Kohlenhydrate - Eiweisse

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

EleanorRigby
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Re: Kohlenhydrate - Eiweisse

Beitrag von EleanorRigby »

Danke, Lotti!

Ellen,
für mich klingt das, was Du schreibst, vernünftig. Allerdings hatte ich in diesem Thread auch gar nicht den Eindruck, dass es um etwas Extremes ging. Für mich persönlich ist er hilfreich, um ein paar Hintergrundinfos zu bekommen, Antworten auf gezielte Fragen und ein paar Hilfen zur Umsetzung. Daraus macht man sich dann anschließend seinen eigenen "Mix", eben unter Berücksichtigung davon, was man über seinen eigenen Körper weiß, und dem gesunden Menschenverstand. Aber genau dieser informierte Austausch (ich weiß darüber im Gegensatz zu Dir wirklich fast nichts), da finde ich das SuT oft unschlagbar.

Ah, sehe gerade, dass noch andere Antworten hinzu gekommen sind...

Liebe Grüße
Eleanor
Liebe Grüße, Eleanor
(Frühjahr 2012 & Frühjahr 2015)
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Nuala
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Re: Kohlenhydrate - Eiweisse

Beitrag von Nuala »

sternschnuppe73 hat geschrieben:komplett unterschreibe.

Ich denke auch dass es beim Essen auch um Genuss gehen sollte. Dann wirkt es eben auch auf anderer Ebene und sättigt.
Während etwas, dass man gar nicht mag, hinunterwürgen, das kann ja nicht sättigen ... Bzw, immer verzichten macht unzufrieden. Da dann vielleicht eher hinterfragen, warum es denn ständig die Tafel Schokolade ist. Manchmal steckt ja auch was anderes dahinter.
Ausgewogenheit und ruhig auch mal das Essen, auf das man Lust hat.

LG sternschnuppe
Ich stimme nur bedingt zu. Unser Geschmacksinn ist längst manipuliert - nicht zu unseren Gunsten.
Man kann ihn umtrainieren. Ich bin sehr zweifelnd wenn es heißt: iss nach Genuss. Denn das machen unterm Strich viele. Und werden krank und dick davon.
Großes Mädel 10/08 & kleines Mädel 04/11
Lösche Benutzer 17612

Re: Kohlenhydrate - Eiweisse

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Klar schreit der Körper: kauf Toffiffee! ( meiner übrigens auch. Und Rocher. Als Haselnussallergikerin). Eben weil es diese Dinge GIBT. Und die Kombi aus Fett und Zucker das Höchste der Gefühle macht (naja fast).
Das ist dann der Part mit dem gesunden Menschenverstand: unser Körper KANN nicht darauf gepolt sein Toffiffee zu wollen, weil es Toffiffee natürlicherweise gar nicht gibt. Wenn man Maschinen braucht um etwas herzustellen, dann darf der Kopf ruhig sagen: " Verarschen kann ich mich selbst, das BRAUCHST Du nicht! Kannst Du gar nicht brauchen." Und da hört das "Essen nach Genuss" auf, wenn man da ständig nachgibt.

Ich denke man fährt ganz gut damit zu schauen was die Menschen (jetzt nicht gerade die arme Nachkriegsgeneration)in der Gegend so gegessen haben, bevor man nen Maschinenpark gebraucht hat um Lebensmittel herzustellen.
Und dass man sich nicht wünscht man hätte Chemie studiert um zu verstehen, was da gerade hinten auf der Lebensmittelpackung steht. Je weniger Dinge da drauf stehen die man nicht kennt (oder die man nur aus Warnungen kennt) desto besser.
Und wenn man dann noch im Hinterkopf behält dass Zucker und Glutamat/Hefextrakt eben etwas hinterlistig sind und uns austricksen wollen , dann hat man doch schon mal ne ganz gute Basis um sich etwas mehr nach dem Genussprinzip zu richten und weniger nach Programmen.
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Nuala
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Re: Kohlenhydrate - Eiweisse

Beitrag von Nuala »

Meiner schreit nicht mehr nach Toffifee. Oder Billig-Süßkram.
Wenn ich nasche, dann Obst, Naturjoghurt, Nüsse und hochwertige Bitterschokolade 85% (Kakao ist ja durchaus gesund, nicht aber Zucker und Fett).
Und diesen Zustand habe ich erst ab Low Carb bzw. Paleo. Irgendwas MUSS also dran sein! Ich war früher Süßigkeiten-Junkie! Hardcore.
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Aschenputtel
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Re: Kohlenhydrate - Eiweisse

Beitrag von Aschenputtel »

Kinsale: Hast Du mein Posting bzgl. der Wissenschaftlichkeit der Milchlos-Seite gelesen??? MEinst DU wirklich, dass es sich dabei um nicht-wissenschaftliche Studien handelt oder bist Du in der MIlchindustrie tätig? :wink:
Liebe Grüße, Aschenputtel, Schnupse (08/07) kleine Schnucke (06/13), zwei Sternchen (08/14 und 01/15) und Strahlemann (05/16)
Meine Babys sind ohne Hilfsmittel geboren, (langzeit)gestillt, (langzeit)familiengebettet, (langzeit)getragen, nicht geimpft, nicht bebreit, unbeschnullert und teilzeitwindelfrei bzw. stoffgewickelt.
Lösche Benutzer 17612

Re: Kohlenhydrate - Eiweisse

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Ich würde einfach wetten, dass Dein gesunder Menschenverstand über das Suchtzentrum gesiegt hat. Quasi ein Zucker-Entzug.
Wenn Du Dir selbst schon sagst etwas sei "Billig-Süßkram" dann empfindest Du diese Nahrung ja schon als abstoßend. Ich bin der Meinung das hat deutlich mehr mit Kopfarbeit zu tun als mit körperlichen Prozessen. Es gibt einige Dinge die mir definitiv nicht mehr SCHMECKEN, seit ich weiß wie sie hergestellt werden.
Das Streben nach der Kombi Fett und Zucker ist uns nämlich angeboren, es gab Zeiten da war das mal der Schlüssel zum Überleben. Selbst die Steinzeitmenschen hätten wahrscheinlich eine Kombi aus Fett und Zucker jederzeit Gemüse und Fleisch vorgezogen, aber sie mussten ja nun mal essen was da ist.
Wie bei allen anderen Substanzen die das Suchtzentrum ansprechen, kann man auch davon einen "Entzug" machen. Die Frage ist nur, ob man das überhaupt möchte/ braucht. Es gibt Gelegenheitsraucher, Gelegenheitstrinker , Gelegenheitskiffer.....und auch Gelegenheitszuckerkonsumenten. Dann wieder gibt es Menschen, die schnell süchtig werden. Ich werde nie verstehen wie man sich regelmäßig große Mengen Süßkram reinziehen kann. Das ist bei mir schnell die Ekelgrenze erreicht (übrigens auch nach 3-4 Toffiffee oder Rocher), darüber hinaus wird mir übel. Dagegen kenne ich Leute die sich binnen einer halben Stunde 2 Tafeln Vollmilchschokolade reinziehen können, ohne sich zu übergeben (ich war dabei und die Person sagte, es gehe ihr prächtig).

Wie gesagt, mir wäre nur das körperliche Risiko zu groß eine Diät zu befolgen, bei der bestimmte Dinge zu einem extrem hohen Anteil gegessen werden. Eben weil die Folgen nicht absehbar sind, und man davon ausgehen muss, dass die Schädliche Wirkung von Substanzen eben dosisabhängig ist.
Noch weiß z.B. niemand, ob es keine epigenetischen Veränderungen der DNA gibt wenn man sich lange Zeit extrem proteinreich ernährt hat, und ob uns das nicht im Alter (oder den Folgegenerationen) zum Verhängnis wird. Nur weil die Inuit damit zurechtkommen heißt das nicht, dass das auch für uns gilt.
Und oft wird die Tatsache vernachlässigt, dass unser Körper sehr anpassungsfähig ist. Und diese Anpassung muss nicht zwingend von Nachteil sein. Es braucht dazu ja noch nicht mal "Evolution" auf genetischer Ebene, auch innerhalb von einer Generation kann sich da ziemlich viel tun (wieder Stichwort Epigenetik).
Auch wenn ich viele Argumente der Erfinder bei bestimmten Diätformen nachvollziehen kann, finde ich dass da wichtige Informationen nach Gusto einfach weggelassen werden, damit das Gesamtbild passt.
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Lotti
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Re: Kohlenhydrate - Eiweisse

Beitrag von Lotti »

Ich möchte hier noch mal kurz eine Lanze für "Paleo" bzw. die "Steinzeiternährung" brechen, weil ich mich da durchaus angesprochen fühle, als würde ich einer wissenschaftlich umstrittenen "Modediät" anhängen. Paleo bedeutet nicht zwingend Low Carb, auch wenn das oft ganz automatisch eintritt. Man kann sich aber durchaus "High Carb" und gleichzeitig Paleo ernähren. Paleo bedeutet lediglich, dass man bestimmte Sachen weglässt, die zu 99 Prozent der Evolution, seit der Mensch die Bäume verlassen hat, nicht verfügbar waren: Getreide, raffinierter Zucker, Pflanzenöl, Milch. [Ich esse übrigens gesäuerte Milchprodukte, weil ich sie gut vertrage.]
Eine bessere Langzeitstudie gibt es nicht. Ich will jetzt gar nicht von den tollen Gebissen der Steinzeizskelette anfangen oder davon dass sie im Schnitt 10 Zentimeter größer waren als die frühen Ackerbauern. Ich möchte einfach nur sagen, dass Paleo keine Mode ist, sondern die ursprüngliche Ernährung des Menschen. [Dafür brauch ich mir auch keine schicken Paleo-Kochbücher zu kaufen] Und der Anteil der Makronährstoffe hat damit erstmal gar nichts zu tun, der variiert durchaus stark, da braucht man bloß heute lebende Jäger und Sammler zu betrachten, die es ja zum Glück immer noch gibt.

Und ich möchte nochmal sagen, dass Low Carb nicht bedeutet muss, dass man "extrem proteinreich" isst. It´s the fat, baby :D
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Re: Kohlenhydrate - Eiweisse

Beitrag von klimaforscherin »

Aschenputtel hat geschrieben:Kinsale: Hast Du mein Posting bzgl. der Wissenschaftlichkeit der Milchlos-Seite gelesen??? MEinst DU wirklich, dass es sich dabei um nicht-wissenschaftliche Studien handelt oder bist Du in der MIlchindustrie tätig? :wink:
Hoppla, jetzt wirds unsachlich.
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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Lösche Benutzer 17612

Re: Kohlenhydrate - Eiweisse

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Weglassen ist ja in der Regel auch kein Problem Lotti. Ich selbst habe Pflanzenöle weitestgehend aus meiner Ernährung gestrichen, weil sie meine Akne verstärken. Allerdings weiß ich auch, dass ich dadurch mit dem relativ hohen Anteil ungesättigter Fette in meiner Ernährung z.B. mein Brustkrebsrisiko nachweislich erhöhe. Und dass mein Mann als passionierter (rotes-)Fleischesser ein hohes Darmkrebsrisiko hat ist auch unschön ( siehe Viren und Amine).
Dass man auf raffinierten Zucker verzichten kann ist auch logisch, und Milch hat zumindest keinen gesundheitlichen Benefit. Weglassen ist garantiert kein Problem.
Davon auszugehen dass sie deshalb aber für alle Menschen schlecht ist, halte ich nicht für angebracht da sich wissenschaftlich in letzter Zeit eben immer mehr rauskristallisiert dass die 99% der Evolution NICHT ausschlaggebend sind, sondern dass wir uns innerhalb sehr kurzer Zeitspannen anpassen können.
Das Gleiche gilt für die Theorie mit dem Getreide, denn im Endeffekt haben z.B. fast alle Pflanzen Abwehrmechanismen gegen Fraßfeinde, die zu Problemen werden könnten. Nur weil man sich im Moment auf Getreide /Lektine und Gluten eingeschossen hat bedeutet das nicht, dass hinter anderen Nahrungsmitteln nicht ähnliche Probleme lauern können. Ich vermute sogar dass es so ist, und dass wir mit einer Verschiebung unserer Ernährungsgewohnheiten da bald neue Übeltäter enttarnen werden.

Im Endeffekt ist es halt ein gewisses Risiko, das man eingeht: man setzt etwas auf's Spiel mit der Möglichkeit, dass eine Ernährungstheorie stimmt und man damit etwas gewinnen kann (z.B. höhere Lebenserwartung), aber man riskiert auch etwas .
Entweder man ist der Mensch dazu , oder man ist wie ich:
ich finde unsere Lebenserwartung momentan eigentlich echt prima, und ich habe sehr gute Chancen alt zu werden und dabei recht lange gesund zu bleiben bei einem weitestgehend gesunden Lebensstil ( nicht rauchen, nicht trinken, Bewegung und der Rest in Maßen). Ich bin kein Mensch der gerne ein Risiko eingeht und entscheide mich für den status quo. Wer nichts wagt, gewinnt aber natürlich auch nichts.
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Nuala
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Re: Kohlenhydrate - Eiweisse

Beitrag von Nuala »

Mein cooles Geschreibsel ist weg.
Aber lest mal das, wenn euch Paleo interessiert: http://blog.paleosophie.de/2015/01/11/d ... -ziel-ist/
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