2. Brustentzündung - Abstillen?

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deidamaus
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von deidamaus »

Wie hat dein Kleiner die Impfungen vertragen? Ich hoffe gut.
Für die Anregung der Milchproduktion ist jede Stimulation der Brust sinnvoll. Der Vorteil am Ausstreichen ist, dass du es jederzeit ohne grosse Vorbereitung (Becher und gegebenenfalls ein Tuch sind schnell besorgt) machen kannst. Und die Milch aus dem Becher kannst du dann direkt aus diesem verfüttern.

Liebe Grüße
Deidamaus
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RegenbogenMama
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von RegenbogenMama »

Hallo Deidamaus,

danke der Nachfrage, die Impfungen hat er gut vertragen, die Impfstelle ist noch etwas rot, aber ansonsten ist alles super. Er war zwar am Donnerstag sehr unruhig, aber ich glaube, dass es größtenteils am Wetter lag. Gestern dagegen war er total gut drauf. Mein Freund musste nur bis zum Mittag arbeiten und wir haben uns zu dritt einen knuddeligen Tag auf der Kuscheldecke gemacht.

Wir haben den Kleinen übrigens in der Nacht von Do. auf Fr. auf Anraten der Kinderärtzin nicht zum Füttern aufgeweckt. Das letzte Mal hat er ein Fläschchen gegen 16:30 gehabt, er war dann ja sehr unruhig und hat viel geweint. Ich habe ihn dann ein bisschen herum getragen und er ist im Tragetuch eingeschlafen. Gegen 18:30 habe ich dann ins Bett gelegt und er hat geschlafen und geschlafen, erst gegen 4:00 Uhr hat er sich wieder gemeldet (ich war schon echt nervös), aber geschrien hat er nicht vor Hunger. Die letzte Nacht das gleiche: Gegen 18:00 Uhr das letzte Mal gefüttert und dann bis 4:00 geschlafen... Ich weiß, ich sollte mich freuen, ist aber dennoch ein wenig seltsam für mich.

Das mit dem Ausstreichen funktioniert eigentlich ganz gut, man ist wirklich total flexibel. Wenn ich die richtige Position habe, kommt auch innerhalb kurzer Zeit ein wenig Milch, aber es ist leider zu wenig, um es aufzufangen. Die Milch spritzt ja auch nicht so raus, sondern tropft nur ganz langsam, und die Tropfen laufen an der Brust runter. Sehr lange geht es auch nicht, meist kommt schon nach ein paar Tropfen nichts mehr. Rechts geht es auf jeden Fall einfacher, links schaffe ich es oftmals nicht, dass Milch kommt. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich wie immer links weniger Gewebe und Milch habe, oder weil ich die Bewegung nicht richtig mache. Ich habe auch das Gefühl, dass die Brustwarzen davon ein wenig weh tun. Das sollten sie wahrscheinlich nicht, vielleicht müssen sie sich an den Druck gewöhnen, beim Pumpen ist es ja doch ganz anders. Mal schauen, wie es weitergeht.

Außerdem pumpe ich auch weiter fleißig. Eine wirkliche Verbesserung der Milchmenge ist leider noch immer nicht erkennbar. Ich denke es sind noch immer so zwischen 10 und 20 ml am Tag, pro Pumpgang schaffe ich in etwa den Boden des Fläschchens zu füllen. Hatte leider auch noch immer keinen MSR wieder gehabt. Seit guten 3 Wochen jetzt nicht mehr. Wenn ich anfange zu Pumpen habe ich immer das Gefühl, dass jetzt eigentlich was passieren müsste, aber ich spüre nichts und die Milch läuft auch nicht von alleine, es geht anscheinend nur dadurch, dass sie rausgesaugt wird.

Ich war auch heute wieder bei der Stillgruppe und habe kurz mit meiner Stillberaterin gesprochen. Sie denkt, dass es höchstwahrscheinlich nicht mehr möglich sein wird, die Milchmenge wieder zu steigern, aber ganz ausschließen kann man es natürlich nicht. Sie findet es auf jeden Fall sehr beeindruckend, was ich alles tue und bewundert mein Durchhaltevermögen. So eine Mama hat sie noch nie kennengelernt. Ich soll einfach mal versuchen ein bisschen mehr an mich zu denken und mir etwas gutes zu tun und vor allem die ganzen Kommentare von meiner Familie zu ignorieren, am besten gar nicht mehr mit ihnen darüber sprechen. Vielleicht geht es dann auch wieder mit der Milch bergauf. Wenn es mir möglich ist, sollte ich auch wieder versuchen, ihn mal wieder an die Brust anzulegen, und wenn es nur fürs Nuckeln ist, so ist es dennoch schön und kann auch ein bisschen was bewirken.
Sie wird mir das nächste Mal ein Buch über Adoptivstillen mitbringen, einfach mal zum lesen, da das ja super interessant ist, was alles möglich ist.

Vielleicht werde ich das mit der Umgewöhnung irgendwann doch noch einmal probieren. Zurzeit möchte ich aber noch ein wenig abwarten, wie sich jetzt alles weiterentwickelt.

Liebe Grüße
Regenbogenmama
Kuscheldrache - 16.07.2014
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RegenbogenMama
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von RegenbogenMama »

Hallo,

ich wollte mal wieder berichten, wie es mir geht. Ich pumpe jetzt 3x täglich und dazwischen streiche ich immer aus, wenn ich Zeit habe, aber tagsüber ist das ziemlich oft, und dann auch nachts, wenn ich den Kleinen füttere. Das Ausstreichen funktioniert inzwischen schon recht gut, ich habe so ziemlich den Dreh raus, dass die Milch schnell herauskommt, auch links. Wenn ich mich etwas nach vorne lehne schaffe ich es auch die Tropfen aufzufangen. Das einzige Problem ist einfach, dass nicht viele Tropfen kommen, meistens schaffe ich so zwischen 3 - 10 Tropfen pro Brust und Durchgang, nicht besonders viel... Wenn nichts mehr kommt wechsele ich auf die andere Brust und danach wieder auf die erste, bis nichts mehr herauskommt.

Gestern Abend beim Pumpen hatte ich das Gefühl, wieder einen schwachen MSR gespürt zu haben. Eine Zeit lang kam die Milch auch ziemlich zügig heraus. Gestern Abend und heute Morgen habe ich sogar jeweils 10ml pro Durchgang abpumpen können. Heute Nachmittag dagegen ist so gut wie nichts gekommen, auch mit Ausstreichen danach nicht.

Ich weiß nicht, ob ich mich über die Entwicklung freuen (dass die Milch anscheinend ganz langsam mehr wird, bzw. nicht ganz aufhört) oder verzweifelt sein soll (weil ~20ml am Tag ja gar nichts sind, keine Ahnung, ob das überhaupt etwas bringt, bzw. den Aufwand wert ist). Am Liebsten würde ich die Domperidon nehmen, die ich hier liegen habe, weil die Ergebnisse ja wirklich beeindruckend sind, was ich hier so gelesen habe, aber ich möchte das nicht zusammen mit den blöden Blutdrucktabletten nehmen, wegen Nebenwirkungen und so :( . Habe heute aber auf jeden Fall wieder eine neue Packung Bockshornkleekapseln gekauft, das reicht dann zumindest wieder für 2 Wochen.

Wenn das alles gar nicht besser wird, weiß ich nicht, wie lange es noch Sinn macht es weiter zu versuchen. Dabei habe ich mir das doch so sehr gewünscht. Ein bisschen Zeit gebe ich dem Ganzen aber auf jeden Fall noch.
Die Brust mag er zur Zeit auf jeden Fall gar nicht. Er schreit sie nur an, auch kein Nuckeln mehr...

Ich habe noch eine kleine Frage: Da beim Ausstreichen ja immer nur ein paar Tropfen kommen, kann ich die nicht wirklich verfüttern. Kann ich die Tropfen im Kühlschrank solange zwischenlagern und beim nächsten Mal (sagen wir mal immer ca. 1 Stunde später), dann mit dem gleichen Becher weitermachen und dann wieder in den Kühlschrank stellen, bis ich eine verfütterbare Menge zusammen habe? Oder sollte ich dafür immer einen frischen Becher verwenden und erst später zusammen schütten?

Schönen Abend wünsch ich euch allen noch!
RegenbogenMama
Kuscheldrache - 16.07.2014
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blueberry
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von blueberry »

Ganz kurzer, einhändig getippter Gedanke von mir zwischendurch:

Da jeder Tropfen Muttermilch wertvoll ist: wie wäre es, wenn Du die ausgestrichene Menge aus dem Becherchen mit einer Plastikspritze (gibts in der Apotheke: ohne Kanüle, ohne Gummidichtung - also zweiteilig) aufnimmst und daraus dann auch direkt verfütterst? 10ml-Spritzen z.B. sind später auch nützlich, wenn man mal irgendwelche Medikamente in Saftform geben muss. :wink:

Alles Gute!
LG, blueberry
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deidamaus
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von deidamaus »

Ich melde mich heute abend nochmal.

Wie geht es dir inzwischen?
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von RegenbogenMama »

blueberry hat geschrieben:Da jeder Tropfen Muttermilch wertvoll ist: wie wäre es, wenn Du die ausgestrichene Menge aus dem Becherchen mit einer Plastikspritze (gibts in der Apotheke: ohne Kanüle, ohne Gummidichtung - also zweiteilig) aufnimmst und daraus dann auch direkt verfütterst? 10ml-Spritzen z.B. sind später auch nützlich, wenn man mal irgendwelche Medikamente in Saftform geben muss.
Liebe Blueberry,
danke für den Tipp, das werde ich wahrscheinlich wirklich machen. Mit dem Becher ist es so, dass öfters mal was daneben geht, was wirklich bitter für mich ist, so viel habe ich ja nun auch nicht.
deidamaus hat geschrieben:Wie geht es dir inzwischen?
Danke der Nachfrage, Deidamaus, mir gehts mal besser, mal schlechter. Die letzten Tage war ich wieder etwas down, aber das lag wahrscheinlich daran, dass ich wieder meine Tage bekommen hab, da war ich schon immer etwas emotionaler. Die ganze Sache macht mich halt noch immer traurig, nachdenklich und wütend, vor allem wenn beim Pumpen mal wieder kaum etwas kommt oder der Kleine vor dem/beim/nach dem Füttern so bitterlich weint. Ich nehme halt immer an, dass es am Fläschchen liegt und alles so viel besser, wenn ich einfach stillen könnte.

Ansonsten muss ich sagen, dass es mit dem Ausstreichen immer besser läuft, fühle mich schon wie ein Melk-Profi, haha :). Habe heute über den Tag verteilt sicher knappe 10ml ausstreichen können. Wenn ich mal anfange geht es auch schon ziemlich schnell bis die erste Milch kommt, die Tropfen werden auch etwas größer, so dass man sie besser auffangen kann (ab und zu gehen sie dann schon auch noch daneben) und ich schaffe auch schon mehr Tropfen pro Seite. Es ist zwar irgendwie total seltsam das zu machen, aber es ist einfach so viel angenehmer und weniger stressig, das zwischendurch zu machen, als zu Pumpen, zumal beim Pumpen ja leider auch nicht mehr kommt. Gestern Abend und heute Vormittag habe ich jeweils 10ml abpumpen können. Ich denke also, dass ich jetzt pro Tag auf etwa 20ml+ komme, leider noch immer keine große Verbesserung, aber immerhin wird es nicht weniger... Ich möchte jetzt mal schauen, ob das häufige Ausstreichen die nächsten Tage jetzt vielleicht doch eine Verbesserung zeigt.

Ja, und wie schon erwähnt habe ich die letzten Tage noch ein paar mal versucht ihm ganz unverbindlich die Brust mit Hütchen anzubieten zum Nuckeln, aber kaum hat er es im Mund, fängt er fruchtbar zu schreien an. Aber an allem anderen nuckelt und kaut er herum :roll: . Er scheint zur Zeit einfach super empfindlich zu sein. Ansonsten geht es ihm aber sehr gut, endlich toleriert (von mögen sind wir leider noch entfernt) er es auch wieder auf dem Bauch zu liegen und hält den Kopf schon ganz toll hoch. Ich freue mich immer tierisch über jeden kleinen Entwicklungsschritt.

Ich hoffe dir und deiner Familie geht es auch gut. Wünsche dir noch einen schönen Abend!

Liebe Grüße
RegenbogenMama
Kuscheldrache - 16.07.2014
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deidamaus
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von deidamaus »

Hallo RegenbogenMama,

wenn es mit Ausstreichen besser klappt, als mit Pumpen, dann würde ich das Pumpen ganz sein lassen und nur Ausstreichen. Das kannst du ja dann auch viel besser in den Alltag einbauen und häufiger ausstreichen als du bisher abpumpst. Anders ist es schwierig, die Milchmenge zu steigern.

Hast du mal versucht, dein Baby mit BES und Flaschensauger auf der Brust zu "stillen"?

Liebe Grüße
Deidamaus
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von RegenbogenMama »

Hallo Deidamaus,

na ja, das Ausstreichen klappt nicht unbedingt besser als Pumpen, beim Pumpen kriege ich noch immer mehr Milch raus als beim Ausstreichen in der selben Zeit. Aber wie du gesagt hast, kann man das Ausstreichen wesentlich schneller und häufiger machen, was echt eine Erleichterung ist. Und ich merke wirklich eine ganz kleine Verbesserung seitdem ich so häufig ausstreiche. Die Menge steigt zwar nur ganz langsam, aber ich merke, dass zumindest die Tropfen, die kommen größer werden, so auch gerade beim Pumpen. Es waren zwar nur auch wieder ca. 10ml, aber wenn es dann mal läuft, dann kommen schon größere Tröpfchen auf einmal. Allerdings noch immer ohne merklichen MSR, also muss ich immer durch Massieren nachhelfen, was natürlich nicht so toll ist.
Ich versuche so gut wie alles, um den MSR auszulösen, Kuscheln, Baby anschauen/anfassen, vor dem Pumpen wärmen, aber es scheint einfach nicht mehr zu funktionieren :( .

Wenn es okay ist, würde ich mal weiter versuchen 2-3x täglich zu Pumpen und den Rest des Tages immer wieder Auszustreichen.

Meinst du, es ist okay, wenn ich vielleicht doch die Menge der Bockshornkleekapseln leicht erhöhe? Ich merke nämlich wirklich nichts von dem Geruch an mir.

Das mit dem BES und Flaschensauger habe ich mir ehrlich gesagt in den letzten Tagen schon öfters durch den Kopf gehen lassen, aber da die "normalen" Fütterungen schon meist sehr anstrengend waren, habe ich es nie probiert. Da mein Freund ihn nachts nicht mehr zum Füttern aufweckt, habe ich derzeit so gut wie 100% aller Mahlzeiten übernommen. Ich mache generell brav das Seitenwechseln und in Stillposition füttern Programm weiter. Mal schauen, vielleicht wage ich mich nächste Woche in aller Ruhe mal daran es zumindest mit BES und Sauger auszuprobieren. Was kann ich schon verlieren :lol:. Vielleicht funktioniert es ja und er kann sich langsam an das BES gewöhnen. Das wäre ja auch schon ein Fortschritt.

Ich hätte dann noch eine Frage zum Thema Vasospasmus: Ich habe zum ersten Mal hier im Forum darüber gelesen. Nun ist es so, dass bei mir etwa zwei Wochen nach der Geburt (etwa zu dem Zeitpunkt seitdem die Milchmenge anfangs zurückgegangen ist), die Brustwarzen innen so ziemlich von einem auf den anderen Tag heller geworden sind, fast wie meine normale Hautfarbe (also eher bleich), ganz außen habe ich einen dunkleren Ring. Die Brustwarzen sind auch öfters leicht gerötet und sehr trocken, ich habe aber auch sehr empfindliche Haut und Neurodermitis bei Stress und Hitze, von daher habe ich dem keine größere Bedeutung geschenkt, dachte das kommt einfach vom Pumpen. Ich schmiere täglich Lanolin und damit geht es eigentlich ganz gut, aber der Mittelteil ist und bleibt sehr hell.
Während der Schwangerschaft habe ich zu dem Femibion, was ich genommen habe, zusätzlich vom Frauenarzt Magnesium verschrieben bekommen (warum weiß ich nicht genau, dachte das ist Standard bei Schwangerschaften, mein Frauenarzt hat mir aber auch nie was erklärt, hatte nie Vorwehen oder Krämpfe), was ich auch regelmäßig bis etwa 3 Wochen vor der Geburt eingenommen habe, zum Schluss habe ich die Menge für eine Woche reduziert und dann habe ich es abgesetzt, ohne dass sich irgendetwas geändert hat. 4 Wochen vor der Geburt war ich nämlich in der Apotheke um mir eine neue Packung Magnesium holen und die Apothekerin hat mir gesagt, man sollte das im letzten Monat nicht mehr nehmen, da es die Wehen blockieren kann und die Geburt dann eingeleitet werden muss (Panik!).
Wirkliche Schmerzen habe ich keine, ab und zu tut es ein wenig weh, aber nichts schlimmes, nur etwas empfindlich. Nachdem meine Brüste dank der Entzündungen allerdings schon in den Händen und Augen mehrerer Ärzte und Schwestern gewesen sind, wäre es schon jemandem aufgefallen, wenn ich Vasospasmen hätte, oder? Kann das Hellerwerden auch von etwas anderem kommen?

Zum Schluss möchte ich mich noch einmal ganz doll für deine und eure aller Unterstützung und Hilfe bedanken. Ohne die hätte ich wohl schon lange aufgegeben. Danke!
Kuscheldrache - 16.07.2014
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von deidamaus »

Hallo RegenbogenMama,

ich hoffe, es geht dir gut? Ich hatte dir schon geantwortet, aber irgendwie ist der Beitrag wohl nicht abgesendet worden :?

Du kannst den Bockshornkleesamen gerne erhöhen. Dein Körpergeruch sollte sich deutlich verändern, dann stimmt die Dosierung.

Hast du es mit dem BES mal probiert?

Nach Vasospasmus hört sich das eigentlich nicht an. Schau hiermal aufs unterste Bild. Sieht das so aus? Sind die BW sehr kälteempfindlich?

Liebe Grüße
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?

Beitrag von RegenbogenMama »

Hallo Deidamaus,

jetzt habe ich gerade so viel getippt und du hast mir dazwischen geschrieben, ich lasse das mal unten so stehen.

Gut, dann erhöhe ich mal um eine Kapsel am Tag und schaue, ob es einen Unterschied macht.

Das mit dem Vasospasmus hätte mich auch gewundert, aber es sieht halt sehr komisch aus. So wie auf dem Bild sieht es auf jeden Fall nicht aus, und die BW sind auch nicht kälteempfndlicher als der Rest des Körpers. Wahrscheinlich ist es einfach nur heller, weil die Haut immer sehr schnell trocken wird und die Hautschuppen sich durch das Pumpen lösen und immer wieder frischen Hautzellen gebildet werden, die dann heller sind.

Ich will das BES unbedingt ausprobieren, aber irgendwie traue ich mich nach den letzten Versuchen nicht so ganz (siehe unten).

________________

Hallo,

ich wollte mich mal wieder melden. Ich weiß nicht, ob meine Fragen vielleicht übersehen wurden?

Wie schon geschrieben, hatte ich mir ja überlegt, dass ich es gerne nochmal mit der Umgewöhnung versuchen würde. Nun aber meine Hauptfrage, und bitte seid ehrlich: Macht das überhaupt noch Sinn? So langsam habe ich leider wirklich das Gefühl, dass es einfach nichts mehr wird. Wenn ich aber daran denke, wie schön es war, wenn er an der Brust war, dann würde ich alles dafür tun, dass es doch noch irgendwie möglich sein wird.

Mein Hauptwunsch wäre, dass mein Kleiner meine Milch bekommt. Wie ist mir vordergründig egal. Umso angenehmer es für uns ist, natürlich umso besser. Alles andere wäre Bonus. Kuscheln geht auch ohne Stillen bei uns sehr gut. Aber wenn es noch einen Fünkchen Hoffnung geben sollte, möchte ich das mit dem BES natürlich nochmal probieren.

Mit Ausstreichen und Pumpen kriege ich derzeit etwa 15-20ml/Tag heraus, ein bisschen was geht daneben und von dem, was ich ihm füttere läuft auch wieder was wieder aus dem Mund heraus... Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob das irgendetwas bringt. Ich möchte, dass die Menge endlich wieder ansteigt. Ich weiß, dass die Menge, die man abpumpt natürlich nichts über die Menge aussagt, die durch das Saugen des Babys gebildet werden, aber irgendwann muss doch mal einen wirklichen Anstieg merken, oder? Ich habe ja auch schon mehr alleine nur durchs Pumpen geschafft. Ich pumpe 2x am Tag morgens und abends jeweils so 20-25 Minuten, da erst nach einiger Zeit überhaupt was kommt und wenn dann nur mit Massieren. Tagsüber streiche ich die letzten Tage durchschnittlich alle 1-2 Stunden aus, in der Nacht so alle 3-4 Stunden, so viel ich halt raus bekomme.

Ich nehme weiterhin 3x3 Bockshornkleekapseln täglich, Geruch merke ich keinen an mir. Domperidon würde ich gerne nehmen, aber mit dem Blutdrucksenkenden Mittel zusammen geht es wohl nicht. Vielleicht frage ich das nächste Mal noch einmal meine Ärztin, was sie dazu sagt, aber da ich ja spätestens mit 4 Monaten (in 2 Wochen also) abstillen soll, weiß ich auch nicht, was ich erwarten soll.

Ich habe auch noch immer keinen MSR. Ich hatte im letzten Monat wenn dann nur 3x beim Pumpen das Gefühl, dass er ausgelöst wurde. Früher habe ich das andauernd gespürt, beim Pumpen konnte ich ihn durch Massage immer auslösen, sogar beim Füttern mit der Flasche, beim Wickeln, beim Kuscheln (mit Baby oder Freund), und zwischendurch immer wieder spontan (sogar beim Einkaufen!). Manchmal bilde ich mir ein Ziehen ein, aber von alleine läuft einfach nichts mehr. Kann das an der niedrigen Milchmenge liegen, oder ist es der Stress, den ich mir mache? Kann er nach so einer langen Zeit wieder zurück kommen?

Derzeitig bekommt er etwa 5, manchmal nur 4 Fläschchen am Tag, wenn er länger schläft oder früher einschläft, á durchschnittlich 150 - 180ml. Die Zeiten sind täglich sehr unterschiedlich, seitdem wir ihn nachts nicht mehr wecken. Nach dem ersten Fläschchen nach 0:00 Uhr (irgendwann zwischen 1:00 Uhr und 6:00 Uhr) meldet er sich etwa alle 4 Stunden. Ich füttere die Seiten immer abwechselnd und so nah am Körper wie möglich, allerdings mit nur einem Saugertyp. Beim Füttern fängt er manchmal zu Schreien an, und ich weiß nicht warum. Oft sind es Blähungen, aber manchmal kann ich es einfach nicht einordnen. Den Schnuller versuche ich so gut wie möglich zu reduzieren, nachts ist es allerdings schwierig, da er oft sehr unruhig (ein)schläft. Ich freue mich zwar, dass er so aktiv ist, aber er zappelt einfach nachts zu viel und weckt damit sich selber und mich die ganze Zeit auf. Dann ist der Schnuller das einzige, was ihn etwas beruhigt. Er kann aber auch gleichzeitig schnullern und zappeln. Heute sollte endlich der neue/größere Puckschlafsack kommen, dann wird es hoffentlich wieder besser.

Was soll ich nun am besten machen? Wie gehe ich die Sache am besten an, wenn ich es nochmal versuchen will? Ich möchte es so gut vorbereitet wie möglich angehen.

Danke noch einmal für alles!

Liebe Grüße
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