Weg vom Einschlafstillen?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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DocMotte
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Weg vom Einschlafstillen?

Beitrag von DocMotte »

Hallo!

Momentan sieht die Bettgeroutine bei uns so aus, dass ich unseren Schatz, wenn er müde wird abends, meist zwischen acht und neun, manchmal auch etwas früher, wickle und bettfertig mache und mich dann mit ihm hinlege und im Liegen stille, bis er einschläft. Dann lege ich ihn ins Beistellbett und wenn er nochmal aufwacht lege ich ihn entweder nochmal kurz an oder der Papa trägt ihn rum bis er wieder schläft und dann klappt es auch meistens mit dem Ablegen.

Eigentlich mag ich das Einschlafstellen recht gerne, ich finde das entspannend. Nur an manchen Abenden wäre es schön oder auch mal praktischer, wenn ich ihn zB im Wohnzimmer noch stillen würde, dann wickeln und dann ins Bett lege und er da einschläft.

Habt ihr Tipps, wie der Weg dahin am besten und für alle am wenigesten stressig klappen könnte?
Und vermutlich macht es keinen Sinn, es mal so und mal so zu machen, oder? Wenn dann ist immer gleich wahrscheinlich besser, oder?

Danke schonmal!
Mit Krümel (10/14) und Muck (09/17) in Stoffies im Familienbett.
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Mutterhenne
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Re: Weg vom Einschlafstillen?

Beitrag von Mutterhenne »

Bei uns gibt's seit Krippenbeginn (da war die Klein etwas über 1 Jahr) drei verschiedene Einschlaf-Wege: Einer gehört zur Mama (Einschlafstillen) einer zum Papa (Tragen) und einer zur KiTa (Hinlegen, Einschlafmusik, kurzes Streicheln). Könntest Du Dir etwas Ähnliches bei Euch auch vorstellen? - Wie alt ist denn Dein Kind?
LG von der Mutterhenne mit Kükenpa und Küken
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)

Grüße von der Henne
mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
Nawema
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Re: Weg vom Einschlafstillen?

Beitrag von Nawema »

Wir haben's so gelöst:
Als klein Nawema etwas über Jährig war und ich genug hattte vom 'immer die sein die ihn ins Bett bringt' hab ich langsam umgestellt, erst haben wir Pyjama angezogen/Zähne geputzt, dann Mumi trinken in der Stube und dann Schlafsack anlegen, Papa gute Nacht sagen und in's Bett mit mir - einschlafkuscheln. Da gab's natürlich anfänglich erst gemotze - wo ist die Brust zum einschlafen??? - nach ca. 1-2Monaten hat sich das super eingependelt und die Frage nach der Einschlafbrust wurde nicht mehr gestellt. Da musste dann der Papa sich umgewöhnen - abwechselnd bringen wir ihn nun in's Bett - mit demselben vor-Ritual (Schlafanzug/Pyjama, evt. etwas spielen, Mumi trinken dann Schlafsack anziehen und dann eben mit mir oder Papa in's Bett). Seit dann klappts auch recht gut wenn ich nicht zu Hause bin ohne stillen und Papa bringt ihn in's Bett.
Unsere nächste Hürde ist nun der Mittagsschlaf - Ziel ohne Einschlafstillen - zur Zeit klappts nur so oder dann im Kinderwagen - aber Papa und Grosseltern mögen auch nicht immer im KiWa ausfahren gehen... Und wenn klein Nawema Nr.2 dann in ein paar Monaten da ist werd ich whs auch froh drum sein.

Wie alt ist denn dein Kind? Denke es kommt auch darauf noch an - und wie entschlossen du selbst bist für eine Veränderung resp. diese brauchst - ansonsten spricht ja nichts gegen Einschlafstillen :)
klein Nawema 12.2012
DocMotte
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Re: Weg vom Einschlafstillen?

Beitrag von DocMotte »

Uah! Ich traus mich schon fast nicht sagen, mein Kleiner ist erst 11 Wochen!
Drum will ich ja auch nicht ganz weg vom Einschlafstillen. Nur manchmal würde ich die Abende auch nach 20 Uhr gerne außerhalb vom Bett verbringen :D
Untertags klappt es auch meistens, dass er aufm Arm oder so einschläft.
Mit Krümel (10/14) und Muck (09/17) in Stoffies im Familienbett.
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Tweety2606
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Re: Weg vom Einschlafstillen?

Beitrag von Tweety2606 »

Ich konnte mich irgendwann nach dem Einschlafstillen wieder aus dem Schlafzimmer schleichen. Wir stillen noch in den Schlaf, zwischen 18 und 19 Uhr (hat sich irgendwann von alleine so ergeben, anfangs habe ich ihn mit ins Bett genommen, wenn ich schlafen gegangen bin) gehe ich mit Krümel ins Schlafzimmer. Vorher unser Abendritual: waschen oder duschen/baden mit Mama oder Papa, Schlafanzug an, je nachdem noch was spielen, bei Müdigkeitsanzeichen Schlafsack an, mit Papa der Wohnung gute Nacht sagen, ab ins Familienbett und stillen. Und wenn er schläft, stehe ich wieder auf.
Ich bin einmal die Woche abends beim Sport, entweder ich bringe ihn vorher noch ins Bett, dann schläft er aber ganz selten weiter, wenn er aufwacht (wir haben immer noch einen 1-2 Stunden Rhythmus, nachts auch mal 3). Der Papa trägt dann mit der Tragehilfe in den Schlaf, muss dazu aber spazieren gehen. Und länger als ne halbe oder eine Stunde ist auch nicht. Krümel wartet dann auf mich...

In zwei Wochen fängt die Krippeneingewöhnung an, mal gespannt, wie es dort mit schlafen wird. Aber ich vertraue auf mein Kind und die Erfahrung der Erzieherinnen.
Tweety mit Krümel (*01/2014), Käfer (*08/2016) und Knöpfchen (*05/2020)
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mummy0713
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Re: Weg vom Einschlafstillen?

Beitrag von mummy0713 »

Meine kleine habe ich bis ca 9 oder 10 <Monate in den schlaf gestillt. Dann war mir das echt zu anstrengen, da ich teilweise 3 Stunden saß bis sie schlief.
Habe dann ewig rumprobiert und war auch gefrustet, da sie keinen Schnuller nahm.
Letztendlich habe ich dann diesen teuren Goldi-Sauger aus dem Internet bestellt. und prompt nahm sie nach einer Woche wieder jeden Schnuller den ich da hatte und das mit dem Einschlafstillen hatte sich nach gut 2 Wochen komplett erledigt. nun braucht sie nachts bei unruhigem Schlaf nur noch zwischendurch meine Brust zum befummeln ... :D
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Sakura
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Re: Weg vom Einschlafstillen?

Beitrag von Sakura »

DocMotte hat geschrieben:Und vermutlich macht es keinen Sinn, es mal so und mal so zu machen, oder? Wenn dann ist immer gleich wahrscheinlich besser, oder?
Ich würde sagen, dass es für so kleine Babys verwirrend ist, wenn es mal so und mal so ist, gleich gar noch bei der gleichen Person (mal stillt mich Mama im Bett, mal legt sie mich nur rein...). Was ich aber definitiv vermeiden würde, wäre, das Baby NACH dem Stillen nochmal zu wickeln. Die Babys die ich kenne, die sind nach dem Wickeln WACH, egal, ob sie sich vorher den Bauch mit Milch vollgeschlagen haben.

Wie lange dauert denn das Einschlafstillen?

Bei so kleinen ändert sich sowieso alles noch dreihundert mal, so wie es jetzt ist, wird es vermutlich nicht für die nächsten drei Jahre bleiben. Kannst Du ihn im Wohnzimmer in den Schlaf stillen, dann vorsichtig ins Bett legen, und wenn er nochmal wach wird, trägt der Papa ihn? Also FAST wie gehabt, nur dass Du das Einschlafstillen aufs Wohnzimmer verlegst und dabei Nachrichten oder Film oder so kucken kannst?
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

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Re: Weg vom Einschlafstillen?

Beitrag von starsnabber »

Ich habe jetzt zum zweiten Geburtstag das Einschlafstillen abgeschafft- statt "mimi trinken" gibt es jetzt "Mimi festhalten" ;) gerade habe ich mit einem tollen gute Nacht Buch angefangen. Das lesen wir jetzt jeden Abend und sie darf es dann festhalten. Mal sehen wie das läuft.
Mit 11 Wochen kann ich dir keinen Tipp geben, da waren wir mitten drin im Schreibaby. Grundsätzlich war es aber seeeeeeeehr lange so, dass entweder ich einschlafgestillt habe, oder der Papa einschlafgetragen hat.
Wickeln auf jeden Fall vor dem schlafen, da stimme ich zu. Ich steh auch nicht gern nochmal auf um die blase zu leeren wenn ich schon mal im Bett liege :)
Und dann ist die Frage was du erwartest. Vom "ich (oder am besten jmd anderes) leg dich mal hin und du schläfst dann" Baby solltest du dich gedanklich verabschieden, das gibts doch eher selten. Wenn du so ein Modell hast- jackpot! ;)
Ich habe an Abenden, die ich nicht im Bett verbringen wollte getragen.
Ich lass noch ein Paket Nerven und Geduld da. Das kann man immer gebrauchen :D
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glückskind
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Re: Weg vom Einschlafstillen?

Beitrag von glückskind »

Herzlichen Glückwunsch zum Baby! :)
In dem Alter konnte mein Kind gar nicht alleine irgendwo schlafen, sondern ausschließlich mit Körperkontakt. Dein Baby scheint sich ja zumindest schon mal ablegen zu lassen, das ist doch ein kleines Stück Freiheit :D Warum stehst du denn nicht einfach wieder auf, nachdem er eingeschlafen ist?
Vielleicht lässt er sich auch im Wohnzimmer schlummerig stillen und der Papa trägt ihn dann rüber?

Ich glaube nicht, dass jedes Baby feste Rituale braucht und dass es durchaus legitim ist, ihm mal so und mal so zum Schlafen zu bringen. Wichtig ist doch, für das Baby da zu sein, ihm Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln, dass es abschalten und schlafen kann.

Es wird sich auf jeden Fall immer wieder was ändern am Schlafverhalten. Was ich auch wichtig finde - den eigenen Blickwinkel immer wieder zu hinterfragen und ggf anzupassen ;) Der Krümel ist noch keine drei Monate auf der Welt, der hat noch zu viel Zeit alleine zu schlafen ;)
..mit 3 Kindern 2012 und 2015 und 2018
DocMotte
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Re: Weg vom Einschlafstillen?

Beitrag von DocMotte »

Sakura hat geschrieben:
DocMotte hat geschrieben: Was ich aber definitiv vermeiden würde, wäre, das Baby NACH dem Stillen nochmal zu wickeln. Die Babys die ich kenne, die sind nach dem Wickeln WACH, egal, ob sie sich vorher den Bauch mit Milch vollgeschlagen haben.

Wie lange dauert denn das Einschlafstillen?

Bei so kleinen ändert sich sowieso alles noch dreihundert mal, so wie es jetzt ist, wird es vermutlich nicht für die nächsten drei Jahre bleiben. Kannst Du ihn im Wohnzimmer in den Schlaf stillen, dann vorsichtig ins Bett legen, und wenn er nochmal wach wird, trägt der Papa ihn? Also FAST wie gehabt, nur dass Du das Einschlafstillen aufs Wohnzimmer verlegst und dabei Nachrichten oder Film oder so kucken kannst?
Nach dem Stillen wickle ich nicht mehr, da ist unserer auch gleich wieder wach.
Das Stillen dauert schon mal über zwei Stunden, dann ist der Abend halt gelaufen.

Gestern hatten wir Besuch, da waren wir eben länger auf und haben ihn auch bei uns im Wohnzimmer gelassen, teils stillend teils vom Papa getragen, dann nochmal gewickelt, im Bett noch 10 min gestillt und dann hat er geschlafen. Das fand ich jetzt nicht schlecht!
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