Ich hab hier ein Vorschulkind und wenn sie was schreibt, dann korrigiere ich schon. Außer ich merke, dass sie damit gerade nicht umgehen könnte, weil labil oder zu stolz oder sonst was.
Ich korrigiere aber auch nicht von oben herab oder streng oder sonst wie gewichtig, sondern sag gleichzeitig klar und beiläufig, dass da eigentlich ein E dazugehört oder ein V statt F oder was auch immer.
Ich denke mir, dass Kinder es ja nicht nur machen wollen, sondern auch RICHTIG machen. Dh. zwar, dass ich mich zuerst gemeinsam mit dem Kind übers Machen selbst freue, und dann übers RICHTIG machen.
Klar ist es ärgerlich korrigiert zu werden. Und klar verunsichert das sensible Kinder mitunter sogar. Aber ich denke mir immer: wie würde ich es bei einer guten Freundin machen? Sie blöd sterben lassen (wie man so schön, wenn auch gemein sagt), oder ihr es sagen? Und WIE würde ich es ihr sagen? Ohne ein großes Fing draus zu machen, einfach nur als kurze "kollegiale" Info. No Drama. Fertig.
Ich mache selbst Fehler (in der Rechtschreibung wenig, aber im Rechnen bin ich zB. eine Niete), niemand ist unfehlbar. Ich versuche zu vermitteln, dass Fehler zum Leben dazu gehören. Dass man sie mit Humor nimmt oder sogar dankbar ist, weil man nun mal aus Fehlern lernt. Und klar, darf man sich auch mal tüchtig drüber ärgern. Das ist ok.
Ich finde wichtig, zu versuchen die Realität und den Alltag im Auge zu behalten und aus Nebensächlichkeiten kein großes Ding zu machen. Fata statt Vater - das ist kein großes Ding. Zu sagen: "Hey, schau mal eigentlich schreibt man das so: Vater, komisch gell, obwohls am Schluss wirklich wie a klingt." ist auch kein große Ding. Dauernd herummäkeln würde ich auch nicht, da hat man aber eh ein Gefühl für sein Kind. Aber keine Angst vorm Korrigieren! Wenn euer Kind auf den Teppich macht, sagt ihr ihm ja auch, dass man eigentlich aufs Klo geht, oder? Also, wo ist der Unterschied?
