Ha, genau wegen diesem Thema bin ich vor ein paar Wochen (nur lesend) zum SUT zurückgekommen...
In der Suche hatte ich damals ein oder zwei ältere Themen gefunden, in denen das auch beschrieben war.
Ich stille im Moment mein 3. Baby. Bis auf ein paar Anfangsschwierigkeiten (extrem starker Milcheinschuss, rissige Brustwarzen wegen "nachts mal nicht auf korrektes Anlegen geachtet") war das Stillen bei allen meiner 3 Kinder immer problemlos.
Bis auf eine Sache, die ich bei allen Kindern hatte und die mir jetzt beim dritten Kind (derzeit schon 16 Wochen alt) wieder aufgefallen ist: Das Auslösen des Milchspendereflexes verursacht mir Übelkeit! Kotzsterbenselend wird es mir...
Nach der Geburt die ersten Tage und Wochen immer am schlimmsten, auch wenn ich glaube, bei mir ist es viel weniger stark ausgeprägt als bei der Threadstarterin. Ich kam nämlich immer noch gut klar und habe nie irgendwo um Rat gefragt oder mir nie Hilfe deswegen geholt, nur, wie schon geschrieben, vor ein paar Wochen aus Neugier gegoogelt und hier gesucht.
Ich versuch es, nochmal genauer zu beschreiben:
Je jünger das Kind ist, desto deutlicher spüre ich den einsetzenden Milchspendereflex (starkes Prickeln) und gleichzeitig steigt die Übelkeit wie eine Welle auf. Die ersten Tage mit dem Neugeborenen so stark, dass ich dabei ein paar mal würgen muss. Aber nicht so stark, dass ich Brechen müsste. Lässt der Milchspendereflex nach und die Milch fließt weniger geht es auch wieder mit der Übelkeit, sie wird weniger. Gegen Ende einer längeren Stillmahlzeit spüre ich vielleicht nochmal einen Milchspendereflex, aber eine neue Übelkeit/Brechreiz wird damit nicht mehr ausgelöst. Wenn die Stillmahlzeit vorbei ist und das Kind abgedockt, geht es mir sehr schnell wieder sehr viel besser (geschätzt so 2 Minuten nach dem Abdocken war es wieder OK und die Übelkeit vorbei).
Das hatte bei mir in der Neugeborenenzeit die Auswirkung, dass ich meine eigene Nahrungsaufnahme etwas vernachlässigt habe, und jeweils relativ schnell abgenommen habe, eine Sache, an der ich nichts auszusetzen hatte
Aber jeden Tag, den das Baby älter wird, wird es bei mir besser: den Milchspendereflex spüre ich immer weniger und auch die einsetzende Übelkeit und der Brechreiz schwächen sich eigentlich jeden Tag ab
Jetzt, 16 Wochen nach der Geburt ist es so, dass ich keine Probleme mehr habe und die Übelkeit beim Stillen fast weg ist. Ich kann essen und wenn dann gleichzeitig mein Baby Hunger bekommt, kann ich es anlegen und stillen. Wenn der Milchspendereflex kommt, vergeht mir ein klein wenig der Appetit und ich setz mit Weiteressen halt so für ne Minute aus oder so (einhändig essen ist eh doof

) und die Sache ist vorüber.
Und ich weiß von den beiden größeren Geschwistern, dass auch der kurze Appetitverlust während einer Stillmahlzeit irgendwann vorbei sein wird: die älteste habe ich 2 Jahr und 9 Monate gestillt, die jüngere 18 Monate (sie wollte nicht länger) und wie ich mich erinnere war die Übelkeit beim Stillen in der späteren Stillzeit definitiv vorbei, so dass ich das Thema vergessen hatte, bis es jetzt beim dritten Kind wieder anfing.
Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht hilft weiter und macht vielleicht auch ein bisschen Mut!