Überfüttern mit Brei?
Moderatoren: klecksauge, Mondenkind
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DaniB
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Überfüttern mit Brei?
Hallo ihr Lieben,
mein Sohn ist knapp 5 1/2 Monate alt und isst seit drei Wochen Brei, seit einer Woche ist die Mittagsmilchmahlzeit komplett ersetzt. Gestern und heute hat er ca 250g verputzt! Er isst richtig gerne und hat Spaß dabei. Ich weiß, dass nicht jedes Kind den gleichen Appetit/Hunger hat und auch, dass wie bei uns Erwachsenen der Hunger mal größer, mal kleiner ist.. Wir brauchen übrigens immer recht lange für unsere Mahlzeit, von daher glaube ich auch nicht, dass das Sättigungsgefühl verspätet kommt und er deshalb so viel isst, sondern dass er wirklich Hunger hat. Aber ich wollte nun doch hier mal reinhören, was ihr meint - kann man ein Kind mit Brei überfüttern? Die Babies haben doch auch schon ein Sättigungsgefühl. Klar, man soll ihnen nichts mehr geben, wenn sie verweigern (also Kopf wegdrehen, Mund zumachen,nur noch Spielen), damit das Sättigungsgefühl nicht gestört wird.. Aber solange er das nicht macht, sondern immer noch auf die Schale starrt und auf den nächsten Löffel wartet, kann man doch nichts verkehrt machen, oder?
Vielen Dank
mein Sohn ist knapp 5 1/2 Monate alt und isst seit drei Wochen Brei, seit einer Woche ist die Mittagsmilchmahlzeit komplett ersetzt. Gestern und heute hat er ca 250g verputzt! Er isst richtig gerne und hat Spaß dabei. Ich weiß, dass nicht jedes Kind den gleichen Appetit/Hunger hat und auch, dass wie bei uns Erwachsenen der Hunger mal größer, mal kleiner ist.. Wir brauchen übrigens immer recht lange für unsere Mahlzeit, von daher glaube ich auch nicht, dass das Sättigungsgefühl verspätet kommt und er deshalb so viel isst, sondern dass er wirklich Hunger hat. Aber ich wollte nun doch hier mal reinhören, was ihr meint - kann man ein Kind mit Brei überfüttern? Die Babies haben doch auch schon ein Sättigungsgefühl. Klar, man soll ihnen nichts mehr geben, wenn sie verweigern (also Kopf wegdrehen, Mund zumachen,nur noch Spielen), damit das Sättigungsgefühl nicht gestört wird.. Aber solange er das nicht macht, sondern immer noch auf die Schale starrt und auf den nächsten Löffel wartet, kann man doch nichts verkehrt machen, oder?
Vielen Dank
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Donnerkind
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Überfüttern mit Brei?
Ich bin an das Beikostthema ganz anders herangegangen, indem ich keine Stillmahlzeiten ersetzt habe. Möchtest Du denn in naher Zukunft abstillen?
Mir war wichtig, dass mein Kind nie hungrig (auch nicht halbhungrig) an den Esstisch kam UND ausnahmslos selbst gegessen hat. So konnte ich mir bei der Beikostmenge ganz sicher sein, dass es garantiert nur so viel isst, wie es auch wirklich mag.
Ich persönlich glaube schon, dass ein mit Brei gefüttertes Baby schnell mal mehr Beikost zu sich nimmt als eines, dass sich das Essen selbst "erarbeitet".
Mir war wichtig, dass mein Kind nie hungrig (auch nicht halbhungrig) an den Esstisch kam UND ausnahmslos selbst gegessen hat. So konnte ich mir bei der Beikostmenge ganz sicher sein, dass es garantiert nur so viel isst, wie es auch wirklich mag.
Ich persönlich glaube schon, dass ein mit Brei gefüttertes Baby schnell mal mehr Beikost zu sich nimmt als eines, dass sich das Essen selbst "erarbeitet".
Es grüßt das Donnerkind mit den Mädels 2007 und 2008 sowie dem kleinen Bruder 2013.
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DaniB
- gut eingelebt
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Re: Überfüttern mit Brei?
Ich habe mich auch sehr lange mit BLW/Fingerfood befasst und wollte eigentlich diesen Weg gehen. Aber da ich 1. immer noch wunde Brustwarzen habe und 2. bis Mai abgestillt haben möchte, da ich da wieder anfange zu arbeiten, gibt es nun erstmal Brei und Fingerfood, wenn er möchte. Wobei ich eh glaube, dass er, wenn er es wirklich KANN, wahrscheinlich sowieso zum Selbstesser wird - er versuchts jetzt schon und mag auch eigentlich den Löffel viel lieber selber in den Mund befördern, was oft zu Sauerei und "Disputen" bei uns führt, da er nicht wieder loslässt;)
Ich achte auch darauf, dass ich rechtzeitig zu füttern anfange, also nicht, wenn der große Hunger bereits da ist, so dass er nicht alles gierig in sich hineinschlingt.
Wer weiß, vielleicht ist er aber auch nur ein Zucchini-Kartoffel-Liebhaber?
Ich achte auch darauf, dass ich rechtzeitig zu füttern anfange, also nicht, wenn der große Hunger bereits da ist, so dass er nicht alles gierig in sich hineinschlingt.
Wer weiß, vielleicht ist er aber auch nur ein Zucchini-Kartoffel-Liebhaber?
- klimaforscherin
- Prof. Dr. SuT
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Re: Überfüttern mit Brei?
Das sollte aber nicht sein!DaniB hat geschrieben:Aber da ich 1. immer noch wunde Brustwarzen habe
Hast du mal im Stillforum nachgeschaut, ob ein Tipp für dich dabei ist?
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 9#p2515249
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http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... rustwarzen
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Ist dein Kind richtig angelegt? Mund gaaanz weit auf beim Andocken, viel Brustwarze und Vorhof im Mund, Lippen nach außen gestülpt?
Aus welchem Grund magst du bis Mai abgestillt haben, wenn ich fragen darf? Liegt es an den Schmerzen durch die wunden Brustwarzen?
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

klimaforscherin
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- klimaforscherin
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Re: Überfüttern mit Brei?
Und noch zum "Viel Essen": MuMi hat idR eine höhere Kaloriendichte als Brei (auch je nachdem, wieviel Öl drin ist, ob es sich um hochkalorische Zutaten handelt bzw wie flüssig der Brei ist). Das heisst, dein Kind muss "viel Brei essen", um auf etwa die Kalorien zu kommen, die es durch eine Stillmahlzeit zu sich nehmen würde.
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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DaniB
- gut eingelebt
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- Registriert: 25.08.2014, 14:03
Re: Überfüttern mit Brei?
Ja, ich hab mich durch Hebamme, Gyn, Stillberaterin und hier im Forum beraten lassen und niemand weiß anscheinend, woher das mit den wunden BW kommt bzw hat leider nichts geholfen 
Bis Mai möcht ich erstens wegen der BW abgestillt haben (das erste Ziel war 4 Monate Stillen, aber zum Glück ist es zumindest soweit erträglicher geworden, dass ich jetzt "normal" abstillen kann und nicht auf Flasche wechsle.. Und zweitens fange ich dann wieder an zu arbeiten und da möchte ich dann abgestillt haben.. das nächtliche Stillen lass ich den Kleinen selber bestimmen, aber die Tagesmahlzeiten möchte ich bis dahin ersetzen. Und da BLW deutlich länger dauert, habe ich mit Brei angefangen - und das wiederum recht früh wegen der BW.
Vielen Dank für deine Antwort! Der Zucchini-Brei war tatsächlich etwas flüssiger als die andern Breie vorher, vielleicht lags daran (ist ja irgendwie auch logisch - mehr Wasser halt...)
Bis Mai möcht ich erstens wegen der BW abgestillt haben (das erste Ziel war 4 Monate Stillen, aber zum Glück ist es zumindest soweit erträglicher geworden, dass ich jetzt "normal" abstillen kann und nicht auf Flasche wechsle.. Und zweitens fange ich dann wieder an zu arbeiten und da möchte ich dann abgestillt haben.. das nächtliche Stillen lass ich den Kleinen selber bestimmen, aber die Tagesmahlzeiten möchte ich bis dahin ersetzen. Und da BLW deutlich länger dauert, habe ich mit Brei angefangen - und das wiederum recht früh wegen der BW.
Vielen Dank für deine Antwort! Der Zucchini-Brei war tatsächlich etwas flüssiger als die andern Breie vorher, vielleicht lags daran (ist ja irgendwie auch logisch - mehr Wasser halt...)
- deidamaus
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Re: Überfüttern mit Brei?
Wie alt ist dein Kind denn dann? Normalerweise essen Kinder nämlich ziemlich gut bei der TaMu oder in der Kita, wenn die Milchquelle nicht da ist, d.h. zwingend abstillen musst du deswegen nicht und auch nicht zwingend Mahlzeiten ersetzen. Wenn es wegen den Schmerzen ist, ist es natürlich etwas anderes.DaniB hat geschrieben:Und zweitens fange ich dann wieder an zu arbeiten und da möchte ich dann abgestillt haben.. das nächtliche Stillen lass ich den Kleinen selber bestimmen, aber die Tagesmahlzeiten möchte ich bis dahin ersetzen. Und da BLW deutlich länger dauert, habe ich mit Brei angefangen - und das wiederum recht früh wegen der BW.
Hast du dazu auch hier schon mal einen Thread eröffnet? Vielleicht gibt es ja doch eine Lösung dafür.
Der Darm eines Kindes ist erst mit etwa zwei Jahren ausgereift, d.h. gerade Babys im ersten Lebensjahr brauchen oft deutlich mehr Kalorien, wenn sie hauptsächlich Brei essen, als wenn sie hauptsächlich Mumi trinken, da der Darm noch nicht alle Nährstoffe aus dem Brei so gut aufnehmen kann, wie bei einem älteren Kind. Auf jeden Fall kommen bei Brei mehr Kalorien "im Kind an" als bei Fingerfood, da im Brei durch die Konsistenz und Verarbeitung diese besser für den Körper verfügbar sind.
Wenn du dein Kind aber nicht mit Fliegerspielchen etc. zum Essen überredest, kannst du es mit gesunder (Brei)-Kost nicht überfüttern. Manche Kinder brauchen einfach mehr (mein Mann hat 4 mal täglich 250 g Brei im ersten Lebensjahr gegessen und er futtert heute noch große Mengen, obwohl er schlank ist).
Liebe Grüße
deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)
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Lanali
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Re: Überfüttern mit Brei?
Mein Großer hat auch ziemlich am Anfang schon große Breiportionen verdrückt, 250g hat er auch geschafft. Ich wollte damals auch relativ zügig mindestens eine Stillmahlzeit ersetzen, da ich halbtags arbeiten war und das hat super geklappt. Auch als er schon am Familientisch mitgegessen hat, hat er teilweise riesige Portionen verdrückt und z.B. morgen problemlos zu Hause frühstücken können und eine Stunde später in der Kita nochmal. Er war und ist sehr schlank.
Liebe Grüße
Lanali mit B. (01/2010), S. (11/2012) und N. (09/17)
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warmbäuchlein
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Re: Überfüttern mit Brei?
Im Mai ist Dein Kind doch etwa 10-11Monate, oder?
Dann ist das doch kein Problem. Du stillst ganz normal weiter und gibst nebenbei Beikost.
Die Brust wird sich bis dahin schon entsprechend anpassen, dass es gar kein Problem ist, wenn Du tagsüber nicht stillst.
Ich mache das seit 3 Monaten so.
Ich gehe 8 bis 8.5 Stunden jeden Tag arbeiten (Vollzeitstelle) und da wird eben nicht gestillt. Ansonsten stillt mein Sohn so viel er will.
Hier gibt's übrigens viele Berichte - ganz am Ende ist auch meiner (recht ausführlich) - das solltest Du mal lesen:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 1&t=156386
Dann ist das doch kein Problem. Du stillst ganz normal weiter und gibst nebenbei Beikost.
Die Brust wird sich bis dahin schon entsprechend anpassen, dass es gar kein Problem ist, wenn Du tagsüber nicht stillst.
Ich mache das seit 3 Monaten so.
Ich gehe 8 bis 8.5 Stunden jeden Tag arbeiten (Vollzeitstelle) und da wird eben nicht gestillt. Ansonsten stillt mein Sohn so viel er will.
Hier gibt's übrigens viele Berichte - ganz am Ende ist auch meiner (recht ausführlich) - das solltest Du mal lesen:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 1&t=156386
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DaniB
- gut eingelebt
- Beiträge: 30
- Registriert: 25.08.2014, 14:03
Re: Überfüttern mit Brei?
Vielen Dank für eure Antworten!
Ja, es gibt hier einen Thread zu meinen Problemen.. Leider ist es nicht wesentlich besser geworden:( Aber mit den BW-Schonern von Medela und viel Einreiben mit Lanolin gehts..
Kilian ist mittlerweile 5 1/2 Monate alt und hat schon lange Interesse am Essen bekundet, weshalb wir es dann auch zeitig probiert haben, aber ganz ohne Stress! Und er wird auch nicht überredet, er soll selbst entscheiden, wann Schluss ist. Wir möchten uns auch nicht von jemandem vollstopfen lassen bis zum Überlaufen und die Kleinen müssen ja auch noch lernen, auf ihr Sättigungsgefühl zu hören..
Ich schreibs gerne nochmal: Da meine Brustwarzen immer noch wund sind und das Stillen leider nicht gerade angenehm ist wie es einige von euch vielleicht empfinden, gehe ich diesen Weg und nicht BLW. Und ich denke, die Art der B(r)eikosteinführung sollte jedermann für sich selbst entscheiden..
Ja, es gibt hier einen Thread zu meinen Problemen.. Leider ist es nicht wesentlich besser geworden:( Aber mit den BW-Schonern von Medela und viel Einreiben mit Lanolin gehts..
Kilian ist mittlerweile 5 1/2 Monate alt und hat schon lange Interesse am Essen bekundet, weshalb wir es dann auch zeitig probiert haben, aber ganz ohne Stress! Und er wird auch nicht überredet, er soll selbst entscheiden, wann Schluss ist. Wir möchten uns auch nicht von jemandem vollstopfen lassen bis zum Überlaufen und die Kleinen müssen ja auch noch lernen, auf ihr Sättigungsgefühl zu hören..
Ich schreibs gerne nochmal: Da meine Brustwarzen immer noch wund sind und das Stillen leider nicht gerade angenehm ist wie es einige von euch vielleicht empfinden, gehe ich diesen Weg und nicht BLW. Und ich denke, die Art der B(r)eikosteinführung sollte jedermann für sich selbst entscheiden..