Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschläge.

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Käferli
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Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschläge.

Beitrag von Käferli »

Meine Kleine ist inzwischen 5,5 Monate alt und guckt uns schon sehr interessiert beim essen zu. Ich will aller Voraussicht nach so etwa Anfang Januar anfangen für sie Brei zu kochen (vielleicht lassen wir uns auch noch ein kleines bisschen länger Zeit). Sie ist zwar mein zweites Kind, aber mein erstes Stillkind.

Ich bin jetzt durch einige Beiträge hier im Forum sehr verunsichert. Bisher dachte ich, ich kann einfach so nach und nach anfangen Brei zu füttern und zum satt werden immer stillen, bis ihr die Breiportion zum satt werden reicht und die Mahlzeit ersetzt ist. Aus einigen Kommentaren heraus hörte es sich so an als würde diese Herangehensweise häufig dazu führen, dass schnell mit dem Stillen ganz Schluss ist, weil die Milch weg bleibt. Ich will noch nicht aufhören mit dem stillen und habe deshalb große Angst etwas falsch zu machen.

Leider haben wir etwas Zeitdruck was das "Ersetzen" der Mahlzeiten betrifft. Sie wird Anfang Juli 1 Jahr alt und ich gehe dann ab Anfang August wieder arbeiten. Bis dahin müssen also zumindest alle Tagesmahlzeiten ersetzt sein - abends und nachts kann gern weiter gestillt werden. Abpumpen will ich nicht und ihr dann vielleicht Fläschchen geben eigentlich auch nicht.

Sie benutzt keinen Schnuller - leider. Eigentlich hätte ich ganz gern, dass sie einen benutzt, weil sie tagsüber um wenigstens mal eine halbe Stunde zu schlafen entweder rumgetragen/-fahren oder gestillt werden muss, weil sie das nuckeln braucht. Sobald man aufhört, wird sie wieder wach. Nachts geht's. Da braucht sie zum einschlafen zwar auch das stillen, dockt dann aber irgendwann ab und schläft weiter - tagsüber nicht. Aber vermutlich ist es sogar besser, wenn sie keinen benutzt oder?

Bisher dachte ich immer, dass es da eigentlich nicht groß was zu beachten gibt. So viele Frauen haben Babys mit Schnuller, die vielleicht sogar nachts schon durchschlafen oder zumindest große Abstände haben und können trotz teilweise komplett ersetzter Mahlzeiten noch problemlos die restlichen stillen ohne sich darüber einen Kopf zu machen.

Ich strebe keinen Zeitpunkt an (außer die ersten 6 Monate :) ) bis zu dem ich unbedingt stillen will. Ich lasse mich davon überraschen, wann ich oder die Kleine nicht mehr wollen. Aber ich will eben nicht, dass es wegen einem Fehler in der Beikosteinführung nicht mehr klappt.

Entschuldigt, wenn der Text vielleicht etwas wirr ist. Im Moment habe ich selten meine Gedanken richtig beisammen. :lol:
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Tweety2606
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Re: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschlä

Beitrag von Tweety2606 »

Ich kann dir nur sagen, wie es bei uns ist/war: Als Krümel ca. 5 1/2 Monate war, hat er angefangen, uns Essen aus der Hand zu nehmen und probiert. Da haben wir angefangen, ihm einfach immer mal wieder was anzubieten. Brei, Brot, Familientisch, Obst... So wie es gepasst hat. Und nach Bedarf gestillt. Es wurde von ganz alleine mehr. Seit einigen Wochen kommt Krümel mehrere Stunden (7 hat er schon geschafft) ohne Brust aus, wenn sie nicht zur Verfügung steht. Unterwegs will er sogar kaum noch stillen, die Welt ist einfach zu spannend :-) Er ist jetzt 11 Monate und kommt in vier Wochen auch in die Krippe. Ich würde mir erst mal keinen Stress machen. Und wenn er die anderen Kinder essen sieht...
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jusl
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Re: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschlä

Beitrag von jusl »

Leider haben wir etwas Zeitdruck was das "Ersetzen" der Mahlzeiten betrifft. Sie wird Anfang Juli 1 Jahr alt und ich gehe dann ab Anfang August wieder arbeiten. Bis dahin müssen also zumindest alle Tagesmahlzeiten ersetzt sein - abends und nachts kann gern weiter gestillt werden.
Hallo Käferli,

das ist doch kein Zeitdruck :lol: - sondern noch gaaaanz viel Zeit. ;-) Also am einfachsten ist es folgendermaßen:
Du stillst einfach nach Bedarf weiter. Wenn sich Dein Baby im Januar für Beikost interessiert, bietest Du ganz unabhängig vom Stillen zusätzlich nach Belieben Beikost an. Infos dazu findest Du in unserer Grundinfo Beikosteinführung.
Und ab Juli stillst Du eben (weiterhin) so, wie es Euch beiden Freude macht, wenn Du mit Deinem Kind zusammen bist. Und wenn Dein Kind zufällig gerade betreut ist, dann isst und trinkt es dort eben, was da so angeboten wird.
Ganz normal. Da gibt's eigentlich nix zu planen. ;-) Und auf keinen Fall musst Du JETZT irgendwas spezielles beachten wegen etwas, was erst ein einem halben Jahr stattfindet, das ist ja noch eine Ewigkeit hin.
Sie benutzt keinen Schnuller - leider. Eigentlich hätte ich ganz gern, dass sie einen benutzt, weil sie tagsüber um wenigstens mal eine halbe Stunde zu schlafen entweder rumgetragen/-fahren oder gestillt werden muss, weil sie das nuckeln braucht. Sobald man aufhört, wird sie wieder wach. Nachts geht's. Da braucht sie zum einschlafen zwar auch das stillen, dockt dann aber irgendwann ab und schläft weiter - tagsüber nicht. Aber vermutlich ist es sogar besser, wenn sie keinen benutzt oder?
Grundsätzlich: In Hinblick auf die Vermeidung von Zahn- und Kieferfehlstellung und Sprechstörungen ist es günstig, wenn auf einen Schnuller verzichtet wird.
Und davon abgesehen: Mit einem halben Jahr ist die Chance schon ziemlich hoch, dass sich Dein Kind nicht mehr gerne umgewöhnen bzw. an einen Schnuller gewöhnen mag. Kannst also wahrscheinlich einfach aufhören, es zu probieren. ;-)

Hilft Dir das weiter? Rückfragen immer gern!

LG
Julia
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Re: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschlä

Beitrag von Käferli »

Naja, ganz so war das mit dem Zeitdruck ja nicht gemeint. :) Aber viele Mütter können eben sehr entspannt an die Einführung fester Nahrung rangehen, weil es kein Problem ist auch nach dem ersten Geburtstag noch tagsüber zu stillen. Mir sitzt aber eben leider dieses Datum im Nacken und da ich lieber vorausplane als dann im Chaos zu stehen beschäftige ich mich halt jetzt schon damit wie ich schonend und stillfreundlich die Beikost einführen kann und trotzdem bis zum Arbeitsbeginn am Ziel (tagsüber abgestillt) ankomme. :)

Die Grundinfos hab ich schon gelesen, bin aber trotzdem nicht schlauer. :) Also bei unserem Sohn war es damals so: Er war ja leider ein Flaschenkind aber so ein richtiges Musterkind mit festen Zeiten. :) Wir haben dann irgendwann angefangen zur Mittagszeit statt der Flasche erstmal Brei zu füttern. So lange wie er nur kleine Mengen aß, bekam er danach noch eine Flasche, bis er satt war. Da er Brei geliebt hat, war er aber schnell an dem Punkt wo der Brei zum satt werden gereicht hat. So war die erste Milchmahlzeit ersetzt. So hätte ich es jetzt auch bei der Kleinen gemacht. Erst mal Brei so viel wie sie möchte und dann mal gucken, ob sie noch stillen will. Da sie keine festen Zeiten hat, würde bei ihr eben die Zeit zu der es Brei gibt schwanken, aber das ist ja nicht schlimm.

Bei einer Freundin hat die Kleine mit 4 Monaten plötzlich doch noch den Schnuller genommen. Ich hab auch gar nicht das Gefühl, dass sie ihn nicht will. Sie grinst und kaut fröhlich darauf rum. Sie scheint nur das Nuckeln damit nicht hinzubekommen. Ist ja doch etwas anders, als an der Brust. :) Wenn sie trotzdem auch schlafen würde, fände ich es toll, dass sie keinen nimmt. Unser Sohn ist nämlich schon 2 und will ihn immer noch nicht hergeben (spricht aber sowohl mit als auch ohne sehr gut und deutlich für sein Alter). Ich hab manchmal das Gefühl sie wird eher zum Daumenlutscher.
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Re: AW: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Rats

Beitrag von Vemala »

Ich arbeite seit 8 Monaten ohne pumpen und Flasche, und wir haben keine Mahlzeit ersetzt durch Brei oder anderes. Das musst Du auch nicht, das macht Dein Kind dann ganz von selbst, wenn Du nicht da bist ;)
Ich still immer noch nach Bedarf und kein Ende in Sicht: wenn ich arbeite, dann eben morgens, abends, nachts. Wenn ich zu Hause bin - Wochenende, Urlaub oder so - gefühlt ständig.
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Re: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschlä

Beitrag von Käferli »

Ach echt? Das heißt dein Kind hat ohne dein Zutun andere Nahrung akzeptiert?

Meine größte Sorge ist eigentlich, dass die Milch wegbleiben könnte. Wie gesagt, bisher dachte ich immer es wäre ganz easy indem ich einfach so nach und nach eine Mahlzeit durch brei ersetze. Dann die nächste usw. So hat es meine mutter schon gemacht (als ich 9 monate alt war hörte sie dann ganz auf weil ihr arzt sagte ich bekomme keine Nährstoffe mehr über die Muttermilch. Das sei nur noch wassersuppe ) und auch Freundinnen, aber wie gesagt hier hörte es sich teilweise so an als wäre das eher der weg dahin, dass die milch plötzlich weg ist. Aber ich würde ja z. B. Nachts trotzdem noch stillen. Im Moment stillen wir nachts mehr als tagsüber. Momentan i sgesamt 7 bis 10 mal pro tag und davon würden ja nur 3 mahlzeiten (irgendwann vielleicht noch Frühstück ) ersetzt werden. Der rest soll ja auf unbestimmte zeit noch bleiben. Aber genau das will ich mir eben nicht verbauen.
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Re: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschlä

Beitrag von jusl »

Naja, ganz so war das mit dem Zeitdruck ja nicht gemeint. :) Aber viele Mütter können eben sehr entspannt an die Einführung fester Nahrung rangehen, weil es kein Problem ist auch nach dem ersten Geburtstag noch tagsüber zu stillen. Mir sitzt aber eben leider dieses Datum im Nacken und da ich lieber vorausplane als dann im Chaos zu stehen beschäftige ich mich halt jetzt schon damit wie ich schonend und stillfreundlich die Beikost einführen kann und trotzdem bis zum Arbeitsbeginn am Ziel (tagsüber abgestillt) ankomme.
Möglicherweise führt dieses "Mahlzeiten-Konzept" zu Missverständnissen. Das passt zur Flaschenernährung ganz gut - so wie Du beschreibst: Man ersetzt nach und nach eine Flasche nach der anderen durch feste Nahrung. Mittags-Flasche, Nachmittags-Flasche, Vormittags-Flasche usw.

Die Stillbeziehung vieler Mutter-Kind-Paare sieht aber völlig anders aus. ;-) Da gibt es kein "Vormittags-Stillen" oder sowas, sondern: Je älter das Kind wird, desto mehr Variation kommt in den Stillalltag. Die Stillhäufigkeit kann sich von Tag zu Tag stark unterscheiden. Stillen ist MEHR als nur Muttermilchtrinken, sondern auch kuscheln, schmusen, ausruhen, Einschlafhilfe... Das bedeutet, dass Stillen bei älteren Babys und Kleinkindern oft sehr flexibel gehandhabt wird: Ein regnerischer, langweiliger Sonntag, an dem alle zuhause sind, und das Kind mag jede Stunde stillen. Dann ein ereignisreicher Montag, morgens noch gestillt, dann in die Krippe, nachmittags abgeholt, schnell noch einkaufen... und am späten Nachmittag die nächste "Stillmahlzeit", zum Ankommen auf dem Sofa. Und der Dienstag kann auch wieder anders aussehen.

"Tagsüber grundsätzlich abgestillt zu haben" ist absolut KEINE Voraussetzung für die Wiederaufnahme eines Vollzeitjobs! Vielleicht hilft es Dir, das Stillen eher mit "Umarmen" anstatt mit "Milchtrinken" zu assoziieren: Keine Mutter würde sagen: "Ich will ab Juli wieder arbeiten, deshalb muss ich mein Kind langsam daran gewöhnen, dass ich es nicht mehr jeden Tag so oft es mag umarmen kann! Ich will die bisherigen Umarmungen zunehmend durch Bilderbuchangucken ersetzen." - das klingt ziemlich lustig. :lol:
Und mit dem Stillen ist es genauso: Wenn Ihr beide zusammen seid und gemeinsam Zeit verbringt, kann Stillen - so lange Ihr mögt - Bestandteil und Ausdruck Eurer Mutter-Kind-Beziehung sein. Und wenn Ihr mal einen Tag getrennt seid, dann wird Dein Kind liebevoll versorgt sein und sich woanders sein Essen, seine Milch und seine Umarmungen abholen.
So lange wie er nur kleine Mengen aß, bekam er danach noch eine Flasche, bis er satt war. Da er Brei geliebt hat, war er aber schnell an dem Punkt wo der Brei zum satt werden gereicht hat. So war die erste Milchmahlzeit ersetzt. So hätte ich es jetzt auch bei der Kleinen gemacht. Erst mal Brei so viel wie sie möchte und dann mal gucken, ob sie noch stillen will. Da sie keine festen Zeiten hat, würde bei ihr eben die Zeit zu der es Brei gibt schwanken, aber das ist ja nicht schlimm.
Wie gesagt: Brei anstatt Muttermilch anbieten - das ist eine ABSTILL-Methode. Wenn Dir eine längere Stillzeit wichtig ist, dann ist es sinnvoll, die Beikost im Prinzip komplett unabhängig vom Stillen zu halten. Ab dem Beikoststart bietes Du Deinem Kind einfach was babytaugliches vom Tisch an, immer wenn Du selbst was isst (muss kein extra Brei sein!..), und ansonsten wie gewohnt weiterstillen. Oder kurz gesagt: Stillen nach Bedarf UND Beikost nach Bedarf.

Kannst Du damit etwas anfangen?

LG
Julia
Vemala
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Re: AW: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Rats

Beitrag von Vemala »

Naja, wir haben Beikost eingeführt als sie 5 Monate alt war. Als Fingerfood und als Angebot. Nie mit dem Ziel, Mahlzeiten zu ersetzen. Das ist schon das ganze Geheimnis :-) vor 8 Monaten war sie ein knappes Jahr alt, also kannte sie Essen schon ein halbes Jahr lang. Und ja, mein Kind hat diese Angebote ohne mein weiteres Zutun angenommen ;)
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Re: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschlä

Beitrag von Käferli »

Also verstehen tu ich es schon - irgendwie...ein bisschen. Aber ich muss irgendwas in Richtung brei machen, denn das was ich den tag über so esse ist echt nicht babyfreundlich u d ich bin auch nicht so der große Gemüsefreund. :) wird also schwierig mit fingerfood oder blw, was ich sonst sehr interessant gefunden hätte.

Gibt es irgendwelche Lektüre zu dem thema, die ihr mir empfehlen könnt?

Aber viele Frauen machen es doch genau so, dass sie eben Stillmahlzeiten ersetzen und trotzdem stillen sie so lange sie mögen. Das verwirrt mich total. Ich will jetzt auch nicht auf deibel komm raus unbedingt z. B. Bis zum zweiten Geburtstag stillen oder so. Ich will einfach, dass die stillzeit endet, weil ich und/oder meine Kleine das ende bestimmen u d nicht weil mein Körper plötzlich sagt nö jetzt nicht mehr. Ob das nun mit 10 oder 18 oder 13 monaten ist, ist mir erst mal egal.
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Re: Verunsichert wegen Beikosteinführung - Bitte um Ratschlä

Beitrag von böär »

ich versuche mich mit unserer geschichte kurz zu fassen:
aber als 1. die ansicht des arztes deiner mutter ist mittlerweile sehr veraltet!!! warum sollte die muttermilch auf einmal wassersuppe sein und keine nährstoffe mehr enthalten????

aber nun zu uns:
zwergi wurde 7 monate vollgestillt, an äpfeln wurde vorher schon gelutscht, sonst nichts.
bei uns gab es keinen brei (bzw. selten). ich habe ihm dann einfach gegartes weiches gemüse am stück angeboten und wasser aus der tasse (hat er aber erst mit ca 8 monaten getrunken). er hatte damals noch keine zähne und trotzdem rein gehauen. erst immer nur mittags, gestillt wurde noch genauso oft. dann hat er mit 8 monaten morgens zum frühstück rohe, aber weiche äpfel abgeschabt (immernoch kein zahn). es folgten die babyreiswaffeln mit apfelmus oder anderem fruchtbrei bestrichen. es war glaube ich als er 9 monate alt war, da habe ich ihm getreidebrei mit obst oder muttermilch am abend gemacht. morgens wurde immernoch vor dem reiswaffel-brei frühstück gestillt. wir haben nie eine stillmahlzeit nach plan "ersetzt". nachmittags haben wir immer eine obstmahlzeit eingelegt. mit ca 11 monaten hat er morgens im bett gestillt, ca. 1 stunde später beim frühstück müsli mit obstpüree bekommen, ca 2 stunden später stillen, 1-2 stunden später mittagessen (gemüse und getreide), nachmittags obst und/oder reiswaffel, stillen, abends brot mit gemüsebrei bestrichen oder avocado oder so, vorm schlafen stillen (ca 18.30), nachts stillen ca 22uhr und morgens ca 5 uhr. dann gleiches spiel gegen 7.30
mit 12 monaten konnte ich 6 stunden weg sein, ohne dass er stillen wollte. wenn ich nicht da bin, bin ich nicht da... mit 13 monaten sogar 8 stunden. mittlerweile (15monate) waren wir schon bei morgens und abends im bett, 1x am tag, 1x nachts und dann wurde er letzte woche krank... nachts gefühlt 12 stunden dauerstillen, tagsüber 5-7x... ohne probleme!!!!

also a, mit beikosteinführung muss nicht unbedingt abgestillt werden und b, die beikost ist eine BEIkost zum stillen oder zur flasche, keine direkte ERSETZkost

ich hatte oft bedenken ob babyledweaning (baby gesteuertes abstillen) funktioniert und ob er jemals ;) richtig essen würde und vorallem auch satt würde. er hat lange viel gestillt und erst spät wasser getrunken wenn er durst hatte, aber auf einmal hatte er es raus und will nun alles haben ;) also kein stress wenn er mit 8 monaten immernoch so oft stillt wie z.z. trotz beikost. das kann ganz plötzlich ganz anders aussehen.
Meine großen Wunder
-Herbstbüblein 1.9.13-
-Faschingsbüblein 7.2.16-
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