Baby ist anders (und isst anders :D )! :D
Bei meinem wäre Brei bei Großeltern nicht gegangen - aus oben genannten Gründen; da wurde nicht nur einmalig der Karottenbrei abgelehnt ...
Liebe Grüße
davisalo mit zwei Mädels: D (2007) und S (2010)
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josie81
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von josie81 »

Ach ja, und zur Trinklernflasche: ausprobieren! Meine Tochter kam damit bestens zurecht ohne dass es sich irgendwie aufs Stillen ausgewirkt hat.

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tania
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von tania »

josie81 hat geschrieben:Ach ja, und zur Trinklernflasche: ausprobieren! Meine Tochter kam damit bestens zurecht ohne dass es sich irgendwie aufs Stillen ausgewirkt hat.

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nein, sorry, NICHT ausprobieren. schoen wenn es klappt, aber wenn nicht? saugverwirrung bei babys von acht, neun monaten kann schnell das ende des stillens sein! wenn das ok ist, dann koennt ihr auch trinkbecher benutzen. (davon unabhaengig sehe ich die vorteile von trinkbechern nicht.)

grundsaetzlich: ich habe zwei kinder, die beide nie brei assen und beide sehr sehr manierlich ohne gematsche alleine gegessen haben. da flog kein essen, da lag oft NICHTS unterm stuhl. BLW ist nicht automatisch rumgematsche.
tania mit sohn *09 und sohn *12
davisalo
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Re: Uneinigkeit bei der Beikost

Beitrag von davisalo »

tania hat geschrieben:
josie81 hat geschrieben:Ach ja, und zur Trinklernflasche: ausprobieren! Meine Tochter kam damit bestens zurecht ohne dass es sich irgendwie aufs Stillen ausgewirkt hat.

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nein, sorry, NICHT ausprobieren. schoen wenn es klappt, aber wenn nicht? saugverwirrung bei babys von acht, neun monaten kann schnell das ende des stillens sein! wenn das ok ist, dann koennt ihr auch trinkbecher benutzen. (davon unabhaengig sehe ich die vorteile von trinkbechern nicht.)

grundsaetzlich: ich habe zwei kinder, die beide nie brei assen und beide sehr sehr manierlich ohne gematsche alleine gegessen haben. da flog kein essen, da lag oft NICHTS unterm stuhl. BLW ist nicht automatisch rumgematsche.
Ja genau! Würde ich beides unterschreiben!
Liebe Grüße
davisalo mit zwei Mädels: D (2007) und S (2010)
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