Blutige Brustwarzen/Baby trinkt anfangs fast nur Blut

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Feuerkind
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Re: Blutige Brustwarzen/Baby trinkt anfangs fast nur Blut

Beitrag von Feuerkind »

gibt es nicht doch noch eine andere Möglichkeit außer einfach so durchzuhalten?

Ich kann nicht mehr und hätte ich Flasche und Milch da, dann hätte ich sie damit schon gefüttert

Ich kann mein Baby gar nicht mehr genießen, weil sobald sie die Augen aufmacht denke ich, ich muss sie gleich wieder stillen und habe so Angst davor. Meine Gedanken drehen sich nur darum, dass ich sie ja stillen muss.

Mein Mann kann langsam auch nicht mehr ertragen, dass ich beim stillen schreiend vor schmerzen sitze.

und fragt nun auch schon ob er nachher nicht lieber flasche und milch kaufen soll
Noch so eine Nacht ertrag ich nicht und dabei kam sie nur zwei mal die Nacht

Deidamaus ich schicke dir nochmal ein aktuelles Bild meiner Brustwarzen ich finde sie sehen schon wieder schlimmer aus. Kann man so wirklich weiter stillen?

Einerseits will ich weiter kämpfen, weil wir ja so lange schon durchgehalten haben, aber diese Schmerzen, ich ertrag das nicht mehr...ich will mein Baby genießen und nicht ständig Angst haben und sie hungern lassen (habe heute erst 2 mal gestillt)

Das Haus für ein Stillcafe zu verlassen kann ich mir momentan noch nicht vorstellen. Hier im Ort ist auch eines und ich hab der Stillberaterin die das leitet gestern auf den AB gesprochen, ich weiß nicht, ob mir vielleicht jemand vor Ort helfen kann?
...Bist so wunderschön und ich kann kaum ertragen wenn du weinst. Und es kann niemals eine Macht auf dieser Welt so stark wie diese Liebe sein... [ASP- Duett]

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deidamaus
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Re: Blutige Brustwarzen/Baby trinkt anfangs fast nur Blut

Beitrag von deidamaus »

Feuerkind hat geschrieben:Heute war die Hebamme da als ich gerade stillen wollte und hat sie mir dann einmal im liegen und einmal im football-griff angelegt
wenn mir jemand so hilft klappt das auch super, aber allein krieg ich es irgendwie nicht so hin
Leg dein Kind am Besten an, bevor es richtig hungrig ist.
Die Hebamme meinte sie saugt super und dockt super an, ich soll halt die stillposition wechseln um nicht so einseitig zu belasten
Ich würde die Position wählen, die am angenehmsten für dich ist.
Am schlimmsten ist echt halt der Anfang, wenn die Milch nicht mehr so raus sprudelt trinkt sie dann sehr ruhig, aber bis dahin ist es echt Horror und wir und alles um uns ist in Milch gebadet.
Kannst du erstmal ein bisschen Milch aus streichen, damit sie nicht so ertränkt wird?

Fotos habe ich bekommen *schüttel*.
Du hast mein vollstes Mitgefühl. Das muss richtig weh tun. ((((Feuerkind))))

Wunde BW und ihre Behandlung. Ich würde auf jeden Fall die Wunde nach dem Stillen desinfizieren (Octenisept z.B.), dann dick Salbe drauf, Brust Donut verwenden, häufig anlegen (dann spritzt die Milch nicht so) und bei Bedarf Schmerzmittel nehmen (Ibuprofen oder Paracetamol).

Rotlicht hilft oft auch beim Heilen. Hast du eine Rotlichtlampe da? Bietet deine Hebamme Laserbehandlung an? Hat sie etwas zu dem Aussehen deiner BW gesagt? Ich würde an deiner Stelle mal zum Gynäkologen gehen, wenn es die nächsten Tage nicht deutlich besser wird und mal abklären lassen, ob da eventuell eine Entzündung vorliegt, die behandelt werden muss.

Armes Feuerkind!

Ich hoffe, es wird bald besser.

Zungenband war okay?

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elaine83
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Re: Blutige Brustwarzen/Baby trinkt anfangs fast nur Blut

Beitrag von elaine83 »

Feuerkind hat geschrieben: Ich kann nicht mehr und hätte ich Flasche und Milch da, dann hätte ich sie damit schon gefüttert

Ich kann mein Baby gar nicht mehr genießen, weil sobald sie die Augen aufmacht denke ich, ich muss sie gleich wieder stillen und habe so Angst davor. Meine Gedanken drehen sich nur darum, dass ich sie ja stillen muss.

Mein Mann kann langsam auch nicht mehr ertragen, dass ich beim stillen schreiend vor schmerzen sitze
Du Arme!!! Ich fühle mit dir :*
Abpumpen hast du schon probiert, oder? Damit die BW etwas Zeit haben zu heilen?


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Re: Blutige Brustwarzen/Baby trinkt anfangs fast nur Blut

Beitrag von deidamaus »

elaine83 hat geschrieben:Achso, zum Bepanthen würde mich jetzt auch noch interessieren ob und wie man das vorm Stillen abwaschen muss (oder hab ich das jetzt überlesen?)...
Wenn du noch Salbe siehst, dann einfach vorsichtig mit einem Tuch abwischen. Der Geschmack von Salbe im Mund ist halt nicht so gut und wenn auf der BW noch viel Salbe ist, kann das Baby das Vakuum schlechter halten (weil einfach zu rutschig).

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Re: Blutige Brustwarzen/Baby trinkt anfangs fast nur Blut

Beitrag von deidamaus »

Abpumpen und stillfreundlich zufüttern wäre auch eine Alternative.

Hast du es schon mit Schmerzmittel probiert? Du kannst auch die BW vor dem Stillen mit Eis kühlen, das hilft oft auch. Und wenn es Montag nicht besser ist, geh zum Gynäkologen. Eventuell liegt eine Entzündung vor und die muss behandelt werden.

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Re: Blutige Brustwarzen/Baby trinkt anfangs fast nur Blut

Beitrag von kroschka »

Oh mann Feuerkind wie doof. :( Das hört sich echt schlimm an. Ich schick dir viel Kraft und gute Wünsche!
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Re: Blutige Brustwarzen/Baby trinkt anfangs fast nur Blut

Beitrag von AnnaKatharina »

Feuerkind hat geschrieben: bisher hatte ich so eine kleine Tube Lansinoh aus der Drogerie, nun hat mein Mann sich in der Apotheke Lanolin abfüllen lassen.
Das ist im Gegensatz zu dem Lansinoh gelb und riecht auch ziemlich streng- aber ist das trotzdem das richtige und ich kann es verwenden?
Vorsicht: Wenn man in der Apotheke "Lanolin" bestellt/sich abfüllen lässt, dann ist das meistens kein reines Wollfett, sondern eine Mischung aus 65% Wollwachs 20% Wasser und 15% Paraffin. (=Lanolin DAB)
Will man das Selbe wie in den kleinen Tuben von Lansinoh und so, muß man Wollwachs verlangen.
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deidamaus
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Re: Blutige Brustwarzen/Baby trinkt anfangs fast nur Blut

Beitrag von deidamaus »

Danke. Dies wusste ich nicht.
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Re: Blutige Brustwarzen/Baby trinkt anfangs fast nur Blut

Beitrag von Elke87 »

Aua aua aua, deine Situation kenne ich aus eigener Erfahrung leider nur zu gut!
Ich hatte auch lange Probleme mit blutigen BW und unerträglichen Schmerzen bei jedem Stillbeginn!
Ich saß da auch heulend, hab mir Sachen in den Mund gesteckt, um drauf zu beißen oder mein Mann musste meiner Tochter die Ohren zuhalten, damit ich wenigstens brüllen konnte, um es irgendwie zu ertragen. :| - und ich hab mich dabei gefühlt wie der größte Jammerlappen. :cry:
Ich hab damals ALLES ausprobiert und hatte tolle Unterstützung von meiner Hebamme, die allerdings irgendwann auch keinen Rat mehr wusste und meinte: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich das irgendwann sagen würde, aber du bist die erste frischgebackene Mama, der ich zum Abstillen rate!"
Meine Tochter hat auch immer wieder Blut gesaugt und irgendwann als wir gerade beim Kinderarzt waren, machte sie ein Bäuerchen und es kam ein großer grüner Schwall heraus - der Kinderarzt sagte, das hätte er so noch nie bei einem Säugling gesehen, es wäre aber ganz sicher *nur* mein Blut, ich müsste mir somit keine Sorgen machen und er meinte anerkennend, ich wäre ganz schön tapfer :roll:

Ich habe dann vier lange Wochen lang die Milch abgepumpt und mit der Flasche gefüttert (alle haben mir gesagt, wir würden danach eh nicht mehr stillen können). Das war mega stressig, weil meine Tochter immer alles aufgetrunken hat, was da war und sie sich immer eher gemeldet hat, als ich wieder pumpen wollte (und Abpumpen dauerte bei mir ewig). Hat auch alles nicht so richtig geholfen, zu allem Überfluss mussten wir in der Zeit noch mehrmals täglich Vojta-Turnen, was für mich grausam und zusätzlicher Stress war - ich hatte dann insgesamt 10mal Milchstau/Entzündung (in 12 Wochen) und war immer wieder kurz davor, es sein zu lassen. Als dann irgendwann mein Mann auch noch vorsichtig überlegte, ob es nicht vielleicht besser wäre, es einfach zu lassen (er hat mich davor bedingungslos unterstützt und meinen Wunsch dennoch zu stillen vor allen verteidigt)... da war ich richtig sauer und es hat sich bei mir irgendwie ein Schalter umgelegt. Ich hab dann nur noch auf meinen Bauch gehört, hab mich stundenlang mit meiner Tochter hingelegt, viel ausgeruht, Stillintervalle und Stillpositionen für uns "erfunden", die Blockaden meiner Tochter osteopathisch behandeln lassen (statt Vojta) und nur noch "Stillhilfsmittel" benutzt, die ich gerade vom Gefühl her "brauchte" (Mal waren es Quarkumschläge während der Entzündung, Kohlblätter, dann war es mal Heilwolle, Lanolin, dann waren es diese "Kappen", womit nichts an den frischen Krusten festpappen konnte,...).

Und es wurde dann langsam aber sicher besser! Ich konnte nach diesen wirklich harten Wochen dann doch noch völlig schmerzfrei stillen und stille immer noch (Töchterchen ist gerade 2). Es lohnt sich durchzuhalten! Und für mich die wichtigste Erfahrung: Bloß nicht stressen (lassen)!
Ursache für die Probleme waren bei uns einerseits die Blockaden bei unserem Kind und ein paar Besonderheiten bei mir (schreibe dir gleich eine PN, vielleicht trifft ja tatsächlich etwas davon auf dich zu).

Ich finde es jedenfalls klasse, dass du so für das Stillen kämpfst und drücke dir ganz fest die Daumen, dass für euch ganz bald eine unbeschwerte Stillzeit beginnt!
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Aurora
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Re: Blutige Brustwarzen/Baby trinkt anfangs fast nur Blut

Beitrag von Aurora »

Ach mensch, du arme :(
Ich hoffe daß es bald erträglicher für dich wird.
((()))

Ich hatte auch so heftig spritzende Milch - bei einer Seite wars nicht ganz so schlimm, also hab ich immer dort angefangen zu stillen. Und währenddessen auf der anderen SEite die Milch in ein Tuch/becher spritzen lassen. Ev. könntest du auch mit einer Milchpumpe ansaugen bis es spritzt, Milch dann ohne pumpen auslaufen lassen und dann erst das Baby anlegen. Nachts ist das natürlich echt blöd - ich hab da teilweise für mich den Wecker gestellt! - aber es ist vermutlich nur für kurze Zeit. Bei mir waren es glaub ich 3-4 Wochen und dann konnte ich nachts ganz normal im liegen/dunkeln stillen, und warten bis das Baby aufwacht. Herrlich!!

MAn darf nicht allzu große Erwartungen haben, am Anfang... hier war es von 3 Babys nur bei einem von Anfang an ein richtiger Genuß... bei Kind 1 und 3 war es anstrengend, schmerzhaft, tränenreich... das schöne genießen kommt bald, und es zahlt sich aus durchzuhalten.
Alles Gute!!!
LG von Aurora mit Sohn (12/05), Tochter (10/09) und Babysohn (03/13)

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