Mich beschäftigt seit ein paar Tagen ganz stark ein Thema. Ich arbeite schon seit fast 5 Monaten wieder. Seit die Kleine 7 Monate alt ist also. Jetzt ist sie knapp ein Jahr.
Ich arbeite von 7:30 bis 13:30 im OP. Das funktioniert super und klappt ohne abpumpen. Wenn ich zuhause bin, stille ich. Das ist noch 5-8 Mal am Tag bzw. in der Nacht.
Soweit so gut.
Ab Mitte Februar wechsele ich aber den Arbeitsplatz. Dann werde ich wieder Vollzeit arbeiten. Das ganze dann im Schichtdienst auf der Intensivstation. Dort sind die Schichten allerdings bis zu 14 Std lang...
Leider ist das nicht meine einzige "Sorge". Denn fast zeitgleich kommt die Kleine dann in die Kita. D.h. ab März fängt die Eingewöhnung an (Mein Mann hat noch bis April Elternzeit und macht das dann).
Ich habe schon lange Hin und Her überlegt. Aber ich kann meine Arbeit nicht anders gestallten. Ich muss auf die Intensiv. 1 Jahr lang. Da führt kein Weg vorbei. Verschieben ist auch keine Option. In Teilzeit dort hin zu gehen, ebenfalls nicht.
Also meine Sorge ist, dass mein Mann (der ja auch nach der Kita-Eingewöhnung wieder arbeiten muss) vor allem Nachts ein Problem bekommt, weil die Kleine nicht ohne Brust schläft. Er sagt, dass er das schon hinbekommt. Aber ich will ihm ja auch nicht zu viel "zumuten" und das "nur", weil ich weiter stillen will. Wobei abstillen einfach keine Option ist. Denn ich wüsste ja nichtmal wie ich das in 6 Wochen machen sollte.
Flasche nimmt sie schon lange nicht mehr. Schnuller auch nicht. Sie lutscht manchmal Daumen oder Finger.
An "normalem" Essen bekommt sie Frühstück (vielleicht 2-3 Löffel Müsli oder ein bisschen Brot), Vormittags Getreide-Obst-Brei, den sie sehr wechselnd isst. Manchmal ein Schüsselchen, manchmal nur ein paar Löffel, Mittags dann vielleicht 5 Nudeln, Abends nochmal 1/2 Scheibe Brot oder ein paar Nudeln und ein paar Löffel Obst, dazu immer Mineralwasser aus dem Becher, davor, danach und dazwischen (außer eben Vormittags, weil ich ja arbeite) stille ich sie.
Einschlafen geht tagsüber mehr oder weniger gut ohne Stillen. Abends mal so, mal so. Einschlafen kann sie schon ohne Brust im Mund, aber sie trinkt ja vorher gut an der Brust. Das können wir ja nicht einfach ersatzlos streichen. Wenn sie nachts aufwacht, gebe ich ihr halt auch immer die Brust, weil es das Einfachste ist. Ich hab es schon mit Kuscheln probiert, aber da habe ich auch keine Geduld.
Das müsste dann eben der Papa irgendwie hinbekommen. Oder vielleicht doch mit Flasche versuchen. Wobei ich das eigentlich umgehen wollte.
Sie hat auch schon mal durchgeschlafen. Das war so ca. vom 4. bis 7. Lebensmonat. Aber seit sie Beikost bekommt, wird es irgendwie mehr mit dem nächtlichen Stillen.
Tja. Warum schreibe ich das alles eigentlich hier. Jetzt beim Schreiben kommt mir die Situation gar nicht mehr so "schlimm" vor. Ich stille eben weiter, wenn ich da bin und wenn nicht, muss es ja auch irgendwie gehen. Viele Kinder in dem Alter bekommen ja gar keine Brust mehr. Und meine beiden großen Mädels haben sich/bzw. habe ich auch mit 1 Jahr abgestillt ohne dass sie Flasche bekommen haben.
Auf der anderen Seite ist da halt noch meine Brust, die das "mitmachen" muss. Davor zu wenig Milch zu haben, habe ich keine Angst. Da ist immer mehr als genug da. Auf der Arbeit muss ich dann halt ausstreichen oder abpumpen, wenn meine Brust zu prall wird. Also wo ist eigentlich das Problem? Wahrscheinlich mache ich mir zu viele unnötige Gedanken, wo ich doch sonst so auf uns vertraue...
So, wer es bis hier ausgehalten hat, mir zuzuhören, bei dem bedanke ich mich. Tat gut, einfach mal meine Gedanken aufzuschreiben, auch wenn es noch viel mehr sind als ich hier in Buchstaben wiedergeben kann
Vielleicht antwortet mir ja jemand und berichtet, dass es gehen kann. Andere Kommentare will ich gar nicht hören