oder auch Kinder mit Müttern die große Brüste mit sehr viel Milch haben. Verzeiht diese Ausdrucksweise...
Hallo siti,
an dieser Ausdrucksweise ist nichts schlimm

- aber die Annahme dahinter, dass die Größe der Oberweite mit der Fähigkeit zur Milchbildung zu tun habe, ist falsch.
Die Größe der Brust wird im Wesentlichen bestimmt durch die Menge an Fett- und Bindegewebe. Für die Milchbildung hingegen sind die Brustdrüsen zuständig - und denen ist egal, wie viel Fettgewebe und Bindegewebe sich um sie herum befindet. Bei Frauen mit sehr großen Brüsten sitzen die Brustdrüsen einfach weiter unten, produzieren aber auch nicht mehr oder besser als bei Frauen mit A-Körbchen.
Ich meine, diese Mütter, die ständig "auslaufen",
"Auslaufen" ist auf eine Unreife der winzigen Schließmuskeln zurückzuführen, die die Brustwarze umgeben und normalerweise gegen das Auslaufen abdichten. Mit zunehmender Stilldauer funktionieren diese Schließmuskeln oft zunehmend besser. Manche Frauen laufen auch von Geburt an gar nicht aus - bei ihnen funktiert das eben von Anfang an gut.
und mit der Handpumpe bekomme ich nur Tropfen heraus.
Das sagt NICHTS über Deine Milchproduktion aus, sondern darüber, wie einfach Du bei Dir per Pumpe einen Milchspendereflex auslösen kannst. Unzählige Frauen (auch die mit zufällig dicken oder zufällig durchschlafenden Babys) bekommen mit der Pumpe keinen Tropfen heraus, könnten milchproduktionstechnisch aber problemlos Drillinge stillen. Das liegt einfach daran, dass die Hormone, die für den Milchspendereflex verantwortlich sind, "künstlich" per technischer Gerätschaft nicht so leicht in Wallung geraten, wie wenn man ein entzückendes duftendes Baby im Arm hat. Das ist ganz normal. Es gibt ein paar bewährte Tricks, wie man trotzdem per Pumpe einen Milchspendereflex auslösen kann; Experimentieren und Übung sind da hilfreich.
Durchschlafen hingegen hat nur sehr wenig mit Ernährung zu tun. Muttermilch hat - egal wie sehr das Baby damit abgefüllt wurde - den Magen nach 60-90 Minuten verlassen. Trotzdem gibt es Stillbabys, die stundenlang am Stück schlafen. Sie tun dies also NICHT, weil sie so viiiiiel Milch abbekommen haben, sondern weil ihr Gehirn und ihre vegetativen Funktionen eben auf Schlafmodus schalten. Gehirn und Magen liegen recht weit auseinder.

Und genauso gibt es künstlich ernährte Babys, die nachts nur kurze Ruhephasen haben und ständig aufwachen. Es gibt ja noch viele andere Aufwachreize als bloß Hunger (Wärme, Kälte, Isolation, Unbewegtheit, Kommunikationsbedürfnis, Angst, Unwohlsein, Verdauung,...)
LG
Julia