
ja ja, hier in Koblenz gab es das auch oft: krebbelsche, dübbekooche, zu beidem entweder Salat oder Apfelmus oder beides, gedämpfte und ähnliches
Wurde vermischt mit Schleswig-Holsteiner Küche: Grünkohl, szegediner, Kartoffeln mit Stippe, Königsberger Klopse, Himmel und Erde (hier auch mit Kartoffeln und Äpfeln)...
Ansonsten noch Klassiker wie Erbsensuppe mit Würstchen, Linsensuppe, Kartoffelsalat mit Würstchen, heiße Fleischwurst, fischstäbchen, Hühnerfrikassee, Milchreis, Gemüsesuppe mit lecker Suppenfleisch (meine Schwiemu schmeißt das immer weg, könnte ich noch nie fassen), Erbsen und Möhren durcheinander ( mit Kartoffeln), Leber mit viel Zwiebeln ( ich hab's gehasst), Pfannkuchen, Markklößchensuppe, Nudeln mit hackfleischsoße, Lachs in Sahnesoße, germknödel mit Mohn und Butter, Kartoffeln mit Béchamelsoße, kirschmichel (brotauflauf mit Kirschen) ...
Alles in allem würde ich sagen, dass ich viel gesünder koche und vor allem nicht überall noch ein Stück Butter reinhaue bzw gar nicht erst zb mit Butter brate. Und dann dieses viele Fleisch! Fast kein Gericht fleischlos! Und dann morgens und abends immer Brot. So viel Brot. Abends dann sich wieder meist mit Leberwurst, Fleischwurst, teewurst und Co. Kann ich heut alles nicht mehr essen. Deswegen war mein Leibgericht auch schon als Kind Kartoffeln mit Stippe. Soßen waren bei meiner Mutter meist Mehlschwitzen mit Sahne abgeschmeckt. Ein wunder, dass wir nicht aussehen wie Hefekuchen. Es wurde auch nix weggeschmissen und alles x mal wieder aufgewärmt oder weiterverarbeitet. Keine Ahnung wie oft ich schon gewärmten Spinat als Kind bekommen habe, wie oft Schimmel von Brot und käse einfach abgeschnitten wurden... Ach und aus saurer Milch wurde Dickmilch mit Schwarzbrot gemacht.
Und bei meiner Schwiemu ist heute noch überall Brühe drin (das Pulver halt, keine Würfel). Schrecklich.
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