Ich bin verzweifelt und möchte einseitig stillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Yumi
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Re: Ich bin verzweifelt und möchte einseitig stillen

Beitrag von Yumi »

Hallo,

bei mir geht gerade viel im Kopf herum, deswegen wird der Post eventuell etwas wirr... Entschuldige bitte. Und entschuldige bitte, wenn du vielleicht Sachen öfter schreibst und ich das irgendwie nicht realisiere. Gerade ist alles merkwürdig... :'(

wegen der Waage, besorgt mein Mann gerade eine in der Notfallapo. Leider nicht digital, aber ich denke das geht auch, oder? Was mich noch beschäftigt: Selbst wenn die Zunahme medizinisch stimmt, was hilft es, wenn sie trotzdem vor Hunger weint, einfach, weil sie mehr will aber nichts mehr kommt?

Ich bin gerade wieder kurz vorm Aufgeben. Eben hat sie geweint, obwohl sie lange getrunken hat und vor lauter Verzweiflung, weil ich nicht wusste ob noch vor Hunger oder sonst was, hab ich sie rechts angelegt. Der Schmerz ging sogar, sie hat viel ruhiger getrunken als links, wo sie fast tobte, aber seit dem tut die rechte Brust wieder weh und hat auch wieder gekrampft... Heilungsprozess sozusagen unterbrochen.....
Aber dass sie danach glücklich, also ruhiger, war, macht mich sehr unsicher. Also hatte sie zuvor doch noch Hunger gehabt, obwohl sie eine Stunde lang links gesaugt hatte... Sie hat auch lang keinen Stuhl mehr gehabt (ok, das muss sie theoretisch gar nicht), oder hat Milch gekotzt oder ist ihr aus dem Mundwinkel gelaufen. Das alles war bis vor kurzem normal. Manchmal hat sie einfach den Mund aufgemacht beim Trinken, weil sie mit dem Schlucken nicht nachkam und hat die Milch rauslaufen lassen. Das hab ich jetzt auch schon lange nicht mehr gesehen. Seit heute verliert sie die linke Brust auch ständig. Teilweise hab ich das Gefühl, dass sie eher nur zur Beruhigung nuckelt (nicht richtig zieht), aber nicht satt wird. Sie hatte zwar heute schon einige nasse Windeln, aber ich bin ziemlich sicher, dass sie Hunger hat...

Wenn meine linke Brust normal wäre, würde ich mir gar nicht so viele Gedanken machen, aber im unteren Teil fehlt etwas Drüsengewebe (hab ich das schon mal geschrieben, ich weiß es gar nicht mehr...). Vielleicht reicht die Milch da nie.

Die Sache ist (und ich hoffe wirklich, dass du das nicht falsch verstehst), ich weiß nicht, wie lange ich das alles überhaupt noch aushalte. Ich möchte so gern einfach mein Baby genießen und mich endlich richtig kümmern können. Gerade ist der Umstieg aufs Fläschchen so verführerisch wie nie, obwohl ich das niemals(!) gedacht hätte. Die abgepumpte Mumi von gestern habe ich ihr gerade gegeben, denn ich ertrag es nicht, sie vor Hunger weinen zu sehen (dass es nichts anderes ist, da bin ich gerade sicher).
Ich sitze hier und weine, weil sie das nicht von der Brust bekommen hat, aber ich kann sie nicht weinen lassen... Dabei geht es mir gar nicht unbedingt darum, ob sie jetzt aus der Flasche trinkt (Becher hat nicht funktioniert :( ) oder von der Brust, sondern die Angst, dass sie dann irgendwann nicht mehr an die Brust geht und ich irgendwann keine Milch mehr habe. Das Pulverzeug ist einfach nicht so gut :( :(
Jedenfalls ist sie jetzt glücklich, was mich zwar freut, aber auch gleichzeitig traurig macht. Sie hatte wirklich Hunger (70ml getrunken).
Momentan will ich einfach nur, dass das alles ein Ende hat und wir endlich glücklich sein können.
Und ich frag mich dauernd, ob ich einfach nicht genug aushalte, ob ich sie nicht einfach rechts hätte anlegen sollen und hoffen, dass das alles trotzdem irgendwie heilt und die Zähne zusammenbeißen... Aber dann wäre ich wieder an dem Punkt, dass ich Panik bekomme, wenn sie Hunger bekommt und...
Ich will das Beste für mein Baby, aber ich weiß nicht, ob ich es schaffe ihr das zu geben. Das macht mich fertig.

in meinem Kopf dreht sich gerade alles im Kreis... Sorry für das wirre Geschreibsel
Yumi
hat viel zu erzählen
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Re: Ich bin verzweifelt und möchte einseitig stillen

Beitrag von Yumi »

Ich ärgere mich gerade, dass ich mich so von der Situation verunsichern lasse. Würde ich mit beiden Seiten stillen, würde ich nicht im Traum daran denken, dass es zu wenig sein könnte
Von Anfang an haben wir das einfach total intuitiv gemacht und Elly hat gut zugenommen... Wieso lass ich mich jetzt so verunsichern von der Situation?? (nicht mal von meinem Umfeld. Meine Hebamme und mein Mann gehen davon aus, dass das klappen wird)..

Daten bisher: Heute hatte sie 4120g, 5-8 nasse Windeln (mein Mann ist nicht sicher ob er alle gezählt hat), mindestens 8 mal gestillt, wobei einige Male echt lang waren.
70ml (ca) hat sie Mumi zusätzlich bekommen
Yumi
hat viel zu erzählen
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Re: Ich bin verzweifelt und möchte einseitig stillen

Beitrag von Yumi »

Hast du eigentlich noch Tipps für mich, wie die rechte Seite schneller kapiert, dass sie zu machen soll?
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Teazer
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Re: AW: Ich bin verzweifelt und möchte einseitig stillen

Beitrag von Teazer »

Hallo Yumi!
Yumi hat geschrieben:Und entschuldige bitte, wenn du vielleicht Sachen öfter schreibst und ich das irgendwie nicht realisiere. Gerade ist alles merkwürdig... :'(
Das kann ich gut verstehen.
wegen der Waage, besorgt mein Mann gerade eine in der Notfallapo. Leider nicht digital, aber ich denke das geht auch, oder?
Bei nicht digitalen Waagen, schlagen Bewegungen eher zu Buche. Lass uns sehen, wie praktikabel sie für Euch ist. Eine digitale wäre mir lieber.
Was mich noch beschäftigt: Selbst wenn die Zunahme medizinisch stimmt, was hilft es, wenn sie trotzdem vor Hunger weint, einfach, weil sie mehr will aber nichts mehr kommt?
Natürlich geht es nicht nur um das Gewicht, sondern auch um das Drum herum.
Ich bin gerade wieder kurz vorm Aufgeben. Eben hat sie geweint, obwohl sie lange getrunken hat und vor lauter Verzweiflung, weil ich nicht wusste ob noch vor Hunger oder sonst was, hab ich sie rechts angelegt. (...) Aber dass sie danach glücklich, also ruhiger, war, macht mich sehr unsicher. Also hatte sie zuvor doch noch Hunger gehabt, obwohl sie eine Stunde lang links gesaugt hatte... Sie hat auch lang keinen Stuhl mehr gehabt (ok, das muss sie theoretisch gar nicht), oder hat Milch gekotzt oder ist ihr aus dem Mundwinkel gelaufen. Das alles war bis vor kurzem normal. Manchmal hat sie einfach den Mund aufgemacht beim Trinken, weil sie mit dem Schlucken nicht nachkam und hat die Milch rauslaufen lassen. Das hab ich jetzt auch schon lange nicht mehr gesehen. Seit heute verliert sie die linke Brust auch ständig. Teilweise hab ich das Gefühl, dass sie eher nur zur Beruhigung nuckelt (nicht richtig zieht), aber nicht satt wird. Sie hatte zwar heute schon einige nasse Windeln, aber ich bin ziemlich sicher, dass sie Hunger hat...
Es ist klar, dass das Stillen mit einer Brust einige Tücken haben kann. Dazu gehört auch, dass die Reizleitungen schneller überlasten können, insbesondere jetzt am Anfang, da es neu ist. Das bedeutet nicht unbedingt, dass es zu wenig Milch ist, sondern, dass sie nicht so schnell fließt bzw. etwas auf sich warten lässt.

Es könnte bei Dir Sinn machen einige Stillmahlzeiten bewusst durch Brustkompression zu intensivieren und wenn nach 20-30 min nur noch genuckelt wird mit dem Stillen aufzuhören und eine Pause zu machen. Damit meine ich keine feste Zeitspanne, sondern lediglich, eine Chance für Deinen Körper zu schaffen. Bei Hunger legst Du dann wieder an.
Der Schmerz ging sogar, sie hat viel ruhiger getrunken als links, wo sie fast tobte, aber seit dem tut die rechte Brust wieder weh und hat auch wieder gekrampft... Heilungsprozess sozusagen unterbrochen.....
Nein, definitiv nicht. Mit Stillen heilt eine Brustentzündung i.d.R. besser als nur mit leichtem Entleeren. Von daher ist das Krampfen natürlich unschön, mit dem Heilungsprozess hat das aber nichts zu tun.
Wenn meine linke Brust normal wäre, würde ich mir gar nicht so viele Gedanken machen, aber im unteren Teil fehlt etwas Drüsengewebe (hab ich das schon mal geschrieben, ich weiß es gar nicht mehr...). Vielleicht reicht die Milch da nie.
Nein, diese Info hatte ich nicht. Ob das eine Einfluss auf Deine Milchproduktion hat, weiß ich nicht. Wer hat das wenige Drüsengewebe denn diagnostiziert?
Die Sache ist (und ich hoffe wirklich, dass du das nicht falsch verstehst), ich weiß nicht, wie lange ich das alles überhaupt noch aushalte.
Ich verstehe Dich sehr gut. Ich hatte eine wochenlange Milchstau-Mastitis-Abszess-Geschichte bei meiner Großen. Viele haben mir prophezeit, ich würde abstillen. Und ich hatte auch Tiefs, in denen es mir total mies ging: vor Schmerzen, aus Wut, aus Traurigkeit, ...

Ich sage nicht: "Ich gab's geschafft, dann schaffst Du es auch." Das wäre sehr anmaßend. Ich kann Dir nur berichten, dass mein Kampf sich gelohnt hat und ich nie wieder solche Probleme hatte.

Hör ganz tief in Dich rein. Nur Du weißt, was Du aushalten, was Du stemmen kannst.
Ich möchte so gern einfach mein Baby genießen und mich endlich richtig kümmern können. Gerade ist der Umstieg aufs Fläschchen so verführerisch wie nie, obwohl ich das niemals(!) gedacht hätte. Die abgepumpte Mumi von gestern habe ich ihr gerade gegeben, denn ich ertrag es nicht, sie vor Hunger weinen zu sehen (dass es nichts anderes ist, da bin ich gerade sicher).
Ich sitze hier und weine, weil sie das nicht von der Brust bekommen hat, aber ich kann sie nicht weinen lassen... Dabei geht es mir gar nicht unbedingt darum, ob sie jetzt aus der Flasche trinkt (Becher hat nicht funktioniert :( ) oder von der Brust, sondern die Angst, dass sie dann irgendwann nicht mehr an die Brust geht und ich irgendwann keine Milch mehr habe.
Das ist ein wichtiger Punkt. Wenn Du weiterhin stillen möchtest (egal ob ein- oder beidseitig / voll oder teil), solltest Du stillfreundlich zufüttern. Das braucht zwar etwas Übung, lohnt such aber auf lange Sicht.
Das Pulverzeug ist einfach nicht so gut :( :(
Ja, das ist leider Fakt.
Jedenfalls ist sie jetzt glücklich, was mich zwar freut, aber auch gleichzeitig traurig macht. Sie hatte wirklich Hunger (70ml getrunken).
Wenn Du mit Flasche gefüttert hast, muss das nicht die Menge sein, die sie aus der Brust getrunken hätte. Der Sauger stimuliert den Saugreflexpunkt. Da saugt ein Baby automatisch.
Momentan will ich einfach nur, dass das alles ein Ende hat und wir endlich glücklich sein können.
Und ich frag mich dauernd, ob ich einfach nicht genug aushalte, ob ich sie nicht einfach rechts hätte anlegen sollen und hoffen, dass das alles trotzdem irgendwie heilt und die Zähne zusammenbeißen... Aber dann wäre ich wieder an dem Punkt, dass ich Panik bekomme, wenn sie Hunger bekommt und...
Ich kenne diese Angst nur zu gut, weiß auch noch 5 Jahre danach wie es sich angefühlt hat. ((()))

Mir hat folgende Strategie geholfen: Vor dem Anlegen bewusst durchatmen, eine wohlige Atmosphäre schaffen, in den Stillpausen das Baby ganz bewusst genießen und mir selbst etwas gutes tun.

Mit meinem heutigen Wissen hätte ich Schmerzmittel nach Bedarf und auch gegen das Schmerzgedächtnis genommen. Diese Schmerzen sollte niemand "drogenfrei" aushalten. Tue Dir das bitte nicht an. Da Ibuprofen stillfreundlich und entzündungshemmend ist, wäre das meine erste Wahl.
Ich will das Beste für mein Baby, aber ich weiß nicht, ob ich es schaffe ihr das zu geben. Das macht mich fertig.
Das kann ich absolut nachvollziehen.
Ich ärgere mich gerade, dass ich mich so von der Situation verunsichern lasse. Würde ich mit beiden Seiten stillen, würde ich nicht im Traum daran denken, dass es zu wenig sein könnte
Von Anfang an haben wir das einfach total intuitiv gemacht und Elly hat gut zugenommen... Wieso lass ich mich jetzt so verunsichern von der Situation?? (nicht mal von meinem Umfeld. Meine Hebamme und mein Mann gehen davon aus, dass das klappen wird)..
Weil Du eine tolle, sich sorgende Mama bist.
Daten bisher: Heute hatte sie 4120g, 5-8 nasse Windeln (mein Mann ist nicht sicher ob er alle gezählt hat), mindestens 8 mal gestillt, wobei einige Male echt lang waren.
70ml (ca) hat sie Mumi zusätzlich bekommen
Das klingt alles gut.
Hast du eigentlich noch Tipps für mich, wie die rechte Seite schneller kapiert, dass sie zu machen soll?
Da Du nach wie vor stillst, wird auch Deine rechte Seite stimuliert. Gänzlich "zu" kann sie also nicht sein. Durch Kühlen kannst Du die Produktion dort aber gut eindämmen.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Teazer
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Re: AW: Ich bin verzweifelt und möchte einseitig stillen

Beitrag von Teazer »

Yumi hat geschrieben:Daten bisher: Heute hatte sie 4120g, 5-8 nasse Windeln (mein Mann ist nicht sicher ob er alle gezählt hat), mindestens 8 mal gestillt, wobei einige Male echt lang waren.
70ml (ca) hat sie Mumi zusätzlich bekommen
Bitte erstelle eine Liste mit allen Dir vorliegenden Gewichtsdaten, mindestens die aus dem U-Heft, mit Klardatum und wer gewogen hat (KH, KiA, Hebamme). Füge nach Tagesabschluss die Still-, Zufütter- und Windelmengen hinzu. Bitte macht dafür Strichlisten. Ich brauche korrekte Angaben.

Die Liste sollte so aussehen:

02.04. 3050 g Geburt KH
05.04. 2800 g Entlassung KH
09.04. 2900 g Hebamme
15.04. 3060 g Hebamme
17.04. 3120 g, 11x gestillt, 50 ml MuMi, 5x Pipi, 0x Stuhl


Eine neue Stillmahlzeit ist, wenn die Pause zwischen zweimal stillen länger als das erste Stillen war:
10 min stillen + 5 min Pause + 10 min Stillen = 1x Stillen
10 min Stillen + 15 min Pause + 10 min Stillen = 2x Stillen

Eine Stuhlwindel ist jede mit Stuhl, egal ob mit oder ohne Pipi. Pipiwindeln enthalten ausschließlich Pipi

------------

Ich kann und will Dir Deine Entscheidung nicht abnehmen. Höre immer wieder in Dich hinein und entscheide, was in diesem Moment für Dich stimmig ist. Ich begleite Dich, egal wie Deine Entscheidung ausfällt, nehme Dich virtuell in den Arm ((())) und halte Deine Gefühle und Verwirrtheit gut und auch gerne aus. :)
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Re: Ich bin verzweifelt und möchte einseitig stillen

Beitrag von Yumi »

Hallo

ich versuche mal von oben nach unten durchzugehen...

Mit "den Heilungsprozess unterbrochen" meinte ich nicht die Mastitis, sondern die Brustwarze. Bei der letzten Mastitis hat die wohl etwas zu viel trockene Wärme abbekommen und wurde rissig. Daraus wurde ein ziemlich großer Riss, der bei jedem Stillen neu aufgeplatzt ist und der dabei war zuzuheilen. Die Stillberatung im KH (wo ich wegen der Mastitis hingeschickt wurde) meinte, vllt sei das sogar der Grund für die erneute Entzündung. Dass durch den Riss wieder Keime eingedrungen waren, denn einen Milchstau hatte ich vor der zweiten Mastitis nicht gehabt.
Ich weiß, dass bei korrektem Trinken die BW eigentlich geschont werden sollten. Deswegen bin ich etwas unsicher, ob meine Maus wirklich korrekt trinkt. Allerdings hab ich links absolut keine Probleme mit wunden Brustwarzen. Nur etwas empfindlich ist sie, aber nicht mehr als sonst in meinem Leben. Ich kann mir das zb so erklären, dass Elly beim Ansaugen zu hektisch ist (war sie von Anfang an) und die BW durch den halb geöffneten Mund einsaugt (wenn ich sie abdocke und es neu versuche, wird sie noch hektischer). Der nicht verletzten BW links macht das nichts aus. Es zieht nur ganz kurz und dann ist gut. Aber rechts war der Riss ja vorher schon da und vllt konnte er deswegen nicht gut heilen. Dabei war es aber auch rechts immer so, dass es nach dem Ansaugen besser wurde. Zumindest das eigentliche Trinken scheint sie dann doch richtig zu machen oder?
Eine andere Sache ist, dass ich mir denke, dass sie eine ganz leichte Blockade haben könnte. Sie schaut am liebsten nach rechts. Es ist aber nicht so, dass sie nie nach links schauen würde. Außerdem war das Stillen in Fußballhaltung rechts auch nicht besser, deswegen kann das nicht der alleinige Grund sein oder? Außerdem hab ich immer noch zusätzlich geschaut, dass sie schön parallel liegt. Also geradeaus schaut und nicht den Kopf drehen muss (Zum Ostheo gehts, wenn wir beim KiA waren. Der muss uns einen Zettel dafür schreiben. Zur U2 waren wir wegen der ersten Mastitis nicht...).

Das mit dem Drüsengewebe habe ich selbst getastet. Links habe ich unterhalb von meiner BW einfach nichts. Ich kann natürlich nicht sagen ob es ZU wenig ist. Ich weiß nur, dass es ca. 1/4 bis 1/3 weniger ist als rechts.

Und wenn mir jemand versprechen würde, dass es hier nach vorbei ist mit solchen Geschichten, dann würde ich garantiert durchhalten und auch wieder mit rechts stillen. Aber die Angst, dass das einfach nochmal von vorn anfängt danach ist riesig. Momentan bin ich sehr zwiegespalten...
Nur mit links, doch mit beiden oder schaff ich es überhaupt noch.....

Zu dem Krampfen hab ich noch eine Frage: Es ist unangenehm, aber aushaltbar. Ist es sonst irgendwie beeinträchtigend fürs Stillen? Es passiert fast nur rechts und nur NACH dem Trinken. Da die BW dann weiß wird, wirds wohl ein Vasospasmus sein, aber ist der gefährlich abgesehen davon, dass er unangenehm ist?

Zur Liste habe ich eine Frage: Gerade vom Anfang hab ich nur das Geburtsgewicht, das niedrigste Gewicht und das aktuelle. Das Gewicht, das zwischendurch gewogen wurde, weiß ich zwar noch, allerdings ohne Datum. Nicht so hilfreich oder?
So wie du die Liste gemacht hast, fang ich dann morgen an. Poste ich das dann jeden Tag oder erst nach einer Woche?
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Re: AW: Ich bin verzweifelt und möchte einseitig stillen

Beitrag von Teazer »

Yumi hat geschrieben:Mit "den Heilungsprozess unterbrochen" meinte ich nicht die Mastitis, sondern die Brustwarze. Bei der letzten Mastitis hat die wohl etwas zu viel trockene Wärme abbekommen und wurde rissig. Daraus wurde ein ziemlich großer Riss, der bei jedem Stillen neu aufgeplatzt ist und der dabei war zuzuheilen. Die Stillberatung im KH (wo ich wegen der Mastitis hingeschickt wurde) meinte, vllt sei das sogar der Grund für die erneute Entzündung. Dass durch den Riss wieder Keime eingedrungen waren, denn einen Milchstau hatte ich vor der zweiten Mastitis nicht gehabt.
Das könnte sein. Cremst Du die rechte Brustwarze denn ein? Wenn nein, dann hast Du beim Stillen die trockene Wunde aufgerissen. Deshalb sollten Brustwarzen grundsätzlich feucht abheilen. Das geht z.B. durch regelmäßiges Cremen mit Lanolin. So funktioniert eine Wundheilung ohne Schorfbildung.
Ich weiß, dass bei korrektem Trinken die BW eigentlich geschont werden sollten. Deswegen bin ich etwas unsicher, ob meine Maus wirklich korrekt trinkt. Allerdings hab ich links absolut keine Probleme mit wunden Brustwarzen. Nur etwas empfindlich ist sie, aber nicht mehr als sonst in meinem Leben. Ich kann mir das zb so erklären, dass Elly beim Ansaugen zu hektisch ist (war sie von Anfang an) und die BW durch den halb geöffneten Mund einsaugt (wenn ich sie abdocke und es neu versuche, wird sie noch hektischer). Der nicht verletzten BW links macht das nichts aus. Es zieht nur ganz kurz und dann ist gut. Aber rechts war der Riss ja vorher schon da und vllt konnte er deswegen nicht gut heilen. Dabei war es aber auch rechts immer so, dass es nach dem Ansaugen besser wurde. Zumindest das eigentliche Trinken scheint sie dann doch richtig zu machen oder?
Ja, sauberes Andocken ist wichtig. Wenn Du links jedoch keine Beschwerden hast, macht sie es prinzipiell wohl richtig.
Eine andere Sache ist, dass ich mir denke, dass sie eine ganz leichte Blockade haben könnte. Sie schaut am liebsten nach rechts. Es ist aber nicht so, dass sie nie nach links schauen würde. Außerdem war das Stillen in Fußballhaltung rechts auch nicht besser, deswegen kann das nicht der alleinige Grund sein oder? Außerdem hab ich immer noch zusätzlich geschaut, dass sie schön parallel liegt. Also geradeaus schaut und nicht den Kopf drehen muss (Zum Ostheo gehts, wenn wir beim KiA waren. Der muss uns einen Zettel dafür schreiben. Zur U2 waren wir wegen der ersten Mastitis nicht...).
Das solltest Du klären. Blockaden können die Stilltechnik auch nur einseitig beeinflussen.
Das mit dem Drüsengewebe habe ich selbst getastet. Links habe ich unterhalb von meiner BW einfach nichts. Ich kann natürlich nicht sagen ob es ZU wenig ist. Ich weiß nur, dass es ca. 1/4 bis 1/3 weniger ist als rechts.
Ich kenne Deine Brüste nicht. ;) Kann sein, dass es eine Rolle spielt. Oder auch nicht. Symmetrisch sind Brüste so gut wie nie.
Und wenn mir jemand versprechen würde, dass es hier nach vorbei ist mit solchen Geschichten, dann würde ich garantiert durchhalten und auch wieder mit rechts stillen. Aber die Angst, dass das einfach nochmal von vorn anfängt danach ist riesig. Momentan bin ich sehr zwiegespalten...
Versprechen kann ich nichts. Aber eine Mastitis ist, wenn sie auskuriert ist, bei Dir nicht wahrscheinlicher als bei anderen Frauen.
Zu dem Krampfen hab ich noch eine Frage: Es ist unangenehm, aber aushaltbar. Ist es sonst irgendwie beeinträchtigend fürs Stillen? Es passiert fast nur rechts und nur NACH dem Trinken. Da die BW dann weiß wird, wirds wohl ein Vasospasmus sein, aber ist der gefährlich abgesehen davon, dass er unangenehm ist?
Gefährlich ist er nicht. Durch die mangelnde Blutzufuhr dauern Heilprozesse jedoch länger. Ein guter Grund also, etwas dagegen zu tun. Kennst Du den passenden Text aus der LINKSAMMLUNG STILLWISSEN?
Zur Liste habe ich eine Frage: Gerade vom Anfang hab ich nur das Geburtsgewicht, das niedrigste Gewicht und das aktuelle. Das Gewicht, das zwischendurch gewogen wurde, weiß ich zwar noch, allerdings ohne Datum. Nicht so hilfreich oder?

Kannst Du das Datum eingrenzen?
So wie du die Liste gemacht hast, fang ich dann morgen an. Poste ich das dann jeden Tag oder erst nach einer Woche?
Bitte täglich, damit ich zeitnah auswerten kann.
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Re: Ich bin verzweifelt und möchte einseitig stillen

Beitrag von Angua »

Yumi hat geschrieben:Die Stillberatung im KH (wo ich wegen der Mastitis hingeschickt wurde) meinte, vllt sei das sogar der Grund für die erneute Entzündung. Dass durch den Riss wieder Keime eingedrungen waren, denn einen Milchstau hatte ich vor der zweiten Mastitis nicht gehabt.
Vielleicht war auch einfach noch ein kleiner Rest an Keimen drin, der sich dann wieder vermehrt hat und auf dem eh noch angegriffenen Gewebe schnell fiese Dinge machen konnte. Oder es war ganz anders, man wird es nie wissen...
Yumi hat geschrieben:Ich weiß, dass bei korrektem Trinken die BW eigentlich geschont werden sollten. Deswegen bin ich etwas unsicher, ob meine Maus wirklich korrekt trinkt. Allerdings hab ich links absolut keine Probleme mit wunden Brustwarzen.
Hab ich erwähnt, deine Geschichte klingt meiner sehr ähnlich... meine rechte Brustwarze hat es auch sehr zerlegt während der ersten Tage Milchstau/Mastitis und meine Kleine hat laut aller Stillberater, die draufgeschaut haben, eine ganz vorzügliche Technik.
Yumi hat geschrieben:Aber rechts war der Riss ja vorher schon da und vllt konnte er deswegen nicht gut heilen. Dabei war es aber auch rechts immer so, dass es nach dem Ansaugen besser wurde. Zumindest das eigentliche Trinken scheint sie dann doch richtig zu machen oder?
das klingt für mich sehr logisch
Yumi hat geschrieben:Und wenn mir jemand versprechen würde, dass es hier nach vorbei ist mit solchen Geschichten, dann würde ich garantiert durchhalten und auch wieder mit rechts stillen. Aber die Angst, dass das einfach nochmal von vorn anfängt danach ist riesig. Momentan bin ich sehr zwiegespalten...
Nur mit links, doch mit beiden oder schaff ich es überhaupt noch.....
Versprechen kann dir natürlich niemand was und klar kann dir niemand sagen, was du schaffst. Aber: man schafft mehr als man sich selbst häufig zutraut und die Wahrscheinlichkeit, dass es wiederkommt ist vergleichsweise gering. Milchstau in den ersten 14 Tagen ist angeblich mehr oder weniger typisch, dass irgendwelche Hautkeime oder so dann bei wunder Brustwarze für eine Mastitis sorgen nicht selten. Dass es dann hässlich wurde ist blöd, glaub mir, ich leide mit dir, aber wenn sich dann mal alles eingespielt hat, sowohl mit der Milchproduktion (die dann rechts ja langsam wieder hochfahren würde, wenn du wieder beanspruchst) als auch mit Anlegetechnik etc., die man ja am Anfang einfach noch nicht drauf hat, werden deine Brustwarzen vermutlich nicht mehr wund, Milchstau kommt nicht wieder (oder wenn, dann erkennst du ihn früh und kannst klassisch mit häufig entsprechend anlegen, wärmen und kühlen gegensteuern) und dann kommt auch die Mastitis nicht wieder. Wie gesagt, wenn dann alles sicher ausgeheilt ist. Das kann uns niemand garantieren, aber es ist sehr wahrscheinlich.
Yumi hat geschrieben:Zu dem Krampfen hab ich noch eine Frage: Es ist unangenehm, aber aushaltbar. Ist es sonst irgendwie beeinträchtigend fürs Stillen? Es passiert fast nur rechts und nur NACH dem Trinken. Da die BW dann weiß wird, wirds wohl ein Vasospasmus sein, aber ist der gefährlich abgesehen davon, dass er unangenehm ist?
Hebamme und Ärztin hielten das bei mir immer für das allerkleinste Problem und das Stichwort Magnesium ist kurz gefallen. Gefährlich ist es nicht.

Hab ich schon erwähnt, dass ich (neben wirklich gruseligen Mengen Ibuprofen; auch wegen dem Stichwort Schmerzgedächtnis) mit einem Stillhütchen das Stillen rechts deutlich angenehmer gemacht hab? Angefangen hab ich das, weil meine Brustwarze einfach weiterhin ziemlich zerlegt war und sie den künstlichen Sauger eh schon kannte, nachdem ich mich nicht ausreichend wehren konnte nachts nach ewig langer Geburt und nun schreiendem Kind das aus irgendeinem Grund nicht angedockt hat und die Nachtschwester dann statt ausführlichem Erklären trotz meines Widerspruchs ein Hütchen aufgesetzt hat. Weitergemacht hab ich dann, weil das Gewebe sich voll entzündet ungern hat einsaugen lassen. Aktuell ist es um die Warze so hart, dass es ohne Hütchen nicht mehr ginge. Beim Milcheinschuss-Fußball war sie noch bereit und fähig, grade geht es anscheinend nicht. Da sie links immer ohne Hütchen getrunken hat, hat sie das zumindest nicht verlernt. Ob das bei dir ähnlich unproblematisch ablaufen würde kann ich dir natürlich nicht sagen, aber es reduziert den Schmerz wirklich sehr.

Ich wünsche dir viel Erfolg und Kraft weiterhin!
Die Große 11/2014
Der Kleine 12/2017

Herzliche Einladung zum Nähwochenende bei Stuttgart!
Yumi
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Re: Ich bin verzweifelt und möchte einseitig stillen

Beitrag von Yumi »

Guten Abend

Ja ich creme mit Lanolin. Allerdings trocknet das ziemlich schnell, erst recht wenn ich zum Milch aufsaugen nachts ne Mullwindel drauflege...
Apropos nachts: Kälte begünstigt so einen Mist ja auch, oder? Aber wie mache ich das nachts am Besten? Ich ertrage momentan kein Tshirt oder so auf der rechten BW. Zur Zeit schlafen wir alle im Wohnzimmer, wo der Holzofen steht (25-27 Grad) und ich bin oben ohne, aber das ist ja kein Dauerzustand. Das Schlafzimmer hat 18 Grad etwa und da ist mir dann etwas kühl... Ein BH nachts tragen ist aber doch auch keine Lösung, wegen Staugefahr oder? (BH geht besser als Tshirt weil der weniger scheuert)

Hast du einen Tipp, wie sie weniger hektisch ist oder ist das einfach so? Manchmal macht sie brav den Mund auf, aber meistens nicht... Ist halt besonders kacke, wenn ich wirklich heute oder morgen nochmal versuche rechts anzulegen.
Was sie auch macht: kurz loslassen, halb abdocken und wieder ansaugen. Das ist fast noch fieser.

Und wenn die (nur eventuell vorhandene) Blockade der Grund ist, müsste es doch im Fußballgriff eigentlich besser sein oder nicht? Bzw nicht bemerkbar, wenn sie doch gerade aus schaut. Oder denke ich gerade was falsch?

Die Daten zu dem Gewicht weiß ich nur grob. Sie hat von 3400 auf 3100 abgenommen und dann innerhalb von drei Tagen auf 3200 zugenommen. Bis sie aber wieder bei 3400 war hat es aber länger gedauert (16 Tage ab Geburt gerechnet). Vermutlich, weil ich lange keinen Appetit hatte. Von Tag 16 bis heute hat sie dann ziemlich linear bis 4100 zugenommen.
Yumi
hat viel zu erzählen
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Re: Ich bin verzweifelt und möchte einseitig stillen

Beitrag von Yumi »

@angua: vielen Dank für deine lieben Worte.
Vor einem Stillhütchen hab ich etwas Angst. Dass sie dann nicht mehr ohne trinkt oder eine saugverwirrung bekommt oder so...
Aber evtl ist es trotzdem ne Lösung...

Und allgemein ist mir noch was eingefallen:

Die Rötung ist immer noch ziemlich doll, auch wenn die Brust sich besser anfühlt. Ist das Antibiotikum schon wieder zu schwach?
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