Fruktoseunverträglichkeit

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

Ayra
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Fruktoseunverträglichkeit

Beitrag von Ayra »

Hallo zusammen,

wer von euch kennt sich da aus? So wie ich dass sehe ist fructose ja in fast allem drin wass wir essen. Lohnt sich eine Ernährungsberatung? Ich finde dass gerade sehr schwierig sich da zurechtzufinden.

Danke
LG
Ayra

Mein Tag hat 24 Stunden, 2 Kinder und einen Mann. Deswegen kann ich nicht immer zeitnah antworten :-)
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Salo81
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Re: Fruktoseunverträglichkeit

Beitrag von Salo81 »

Huhu,

ich mag hier mal mitverfolgen.
Die Kleine von Floras Patenonkel hat das auch, wir trafen die Familie gestern.

Die Mutter erzählte mir, das es im DM fruktose-freie Gummibärchen gäbe und auch Reis-Sirup, den die Kleine als Honigersatz aufs Brötchen ißt.

LG
Salo
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Seerose
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Re: Fruktoseunverträglichkeit

Beitrag von Seerose »

Ayra hat geschrieben:Hallo zusammen,

wer von euch kennt sich da aus? So wie ich dass sehe ist fructose ja in fast allem drin wass wir essen. Lohnt sich eine Ernährungsberatung? Ich finde dass gerade sehr schwierig sich da zurechtzufinden.

Danke
Hallo Ayra,

darf ich mal aus reiner Neugier fragen wie das nachgewiesen wurde?

Ich hab demnächst auch einen Atemtest mit meiner Tochter im Krankenhaus, so daß wir hoffentlich danach wissen woran wir sind.

Ich denke wichtiger als ne Ernährungsberatung ist ein Ausprobieren was Dein Kind verträgt und was nicht. Ich tu dies gerade seit Wochen, aber leider stellt sich immer wieder heraus daß sie überhaupt nichts verträgt. Wir drehen uns gerade im Kreis. :roll:
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Liebe Grüße,
Seerose
Omama
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Re: Fruktoseunverträglichkeit

Beitrag von Omama »

Ich habe (mit fast 2 diagnostiziert - damals noch mit Atemtest)
hereditäre (also angeborene) Fruktoseintoleranz. (Enzymstörung, die zu Leberschädigung führt)

das ist zunächst was anderes als die erworbene FI, die sich über Darmprobleme äußert. (Fruktosemalasorbtion)

Welche meinst du?
Was möchtest du wissen?

Hier (www.frusano.de) gibt es jede Menge explizit fruktosefreie Produkte, auch Marmelade etc.
Hier eine Adresse für grundlegende medizinische Infos http://fructoseintoleranz.de/ zur angeborenen FI http://fructoseintoleranz.de/?cat=40
dort steht auch was zur FM http://fructoseintoleranz.de/?cat=34

beide sachen sind grundverschieden,
bei der angeborenen Variante MUSS man jegliche Fruktose meiden (sonst führt das zu Leberversagen schlimmstenfalls)
Mit den Jahrzehnten (wie bei mir jetzt) lernt der Körper auch, zumindest kleine Mengen "durchzulassen", im Kindheitsalter muss man da aber noch sehr streng sein (z.B. keine Tomaten, keine Möhre, kein Kohlrabi usw.)
Bei der FM KANN man ausprobieren, was man verträgt und was nicht.
10/2012 und 01/2015
EUfqtw

Re: Fruktoseunverträglichkeit

Beitrag von EUfqtw »

Mein Sohn hat eine erworbene Fructoseunverträglichkeit.

Festgestellt per Atemtest in der Klinik.
Wir fanden die Ernährungsberatung gut, es hat für uns nochmal etwas Licht ins Dunkel gebracht. Da er auch eine Laktoseintoleranz hat, von der wir schon seit 4 Jahren wissen, war das ganze Thema aber nicht mehr so neu für uns.

Ja, bei DM gibt es fruktosefreie Gummibärchen :D Ganz wichtig hier, er liebt nämlich Gummibärchen, wo er sonst nicht so der Süßigkeitenesser ist. Schokolade gibt es dort auch.

Beim Kochen und Süßen ersetze ich Zucker mit Traubenzucker, beim Backen mit Reissirup (den ich aber in großen Behältern kaufe ;) ), da ich da mit Traubenzucker nicht so klarkomme.


Schlimm ist hier die Gemüserohkost. Er hat immer Unmengen Tomaten und Paprika gegessen.
Tomaten verträgt er gar nicht, Paprika nur die grünen in kleinen Mengen (ca eine halbe pro Tag).
Omama
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Re: Fruktoseunverträglichkeit

Beitrag von Omama »

Von einem H2-Atemtest ist wegen den folgenden Nebenwirkungen, die auftreten können abzuraten: Leber- und Nierenschädigung, Übelkeit, Oberbauchbeschwerden, Durchfälle. Ausserdem ist mit dem Fructosetoleranztest (Fructosetrunk mit anschliessenden H2-Atemtest) keine genaue Differentialdignostik möglich (Quelle: Hr. Prof. H.-J. Böhme, Fr. Prof. Dr. med. Y. S. Shin, 2001).

Es gibt nur vier Labors in Deutschland, die die beschriebene molekulargenetische Diagnostik durchführen können. Zu fast 100 % kann eine HFI durch Veränderungen im Aldolase B-Gen (Fructose-1-Phosphat-Aldolase) nachgewiesen werden. Für die Analyse genügen 3-5 ml EDTA-Blut, das aus der Vene entnommen wird. EDTA ist die Akürzung für Ethylen Diamin Tetra Azetat und verhindert die Blutgerinnung. Jeder Praktische Arzt sollte spezielle kleine mit EDTA versehene Kunststoffröhrchen für eine Blutabnahme vorrätig haben. Dies kann mit gewöhnlicher Post am Wochenanfang versandt werden: Bitte setzten Sie sich vorher mit einem der 4 angegebenen Labors in Verbindung wegen dem Entnahmetermin. Ein Überweisungsschein vom Arzt und eine Kostenübernahme von der Krankenkasse sind beizulegen, die bei begründeten Verdachten ausgestellt werden.
Weil der Atemtest (für die !angeborene! Variante als Diagnosemöglichkeit) angesprochen wurde,
will ich das mal einwerfen (von: http://fructoseintoleranz.de/?cat=28)

Zur diagnose von Fruktosemalasorbtion schreiben sie hier:
Seit März 1993 erreichen uns fast täglich Anfragen zu diesem Krankheitbild. Hier einige Hilfestellungen zur Diagnose:

Nur in seltenen Fällen zeigen die Laborbefunde schlechte Werte an. Das dürfte mit eine Erklärung dafür sein, dass die behandelnden Ärzte ihren Patienten die Beschwerden nicht glauben.

Kann aufgrund eines Ernährungsprotokolls belegt werden, dass durch den Verzicht auf Süßigkeiten und Obst innerhalb 2-3 Tagen keine merkliche Besserung eintritt, sollte dem Arzt das Protokoll vorgelegt werden. Somit erübrigt sich ein Fructosetrunk mit anschließendem H2-Atemtest! Der Arzt ist nun gefordert. Er muss unterscheiden, ob hier nur eine intestinale Fructoseintoleranz = Fructose – Malabsorption (Sorbit-Malabsorption) vorliegt, oder ob es sich um eine hereditäre Fructoseintoleranz handelt.
Quelle:http://fructoseintoleranz.de/?cat=34
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Re: Fruktoseunverträglichkeit

Beitrag von Omama »

Ein Atemtet (oder Trunk+Atemtest) sagt nicht zwangläufig etwas darüber aus, ob es sich um eine FI oder eine FM handelt, siehe oben.
10/2012 und 01/2015
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Re: Fruktoseunverträglichkeit

Beitrag von EUfqtw »

Omama hat geschrieben:Ein Atemtet (oder Trunk+Atemtest) sagt nicht zwangläufig etwas darüber aus, ob es sich um eine FI oder eine FM handelt, siehe oben.

Da die Probleme hier erst nach einigen Jahren auftraten und er außerdem kleinere Mengen beschwerdefrei verträgt, sehe ich keinen Grund, der Klinik die Diagnose FM nicht zu glauben.
Omama
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Re: Fruktoseunverträglichkeit

Beitrag von Omama »

Ich sage ja nur, dass es in der Aufgabe des Arztes liegt, zu schauen, welche Ursache die Unverträglichkeit hat, FALLS ein Atemtest positiv ausfällt.
NUR der Test an sich sagt nichts darüber aus, ob es sich um eine FI oder FM handelt.

Ich zweifle das auch nciht an :wink:, will bloß zu bedenken geben, dass Fruktoseintoleranz nicht gleich Fruktoseintoleranz ist!
(Ich wäre damals als Baby fast gestorben, bis endlich eine diagnose stand!).

Darum ging es mir v.a.
Beide vertragen Fruktose nicht, aber die Ursache (und auch Konsequenzen) sind im Falle von FI und FM verschieden.

Ich vertrage auch überhaupt keinen Paprika, schon gar keine roten.
Tomaten schmecken mir einfach nicht. (Aversion)
Süßes auch kaum, ist mir schnell zu viel.
Und ich leide auch unter Übelkeit und Blähungen, wenn ich mich mal falsch ernähre.

wie gesagt, Frusano ist prima für Ersatzprodukte, ansonsten ändert sich das immer mal wieder, welcher Zucker wo drin ist.
Da muss man immer wieder lesen, manchmal sind die Zutatenlisten nach Jahrzehnten plötzlich anders, oder mal so, mal so.

Traubenzucker und Reissirup als direkter Süß/Backzucker.
Stevia mittlerweile auch (da gibts auch Schoki von denen)
Lindt macht leider keine Diät-Schoki mehr.
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Seerose
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Re: Fruktoseunverträglichkeit

Beitrag von Seerose »

Omama hat geschrieben:Ein Atemtet (oder Trunk+Atemtest) sagt nicht zwangläufig etwas darüber aus, ob es sich um eine FI oder eine FM handelt, siehe oben.
Hmm und Leberschaden als Nebenwirkung ist auch nicht toll.
Oder kommt der Leberschaden von Fructose generell? Dann dürfte meine Tochter keine Leber mehr haben, sie ißt täglich Tomaten..

Ehrlich gesagt war ja aus meiner Sicht der Atemtest die letzte Hoffnung.

Die Alternative dazu sind diese o. g. 4 Labore? Wo sind die denn? Weißt Du das, Omama?


vom Handy getaptalkt..
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Liebe Grüße,
Seerose
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