Jede Nacht ein Kampf

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Lisusa
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Jede Nacht ein Kampf

Beitrag von Lisusa »

Ich melde mich nach längerer Abwesenheit auch einmal wieder mit einem Thema, das mir auf der Seele brennt.

Mein Sohn ( wird im Oktober 3) war von Anfang an ein schrecklicher Schläfer. Er wurde bis auf wenige Ausnahmen bis er 27 Monate alt war nachts stündlich wach.

Was das Schlafen anging, lief es bei uns so:
Einschlafstillen und nachts bei jedem Aufwachen Stillen bis er 20 Monate alt war, da kam er nachts meist stündlich, zum Teil wurde er halbstündlich wach.
Mit 20 Monaten zur Nacht hin nach Gordon abgestillt, da wurde das Schlafen für 1,5 Monate besser, er hat auch mal 4-5 Stunden am Stück geschlafen. Dann wurde es wieder schlechter.
Von 20-24 Monaten habe ich das Stillen immer mehr reduziert und dann zum zweiten Geburtstag abgestillt.

Schlafen im FB bis er 27 Monate alt war. Mit 27 Monaten ins Beistellbett, nach zwei harten Nächten schlief er dann deutlich besser, das hielt wieder für etwa 1,5 Monate an, dann wurde er wieder stündlich wach.
Mit 29 Monaten der Umzug ins Kinderzimmer, er schlief im Gitterbett mit vorne offenem Gitter, ich lag die ersten Nächte auf einer Matratze bei ihm ihm Zimmer, dann als er sich eingewöhnt hatte, nur noch Einschlafbegleitung bis er schlief und dann raus aus dem Zimmer. Da hat er begonnen, öfter durchzuschlafen.
Nach etwa 1,5 Monaten wieder öfter wach, kurz danach kam unser Baby auf die Welt und seither wieder eine deutliche Verschlechterung, er wurde wieder wahnsinnig oft wach. Zudem stand er morgens nun immer früher auf. Vorher schlief er meist von 21:00-8:00, jetzt nur noch von 21:00-6:00, mittags immer zuverlässig zwei Stunden ganz ohne Probleme.


Mit etwa 33 Monaten wurde er dann wieder stündlich wach nachts, mit 34 Monaten dann habe ich angefangen, alleine einschlafen zu üben. Also Abendritual, dann rausgehen, ich sass in der Küche ( neben seinem Zimmer) und ging immer wieder zu ihm rein wenn er geweint hat und ansonsten wenn er gerufen hat habe ich ihm aus der Küche geantwortet.
Nach drei Tagen ging das alleine Einschlafen sehr gut und er wurde nachts auch wieder weniger wach.

Einen Monat später dann der Supergau.
Nachts wieder stündlich wach und der Mittagsschlaf wurde zum Kampf- wenn er nicht im Auto einschlief, weigerte er sich, sich mittags hinzulegen, das ging bis zu 2 Stunden am Stück mit toben, aus dem Zimmer rennen, das volle Programm. Parallel dazu wollte er auch abends nicht mehr ins Bett gehen. Morgens ist er um 5 wach und will aufstehen.
Das geht nun seit einer Woche so.
Ich habe nun nach Anraten seiner Betreuerin im Kiga ( er geht 14 Stunden die Woche auf 4 Tage verteilt) begonnen, den Mittagsschlaf zu kürzen ( weil er mir abends an Tagen mit langem Mittagsschlaf nicht mehr vor 22 Uhr eingeschlafen ist) und will er mittags nicht schlafen, dann muss er nicht, aber er soll sich dann zumindest 15 Minuten, wenn möglich länger, ausruhen.
Sie hat mir also geraten, ihm abends eine Alternative anzubieten. Will er nicht im Bett schlafen, dann soll ich ihm eine gemütlich eingerichtete Ecke zum Schlafen anbieten.
Das schlug aber Fehl, er wollte immer da sein, wo wir uns gerade aufhalten und da ist er dann so abgelenkt, dass er nicht einschläft.
Schlafen gehen ist jetzt mit vielen Tränen verbunden und mit grenzenloser Frustration auf beiden Seiten.
Ich will ihn nicht autoritär zwingen, ins Bett zu gehen, ich will nicht lauft werden oder ihn 50 Mal und mehr wieder ins Zimmer bringen ( letzten Montag habe ich bei 50x aufgehört zu zählen). Das entspricht mir und meiner Art der Erziehung nicht und würde ihn nur noch mehr durcheinanderbringen.

Der Mittagsschlaf geht gut, wenn er im Auto nach dem Kiga einschläft, ich trage ihn in sein Zimmer und wecke ihn nun aber nach einer Stunde wieder. Freitags geht er nicht in den Kindergarten- dementsprechend wollte er heute nicht mittags in seinem Zimmer schlafen. Ich habe ihm angeboten, dass das ok sei, er sich aber bitte eine Weile ausruhen soll während ich in meinem Schlafzimmer das Baby hinlege.
Er hat solange ein Buch angesehen und kam dann zu mir ins Schlafzimmer, hat sich zu Baby und mir ins Bett gelegt und ist sofort eingeschlafen.

So. Mir zeigt das, dass er vermutlich einfach bei uns sein will und bei uns schlafen will. Wäre auch alles kein Problem, wenn die Grundvoraussetzungen anders wären.
Er hat einen wahnsinnig leichten Schlaf, Jedes kleine Geräusch weckt ihn auf. Mein Baby wacht nachts stündlich auf. Das heisst, wenn der Grosse bei uns im Schlafzimmer wäre, würde er ständig aufwachen
Mein Mann ist geschäftlich sehr oft weg und arbeitet furchtbare Schichten. Aktuell kommt er oft nachts erst um 1 heim, da würde der Grosse aufwachen. Dann muss mein Mann morgens oft um 5 aufstehen. Da würde er gleich mit aufstehen wollen.
Dann schläft er allgemein so unruhig wenn er bei einem im Bett schläft , dass er sich die ganze Nacht herumwälzt. Da kann keiner schlafen, der neben ihm liegt.
Schlafen bei uns im Zimmer fällt also aus.

Einschlafbegleitung ist auch schwierig.
Durch das Baby und die Tatsache, dass ich abends meist alleine bin mit den Kids, kann ich bei dem Grossen nicht jeden Abend im Zimmer bleiben, bis er eingeschlafen ist. Das kann schon mal 30 Minuten oder länger dauern. Und wenn er nachts aufwacht kann ich auch nicht unbedingt so lange bei ihm bleiben, bis er wieder tief schläft, denn in der Zwischenzeit wacht garantiert das Baby auf und weint und verlangt nach mir.
Mein Mann muss Ende nächster Woche für einen ganzen Monat weg. Wenn ich nur daran denke, was uns allen da bevorsteht, könnte ich auf der Stelle losheulen. Mit dem aktuellen Theater und Stress, den wir abends haben, sobald die Bettzeit kommt, dazu dann das Baby? Ich weiss nicht, was ich machen soll.
Familie haben wir hier keine, die wohnen 10 Flugstunden entfernt.

Ach so, unser Bettritual ist wie folgt:

Abendessen, dann in die Dusche.
Dann 15-20 Minuten eine ruhige Kindersendung ansehen ( wir sehen oft dieselbe Folge mehrere Tage hintereinander an, also ist es nichts uafgregendes, dramatisches, neues für ihn- wir machen das auch schon seit etwa 6 Monaten, und zwischendurch war das Schlafen ja auch öfters wochenlang problemlos).
Nach dem Fernsehen lesen wir noch 2-3 Bücher, das dauert nochmal etwa 10-15 Minuten. Dann Licht aus, Nachtlicht an, wir singen Schlaflieder ( nochmal etwa 5 Minuten). Ich wünsche ihm eine gute Nacht und gehe aus dem Zimmer.
Seit wir das alleine einschlafen geuebt haben, war ich dann immer in der Küche nebenan, er kam meist ein oder zwei Mal aus dem Zimmer, wollte dass ich nochmal zu ihm komme und singe, was ich auch gemacht habe, und dann schlief er innerhalb von 15 Minuten ein.
Und dann ganz urplötzlich vor einer Woche das ständige Herausrännen aus dem Schlafzimmer, er wird völlig wild und überdreht, lacht, macht Unsinn und wenn er dann vor Müdigkeit fast umfällt, dann fängt er an zu weinen und zu brüllen.
Und egal wie ich versuche darauf zu reagieren, es funktioniert nicht und er schläft nicht.

Seit 4 Monaten ist unser Baby auf der Welt, ihm gegenüber zeigt der Grosse keinerlei Missgunst- er ist liebevoll zu ihm und beschäftigt sich viel und gerne mit ihm. Er bekommt von uns viel Aufmerksamkeit und auch 1:1 Zuwendung ( zB wenn das Baby schläft) und ist über den Tag ein ruhiger, friedlicher, fröhlicher Junge. Momentan will er mehr Aufmerksamkeit als sonst und will viel umarmt werden, will auch viele Küsse geben. Das fing an, als das Einschlafen sich so verschlechtert hat. Ich denke, er kommt mit der Schlafsituation nicht zurecht und will sich bestimmt so versichern, dass man ihn weiterhin lieb hat.

So, das war nun ein ganzer Roman, aber ich wollte versuchen, die Situation so gut wie möglich zu beschreiben.
Ich habe mir heute das Kleinkinderschlafbuch von Pantley bestellt, für das Schlafen statt Schreien ist er ja schon zu alt, das habe ich auch hier und damals gelesen, als er noch deutlich kleiner war.
Ich moechte, dass unsere Abende für alle wieder entspannter werden, dass er sich sicher genug fühlt, schlafen zu gehen, dass er nachts nicht wieder stündlich bei mir am Bett steht und die Nacht nicht morgens um 5 zuende ist. Ich mache das nun mit Unterbrechungen seit 3 Jahren mit und kann einfach nicht mehr. Zumal das Baby durch diese Situation deutlich zu kurz kommt, weil ich versuche, mich so gut es geht tagsüber mit dem Grossen zu beschäftigen, so dass er sich nicht zurückgesetzt fühlt, weil der Kleine bei uns im FB schlafen darf.

Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen.
Viele Gruesse,
Lisusa und little Man, *Oktober 2011
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Re: AW: Jede Nacht ein Kampf

Beitrag von Marlio »

Knapp da vom Handy: sein Bett oder die Matratze zu euch ins Schlafzimmer, solange er die Rückversicherung braucht, ginge das? Dann ist er bei euch aber nicht im selben Bett. Oder bei Dir einschlafen lassen und dann rüber tragen?

Ich schick Dir ne Portion Kraft wenn Du magst. Hab auch so einen schlechten Einschläfer, das strengt an.

Gesendet von meinem GT-I8190 mit Tapatalk 2
Unser Blubberchen kam am 26.11.12 zur Welt - "Wir lieben Dich weit inniger, als Licht und Luft und Freiheit!"

Wenn ein Kind...
-kritisiert wird, lernt es zu verurteilen. -angefeindet wird, lernt es zu kämpfen. -verspottet wird, lernt es schüchtern zu sein. -beschämt wird, lernt es sich schuldig zu fühlen.
-verstanden und toleriert wird, lernt es geduldig zu sein. -ermutigt wird, lernt es sich selbst zu vertrauen. -gelobt wird, lernt es sich selbst zu schätzen. -gerecht behandelt wird, lernt es gerecht zu sein. -geborgen lebt, lernt es zu vertrauen. -anerkannt wird, lernt es sich selbst zu mögen. -in Freundschaft angenommen wird, lernt es in der Welt Liebe zu finden.
(Text über dem Eingang einer tibetischen Schule)
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Re: Jede Nacht ein Kampf

Beitrag von Lisusa »

Das Problem ist dabei, dass ich dann schlafen gehen müsste, wenn er ins Bett soll. Denn wenn da dann Licht an ist oder sich noch jemand regt,schläft er nicht ein.
Ich bin bis vor 3 Monaten jeden Abend mit ihm schlafen gegangen, d.h. mein Tag war dann im Prinzip auch um 20:00 zu Ende, und das seit seiner Geburt vor fast drei Jahren. Für meine Ehe war das natürlich auch eine Belastung, denn wenn mein Mann da ist, hatten wir dadurch quasi nur am Wochenende Zeit, Zeit miteinander zu bringen und uns zu unterhalten. Unter der Woche kommt er spät heim, wir essen, dann spielen wir noch, dann macht einer von uns den Grossen fertig und dann ist Bettzeit.
Da waren die letzten paar Monate, in denen er alleine eingeschlafen ist, wirklich sehr wichtig für meinen Mann und mich und unsere Beziehung zueinander.
Aber abgesehen davon ist er eben auch oft wahnsinnig oft weg- und das Baby ist nun schon in dem Alter, in dem es nicht mehr unbedingt ruhig und still liegt,bis der Grosse schläft.
Das heisst wenn der Grosse bei uns im Schlafzimmer wäre, könnte er wahrscheinlich nicht einschlafen, weil der Kleine brabbelt, erzaehlt und unterhalten werden will.

Dadurch ist die Matratzenvariante bei mir im Schlafzimmer nicht unbedingt praktikabel.

Was ich vergessen hatte zu erwähnen- die letzten drei Nächte wurde er zumindest weniger oft wach, kam nur zwei Mal in mein Schlafzimmer. Beim ersten Mal habe ich ihn immer zurück in seiner Zimmer gebracht, gesungen, bis er fast eingedoest war, und bin dann raus. Da ist er recht gut wieder eingeschlafen.
Beim zweiten Mal ins Schlafzimmer kommen war es immer schon um die 5:30, da habe ich ihn dann ins Bett gelassen und er hat nochmal geschlafen, bis das Baby das nächste Mal aufgewacht ist, war meistens etwa eine Stunde später.

Letzte Woche ( von Sonntag morgen bis Mittwoch) wollte er schon immer zwischen 4:30 und spätestes 5:30 aufstehen. Da ist das zumindest eine leichtere Verbesserung. Aber er muss ja auch totmuede sein, dadurch, dass der Mittagsschlaf nun kürzer ist als sonst.
Bis einschliesslich Freitag vor einer Woche hat er jeden Tag ganz zuverlässig zwei Stunden mittags geschlafen. Der Mittagsschlaf war seit Januar völlig unproblematisch. Er war Schlag 12:15 totmuede, ich habe ihn ins Bett, gesungen und er war innerhalb von 5 Minuten eingeschlafen. Da gab es kein einziges Mal, dass er nicht freiwillig mittags schlafen wollte. Auch abends ging er gut ins Bett, das Problem war da eigentlich nur das ständige Aufwachen nachts.
Und dann urplötzlich letzten Samstag eine absolute Aversion gegen den Mittagschlaf und seither ist jegliches Einschlafen problematisch, ausser er schläft im Auto ein und ich trage ihn ins Haus.
Aber ewig um den Block fahren ist auch nicht unbedingt ideal, da das Baby im Auto meistens weint. Manche Fahrten wie zum Einkaufen fahren oder in den Kiga lassen sich nicht vermeiden, aber ich will den Kleinen ungern jeden Abend ins Auto packen und durch die Gegend fahren, da er sich dabei furchtbar aufregt und es ihn durcheinander bringt. Da schläft dann vielleicht der Grosse ein ( im Auto kann es noch so laut sein, da schläft er ein), aber der Kleine ist dann so aufgebracht, dass ich den abends nicht zum Schlafen bringen würde.

Das einzige, was mir spontan einfällt, während ich hier schreibe ist, den Kleinen, wenn mein Mann dann ab Ende nächster Woche für einen Monat weg ist, ist das TT zu packen und dann im Zimmer herumzulaufen, während der Grosse einschlaeft. Evtl. geht das. Zumindest übergangsweise bis der Grosse die Ablehnung gegen das Einschlafen im Kinderzimmer wieder überwindet?
Viele Gruesse,
Lisusa und little Man, *Oktober 2011
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Re: Jede Nacht ein Kampf

Beitrag von Lisusa »

Mist, ich hatte vergessen, dass es hier keine Editierfunktion gibt. Ich meinte, dass er die letzten paar Nächte immer jeweils nur etwa 2x pro Nacht in mein Schlafzimmer kam, statt die Wochen davor 3-5x oder mehr.
Viele Gruesse,
Lisusa und little Man, *Oktober 2011
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Sakura
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Re: Jede Nacht ein Kampf

Beitrag von Sakura »

(((Lisusa)))
Genau so habe ich es gemacht mit Baby und Kleinkind, wenn ich mit den Mäusen allein war: Baby umbinden, und dann im Bett Kleinkind die Hand halten.

Was mir noch einfällt: würdet ihr es drauf ankommen lassen, dass der Große sich an die Geräusche des Kleinen gewöhnt? Meine Große hat auch einen sehr leichten Schlaf, die ersten paar Monate haben die Kinder sich gegenseitig geweckt :? . Aber irgendwann hat sich die Große an die Kleine gewöhnt und wacht heute nicht mehr auf, wenn diese nachts meckert.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

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Lisusa
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Re: Jede Nacht ein Kampf

Beitrag von Lisusa »

Ihn wieder ganz in unsrem Schlafzimmer schlafen lassen will ich nicht. Ich habe ihn über Monate hin langsam ausquartiert und war froh, dann einfach mal wieder im Schlafzimmer Fernsehen schauen zu können, nachdem er geschlafen hat,oder auch mal ein Buch lesen zu können. Mit ihm im Schlafzimmer wäre dann ja wieder um 20:00 Licht aus.

Nachdem er letzte Nacht anstatt einzuschlafen wieder 15 Minuten völlig überdreht aus dem Zimmer gerannt kam, bin ich zu ihm reingelegen und er ist nach etwa 20 Minuten eingeschlafen und ich konnte raus. Mein Mann war zuhause, da war der Kleine bei ihm und ich beim Grossen. Als er im Tiefschlaf war, bin ich raus.
Die Nacht hat er sogar gut geschlafen und kam erst morgens um kurz vor 6 zu uns und wollte aufstehen.

Ich denke ich werde das jetzt wieder jeden Abend machen, insofern es sich mit Baby realisieren lässt, wenn mein Mann Ende der Woche für einen Monat weg muss.
Und dann wieder nach und nach einen Schritt weitergehen und hoffentlich geht er dann irgendwann wieder nach dem Ritual alleine einschlafen. Also erst wieder bei ihm im Bett liegen bis er schläft, dann neben dem Bett auf einem Stuhl sitzen, dann im Tuerrahmen und so weiter. So hatte ich es damals gemacht, als wir den Transfer vom Einschlafen im Arm zum Alleine einschlafen geuebt hatten, das ging insgesamt glaube ich über etwa einen Monat hinweg.

Wie lief den gerenell der Uebergang bei euch vom Gitterbett zum richtigen Bett?
Ich glaube, dass das bei uns der Auslöser war. Er hatte seit er im eigenen Zimmer war ein Gitterbett, bei dem aber die vordere Seite zur Hälfte offen war, so dass er nach Belieben rein und raus konnte- aber da war eben doch eine kleine Begrenzung da und das Bett war kleiner.
Vor zweieinhalb Wochen haben wir dann sein Bett zum Jugendbett umgebaut, weil er nachts so im Bett gewühlt hatte, dass er immer irgendwo angestossen war und darum oft wach wurde.

Und eine Woche nach dem Umbau zum grossen Bett fing er dann mit dem aktuellen Problem, dem nicht mehr im Zimmer schlafen wollen und ständig herausrennen an.

Vielleicht ist es ihm auch einfach zu viel Platz und er fühlt sich unsicher oder kommt mit dem vielen Platz ohne Begrenzung nicht klar.

Ach... Und dann die schlauen Kommentare aus dem Umfeld, man könne einen Dreijährigen doch ruhig auch mal brüllen lassen und einfach die Türe abschliessen, der sei ja kein Baby mehr und wolle nur testen. Nunja.
Ich weiss aber, dass der Bub von Natur aus wahnsinnig sensibel ist. Klar, der testet nun mit dem Herausrennen natürlich auch, wie weit er gehen kann- aber nach den paar Abend, an denen er sich in Rage geweint hatte vor Aerger und Frustration, dass ich ihn immer wieder zurück ins Bett getragen hatte, war er die Tage danach ziemlich durch den Wind. Wollte sich kaum von mir anfassen lassen, war schnell frustriert und hat auch am Tag über Kleinigkeiten geweint und war einfach nicht er selbst.
Der Bursche ist ein Riesen Sensibelchen, mit Hauruckmethoden würde ich vermutlich sein ganzes Vertrauen in mich erschüttern und wenn es blöd läuft ein lebenslanges Schlafproblem hervorrufen
Viele Gruesse,
Lisusa und little Man, *Oktober 2011
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Re: Jede Nacht ein Kampf

Beitrag von Lisusa »

Hier mal ein Update.
Ich mache nun seit meinem letzten Post wieder Einschlafbegleitung. Es geht erstaunlich gut, obwohl ich das Baby mit dabei habe, mein Mann ist ja mittlerweile weg. Also das Einschlafen geht erstaunlich gut.
Er braucht nach dem Ritual meist nochmal 15-20 Minuten bis er tief schläft und ich aus dem Zimmer kann.Die ersten Nächte wurde er auch relativ wenig wach nachts, aber seit vorgestern ist nun wieder das nächtliche Aufwachen das Problem, nicht mehr das Einschlafen.

Vorgestern wurde er 8x wach nachts.
Letzte Nacht war er abends so müde, dass er um kurz vor 20:00 geschlafen hat. Um 22:00 kam er kurz um mich zu holen, ist aber sofort wieder eingeschlafen, nachdem ich ihn auf die Toilette gesetzt habe und ihn danach ins Bett gelegt habe.
Dann wurde er um 1 wach, da musste ich etwa 10 Minuten bei ihm am Bett sitzen.

Dann um 3:30 war er wach und konnte trotz immenser Müdigkeit partout nicht mehr einschlafen. Ich war eine Stunde bei ihm drin- als er endlich eingeschlafen war bin ich raus, 15 Minuten stand er schon wieder da, diesmal ohne Hose und meinte, er hätte ins Bet gepinkelt.
Dann habe ich ihn zu mir ins Bett, wo er nochmal von etwa 5-6 geschlafen hat. Dann ist er aufgestanden, in sein Zimmer gelaufen und hat sich da ins Bett gelegt, konnte aber natürlich nicht alleine einschlafen und hat mich gerufen. Ich bin zu ihm, habe versucht ihn zum Schlafen zu bringen, musste dann aber raus, weil das Baby aufgewacht ist und geweint hat.
Kurz danach kam der Grosse dann wieder zu mir ins Bett und hat da nochmal bis um 7:30 geschlafen.

Ich bin erledigt. Denn zu den Zeiten, in denen er geschlafen hat, war der Kleine meist wach und der braucht aktuell immer etwa 15 Minuten, um wieder einzuschlafen. Ich bin quasi seit 3:30 wach :(

Seit ein paar Tagen lese ich das Kleinkinderschlafbuch von Pantley. Das gibt es soweit ich weiss in Deutschland nicht, dort wurde nur das für Babys gedruckt. Jedenfalls hat Pantley auch ein Buch für Kleinkinder und Kindergartenkinder, in das ich mich nun einlese. Ein paar Tips habe ich bereits umgesetzt, seither klappt das Einschlafen deutlich besser. Aber das nächtliche Wachwerden ist nun das Problem. Irgendwas ist immer :(
Gestern habe ich nun versuchsweise einen Bedampfer für sein Zimmer bestellt, das man mit ätherischen Oelen füllen kann, dazu einmal Lavendeloel und eine Schlafoelmischung für Kleinkinder. Vielleicht hilft ihm das noch ein wenig?
Viele Gruesse,
Lisusa und little Man, *Oktober 2011
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Re: Jede Nacht ein Kampf

Beitrag von Lisusa »

Ich muss nun den Grossen für den Kindergarten fertig machen, dann schreibe ich später mal, wie unser Tag in der Regel abläuft und wie das umgestaltete Abendritual aussieht. Vielleicht hat jemand von Euch noch Ideen?
Viele Gruesse,
Lisusa und little Man, *Oktober 2011
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Re: Jede Nacht ein Kampf

Beitrag von Sakura »

Hm... Schlimmer geht es doch eigentlich gar nicht mehr (((Lisusa))). Würde Dein Grosser wirklich noch schlechter schlafen, wenn er im gleichen Raum wie das Baby schlafen würde, also im Schlafzimmer?
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
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