Brustjunkie-Dauernuckel-Kleinkind nachts abstillen

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warmbäuchlein
ist nicht mehr wegzudenken
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Brustjunkie-Dauernuckel-Kleinkind nachts abstillen

Beitrag von warmbäuchlein »

Hallo,

Ich mache jetzt wahrscheinlich den 1000. Thread zum Thema auf.
Aber vielleicht gibt es ein paar ultimative Tipps für mich.

Ich schreibe einfach mal drauf los...
Mein Sohn - 14 Monate mit großer Leidenschaft für das Dauernuckeln.

Vorgeschichte (Achtung lang - wer will kann den Teil überspringen :wink: ):
Nachdem meine Geburt (KS) alles andere als schön lief und eher ein Trauma hinterlassen hat, war ich sehr fixiert und verkrampft, dass das Stillen klappen "muss".
Da ich dann 4 Tage im KH bleiben musste, hat man mich auch schön von allen Seiten bearbeitet. Vor allem mitten in der Nacht, wenn das Wiegen anstand und ich dort völlig übermüdet hin musste :roll:
Daher wurde mein Kleiner so etwa 3 mal gebechert am Anfang. Vor allem, weil irgendso eine Ärztin auf mich einredete und ich dann einfach "eingeknickt" bin. Beziehungsweise hat mich eine der Hebammen überrumpelt, als sich mein Sohn gar nicht andocken ließ, sie redete auf mich ein, dass er einfach schon zu ausgehungert wäre und sie würde mir mit etwas von diesem Zeug helfen, dann ginge es... ich hatte echt solche Angst, dass ich es nicht mehr mit dem Andocken schaffe, dass das das erste Bechern dann war... :cry:
Tja, also habe ich dauernd nur geschaut, dass er oft genug stillt, damit ich Milch bekomme. Wenn er mal länger geschlafen hat, habe ich schon die Krise bekommen, dass die Milch nicht genug angeregt wird. Sprich spätestens nach 4 Stunden war ich schon wie auf Nadeln. Wenn er mal 6 Stunden schlief, war es quasi Horror...
Heute denke ich, hätte ich diese Zeit lieber mal einfach genossen!

Dazu kam, dass mein Sohn den Mund nicht geöffnet hat zum Stillen, sondern im Gegenteil von Anfang an immer zu hatte. Laut Hebamme hat er vielleicht schon in der Schwangerschaft an seiner Unterlippe rumgenuckelt. Daher klappte das erste Anlegen 45min nach der Geburt, als ich vom KS kam, schon mal gar nicht. Und später brauchte ich dauernd Hilfe, damit ich ihn irgendwie an die Brust bekam. Das Anlegen war echt immer mit Ängsten und Schweißausbrüchen am Anfang meinerseits begleitet. Ich musste echt die erste Zeit immer läuten, dass mir jemand mit dem Andocken hilft. Quasi bis ich nach Hause ging! Ich hatte ziemlich Bammel, dass ich das zu Hause dann schaffe. Aber ich wollte auch so schnell wie möglich nach Hause, was eben beim uns im KH am 4. Tag nach KS der Fall ist.

Zuhause angekommen hatte ich ziemliche Angst, da ich nie einen Milcheinschuss hatte, wie ich ihn mir vorstellte. Aber dann klappte alles soweit gut und ich habe zum Glück nie zugefüttert.
Wenn ich an die ersten Tage mit meinem Sohn denke, war da nur die Dauerangst, dass auch das Stillen nicht klappt und ein großer schwerer Schatten aufgrund der traumatischen Erlebnisse. Wahrscheinlich das ganze gepaart mit einer Portion PPD. Ich habe viele Wochen und Monate wirklich fast täglich geweint. Sprich es war viel Trauerarbeit wegen meiner "verpassten Geburt" etc. Dann noch Schlafentzug und manchmal ehrlich gesagt auch Überforderung...
In dieser Zeit habe ich hemmungslos Milchbildungstee getrunken. Malzbier konsumiert und mir damit sicher auch den einen oder anderen Milchstau anfangs produziert.
"Kuschlig" habe ich das Wochenbett eher nicht in Erinnerung. Eher: "Aufstehen weitermachen, unbedingt Stillen und weiter, weil ich muss ja".
Hebamme hatte ich auch noch, aber mir war es dann zu schnell aus. Sie meinte, sie braucht nun nicht mehr kommen - mir war das aber zu früh. Ich habe dann aber nur noch einen 7. Termin erbeten und das war's. Ja, 6 Termine hätten wohl auch locker gereicht, aber ich hatte das Gefühl, ich brauche noch, weil ich eben noch so drin hing... Noch dazu habe ich die Termine immer etwas gestreckt (sprich mehr Zeit dazwischen), weil ich dachte, dass die 10 Termine mich dann länger begleiten und dann sollte es plötzlich aus sein.
Heute würde ich sowieso noch eine andere Nachsorgehebamme nehmen, weil ich hätte es einfach noch gebraucht.

Die ersten 2-3 Monate traute ich michweiterhin nicht außer Haus stillen (nur bei RüBi ging's oder wenn ich etwas abseits sein konnte). Weil es war oft viel Weinen und Brustsuchen und Angst meinerseits ihn nicht angedockt zu bekommen - ich weiß jetzt nicht, ob es an meinem Sohn liegt oder ich da einfach nur unerfahren war... Ich denke, dass es eine Kombination aus beidem war.
Nun, bis heute macht mein Sohn den Mund nicht gerne auf. Ich darf nur mit Müh und Not mal nach den Zähnen schauen oder Zähneputzen. Ich akzeptiere das. Er ist da eben aus irgendeinem Grund sehr empfindlich und aus.

Nach diesen 3 Monaten habe ich dann viele Termine unter der Woche nach und nach gemacht, weil ich "raus musste". Das tat dann echt gut.

Das Stillen war dann enorm wichtig für mich. Für die Bindung zu meinem Sohn und irgendwann auch zum Heilen meiner Wunden...


Nuckelsucht:
Ab dem 3. Monat hat mein Sohn dann begonnen Nachts dauerzunuckeln. Ich war dann erstmal 1-2 Monate einfach nur fertig. Es gab aber keine Tipps, die mir geholfen hätten. Schnuller (ja, ich weiß stillunfreundlich :P Kommentar meiner Stillberaterin immer: "schlaues Kind" 8) ) hätte ich ehrlich gesagt sehr gerne gegeben. Aber das ging gar nicht, egal was ich probiert habe.
Ich war dann manchmal schon sehr am Ende, aber irgendwann habe ich mich gefügt und dann wurden die Nächte für mich besser.

Ok und ich gestehe: Ich habe oft, wenn ich Ruhe wollte ihn wahrscheinlich später tagsüber schon "mit Stillen ruhiggestellt". Ich war tagsüber das erste Jahr quasi Alleinerzieherin, da ich im Umfeld keine Familie habe... Daher sicher auch etwas von mir antrainiert und Gewohnheit. :roll:



Heute - noch immer sehr viel Nuckeln:

So heute ist mein Kleiner 14 Monate alt... Und ich gehe seit über 2 Monaten wieder voll arbeiten. Das klappt alles wunderbar. Nur sobald ich zu Hause bin, wird dauergenuckelt.
Ich schwanke hier sehr zwischen: "ach schön, wie friedlich und es tut ihm so gut"
... auf der anderen Seite immer mehr "Ich bin für meinen Sohn nur Brust!". Ja, es tut mir ehrlich gesagt manchmal schon weh, wenn er so ein fröhliches Kind ist und ich komme heim und es geht das Geflenne los, dass er an die Brust will. Er sieht mich quasi und wird weinerlich :roll:
Mit meinem Mann wird gekuschelt. Bei mir nur gemeckert und ab an die Brust.
Ich habe auch das Gefühl, dass wir schon noch immer sehr viel Stillen, wenn ich nach Hause komme.

Nachts:
Mein Sohn schläft normalerweise mal ein einige Stunden recht gut. Dadurch bin ich auch zum Glück meistens einigermaßen gut ausgeschlafen. Dann geht in den frühen Morgenstunden los mit Wälzen, Andocken - Wegwälzen - Meckern - ich docke an - wegwälzen - Meckern - ich docke an... etc. Bis ich oft schon genervt bin.
Kuscheln, erklären und alles - egal - es muss Nuckeln sein.
Wenn mein Mann versucht ihn wegzunehmen, dass ich schlafen kann, wehrt er sich meistens und weint nach "mamm mamm". Also wieder an die Brust :roll:
Mein Sohn schlief auch vom ersten Tag an nie fest (also "wie ein Baby"), bei jeder kleinsten Bewegung meinerseits wachte er auf. An Ablegen ist erst heute bei viel Glück manchmal zu denken.
Bis heute, kann ich mich nachts nicht umdrehen ohne, dass er sich zu wälzen anfängt und nach der Brust sucht... Wenn er diese nicht findet, fängt er an durch das Bett zu robben und mich zu suchen - bis er schlimmstenfalls im Bett sitzt und meckert. :roll:

Das alles geht aber noch, da ich meistens fit genug bin für die Arbeit. Geht eben auch mal besser, mal schlechter.
Nur langfristig möchte ich das ändern, weil es schon einfach mal mehr mal weniger (momentan gerade mehr) nervt!


Nur irgendwie...
Wie komme ich aus dem ganzen raus?
Ich will auch schwanger werden. Aber selbst, wenn ich wieder einen Zyklus bekäme - solche Nächte wie jetzt frisch schwanger und arbeiten gehen. Nein, da klappe ich zusammen!

Mein Ziel:
:arrow: Wenn ich heimkomme. Entspannt stillen. Sprich ich begrüße ihn und er freut sich - ich darf aber auch auf's WC ohne dass es gleich Drama gibt und dann stillen wir mal friedlich.
:arrow: Abend stillen wir noch einmal gemütlich (kein Rumturnen, wegturnen, wieder an die Brust, und so weiter, bis er endlich mal einschläft)
:arrow: Dann eine Nacht, wo wir am besten gar nicht stillen :mrgreen: oder zumindest nur 1-2 mal richtig stillen und ansonsten darf ich wieder mal liegen und schlafen, wie ich will. Gerne auch mal kuscheln(das würde ich echt so gerne, aber geht nicht, weil er dann sofort an die Brust will) und nicht nur "Nuckelterror".
:arrow: Morgens vor der Arbeit von mir aus noch Stillen. - Wobei dieses Stillen wäre momentan wohl am leichtesten wegzulassen. Da kann ich sicher schon ansetzen.
:arrow: Wenn ich frei habe: Kein dauerndes Gemecker um Stillen :roll: Hier bin ich sicher auch zu inkonsequent. Vor allem, wenn ich das Gefühl habe, ich will Ruhe haben... Daher geht das mal besser mal schlechter. Es ist momentan auch schwieriger aufgrund der Jahreszeit...


Was ich mir hier erwarte:
:arrow: Uff, kann man mir überhaupt helfen? Ich weiß doch selbst nicht, was ich will? Ich will ja noch stillen, aber einfach weniger - geht das?
:arrow: Wird mein Sohn überhaupt jemals abstillen? Wir stillen schon länger, als ich wollte (1 Jahr). Das ist ok, aber langsam fängt es an, dass es in mir manchmal so einen Widerwillen gibt...
:arrow: Gibt es da überhaupt Tipps? Wenn ich nachts versuche zu sagen: Nein und es klappt nicht, ist ja die Idee, dass ich es selbst nicht genug vertrete. Bin ich echt zu lasch?
:arrow: Bitte keine Buchtipps. Ich sage ganz ehrlich, ich habe weder Zeit noch Lust mich durch seitenweise Abstill/Schlafbücher zu lesen, nur um ein paar mickrige Tipps rauszulesen. Falls ich Zeit zum lesen habe, dann lese ich sicher lieber etwas, das nichts mit Babies zu tun hat. :twisted:
:arrow: Wahrscheinlich muss ich ohnehin warten, bis mein Sohn von sich aus den Entwicklungsschritt macht... aber manchmal nervt es mich jetzt schon. Vielleicht gibt's zumindest kleine Tipps, dass es leichter wird. *hoff*
:arrow: Insgesamt möchte ich entspannt abstillen. A liebsten mit etwa 18 ausschleichen - Allerspätestens mit 2 Jahren


Sorry, das ist echt ein langer Selbstmitleidsthread. Wer soll den lesen? :mrgreen:
warmbäuchlein
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Re: Brustjunkie-Fauernuckel-Kleinkind nachts abstillen

Beitrag von warmbäuchlein »

ähm im Titel sollte Dauernuckel stehen :mrgreen:
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Re: Brustjunkie-Dauernuckel-Kleinkind nachts abstillen

Beitrag von Kinsale »

warmbäuchlein hat geschrieben:ähm im Titel sollte Dauernuckel stehen :mrgreen:
Ich hab's geändert [emoji1]
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Re: Brustjunkie-Dauernuckel-Kleinkind nachts abstillen

Beitrag von Kinsale »

Ich habe grade nicht viel Zeit- daher nur kurz:

- wie viele Erwachsene, die gestillt werden, kennst du? Ich keine. Daher gehe ich stark davon aus, dass auch dein Sohn irgendwann nicht mehr stillen will [emoji6]

- um den ersten Geburtstag herum Stillen alle mir bekannten Kinder (die noch gestillt werden [emoji6]) wie verrückt und mehr. Da passiert so viel im Kopf (laufen, sprechen, usw.), dass viel Rückversicherung nötig ist. Und die Beste ist: Mama. Bei euch kommt noch dazu, dass du viel weg bist. Er KANN also nur Mama tanken, wenn du da bist, so "reicht die Tankfüllung" sozusagen, bis du wieder kommst. Schlaues Kind!

- hier half: mehr stillen. Also tagsüber wann immer ich dran dachte. Als meine Tochter begriffen hatte, dass sie immer kann, wenn sie mag und noch mehr, wurde es weniger.

Falls du dringend unbedingt jetzt abstillen willst: zieh es durch. Aber halte seinen Kummer darüber mit ihm zusammen aus.

Alles Gute!
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Re: Brustjunkie-Dauernuckel-Kleinkind nachts abstillen

Beitrag von Kinsale »

PS: ich bin KEIN Stillmod- das ist also nur die Antwort aus meiner Mamasicht.
warmbäuchlein
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Re: Brustjunkie-Dauernuckel-Kleinkind nachts abstillen

Beitrag von warmbäuchlein »

Also komplett abstillen, will ich nicht.
Weil innerhalb 4 Monaten "bedeutend reduzieren" ist jetzt nicht "dringend abstillen" für mich. Oder?

... und ich will auch nicht, dass mein Sohn traurig ist. :(
Und ja, er soll auch Mama tanken können. Ich habe ja auch einerseits weitergestillt, damit er das noch hat, wenn ich arbeiten gehe. Meine Hoffnung war immer, dass er irgendwann versteht, dass ich nicht mehr mag. :roll:
Hmm, Mehr stillen tut er auch nicht unbedingt. Er hat noch nie weniger genuckelt. :mrgreen:

Mir ist auch klar, dass er mit 20 nicht mehr stillen will.
Ich will aber mit über 2 auch nicht mehr... Der 2. Geburtstag ist für mich echt, das aller-aller-allerletzte Limit. Ich will nicht länger stillen. Echt nicht. Sogar Echt nicht! <- mit Rufzeichen.
Mein Gefühl ist aber, dass er jetzt einfach ewig weiternuckeln wird bis er einschult. 8)
Diese typischen Ängste eben, die man immer hat. Obwohl man nur einen Entwicklungsschritt abwarten muss. Aber gerade wegen der Nächte, wäre es für mich schön, wenn wir Richtung Kuscheln statt Stillen gehen könnten. :roll:
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Kinsale
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Re: Brustjunkie-Dauernuckel-Kleinkind nachts abstillen

Beitrag von Kinsale »

2 wird er in 10 (ZEHN!!!) Monaten sein. Erinnere Dich mal dran, wie er VOR 10
Monaten war, was er da noch nicht konnte. Genauso wenig lässt sich von jetzt auf in 10 Monaten schließen.

Was auch immer du willst- dein Sohn wird das nicht wollen. Oder zumindest ziemlich wahrscheinlich nicht.
Von einem einjährigen Kind kannst du ja keine Rücksicht erwarten. Er wird das sicher verstehen- aber er wird darüber trauern. Und ich finde, das ist sein Recht.
Aquamarin
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Re: Brustjunkie-Dauernuckel-Kleinkind nachts abstillen

Beitrag von Aquamarin »

Ich kann dich total gut verstehn. Hatte Hellp. Kaiserschnitt in Vollnarkose. Trotz Bluttransfusionen nur HB 6, kein Milcheinschuss, 3 Monate nur gestillt und gepumpt, plus viel nuckeln, kein Schnuller, keine Flasche. Dann konnte ich Vollstillen, zuvor musste ich auch immer etwas zufüttern, da es nicht gereicht hat. Bis ca 6/7 Monate war das viele Stillen und Nuckeln auch im Familienbett schön und ok. Später wurde das Nuckeln nachts extrem, tagsüber weniger, da muss ja die Welt entdeckt werden. Unabhängig davon, dass ich kaum noch schlafen und liegen konnte, hatte ich auch das Gefühl, dass meine Tochter damit nicht ausreichend zur Ruhe kam. Mir kam es so vor als konnte sie quasi nicht davon ablassen und zur Ruhe kommen, wenn der Quell des Paradies in unmittelbarer Nähe vor ihr schwebt [emoji6], obwohl sie auch gerne mehr zur Ruhe kommen würde. Wir haben dann schrittweise mehr Abstand zwischen uns entwickelt. Erst in unserem Bett und dann das eigene Bett im KiZi. Mit gut 9 Monaten hat Anna dann in ihrem
Bett im KiZi geschlafen, das ganz entwickelte sich ohne Stress und weinen. Dort schlief sie dann viel besser und ruhiger. Hatte trotzdem gar nicht das Gefühl, dass die Nähe deswegen weniger wurde. Die Stillmahlzeiten waren dann 22,1,4:30. Mit 10-11 Monaten reduzierte Anna selber das nächtliche Stillen schrittweise. Aktuell trinkt sie nachts überwiegend nicht mehr, oder nur einmal gegen 24 Uhr. Morgens ist die wichtigste Stillmahlzeit bei uns. So trinkt sie alleweil morgens, manchmal
Mittags, abends und nach Bedarf das ein oder andere Schlückchen zur Entspannung, Nähe Tanken, trösten,... Seit paar Tagen trinkt sie wieder sehr viel- allerdings ist sie auch grade 1 Jahr geworden, steht kurz vor dem
Laufen und bekommt Backenzähne. Für mich liest es sich so, als brauchst du mehr Ruhe und ich finde es ok, wenn du dafür nach Möglichkeiten suchst. Vlt tut das deinem kleinen Zwerg auch gut. Aufs Klo solltest du mE immer dürfen, das geht absolut vor. Wie du das erreichen kannst ist, ist denke ich ein individueller Weg. Obs weiter das Familienbett sein soll oder evtl ein eigenes. Kuscheln und beruhigen lernen auch ohne nuckeln,... Kann verstehen dass du nicht gerne liest. Geht mir oft auch so. Fand allerdings das schlafen statt schreien Buch ganz gut um auch eigene Strategien zu entwickeln.


Sanne und Anna [emoji188] 25.11.13
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soda
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Re: Brustjunkie-Dauernuckel-Kleinkind nachts abstillen

Beitrag von soda »

Mich ließ ein Satz aufhorchen.

Du wünschst dir, dass er versteht (irgendwann), dass du weniger/nicht mehr stillen möchtest.

Das ist zwar okay, dass du dir Verständnis wünschst. Aber bis dahin wird es noch Jahre dauern. Dafür ist dein Kind noch zu klein. Es kann evtl etwas akzeptieren, was du willst/sagst/erwartest. Aber wenn es seine Grundbedürfnisse betrifft, wird es sicher nicht verstehen können im Sinne von Empathie, dass es dir manchmal zuviel wird.

Was ich im Umgang mit Kindern wichtig finde (da muß ich selbst gerade heftig an mir arbeiten....):
Bring dein Kind nicht in Situationen, in denen es sich aufgrund seines Alters oder Entwicklungsstandes oder Charakters nur falsch/unpassend verhalten KANN mit der Folge, dass du sauer oder genervt bist.

Wenn du also nicht ständig angenuckelt werden willst, dann ändere das und sei bitte nicht sauer/gestresst mit deinem Kind, weil es tut, was es bisher ja immer durfte und gerne tut.

Soll nicht patzig rüber kommen. Aber Initiative müssen doch in dem Alter eigentlich immer wir Eltern ergreifen, wenn etwas WIRKLICH nach Plan verlaufen soll.
mit T (2013) und T (2017)
warmbäuchlein
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Re: Brustjunkie-Dauernuckel-Kleinkind nachts abstillen

Beitrag von warmbäuchlein »

@Aquamarin

Danke, für Deinen Beitrag.
Deine Gedanken zum Thema Familienbett finde ich sehr nachvollziehbar. Und ich muss gestehen, manchmal denke ich auch, ob es vielleicht daran liegt, dass er manchmal so schlecht schläft.

Ich wüsste aber momentan für mich nicht, wie ich das ändern soll.
Auf der einen Seite, mache ich gerne Familienbett. Auf der anderen Seite, wüsste ich nicht, wie ich meinen Sohn davon langsam entwöhnen sollte. :?:
Ich versuche manchmal, mich nachts weiter wegzulegen. Aber dann kann ich beim jedem Wälzen nicht einschlafen, weil ich schon "darauf warte, dass er wieder sucht und in Folge meckert". Das passiert dann auch...
Und Aufstehen, um meinen Sohn zu Stillen, will ich auch nicht...

Bei Dir scheint das ja super geklappt zu haben.
Vielleicht muss mir da noch etwas einfallen.
Bisher habe ich gehofft, dass er von sich aus mal verstehen wird, dass es nachts nichts mehr gibt. Aber das wird sicher noch ein paar Monate dauern...


Ich fühle mich nicht total ausgelaugt, aber es ist manchmal eben sehr nervig. Vor allem, wenn ich mal selbst krank bin z.B.

Backenzähne kommen momentan auch. Also nicht der beste Zeitpunkt für Veränderungen... Vielleicht probiere ich mal zum Weihnachtsurlaub ein paar Änderungen.
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