lesen durch schreiben - eine Art falsch zu lernen?

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Lalumama
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Re: lesen durch schreiben - eine Art falsch zu lernen?

Beitrag von Lalumama »

Nachdem an unserer Schule eine ganze Klasse gravierende Rechtschreibprobleme hatte durch diese Methode, wurde sie in der Klasse meines Sohnes nicht mehr ganz so streng angewandt. Die Eltern dürften immer korrigieren und jetzt im 2. Schuljahr korrigiert auch die Lehrerin alles.
Mein Sohn hat sehr schnell schreiben gelernt und Macht inzwischen kaum mehr Fehler!
Ich glaube auch, dass gute Schüler weniger Probleme haben, aber für diejenigen, die sich eh schon schwer tun, muss das sehr verwirrend sein... :?
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Nuala
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Re: lesen durch schreiben - eine Art falsch zu lernen?

Beitrag von Nuala »

Ich hab hier ein Vorschulkind und wenn sie was schreibt, dann korrigiere ich schon. Außer ich merke, dass sie damit gerade nicht umgehen könnte, weil labil oder zu stolz oder sonst was.
Ich korrigiere aber auch nicht von oben herab oder streng oder sonst wie gewichtig, sondern sag gleichzeitig klar und beiläufig, dass da eigentlich ein E dazugehört oder ein V statt F oder was auch immer.
Ich denke mir, dass Kinder es ja nicht nur machen wollen, sondern auch RICHTIG machen. Dh. zwar, dass ich mich zuerst gemeinsam mit dem Kind übers Machen selbst freue, und dann übers RICHTIG machen.
Klar ist es ärgerlich korrigiert zu werden. Und klar verunsichert das sensible Kinder mitunter sogar. Aber ich denke mir immer: wie würde ich es bei einer guten Freundin machen? Sie blöd sterben lassen (wie man so schön, wenn auch gemein sagt), oder ihr es sagen? Und WIE würde ich es ihr sagen? Ohne ein großes Fing draus zu machen, einfach nur als kurze "kollegiale" Info. No Drama. Fertig.
Ich mache selbst Fehler (in der Rechtschreibung wenig, aber im Rechnen bin ich zB. eine Niete), niemand ist unfehlbar. Ich versuche zu vermitteln, dass Fehler zum Leben dazu gehören. Dass man sie mit Humor nimmt oder sogar dankbar ist, weil man nun mal aus Fehlern lernt. Und klar, darf man sich auch mal tüchtig drüber ärgern. Das ist ok.
Ich finde wichtig, zu versuchen die Realität und den Alltag im Auge zu behalten und aus Nebensächlichkeiten kein großes Ding zu machen. Fata statt Vater - das ist kein großes Ding. Zu sagen: "Hey, schau mal eigentlich schreibt man das so: Vater, komisch gell, obwohls am Schluss wirklich wie a klingt." ist auch kein große Ding. Dauernd herummäkeln würde ich auch nicht, da hat man aber eh ein Gefühl für sein Kind. Aber keine Angst vorm Korrigieren! Wenn euer Kind auf den Teppich macht, sagt ihr ihm ja auch, dass man eigentlich aufs Klo geht, oder? Also, wo ist der Unterschied? :wink:
Großes Mädel 10/08 & kleines Mädel 04/11
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Nuala
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Re: lesen durch schreiben - eine Art falsch zu lernen?

Beitrag von Nuala »

PS: Das Fing da oben ist eigentlich ein Ding. :lol:
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Sonya
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Re: lesen durch schreiben - eine Art falsch zu lernen?

Beitrag von Sonya »

Diese Lehrmethode wird auch bei unserer Regelschule angewandt. Es war mit ein Grund mich dagegen zu entscheiden. Mir erschließt sich der Sinn nicht. Unsere Rechtschreibung hat Regeln, die sind fest und haben durchaus ihren Sinn. Manche Dinge fallen mir heute schwer, weil ich es damals in der Schule anders gelernt habe (vor der Rechtschreibreform). Z.B. mache ich oft Fehler bei ss und ß. Klar, die Regeln sind verständlich, aber beim anwenden kommen zig Jahre Gewohnheit dazwischen.
Ich halte es für unsinnig einem Kind etwas falsch beizubringen, nur um es dann zu korrigieren. Wenn der Hunt ein Jahr so geschrieben wird um zweiten Jahr ist das ein Fehler, dass muss doch frustrierend sein?

Die Zwillinge haben sich das schreiben und lesen quasi selbst beigebracht. Ich hatte zwei alte Lehrbücher von mir hier rumfliegen, die haben sie durch gearbeitet. Ich habe natürlich geholfen, aber die Initiative ging von ihnen aus. Da wurde auch Buchstabe für Buchstabe eingeführt. Bislang sind keine Klagen gekommen :wink:
Liebe Grüße

Lena
mit den Mädels L und M (04/08) und Sohnemann W (03/2011)

und dem Überraschungsdoppelpack unterwegs

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