Am Tag eine Brust, nachts die andere?

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Lösche Benutzer 17905

Am Tag eine Brust, nachts die andere?

Beitrag von Lösche Benutzer 17905 »

Ich bräuchte auch mal einen Rat.

Unser Kleiner ist jetzt 12 Monate alt und wird momentan tagsüber noch zweimal gestillt (jeweils vormittags und nachmittags zum Einschlafen) und dann wieder abends zum Einschlafen und nachts gefühlt alle1,5 bis 2 Stunden (ich schaue nicht auf die Uhr und bin dabei im Halbschlaf). Von sich aus kommt er tagsüber garnicht. Wenn wir mal unterwegs sind schläft er auch problemlos ohne Stillen im Auto, der Trage oder im Buggy.
Wir schlafen im Familienbett. Der Kleine liegt links neben mir im Gitterbett mit einer offenen Seite zu unserem Bett hin und die Große in der Mitte zwischen meinem Mann und mir. Die Große kuschelt sich gerne an/auf meinen Rücken. Dadurch stillen wir nachts eigentlich nur die linke Brust, da ich mich nur schwer so auf die Seite rollen kann, dass er an die rechte Brust kommt, wenn seine Schwester halb auf mir liegt.
Tagsüber biete ich daher eher die rechte Brust an.
Ist diese Aufteilung so ok? Oder ist es für die Milchbildung auf Dauer schlecht und ich sollte versuchen, doch besser immer beide Brüste im Wechsel zu stillen? Beide Brüste bei einer Mahlzeit anzubieten klappt nicht, da er sehr schnell an der Brust einschläft. Gerade nachts habe ich auch das Gefühl, dass es mehr Nuckeln als Trinken ist.
Optisch sieht man mittlerweile auch deutlich, dass links mehr gestillt wird. Die linke Brust ist bestimmt zwei BH Größen größer als die linke. :shock: Links war schon immer leicht größer aber nicht so extrem. Wirklich glücklich bin ich über diesen Unterschied nicht, aber da es sich ja hoffentlich später nach der Stillzeit wieder gibt kann ich damit leben.
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tania
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Re: Am Tag eine Brust, nachts die andere?

Beitrag von tania »

der groessenunterschied gibt sich wieder!

da dein kind nicht mehr sooo viel stillt, kann es gut sein, dass die aufteilung milchtechnisch funktioniert. fuer mich persoenlich waere es aber nichts, weil die koerperliche belastung sehr einseitig ist. tagsueber immer die gleiche brust und nachts immer die andere - wirst du da nicht ganz "schief"? gerade nachts geniesse ich es, wenn ich ihn mal auf die andere seite wuchten kann (ich stille ansonsten beide brueste auch nach einer seite, aber hin und wieder mag ich mich einfach mal umdrehen ;-)).

ich hab irgendwann angefangen, mit etwas abstand zum grossen zu schlafen, sogar mit unterschiedlich hohen matrazen. er auf der niedrigeren, da hat er sich gegen das matrazentreppchen gedrueckt/gekuschelt bzw auf der anderen seite gegen seinen papa. der war sehr froh ueber die naechtliche belagerung.

also: milchbildungstechnisch ist das in ordnung, orthopaedisch eher ungeunstig.
tania mit sohn *09 und sohn *12
Lösche Benutzer 17905

Re: Am Tag eine Brust, nachts die andere?

Beitrag von Lösche Benutzer 17905 »

Danke für Deine Antwort, tania.
Du hast recht, für meinen Rücken und Nacken ist die Situation alles andere als gut, habe da auch zum Teil ziemliche Schmerzen. In letzter Zeit schlafen auch häufig nachts meine Hände bzw. du kompletten Arme ein. Ich denke mal, dass kommt auch von der Wirbelsäule. :oops: Ich muss mir da noch mal Gedanken machen, wie ich das nachts besser lösen kann. Leider liegen wir hier alle sehr beengt, da unser Schlafzimmer sehr klein ist. Ein Doppelbett mit 1,80 m und daneben das Babybett mit 0,6m. Den Kleinen auf die andere Seite legen traue ich mich immer nicht, da dort ja die Große liegt, die nachts gerne um sich tritt.
Dummerweise hat der Kleine auch irgendwie Sensoren dafür wenn ich mich drehe. Egal wie lange er schon friedlich ohne Brust geschlafen hat, sobald ich mich umdrehe ist er wach und erst zufrieden wenn ich mich zurück drehe. Somit liege ich eigentlich die ganze Nacht auf einer Seite. Lange geht das so wirklich nicht mehr weiter.

Aber schön zu wissen, dass es wenigstens meiner Milchbildung nicht schadet. :D
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tania
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Re: Am Tag eine Brust, nachts die andere?

Beitrag von tania »

und wenn du dich mit baby umdrehst? ich mache das, wenn er aufwacht, dann hieve ich ihn rueber (mein "baby" ist ja schon zwei und wiegt 15 kilo ;-)) und stille ihn und schlafe dann halt mal auf der anderen seite ;-) mich NACH dem stillen vom baby WEG zu drehen - also das klappt nur alle jubeljahre ;-)

und wenn die grosse aussen schlaeft? zwischen partner (wenn er da schlaeft..) und wand? ich wuerde ansonsten einfach mal probieren, wie die beiden nebeneinander schlafen. wegen tritte und rollen usw wuerde ich mir keine sorgen mehr machen, dein baby ist ja schon gross. und wenn sie sich gegenseitig wecken, dann ist es halt keine option.
tania mit sohn *09 und sohn *12
Lösche Benutzer 17905

Re: Am Tag eine Brust, nachts die andere?

Beitrag von Lösche Benutzer 17905 »

Mit Baby umdrehen ist schwierig, da mein Mann recht breit ist und meine Tochter und ich uns daher meine teilen. Somit wären wir dann zu dritt auf 90 cm, ich passe ja nicht ins Babybett. Das Bett steht nur mit dem Kopfteil an der Wand, auf beiden Seiten jeweils ein kurzer Gang und dann auf einer Seite Heizung und Fenster auf der anderen der Kleiderschrank.
Mein Mann und ich haben jetzt gestern aber noch einmal hin und her überlegt und entschieden, dass wir das Doppelbett direkt an den Schrank schieben, so dass der Kleine dort nicht rausfallen kann, die Schiebetüren aber gerade noch auf gehen. Dann kommt man zwar nicht mehr an den unteren Teil vom Schrank und nur über das Bett an die Klamotten, aber damit können wir leben. Auf die andere Seite passt dann gerade so noch ein 90er Bett von der gleichen Serie, dort wird mein Mann schlafen. So habe ich mit beiden Kindern das komplette Doppelbett. :lol: Gleich heute nach der Arbeit fährt mein Mann zum Schweden. :mrgreen:

Danke für Deinen Hinweis, dass unsere jetzige Situation orthopädisch unglücklich ist! Nur deshalb sind wir überhaupt auf die Idee gekommen, hier umzubauen. Dabei ging es ja ursprünglich nur ums aufgeteilte Stillen. Danke, danke, danke, mein Rücken wird sich freuen!
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tania
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Re: Am Tag eine Brust, nachts die andere?

Beitrag von tania »

ihr seid ja klasse! familienbett ist fuer mich wirklich grundlegendes beduerfnis, ich mache es gerne und will es nicht anders. aber mit zu wenig platz wird es anstrengend. euer plan klingt hervorragend :D
tania mit sohn *09 und sohn *12
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Re: Am Tag eine Brust, nachts die andere?

Beitrag von DocMotte »

Kannst du dich ein wenig weiter nach links drehen und dann die obere rechte Brust stillen? Ich finde das relativ schwierig, aber manchmal klappt das gut.
Mit Krümel (10/14) und Muck (09/17) in Stoffies im Familienbett.
Donnerkind
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Re: Am Tag eine Brust, nachts die andere?

Beitrag von Donnerkind »

DocMotte hat geschrieben:Kannst du dich ein wenig weiter nach links drehen und dann die obere rechte Brust stillen? Ich finde das relativ schwierig, aber manchmal klappt das gut.
Und ich find das total bequem! :D Mein Stillkind liegt schon ganz lange immer rechts von mir und ich stille mal die eine, mal die andere Seite. Allerdings kann ich mich meistens nach Belieben umdrehen nach dem Stillen. Das Kind immer rüberzuwuchten, wäre nichts für mich: Da müsste ich ja nachts soweit wach werden, dass ich kapiere, wo jetzt gerade das Kind liegt. Als der Zwerg ein paar Wochen alt war und mal links, mal rechts von mir lag, bin ich nachts wachgeworden, weil er meckerte, obwohl ich doch stillte. Des Rätsels Lösung: Ich stillte fleißig die Matratze voll, während das Kind hungrig hinter mir lag. :roll: :lol:
Es grüßt das Donnerkind mit den Mädels 2007 und 2008 sowie dem kleinen Bruder 2013.
DocMotte
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Re: Am Tag eine Brust, nachts die andere?

Beitrag von DocMotte »

:D :D :D
Mit Krümel (10/14) und Muck (09/17) in Stoffies im Familienbett.
Lösche Benutzer 17905

Re: Am Tag eine Brust, nachts die andere?

Beitrag von Lösche Benutzer 17905 »

Donnerkind hat geschrieben:Das Kind immer rüberzuwuchten, wäre nichts für mich: Da müsste ich ja nachts soweit wach werden, dass ich kapiere, wo jetzt gerade das Kind liegt. Als der Zwerg ein paar Wochen alt war und mal links, mal rechts von mir lag, bin ich nachts wachgeworden, weil er meckerte, obwohl ich doch stillte. Des Rätsels Lösung: Ich stillte fleißig die Matratze voll, während das Kind hungrig hinter mir lag. :roll: :lol:
:schlapplach: :schlapplach: :schlapplach:

Mich weiter rüber zu beugen fand ich immer irgendwie unbequem und die Große hat sich dann gerne mal schön mit ihren 16kg auf meinen Rücken gelegt.

Aaaaaber das Problem ist ja jetzt gelöst. Für Freitag gab es zwar noch eine kurze Planänderung, da mein Mann gerade los wollte zum Schweden als ihm aufgefallen ist, dass ein Reifen platter ist als die anderen. Da steckte ein Nagel drin. :shock: Also erstmal einige Reifenhändler abtelefoniert, die alle keine Zeit hatten. Zum Glück hat ihn dann unser Vertragshändler spontan dazwischen geschoben und den Reifen repariert.
Gestern hat mein Mann dann das Bett geholt und wir haben alles aufgebaut. Jetzt haben wir ein richtig schönes großes Familienbett. Ich freu mich so! :mrgreen:
Die erste Nacht war super. Sooo viel Platz. Das rüberheben war gar kein Problem. Scheinbar geht auch das im Halbschlaf. Ich konnte mich nämlich nur daran erinnern, dass ich auf der rechten Seite lag, als ich eingeschlafen bin. Beim nächsten Aufwachen lag ich aber auf der linken und Sohnemann war irgendwie auch wieder dort gelandet. :shock:

Ich hoffe, dass es meinem Nacken und Rücken nun bald wieder besser geht. Und wer weiß, vielleicht gleicht sich die Brustgröße auch noch wieder etwas aus.
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