2. Brustentzündung - Abstillen?
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2. Brustentzündung - Abstillen?
Hallo,
ich habe in den letzten Tagen schon viel im Forum gelesen und bin einfach begeistert, wie nett und hilfsbereit hier alle sind.
Nun möchte ich euch auch meine "Still"geschichte erzählen und hoffe, dass ihr noch irgendwelche Tipps habt oder mir irgendwie helfen könntet, denn anscheinend stehe ich am Anfang vom Ende. Hintergrund von allem ist, dass ich bereits die 2. Brustentzündung innerhalb von 5 Wochen habe, und ich stille noch nicht einmal voll, oder halb, wenn man es so sieht. Ich möchte mich schon jetzt einmal für den langen Text entschuldigen, der jetzt folgt.
Leider weiß ich heute, dass ich sehr viele Fehler gemacht habe und zu sehr auf andere gehört habe, anstatt einfach das zu tun, was ich will und was mein Instinkt mir sagt. Heute bin ich sehr viel schlauer, da ich viel gelesen und mich informiert habe. Leider kann ich die Zeit nicht mehr zurückdrehen und habe letztendlich versucht, das Beste draus zu machen, aber leider kam alles immer anders als erwartet.
Ich bin 31 Jahre alt, und mein Sohn, der am 16.07.2014 zur Welt gekommen ist, ist mein erstes Kind. Bei der Geburt hatte mein Baby ein Gewicht von genau 3000g bei 48cm. Es war eine spontane, termingerechte Geburt ohne Komplikationen, ich bin nur ziemlich übel gerissen und musste über eine Stunde genäht werden. Das erste Mal durfte ich dann nach etwa 2 Stunden versuchen ihn anzulegen (es war leider niemand frei um mir zu helfen) und es funktionierte einfach nicht, da er nur geschlafen hat. Den restlichen Tag bin ich aufgrund des vollen Krankenhausprogramms kaum zum Anlegen (und auch nicht zum Schlafen) gekommen. Am Abend dann wollte eine Kinderschwester mit mir zusammen das Stillen üben. Dabei hat sie festgestellt, dass ich ziemlich extreme Hohlwarzen habe und hat mir das Stillen mit Hütchen gezeigt. Habe alle paar Stunden versucht ihn anzulegen, bei etwa jedem 2. Mal hat es auch funktioniert, dass er mit Hütchen gesaugt hat, die anderen Male war er einfach zu müde. Generell hat er die erste Zeit eigentlich fast nur geschlafen. Auch in der Nacht bin ich kaum zum Schlafen gekommen, da das Baby meiner Zimmerkollegin, bis 4 Uhr durch geschrien hat.
Am zweiten Tag habe ich dann weiter versucht ihn mit Hütchen zu stillen, aber es kam einfach keine Milch. Mein Baby hatte auf irgendwas im 2800g Bereich abgenommen. Eine Schwester hat dann mit mir auch das Stillen im Liegen geübt, natürlich auch mit Hütchen. Er hat brav gesaugt, aber noch immer nichts an der Milchfront.
Am dritten Tag war mein Schatz dann wieder bei der Kontrolle und ich wurde ins Kinderzimmer gerufen. Sie sagten mir, dass mein Sohn schon über 10% abgenommen hat und schon total gelb ist. Es muss jetzt unbedingt zugefüttert werden, wir könnten nicht mehr auf die Milch warten. Praktischerweise war schon ein perfekt vorbereitetes Fläschchen im Wagen bei meinem Baby. Da ich mich noch dran erinnerte, dass sie bei der Stillvorbereitung gesagt haben, dass man nur im allerschlimmsten Notfall mit Flasche füttern würde und da ich total gestresst war, nahm ich irgendwie an, das mein Baby kurz vorm Sterben ist und gab ihm unüberlegt das Fläschchen. Das hat er dann auch komplett und ohne Probleme leer getrunken. Sie gaben mir auch Milchbildungstropfen und eine Pumpe zur Anregung der Milchbildung. Ich sollte nun alle 3 Stunden etwa abpumpen. Gleichzeitig sollte er alle 3 Stunden zugefüttert werden. Endlich kamen auch ein paar erste Tropfen, aber viel zu wenig, um es ihm zu geben. Am Nachmittag war ich dann durch alles was passiert ist und die Übermüdung absolut fertig und hatte einen kleinen Nervenzusammenbruch. Am Abend hat dann noch eine Schwester geschaut, wie es mit dem Stillen läuft und dabei hat sie festgestellt, das der Kleine immer seine Unterlippe beim Saugen einzieht und sich dabei das Hütchen verzieht. Sie meinte, dass es wohl mit meinen Brustwarzen und seinem Mund so gut wie nicht möglich sein wird zu stillen. Ich sollte einfach tagsüber abpumpen und ihm das zusammen mit pre Nahrung füttern und immer mal wieder versuchen ihn anzulegen, er könnte das eventuell noch lernen. Irgendwie war ich in dem Moment erleichtert, dass ich nicht unbedingt Stillen musste, weil mir das furchtbaren Stress verursacht hatte.
Am vierten Tag kam dann endlich die Milch und ich bekam beim Pumpen meine ersten 10/20 ml zusammen, die man ihm mit ins Fläschchen geben konnte. Es gab auch Entwarnung: Mein Baby hat wieder zugenommen auf 2820g und durfte entlassen werde, ich allerdings habe erst für den nächsten Tag das okay bekommen, also mussten wir noch einen Tag dort bleiben, obwohl ich unbedingt nach Hause wollte. Das Anlegen funktionierte jetzt immer seltener, etwa nur jedes 3. Mal, dann hat er aber auch brav gute 20 Minuten gesaugt, im Hütchen war aber keine Spur von Milch zu entdecken. Am nächsten Tag dann durfte auch ich endlich gehen. Kaum war ich zuhause und endlich etwas ruhiger, liefen mir die Brüste aus, allerdings hatte ich kein Stillhütchen, so dass ich nur pumpen konnte.
Schon von Geburt an, war es so, dass die rechte Brust immer mehr Milch gab, sowohl beim Pumpen als auch beim Auslaufen war es so, dass die rechte Brust ca. doppelt bis 3-mal soviel Milch hergab als die linke.
Am 21.07 waren wir das erste Mal bei der Kinderärztin, inzwischen hatte er mit 3005g /50cm sein Geburtsgewicht wieder erreicht und war kerngesund. Sie hat uns auch empfohlen einen Schnuller zu verwenden, damit er nicht an der Hand saugt, er kennt ja eh schon den Flaschensauger. Ich war nicht begeistert, aber so schnell wie mein Freund den gekauft und dem Kleinen in den Mund gesteckt hat, konnte ich nicht schauen. Am selben Tag geschah dann aber auch noch etwas, womit ich nie gerechnet hatte: Mein Vater rief mich an (meine Familie lebt in Deutschland, ich in Österreich) und erzählte mir, dass er sich nach über 30 Jahren von meiner Mutter trennen würde. In diesem und weiteren Telefonaten erzählte er mir was alles über die Jahre passiert war und wovon ich nichts wusste. Meine Mutter wollte erst gar nicht mit mir sprechen und hielt sich meist immer sehr kurz. Die ganze Geschichte hat mich zu der eh schon schweren Lage mit einem Neugeborenen zuhause + Stillprobleme dann noch zusätzlich belastet.
Die nächsten zwei Wochen habe ich mich dann nur mit Pumpen über Wasser gehalten, bis ich endlich die bestellten Hütchen erhalten habe. Glücklicherweise wurde die Milch kontinuierlich mehr. Habe etwa drei Mal am Tag gepumpt und dann gegen Ende der Woche zwischen 50 bis 130 ml pro Pumpgang und etwa 170-200ml pro Tag geschafft, was mich ziemlich glücklich gemacht hat. Diese Milch gaben wir zu je 30/40/50ml anstatt pre Milch ins Fläschchen dazu. Das Stillen mit Hütchen habe ich mehr oder weniger aufgegeben und mich nur aufs Pumpen konzentriert, weil das auf jeden Fall funktionierte. Die ganze Familie von meinem Freund sagte mir, dass meine Milch wohl bald wieder weg sein werde, sie haben ja auch alle nicht Stillen können, und wie schön und einfach es ist dem Baby ein Fläschchen zu geben, was ich überhaupt nicht teilen konnte. Am 28.07. hatte er bei der Kinderärztin 3200g.
Nach den zwei Wochen musste mein Freund wieder zur Arbeit und ich war ganz alleine mit dem Kleinen zuhause, was das Pumpen erschwerte. Teilweise kam ich nur einmal am Tag abends zum Abpumpen, da mich mein Baby die ganze Zeit auf Trab hielt, um meine Brüste irgendwie zu entleeren pumpte ich dafür immer länger. Beim Pumpen selber kam dann immer weniger, dazwischen liefen mir aber die Brüste aus. Am Ende der dritten Woche schaffte ich dann nur noch 100ml täglich und ich geriet in Panik. Ich pumpte immer mehr und mehr, bis ich Schmerzen in den Brüsten bekam. Hatte erst einen Milchstau rechts, dann links, dann wieder rechts, der sich dann in Woche 4 zu einer Brustentzündung rechts entwickelte. Ich bekam ein Antibiotikum und Paracetamol, die Milch pumpte ich weiter ab, aber wir entschieden uns sie wegzuschütten. Weiterhin blieb die Menge der abgepumpten Milch auf 100ml täglich, natürlich mit leichten Schwankungen, aber immerhin wurde es nicht weniger, was mich zumindest ein bisschen beruhigte und hoffen lies. Die Brustentzündung war zum Glück schnell abgeheilt und bereits 2 Tage später fühlte ich mich wieder kerngesund.
Durch die Brustentzündung wachgerüttelt, da entgegen allem, was ich oder andere mir einredeten, ich dennoch einfach nur stillen wollte, fing ich an online zu recherchieren. Ich fand eine Stillberaterin, die auch eine Still- bzw. Babygruppe gleich bei mir in der Nähe hatte. Der nächste Termin am 22.07. hatte zufälligerweise das Thema Stillprobleme. Ich hatte ein wenig Angst, dass die anderen Mütter mich vielleicht alle fertig machen oder abschätzig behandeln würden, da ich nicht stille, aber ich fasste all meinen Mut zusammen und beschloss hinzugehen. Sogar meine Schwiegermama war bereit mich zu begleiten. Ich durfte allen unter Tränen meine ganze Geschichte erzählen, wie alles schief gelaufen ist und es waren alle so lieb und herzlich und verständnisvoll. Ich sagte, dass es mir für den Moment erst einmal reichen würde, wenn ich nur die Milchmenge wieder erhöhen könnte, denn das Vollstillen hielt ich eh schon nicht mehr für möglich. Die Stillberaterin empfahl mir Bockshornkleekapseln, dass ich natürlich die Häufigkeit des Pumpens erhöhe, auf ein Doppelpumpset wechsele und auch das Brusternährungsset, um die Milchmenge wieder zu steigern.
Die Bockhornkleeextraktkapseln nahm ich ab da täglich, 2 Stück a 40mg (laut Verpackung die maximale Tagesdosis) und erhöhte die Anzahl des Pumpens auf erstmal 5-6 Mal (mein Baby trank zu der Zeit etwa 6-7 Fläschchen pro Tag, nach dem Füttern, wenn er ruhig war, habe ich gleich gepumpt). Ich bestellte mir das Doppelpumpset, eine Handpumpe für die Nacht und das BES. Knapp eine Woche später benutzte ich dann nur noch das Doppelpumpset, was zumindest die Pumpzeit von 30 auf 15 Minuten reduzierte und zwischendurch die Handpumpe, die erstaunlicherweise fast mehr Milch lieferte als die elektrische Pumpe, da sie meiner Meinung nach einen stärkeren Sog hat. Aber alles ist natürlich kein Vergleich zu dem gewesen, wie mein kleiner Schatz saugt.
Am 28.08. waren wir bei der Kinderärztin und mein kleiner Schatz war sehr gut gewachsen und hat gut zugenommen: 4490g /56cm.
Am Wochenende (30. - 31. 08.) und nach eingehendem Studium, beschloss ich dann auch das BES auszuprobieren, wenn auch mein Freund zur Assistenz zuhause ist. Hatte soweit alles vorbereitet, bin dann allerdings auf dem Sofa eingeschlafen und mein Freund weckte mich erst dann, als der Kleine schon sehr unruhig war. Ich wollte es aber unbedingt versuchen, aber ein unruhiger Säugling, der sich eh schon mit der Brust schwer tut, + das ganze wackelige Gebilde mit Schläuchen und Stillhütchen, haben nur ein noch unruhigeres, schreiendes Baby hervor gebracht. Unter Tränen schüttete ich die Milch wieder zurück ins normale Fläschchen und gab ihm die Milch so. Danach habe ich leider nie wieder den Mut gehabt es noch einmal auszuprobieren.
Allerdings versuchte ich ab und an wieder ihn so mit Hütchen (ich hatte andere gefunden als die im Krankenhaus, die weicher waren und besser hielten) anzulegen, was teilweise sogar geklappt hat. Ich lies ihn 3/4 des Fläschchens trinken, bis man es ihm ohne Geschrei wegnehmen konnte und mogelte ihm dann die Brust unter. Dies lies mich irgendwie wieder hoffen, und ich ärgerte mich nur noch mehr, dass ich eigentlich viel zu früh aufgegeben hatte und wirklich geglaubt hatte, dass es mit meiner Brust und seinem Mund gar nicht ginge. Das einzige Problem dabei war eigentlich immer nur, dass er sobald er die Brust im Mund hatte und ein Paar Mal dran saugte, mit der Burstwarze im Mund einschlief... Es gab aber auch wenige Versuche, wo er schon 5-10 Minuten brav gesaugt hat. Gleichzeitig versuchte ich an meinem Milchspendereflex zu arbeiten, und habe es soweit gebracht, dass die Milch gleich in den ersten Sekunden im Trichter, manchmal sogar gleich nach der Massage langsam lief.
Am 05.09. war dann wieder Babytreff und meine Stillberaterin und ich kamen leider zu dem Ergebnis, dass sich an der Milchmenge rein gar nichts geändert hat. Sie lag pro Tag weiterhin bei 100ml, mal 85, mal 110, einmal sogar 140ml, aber es wurde einfach nicht mehr mehr. Je öfter ich pumpte, desto weniger kam bei einem Mal raus, wenn ich ein Mal auslies, kam beim nächsten Mal die Menge von beiden Malen zusammen raus. Sie erklärte mir, dass ich mich leider, so weh es auch tut, dass ich mich mit den 100ml arrangieren muss, dafür könnte ich dann auch wieder seltener pumpen, oder aber als letzte Möglichkeit blieb noch das Motilium/Domperidon.
Ich war zwiegespalten, wollte ich doch wirklich alles probieren, bevor ich komplett aufgebe. Ich verringerte die Anzahl des Pumpens zuerst auf 4 Mal ohne Änderung, dann auf 3 Mal ohne Milchmengen Änderung. In der folgenden Woche am 11.09. hatte ich einen Termin bei meiner Hausärztin, wegen Blutdruckkontrolle. Einen Monat vor der Geburt wurde bei mir ein erhöhter Blutdruck festgestellt. Vor der Geburt nahm ich jeweils 2 halbe Aldometil/Methyldopa, was gut funktionierte, nach der Geburt musste ich vom Krankenhaus dann 3 ganze pro Tag nehmen und inzwischen wurde es nach und nach auf eine halbe am Morgen wieder reduziert. Bei der Gelegenheit fragte ich meine Ärztin, was sie den generell vom Motilium zur Milchmengensteigerung halten würde. Sie konnte mich verstehen und verordnete mir mal eine Packung und ich sollte es für zwei Wochen testen. Leider war das Medikament bis diese Woche Montag (22.09.) nicht lieferbar und auch mein Freund war nicht begeistert von der Idee. Er hatte gehofft, dass ich endlich mit der Geschichte abgeschlossen hätte.
Irgendwie war mein Ehrgeiz geweckt worden und versuchte etwas Neues: Vom 15. - 17.09. machte ich es tagsüber so, wenn ich alleine war, dass ich meinem Baby erst ein Fläschchen gab (er hat einen ca. 4 Stunden Fütter Rhythmus am Tag), dann pumpte, dann nach etwa 2-3 Stunden, wenn er etwas geschlafen hatte (meist nur so 20-30 Minuten durchgehend am Tag) und gut drauf war, ihn einfach anzulegen. Er hat zwar meist erst etwas protestiert, hat dann aber erstaunlicherweise recht oft 10-30 Minuten gesaugt (manchmal wieder mit einschlafen dazwischen) und das Beste war, dass ich das erste Mal wirklich Milch im Hütchen sah. Ich konnte also annehmen, dass er das erste Mal wirklich von mir getrunken hatte, was für mich wie ein kleines Wunder war. Leider war ich nach den drei Tagen und dem vollen Programm völlig fertig und lies das zusätzliche Stillen erst einmal sein. So konnte ich mich dann auch irgendwie mit meinen 100ml soweit arrangieren. Das Abpump Ergebnis hat sich durch das zusätzlich Stillen übrigens nicht verändert und lag weiter bei ~100ml.
Letzten Samstag (20.08.) wachte ich dann mit Schmerzen in der rechten Brust auf, beim Wickeln und noch einmal kurz danach liefen beide Brüste aus, genauso wie am Anfang noch. Ich wärmte sofort die Stelle, pumpte ab, bis nichts mehr wirklich kam und kühlte die Brust dann. Ich legte mich noch einmal kurz hin und schlief noch etwas. Beim nächsten Aufwachen fühlte ich mich dann gleich schon kränklich, am Vormittag pumpte ich nochmal mit der Handpumpe ab und kühlte die Brust, aber bereits kurz nach Mittag hatte ich 38,5° Fieber. Diesmal entwickelte sich alles so viel schneller, als bei der ersten Brustentzündung. Als ich das meiner Schwiegermutter und Schwiegeroma erzählte, sagten beide gleich als erstes: Jetzt musst du aber wirklich abstillen! Wir fuhren wieder ins Krankenhaus, ich bekam wieder ein Antibiotikum (diesmal ein anderes) und Paracetamol und sollte natürlich die betroffenen Stellen kühlen. Ich habe auch das okay bekommen, solange weiterzumachen, bis es halt nicht mehr geht mit der Milch, weil jedes Bisschen besser ist als gar nichts fürs Baby. Zu allem Überfluss bekam ich am Sonntag dann noch Hals- und Kopfschmerzen und Husten und Schnupfen und in der Nacht vom Sonntag auf Montag das erste Mal nach der Geburt meine Regel wieder.
Am Montag (22.08.) war ich dann nochmal zur Kontrolle beim Frauenarzt. Er sagte, dass ich sofort mit dem Pumpen aufhören sollte, weil das am ehesten die Entzündung auslöst. Wenn ich möchte, kann ich mein Baby noch Anlegen, aber ich sollte das langsam auslaufen lassen, da es ja alles anscheinend nicht sein soll. Pumpen sollte ich nur noch, wenn ich mekre, dass die Brüste sehr prall werden (waren sie seit Wochen nicht mehr) oder wenn es wieder zieht. Außerdem, sollte ich noch eine 3. Brustentzündung bekommen, so müsste sowieso abgestillt werden, mit Medikamenten, was der absolute Horror für mich wäre. Nun pumpe ich nur noch zweimal am Tag, die Milchmenge hat seitdem auch abgenommen, ich schätze, dass es nur noch 40-60ml am Tag sind, Tendenz sinkend. Ich bin leider auch noch immer recht stark erkältet.
Ich bin nun etwas hin- und hergerissen: Auf der einen Seite wäre auch ich froh, wenn ich alles endlich hinter mir hätte. Das Pumpen nervt mich nur noch, wegen den Medikamenten schütte ich die Milch derzeitig sowieso wieder weg. In zwei Wochen müsste ich auch die Pumpe wieder zurückgeben, dann sind die drei Monate um. Außerdem hätte ich so viel mehr Zeit für mein Baby und mich. Auf der anderen Seite möchte ich das alles einfach nicht aufgeben, ich hatte gehofft, dass ich es noch bis zur ersten Beikost durchhalte, aber dann wiederum habe ich wieder Angst vor einer 3. Brustentzündung und dem Abstillen mit Medikamenten. Dann möchte ich lieber selbst entscheiden wann ich natürlich abstille, zumal die Milchmenge schon weiter abgenommen hat.
Mein Plan wäre ab dem Wochenende nur noch einmal täglich zu pumpen und ab Mitte nächster Woche wieder anzufangen ihn vielleicht einmal täglich zum Kuscheln anzulegen, so dass er vielleicht noch ein paar ml von meiner Milch bekommt, bis es halt nicht mehr geht. Was meint ihr? Macht das alles irgendwie noch Sinn, oder sollte ich das sicherheitshalber lassen?
Vielen Dank im Voraus schon mal für eure Hilfe.
ich habe in den letzten Tagen schon viel im Forum gelesen und bin einfach begeistert, wie nett und hilfsbereit hier alle sind.
Nun möchte ich euch auch meine "Still"geschichte erzählen und hoffe, dass ihr noch irgendwelche Tipps habt oder mir irgendwie helfen könntet, denn anscheinend stehe ich am Anfang vom Ende. Hintergrund von allem ist, dass ich bereits die 2. Brustentzündung innerhalb von 5 Wochen habe, und ich stille noch nicht einmal voll, oder halb, wenn man es so sieht. Ich möchte mich schon jetzt einmal für den langen Text entschuldigen, der jetzt folgt.
Leider weiß ich heute, dass ich sehr viele Fehler gemacht habe und zu sehr auf andere gehört habe, anstatt einfach das zu tun, was ich will und was mein Instinkt mir sagt. Heute bin ich sehr viel schlauer, da ich viel gelesen und mich informiert habe. Leider kann ich die Zeit nicht mehr zurückdrehen und habe letztendlich versucht, das Beste draus zu machen, aber leider kam alles immer anders als erwartet.
Ich bin 31 Jahre alt, und mein Sohn, der am 16.07.2014 zur Welt gekommen ist, ist mein erstes Kind. Bei der Geburt hatte mein Baby ein Gewicht von genau 3000g bei 48cm. Es war eine spontane, termingerechte Geburt ohne Komplikationen, ich bin nur ziemlich übel gerissen und musste über eine Stunde genäht werden. Das erste Mal durfte ich dann nach etwa 2 Stunden versuchen ihn anzulegen (es war leider niemand frei um mir zu helfen) und es funktionierte einfach nicht, da er nur geschlafen hat. Den restlichen Tag bin ich aufgrund des vollen Krankenhausprogramms kaum zum Anlegen (und auch nicht zum Schlafen) gekommen. Am Abend dann wollte eine Kinderschwester mit mir zusammen das Stillen üben. Dabei hat sie festgestellt, dass ich ziemlich extreme Hohlwarzen habe und hat mir das Stillen mit Hütchen gezeigt. Habe alle paar Stunden versucht ihn anzulegen, bei etwa jedem 2. Mal hat es auch funktioniert, dass er mit Hütchen gesaugt hat, die anderen Male war er einfach zu müde. Generell hat er die erste Zeit eigentlich fast nur geschlafen. Auch in der Nacht bin ich kaum zum Schlafen gekommen, da das Baby meiner Zimmerkollegin, bis 4 Uhr durch geschrien hat.
Am zweiten Tag habe ich dann weiter versucht ihn mit Hütchen zu stillen, aber es kam einfach keine Milch. Mein Baby hatte auf irgendwas im 2800g Bereich abgenommen. Eine Schwester hat dann mit mir auch das Stillen im Liegen geübt, natürlich auch mit Hütchen. Er hat brav gesaugt, aber noch immer nichts an der Milchfront.
Am dritten Tag war mein Schatz dann wieder bei der Kontrolle und ich wurde ins Kinderzimmer gerufen. Sie sagten mir, dass mein Sohn schon über 10% abgenommen hat und schon total gelb ist. Es muss jetzt unbedingt zugefüttert werden, wir könnten nicht mehr auf die Milch warten. Praktischerweise war schon ein perfekt vorbereitetes Fläschchen im Wagen bei meinem Baby. Da ich mich noch dran erinnerte, dass sie bei der Stillvorbereitung gesagt haben, dass man nur im allerschlimmsten Notfall mit Flasche füttern würde und da ich total gestresst war, nahm ich irgendwie an, das mein Baby kurz vorm Sterben ist und gab ihm unüberlegt das Fläschchen. Das hat er dann auch komplett und ohne Probleme leer getrunken. Sie gaben mir auch Milchbildungstropfen und eine Pumpe zur Anregung der Milchbildung. Ich sollte nun alle 3 Stunden etwa abpumpen. Gleichzeitig sollte er alle 3 Stunden zugefüttert werden. Endlich kamen auch ein paar erste Tropfen, aber viel zu wenig, um es ihm zu geben. Am Nachmittag war ich dann durch alles was passiert ist und die Übermüdung absolut fertig und hatte einen kleinen Nervenzusammenbruch. Am Abend hat dann noch eine Schwester geschaut, wie es mit dem Stillen läuft und dabei hat sie festgestellt, das der Kleine immer seine Unterlippe beim Saugen einzieht und sich dabei das Hütchen verzieht. Sie meinte, dass es wohl mit meinen Brustwarzen und seinem Mund so gut wie nicht möglich sein wird zu stillen. Ich sollte einfach tagsüber abpumpen und ihm das zusammen mit pre Nahrung füttern und immer mal wieder versuchen ihn anzulegen, er könnte das eventuell noch lernen. Irgendwie war ich in dem Moment erleichtert, dass ich nicht unbedingt Stillen musste, weil mir das furchtbaren Stress verursacht hatte.
Am vierten Tag kam dann endlich die Milch und ich bekam beim Pumpen meine ersten 10/20 ml zusammen, die man ihm mit ins Fläschchen geben konnte. Es gab auch Entwarnung: Mein Baby hat wieder zugenommen auf 2820g und durfte entlassen werde, ich allerdings habe erst für den nächsten Tag das okay bekommen, also mussten wir noch einen Tag dort bleiben, obwohl ich unbedingt nach Hause wollte. Das Anlegen funktionierte jetzt immer seltener, etwa nur jedes 3. Mal, dann hat er aber auch brav gute 20 Minuten gesaugt, im Hütchen war aber keine Spur von Milch zu entdecken. Am nächsten Tag dann durfte auch ich endlich gehen. Kaum war ich zuhause und endlich etwas ruhiger, liefen mir die Brüste aus, allerdings hatte ich kein Stillhütchen, so dass ich nur pumpen konnte.
Schon von Geburt an, war es so, dass die rechte Brust immer mehr Milch gab, sowohl beim Pumpen als auch beim Auslaufen war es so, dass die rechte Brust ca. doppelt bis 3-mal soviel Milch hergab als die linke.
Am 21.07 waren wir das erste Mal bei der Kinderärztin, inzwischen hatte er mit 3005g /50cm sein Geburtsgewicht wieder erreicht und war kerngesund. Sie hat uns auch empfohlen einen Schnuller zu verwenden, damit er nicht an der Hand saugt, er kennt ja eh schon den Flaschensauger. Ich war nicht begeistert, aber so schnell wie mein Freund den gekauft und dem Kleinen in den Mund gesteckt hat, konnte ich nicht schauen. Am selben Tag geschah dann aber auch noch etwas, womit ich nie gerechnet hatte: Mein Vater rief mich an (meine Familie lebt in Deutschland, ich in Österreich) und erzählte mir, dass er sich nach über 30 Jahren von meiner Mutter trennen würde. In diesem und weiteren Telefonaten erzählte er mir was alles über die Jahre passiert war und wovon ich nichts wusste. Meine Mutter wollte erst gar nicht mit mir sprechen und hielt sich meist immer sehr kurz. Die ganze Geschichte hat mich zu der eh schon schweren Lage mit einem Neugeborenen zuhause + Stillprobleme dann noch zusätzlich belastet.
Die nächsten zwei Wochen habe ich mich dann nur mit Pumpen über Wasser gehalten, bis ich endlich die bestellten Hütchen erhalten habe. Glücklicherweise wurde die Milch kontinuierlich mehr. Habe etwa drei Mal am Tag gepumpt und dann gegen Ende der Woche zwischen 50 bis 130 ml pro Pumpgang und etwa 170-200ml pro Tag geschafft, was mich ziemlich glücklich gemacht hat. Diese Milch gaben wir zu je 30/40/50ml anstatt pre Milch ins Fläschchen dazu. Das Stillen mit Hütchen habe ich mehr oder weniger aufgegeben und mich nur aufs Pumpen konzentriert, weil das auf jeden Fall funktionierte. Die ganze Familie von meinem Freund sagte mir, dass meine Milch wohl bald wieder weg sein werde, sie haben ja auch alle nicht Stillen können, und wie schön und einfach es ist dem Baby ein Fläschchen zu geben, was ich überhaupt nicht teilen konnte. Am 28.07. hatte er bei der Kinderärztin 3200g.
Nach den zwei Wochen musste mein Freund wieder zur Arbeit und ich war ganz alleine mit dem Kleinen zuhause, was das Pumpen erschwerte. Teilweise kam ich nur einmal am Tag abends zum Abpumpen, da mich mein Baby die ganze Zeit auf Trab hielt, um meine Brüste irgendwie zu entleeren pumpte ich dafür immer länger. Beim Pumpen selber kam dann immer weniger, dazwischen liefen mir aber die Brüste aus. Am Ende der dritten Woche schaffte ich dann nur noch 100ml täglich und ich geriet in Panik. Ich pumpte immer mehr und mehr, bis ich Schmerzen in den Brüsten bekam. Hatte erst einen Milchstau rechts, dann links, dann wieder rechts, der sich dann in Woche 4 zu einer Brustentzündung rechts entwickelte. Ich bekam ein Antibiotikum und Paracetamol, die Milch pumpte ich weiter ab, aber wir entschieden uns sie wegzuschütten. Weiterhin blieb die Menge der abgepumpten Milch auf 100ml täglich, natürlich mit leichten Schwankungen, aber immerhin wurde es nicht weniger, was mich zumindest ein bisschen beruhigte und hoffen lies. Die Brustentzündung war zum Glück schnell abgeheilt und bereits 2 Tage später fühlte ich mich wieder kerngesund.
Durch die Brustentzündung wachgerüttelt, da entgegen allem, was ich oder andere mir einredeten, ich dennoch einfach nur stillen wollte, fing ich an online zu recherchieren. Ich fand eine Stillberaterin, die auch eine Still- bzw. Babygruppe gleich bei mir in der Nähe hatte. Der nächste Termin am 22.07. hatte zufälligerweise das Thema Stillprobleme. Ich hatte ein wenig Angst, dass die anderen Mütter mich vielleicht alle fertig machen oder abschätzig behandeln würden, da ich nicht stille, aber ich fasste all meinen Mut zusammen und beschloss hinzugehen. Sogar meine Schwiegermama war bereit mich zu begleiten. Ich durfte allen unter Tränen meine ganze Geschichte erzählen, wie alles schief gelaufen ist und es waren alle so lieb und herzlich und verständnisvoll. Ich sagte, dass es mir für den Moment erst einmal reichen würde, wenn ich nur die Milchmenge wieder erhöhen könnte, denn das Vollstillen hielt ich eh schon nicht mehr für möglich. Die Stillberaterin empfahl mir Bockshornkleekapseln, dass ich natürlich die Häufigkeit des Pumpens erhöhe, auf ein Doppelpumpset wechsele und auch das Brusternährungsset, um die Milchmenge wieder zu steigern.
Die Bockhornkleeextraktkapseln nahm ich ab da täglich, 2 Stück a 40mg (laut Verpackung die maximale Tagesdosis) und erhöhte die Anzahl des Pumpens auf erstmal 5-6 Mal (mein Baby trank zu der Zeit etwa 6-7 Fläschchen pro Tag, nach dem Füttern, wenn er ruhig war, habe ich gleich gepumpt). Ich bestellte mir das Doppelpumpset, eine Handpumpe für die Nacht und das BES. Knapp eine Woche später benutzte ich dann nur noch das Doppelpumpset, was zumindest die Pumpzeit von 30 auf 15 Minuten reduzierte und zwischendurch die Handpumpe, die erstaunlicherweise fast mehr Milch lieferte als die elektrische Pumpe, da sie meiner Meinung nach einen stärkeren Sog hat. Aber alles ist natürlich kein Vergleich zu dem gewesen, wie mein kleiner Schatz saugt.
Am 28.08. waren wir bei der Kinderärztin und mein kleiner Schatz war sehr gut gewachsen und hat gut zugenommen: 4490g /56cm.
Am Wochenende (30. - 31. 08.) und nach eingehendem Studium, beschloss ich dann auch das BES auszuprobieren, wenn auch mein Freund zur Assistenz zuhause ist. Hatte soweit alles vorbereitet, bin dann allerdings auf dem Sofa eingeschlafen und mein Freund weckte mich erst dann, als der Kleine schon sehr unruhig war. Ich wollte es aber unbedingt versuchen, aber ein unruhiger Säugling, der sich eh schon mit der Brust schwer tut, + das ganze wackelige Gebilde mit Schläuchen und Stillhütchen, haben nur ein noch unruhigeres, schreiendes Baby hervor gebracht. Unter Tränen schüttete ich die Milch wieder zurück ins normale Fläschchen und gab ihm die Milch so. Danach habe ich leider nie wieder den Mut gehabt es noch einmal auszuprobieren.
Allerdings versuchte ich ab und an wieder ihn so mit Hütchen (ich hatte andere gefunden als die im Krankenhaus, die weicher waren und besser hielten) anzulegen, was teilweise sogar geklappt hat. Ich lies ihn 3/4 des Fläschchens trinken, bis man es ihm ohne Geschrei wegnehmen konnte und mogelte ihm dann die Brust unter. Dies lies mich irgendwie wieder hoffen, und ich ärgerte mich nur noch mehr, dass ich eigentlich viel zu früh aufgegeben hatte und wirklich geglaubt hatte, dass es mit meiner Brust und seinem Mund gar nicht ginge. Das einzige Problem dabei war eigentlich immer nur, dass er sobald er die Brust im Mund hatte und ein Paar Mal dran saugte, mit der Burstwarze im Mund einschlief... Es gab aber auch wenige Versuche, wo er schon 5-10 Minuten brav gesaugt hat. Gleichzeitig versuchte ich an meinem Milchspendereflex zu arbeiten, und habe es soweit gebracht, dass die Milch gleich in den ersten Sekunden im Trichter, manchmal sogar gleich nach der Massage langsam lief.
Am 05.09. war dann wieder Babytreff und meine Stillberaterin und ich kamen leider zu dem Ergebnis, dass sich an der Milchmenge rein gar nichts geändert hat. Sie lag pro Tag weiterhin bei 100ml, mal 85, mal 110, einmal sogar 140ml, aber es wurde einfach nicht mehr mehr. Je öfter ich pumpte, desto weniger kam bei einem Mal raus, wenn ich ein Mal auslies, kam beim nächsten Mal die Menge von beiden Malen zusammen raus. Sie erklärte mir, dass ich mich leider, so weh es auch tut, dass ich mich mit den 100ml arrangieren muss, dafür könnte ich dann auch wieder seltener pumpen, oder aber als letzte Möglichkeit blieb noch das Motilium/Domperidon.
Ich war zwiegespalten, wollte ich doch wirklich alles probieren, bevor ich komplett aufgebe. Ich verringerte die Anzahl des Pumpens zuerst auf 4 Mal ohne Änderung, dann auf 3 Mal ohne Milchmengen Änderung. In der folgenden Woche am 11.09. hatte ich einen Termin bei meiner Hausärztin, wegen Blutdruckkontrolle. Einen Monat vor der Geburt wurde bei mir ein erhöhter Blutdruck festgestellt. Vor der Geburt nahm ich jeweils 2 halbe Aldometil/Methyldopa, was gut funktionierte, nach der Geburt musste ich vom Krankenhaus dann 3 ganze pro Tag nehmen und inzwischen wurde es nach und nach auf eine halbe am Morgen wieder reduziert. Bei der Gelegenheit fragte ich meine Ärztin, was sie den generell vom Motilium zur Milchmengensteigerung halten würde. Sie konnte mich verstehen und verordnete mir mal eine Packung und ich sollte es für zwei Wochen testen. Leider war das Medikament bis diese Woche Montag (22.09.) nicht lieferbar und auch mein Freund war nicht begeistert von der Idee. Er hatte gehofft, dass ich endlich mit der Geschichte abgeschlossen hätte.
Irgendwie war mein Ehrgeiz geweckt worden und versuchte etwas Neues: Vom 15. - 17.09. machte ich es tagsüber so, wenn ich alleine war, dass ich meinem Baby erst ein Fläschchen gab (er hat einen ca. 4 Stunden Fütter Rhythmus am Tag), dann pumpte, dann nach etwa 2-3 Stunden, wenn er etwas geschlafen hatte (meist nur so 20-30 Minuten durchgehend am Tag) und gut drauf war, ihn einfach anzulegen. Er hat zwar meist erst etwas protestiert, hat dann aber erstaunlicherweise recht oft 10-30 Minuten gesaugt (manchmal wieder mit einschlafen dazwischen) und das Beste war, dass ich das erste Mal wirklich Milch im Hütchen sah. Ich konnte also annehmen, dass er das erste Mal wirklich von mir getrunken hatte, was für mich wie ein kleines Wunder war. Leider war ich nach den drei Tagen und dem vollen Programm völlig fertig und lies das zusätzliche Stillen erst einmal sein. So konnte ich mich dann auch irgendwie mit meinen 100ml soweit arrangieren. Das Abpump Ergebnis hat sich durch das zusätzlich Stillen übrigens nicht verändert und lag weiter bei ~100ml.
Letzten Samstag (20.08.) wachte ich dann mit Schmerzen in der rechten Brust auf, beim Wickeln und noch einmal kurz danach liefen beide Brüste aus, genauso wie am Anfang noch. Ich wärmte sofort die Stelle, pumpte ab, bis nichts mehr wirklich kam und kühlte die Brust dann. Ich legte mich noch einmal kurz hin und schlief noch etwas. Beim nächsten Aufwachen fühlte ich mich dann gleich schon kränklich, am Vormittag pumpte ich nochmal mit der Handpumpe ab und kühlte die Brust, aber bereits kurz nach Mittag hatte ich 38,5° Fieber. Diesmal entwickelte sich alles so viel schneller, als bei der ersten Brustentzündung. Als ich das meiner Schwiegermutter und Schwiegeroma erzählte, sagten beide gleich als erstes: Jetzt musst du aber wirklich abstillen! Wir fuhren wieder ins Krankenhaus, ich bekam wieder ein Antibiotikum (diesmal ein anderes) und Paracetamol und sollte natürlich die betroffenen Stellen kühlen. Ich habe auch das okay bekommen, solange weiterzumachen, bis es halt nicht mehr geht mit der Milch, weil jedes Bisschen besser ist als gar nichts fürs Baby. Zu allem Überfluss bekam ich am Sonntag dann noch Hals- und Kopfschmerzen und Husten und Schnupfen und in der Nacht vom Sonntag auf Montag das erste Mal nach der Geburt meine Regel wieder.
Am Montag (22.08.) war ich dann nochmal zur Kontrolle beim Frauenarzt. Er sagte, dass ich sofort mit dem Pumpen aufhören sollte, weil das am ehesten die Entzündung auslöst. Wenn ich möchte, kann ich mein Baby noch Anlegen, aber ich sollte das langsam auslaufen lassen, da es ja alles anscheinend nicht sein soll. Pumpen sollte ich nur noch, wenn ich mekre, dass die Brüste sehr prall werden (waren sie seit Wochen nicht mehr) oder wenn es wieder zieht. Außerdem, sollte ich noch eine 3. Brustentzündung bekommen, so müsste sowieso abgestillt werden, mit Medikamenten, was der absolute Horror für mich wäre. Nun pumpe ich nur noch zweimal am Tag, die Milchmenge hat seitdem auch abgenommen, ich schätze, dass es nur noch 40-60ml am Tag sind, Tendenz sinkend. Ich bin leider auch noch immer recht stark erkältet.
Ich bin nun etwas hin- und hergerissen: Auf der einen Seite wäre auch ich froh, wenn ich alles endlich hinter mir hätte. Das Pumpen nervt mich nur noch, wegen den Medikamenten schütte ich die Milch derzeitig sowieso wieder weg. In zwei Wochen müsste ich auch die Pumpe wieder zurückgeben, dann sind die drei Monate um. Außerdem hätte ich so viel mehr Zeit für mein Baby und mich. Auf der anderen Seite möchte ich das alles einfach nicht aufgeben, ich hatte gehofft, dass ich es noch bis zur ersten Beikost durchhalte, aber dann wiederum habe ich wieder Angst vor einer 3. Brustentzündung und dem Abstillen mit Medikamenten. Dann möchte ich lieber selbst entscheiden wann ich natürlich abstille, zumal die Milchmenge schon weiter abgenommen hat.
Mein Plan wäre ab dem Wochenende nur noch einmal täglich zu pumpen und ab Mitte nächster Woche wieder anzufangen ihn vielleicht einmal täglich zum Kuscheln anzulegen, so dass er vielleicht noch ein paar ml von meiner Milch bekommt, bis es halt nicht mehr geht. Was meint ihr? Macht das alles irgendwie noch Sinn, oder sollte ich das sicherheitshalber lassen?
Vielen Dank im Voraus schon mal für eure Hilfe.
Kuscheldrache - 16.07.2014
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?
Hallo RegenbogenMama,
Puh, das ist wirklich eine sehr anstrengend klingende Geschichte, die du schon hinter dir hast! Aber toll, dass du so fürs Stillen kämpfst. Ich kann dir leider nicht weiter helfen, möchte dir aber liebe Grüße da lassen und dir Mut machen. Es meldet sich bestimmt schnell eine Stillberaterin bei dir und ihr findet sicher eine Lösung!
Puh, das ist wirklich eine sehr anstrengend klingende Geschichte, die du schon hinter dir hast! Aber toll, dass du so fürs Stillen kämpfst. Ich kann dir leider nicht weiter helfen, möchte dir aber liebe Grüße da lassen und dir Mut machen. Es meldet sich bestimmt schnell eine Stillberaterin bei dir und ihr findet sicher eine Lösung!
Liebe Grüße
Toeffi mit dem heißgeliebten Frechdachs (08/2013) und dem kleinen Kämpfer (02/2016)
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Quietschekind
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Re: AW: 2. Brustentzündung - Abstillen?
Hallo Regenbogenmama!
Ich wollte dir mal einen Drücker da lassen! Ich find dein Engagement wirklich toll-dass du trotz all der Widrigkeiten nach so dabei bist! Und es wird sich bestimmt bald einer der Still-mods melden, die dir mit Sicherheit helfen können.
Bei den letzten Absätzen bin ich dan etwas ins Überlegen gekommen-ich hoffe ich habe nichts über-/verlesen...
Wenn du die Milch wegschüttest, dann weil du annimmst, dass die in die Milch übergehen und dein baby die nicht verträgt? Es gibt stillverträgliche AB und dein FA sollte wissen, welche er da nehmen kann. Wenn nicht google mal Embryotox, das ist eine Seite auf der die Verträglichkeit von sehr vielen Medikamenten wahrend Sws und der Stillzeit zusammengestellt hat. Eine verlässliche Quelle für Fachleute aber auch für Laien (gibts auch als App).
Leider kennen die nicht alle Ärzte und wenn ich das so höre "drei brustentzündungen dann abstillen" stimmt mich das erstmal etwas skeptisch (was ich zugegebener Maßen ggü fast allen Ärzten bin, da ich schon leidvolle Erfahrungen machen musste, da diese meist nur den Behandlungsfall "Patient" und nicht den selbstbestimmten Menschen sahen[emoji35]) . Warum denn? Bei Brustentzündungen ist doch das A und O den Kleinen anzulegen, denn Babys sind die besten Sauger überhaupt und holen die Milch viel besser aus der Brust und es wäre für beide Seiten sehr viel mehr von Vorteil als der medikamentöse Weg zum Abstillen...
Das zweite was ich persönlich sehr wichtig finde zu wissen, ist, dass doe gepumpte Menge Milch mEn nur
wenig uber die tatsächlich von dir produzierte Menge Milch aussagt (ich hab mal gelesen, dass 80% der Mumi erst BEIM Stillen gebildet werden...*fragend Richtung Still-mods guck*) Grund ist wieder, dass Babys die eindeutig bessere Technik haben, die Milch raus zu bekommen. Und ich hab den Eindruck, dass dir das Pumpen ganz schön zu schaffen macht...aus Erfahrung weiß ich, dass man unentspannt wesentlich weniger rauskriegt als entspannt (der Unterschied lag bei mir bei ca. 40 ml versus 110ml!). Und ich kann das ja so gut nachvollziehen! Ich hsbs mir versucht ganz bewusst bequem zu gestalten. Ne Tasse Malzkaffee (soll sie Milchbildung unterstützen-genauso wie auch Malzbier) und Kekse soviiiiiel ich wollte (am liebsten die Hob*bits von Bran*dt *mhhleckerschmackofatz*) und wenn möglich ne warme Dusche vorab (dit die Milchgänge schön "weit gestellt" sind. Es hat geholfen...
Das waren jetzt erstmal die Punkte, die am meisten ins Auge gesprungen sind...
Ich finds jdf toll wie du deinen Weg bestreitest umd drück dir die Daumen, dass du es zu einer unbeschwerteren Stillzeit schaffst!!
LG F.
Ich wollte dir mal einen Drücker da lassen! Ich find dein Engagement wirklich toll-dass du trotz all der Widrigkeiten nach so dabei bist! Und es wird sich bestimmt bald einer der Still-mods melden, die dir mit Sicherheit helfen können.
Bei den letzten Absätzen bin ich dan etwas ins Überlegen gekommen-ich hoffe ich habe nichts über-/verlesen...
Wenn du die Milch wegschüttest, dann weil du annimmst, dass die in die Milch übergehen und dein baby die nicht verträgt? Es gibt stillverträgliche AB und dein FA sollte wissen, welche er da nehmen kann. Wenn nicht google mal Embryotox, das ist eine Seite auf der die Verträglichkeit von sehr vielen Medikamenten wahrend Sws und der Stillzeit zusammengestellt hat. Eine verlässliche Quelle für Fachleute aber auch für Laien (gibts auch als App).
Leider kennen die nicht alle Ärzte und wenn ich das so höre "drei brustentzündungen dann abstillen" stimmt mich das erstmal etwas skeptisch (was ich zugegebener Maßen ggü fast allen Ärzten bin, da ich schon leidvolle Erfahrungen machen musste, da diese meist nur den Behandlungsfall "Patient" und nicht den selbstbestimmten Menschen sahen[emoji35]) . Warum denn? Bei Brustentzündungen ist doch das A und O den Kleinen anzulegen, denn Babys sind die besten Sauger überhaupt und holen die Milch viel besser aus der Brust und es wäre für beide Seiten sehr viel mehr von Vorteil als der medikamentöse Weg zum Abstillen...
Das zweite was ich persönlich sehr wichtig finde zu wissen, ist, dass doe gepumpte Menge Milch mEn nur
wenig uber die tatsächlich von dir produzierte Menge Milch aussagt (ich hab mal gelesen, dass 80% der Mumi erst BEIM Stillen gebildet werden...*fragend Richtung Still-mods guck*) Grund ist wieder, dass Babys die eindeutig bessere Technik haben, die Milch raus zu bekommen. Und ich hab den Eindruck, dass dir das Pumpen ganz schön zu schaffen macht...aus Erfahrung weiß ich, dass man unentspannt wesentlich weniger rauskriegt als entspannt (der Unterschied lag bei mir bei ca. 40 ml versus 110ml!). Und ich kann das ja so gut nachvollziehen! Ich hsbs mir versucht ganz bewusst bequem zu gestalten. Ne Tasse Malzkaffee (soll sie Milchbildung unterstützen-genauso wie auch Malzbier) und Kekse soviiiiiel ich wollte (am liebsten die Hob*bits von Bran*dt *mhhleckerschmackofatz*) und wenn möglich ne warme Dusche vorab (dit die Milchgänge schön "weit gestellt" sind. Es hat geholfen...
Das waren jetzt erstmal die Punkte, die am meisten ins Auge gesprungen sind...
Ich finds jdf toll wie du deinen Weg bestreitest umd drück dir die Daumen, dass du es zu einer unbeschwerteren Stillzeit schaffst!!
LG F.
mit Spatz *03/2014 und Motte *07/18
- deidamaus
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?
Hallo RegenbogenMama,
deine Geschichte klingt ja wirklich sehr anstrengend.
Erstmal nur ganz kurz, ich melde mich morgen ausführlich
- Es ist totaler Quatsch, dass bei einer dritten Brustentzündung abgestillt werden muss.
- Du musst die Milch nicht wegschütten, wenn das verordnete Antibiotikum stillfreundlich ist (welches ist es denn?)
- Häufiger Pumpen bzw. Anlegen führt zu mehr Milch.
- BES ist genau das Richtige für euch, wenn du es mit dem Stillen nochmal versuchen willst.
Lies dir doch mal folgende Links durch Wie funktioniert Stillberatung im SuT?, Erste Schritte mit dem BES und Milchstau und Brustentzündung.
Morgen antworte ich dir ausführlich,
liebe Grüße
deidamaus
deine Geschichte klingt ja wirklich sehr anstrengend.
Erstmal nur ganz kurz, ich melde mich morgen ausführlich
- Es ist totaler Quatsch, dass bei einer dritten Brustentzündung abgestillt werden muss.
- Du musst die Milch nicht wegschütten, wenn das verordnete Antibiotikum stillfreundlich ist (welches ist es denn?)
- Häufiger Pumpen bzw. Anlegen führt zu mehr Milch.
- BES ist genau das Richtige für euch, wenn du es mit dem Stillen nochmal versuchen willst.
Lies dir doch mal folgende Links durch Wie funktioniert Stillberatung im SuT?, Erste Schritte mit dem BES und Milchstau und Brustentzündung.
Morgen antworte ich dir ausführlich,
liebe Grüße
deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
mit den drei Mäusen (Grosse 12/06, Mittlerer 5/10 und Kleiner 4/13)
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EhMibima
Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?
regenbogenmama, ich hatte bei der großen mehr als 3 brustentzündungen
und habe sie laange gestillt(4jahre),die ersten 6monate davon voll. das war auch die zeit in der ich die entzündungen hatte. abstillen muss man deshalb nicht. wäre ja so als dürfte man nach der 3 ohrentzündung nicht mehr hören 
alles gute für euch!
alles gute für euch!
- Teazer
- Mod a.D.
- Beiträge: 18114
- Registriert: 14.09.2009, 10:15
Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?
Hallo RegenbogenMama,
deidamaus berät Dich ja schon fachlich. Ich möchte Dir hier als Mama Mut machen.
Bei meiner Großen kämpfte ich auch mit Brustentzündungen und Milchstau. Aber ich bekam es in den Griff und stille nun schon seit fast 5 Jahren problemlos meine drei Kinder. Ja, Brustentzündungen sind hart. Aber es heißt nicht, dass sie Dich immer begleiten werden.
Zu pumpen anstatt zu stillen (Empfehlung des Vertretungsarztes) hat meine Beschwerden damals verschlimmert und letztendlich zu einem Abszess geführt. Eine Pumpe entleert die Brust einfach nicht wie ein Kind. Mein Gynäkologe hat sich damals sehr über seinen Kollegen aufgeregt.
Es gibt viele Antibiotika und andere Medikamente, die still-kompatibel sind. Embryotox kannte ich damals leider nicht. Aber heute habe ich die App auf dem Handy, damit ich bei Ärzten, die sich nicht auskennen, gleich nachschauen kann.
Wenn es rund läuft, ist stillen die bequemste Sache der Welt und lässt sich auch als Mehrfachmama problemlos in den Alltag einbauen.
Ich wünsche Dir alles Gute! (((RegenbogenMama)))
deidamaus berät Dich ja schon fachlich. Ich möchte Dir hier als Mama Mut machen.
Bei meiner Großen kämpfte ich auch mit Brustentzündungen und Milchstau. Aber ich bekam es in den Griff und stille nun schon seit fast 5 Jahren problemlos meine drei Kinder. Ja, Brustentzündungen sind hart. Aber es heißt nicht, dass sie Dich immer begleiten werden.
Zu pumpen anstatt zu stillen (Empfehlung des Vertretungsarztes) hat meine Beschwerden damals verschlimmert und letztendlich zu einem Abszess geführt. Eine Pumpe entleert die Brust einfach nicht wie ein Kind. Mein Gynäkologe hat sich damals sehr über seinen Kollegen aufgeregt.
Es gibt viele Antibiotika und andere Medikamente, die still-kompatibel sind. Embryotox kannte ich damals leider nicht. Aber heute habe ich die App auf dem Handy, damit ich bei Ärzten, die sich nicht auskennen, gleich nachschauen kann.
Wenn es rund läuft, ist stillen die bequemste Sache der Welt und lässt sich auch als Mehrfachmama problemlos in den Alltag einbauen.
Ich wünsche Dir alles Gute! (((RegenbogenMama)))
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
- RegenbogenMama
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- Registriert: 22.09.2014, 12:00
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Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?
Vielen Dank schon mal für eure lieben Worte, das ist wirklich sehr aufbauend, wenn man ansonsten so viel Negatives hört.
Wegen den Antibiotika: Beim ersten Mal hat mir die Ärztin Zinnat 500 / Cefuroximaxetil verschrieben bekommen, welches ich sehr gut vertragen habe und was anscheinend sehr gut gewirkt hat. Die Ärztin war auch sehr lieb, hat sich viel Zeit für mich genommen und gesagt, dass ich natürlich weiterstillen kann/soll.
Dieses Mal habe ich Dalacin C 300 /Clindamycin-Hydrochlorid verschrieben bekommen, das ich nicht so gut vertrage. Ich habe das Gefühl, dass ich danach immer Schweißausbrüche bekomme und Probleme mit der Verdauung habe ich auch. Das habe ich auch meinem Frauenarzt am Montag gesagt, aber er meinte ich solle jetzt nicht wechseln, weil die Entzündung seiner Meinung nach gut abheilt, ich soll halt noch etwas warten. Leider muss ich sagen, dass ich ab und zu noch immer ein leichtes Stechen in der Brust spüre... Laut Embryotox wäre das erste wohl auch besser gewesen... Na ja, zum Glück habe ich es ja fast geschafft, da ich morgen die letzte nehmen muss.
Warum ich die Milch wegschütte ist eine etwas doofe Geschichte:
Meine Schwiegermama hat insgesamt 4 Kinder im Alter von 33 (mein Freund) bis 17 Jahren. Bei den ersten drei bekam sie gleich nach einer bis zwei Wochen nach der Geburt eine Brustentzündung, da sie zu viel Milch hatte. Sie musste Antibiotika nehmen und sofort abstillen. Beim vierten Kind hat sie sich gleich nach der Geburt etwas gegen die Milch geben lassen, da sie das Ganze nicht noch einmal durchmachen wollte. Außerdem hat sie währendder Schwangerschaft auch etwas nehmen müssen. Mein Freund und eine Schwester haben ein Problem mit den Augen (ähnlich wie Grauer Star) und sie führt das darauf zurück, dass sie die Antibiotika nehmen musste. Sie hat bei meiner ersten Brustentzündung solange auf mich bzw. hinter meinem Rücken auf meinem Freund eingeredet, bis ich gesagt habe, dass ich die Milch wegschütte.
Tagsüber Ruhe beim Pumpen zu finden fällt mir wirklich nicht leicht. Leider schläft er tagsüber meist nicht viel (dafür immerhin nachts ganz brav) und er leidet wie sein Papa sehr oft auch an Blähungen (übrigens auch dann wenn er nicht meine Milch bekommt!), weshalb ich schon oft abbrechen musste. Auch deshalb möchte ich vom Pumpen wegkommen und ihm wenn dann lieber die Milch direkt geben, das spart Zeit, Arbeit beim Abwaschen und ist auch soviel schöner!
Man spürt ja auch, dass ein Baby mind. 10 bis 20x kräftiger saugt als die blöde Pumpe.
habe mir die Links (und vieles mehr) schon angeschaut gehabt, ist alles wirklich sehr hilfreich. Danke auch, dass du mir weiterhelfen möchtest!
Es ist alles wirklich sehr hart, wenn man so wenig Unterstützung in der Familie hat. Generell habe ich überhaupt nur eine Mama im näheren Bekanntenkreis, die jedenfalls etwas gestillt hat und das war meine Mutter 6 Monate bei mir (bei meinen 2 Geschwistern hat sie es gleich sein lassen, aber ich denke das lag daran, dass sie raucht?), aber zu der habe ich ja zurzeit keinen Kontakt.
Ich bin noch nicht ganz sicher wie ich das weiter schaffen soll, alle denken jetzt, dass ich endlich aufhöre. Es mag vielleicht seltsam für euch klingen, aber dass ich mein Baby letzte Woche angelegt habe, habe ich niemandem außer meiner Stillberaterin und den Ärzten erzählt, weil ich es satt habe mich jedes Mal rechtfertigen zu müssen. Es ist fast schon peinlich, dass ich sowas heimlich machen muss.
Ich persönlich möchte aber auf keinen Fall aufgeben, nicht wenn es noch irgendwie einen Weg geben sollte, wie wir das zumindest noch etwas hinbekommen
.
Wegen den Antibiotika: Beim ersten Mal hat mir die Ärztin Zinnat 500 / Cefuroximaxetil verschrieben bekommen, welches ich sehr gut vertragen habe und was anscheinend sehr gut gewirkt hat. Die Ärztin war auch sehr lieb, hat sich viel Zeit für mich genommen und gesagt, dass ich natürlich weiterstillen kann/soll.
Dieses Mal habe ich Dalacin C 300 /Clindamycin-Hydrochlorid verschrieben bekommen, das ich nicht so gut vertrage. Ich habe das Gefühl, dass ich danach immer Schweißausbrüche bekomme und Probleme mit der Verdauung habe ich auch. Das habe ich auch meinem Frauenarzt am Montag gesagt, aber er meinte ich solle jetzt nicht wechseln, weil die Entzündung seiner Meinung nach gut abheilt, ich soll halt noch etwas warten. Leider muss ich sagen, dass ich ab und zu noch immer ein leichtes Stechen in der Brust spüre... Laut Embryotox wäre das erste wohl auch besser gewesen... Na ja, zum Glück habe ich es ja fast geschafft, da ich morgen die letzte nehmen muss.
Warum ich die Milch wegschütte ist eine etwas doofe Geschichte:
Meine Schwiegermama hat insgesamt 4 Kinder im Alter von 33 (mein Freund) bis 17 Jahren. Bei den ersten drei bekam sie gleich nach einer bis zwei Wochen nach der Geburt eine Brustentzündung, da sie zu viel Milch hatte. Sie musste Antibiotika nehmen und sofort abstillen. Beim vierten Kind hat sie sich gleich nach der Geburt etwas gegen die Milch geben lassen, da sie das Ganze nicht noch einmal durchmachen wollte. Außerdem hat sie währendder Schwangerschaft auch etwas nehmen müssen. Mein Freund und eine Schwester haben ein Problem mit den Augen (ähnlich wie Grauer Star) und sie führt das darauf zurück, dass sie die Antibiotika nehmen musste. Sie hat bei meiner ersten Brustentzündung solange auf mich bzw. hinter meinem Rücken auf meinem Freund eingeredet, bis ich gesagt habe, dass ich die Milch wegschütte.
Ja, das weiß ich inzwischen auch, deswegen habe ich auch letzte Woche wieder angefangen ihn wirklich anzulegen, erfreulicherweise auch mit recht viel Erfolg. Wenn man mir das gleich schon im Krankenhaus gesagt hätte, wäre ich nicht einen Monat lang davon ausgegangen, dass ich nicht genug Milch habe und hätte mich schon früher wieder daran getraut. Nachdem ich es damals aber nicht besser wusste und mir zusätzlich noch alle eingeredet haben, dass sie auch keine Milch hatten oder sie plötzlich ins Nichts verschwunden ist, habe ich halt gedacht, dass das alles nicht bringt. Die maximalen 200 ml waren ja gerade mal etwa die Hälfte bis ein Drittel von dem, was er damals getrunken hat.Quietschekind hat geschrieben: Das zweite was ich persönlich sehr wichtig finde zu wissen, ist, dass doe gepumpte Menge Milch mEn nur
wenig uber die tatsächlich von dir produzierte Menge Milch aussagt (ich hab mal gelesen, dass 80% der Mumi erst BEIM Stillen gebildet werden...*fragend Richtung Still-mods guck*) Grund ist wieder, dass Babys die eindeutig bessere Technik haben, die Milch raus zu bekommen. Und ich hab den Eindruck, dass dir das Pumpen ganz schön zu schaffen macht...aus Erfahrung weiß ich, dass man unentspannt wesentlich weniger rauskriegt als entspannt (der Unterschied lag bei mir bei ca. 40 ml versus 110ml!). Und ich kann das ja so gut nachvollziehen! Ich hsbs mir versucht ganz bewusst bequem zu gestalten. Ne Tasse Malzkaffee (soll sie Milchbildung unterstützen-genauso wie auch Malzbier) und Kekse soviiiiiel ich wollte (am liebsten die Hob*bits von Bran*dt *mhhleckerschmackofatz*) und wenn möglich ne warme Dusche vorab (dit die Milchgänge schön "weit gestellt" sind. Es hat geholfen...
Tagsüber Ruhe beim Pumpen zu finden fällt mir wirklich nicht leicht. Leider schläft er tagsüber meist nicht viel (dafür immerhin nachts ganz brav) und er leidet wie sein Papa sehr oft auch an Blähungen (übrigens auch dann wenn er nicht meine Milch bekommt!), weshalb ich schon oft abbrechen musste. Auch deshalb möchte ich vom Pumpen wegkommen und ihm wenn dann lieber die Milch direkt geben, das spart Zeit, Arbeit beim Abwaschen und ist auch soviel schöner!
Danke liebe deidamaus,deidamaus hat geschrieben: Lies dir doch mal folgende Links durch Wie funktioniert Stillberatung im SuT?, Erste Schritte mit dem BES und Milchstau und Brustentzündung.
Morgen antworte ich dir ausführlich,
habe mir die Links (und vieles mehr) schon angeschaut gehabt, ist alles wirklich sehr hilfreich. Danke auch, dass du mir weiterhelfen möchtest!
Es ist alles wirklich sehr hart, wenn man so wenig Unterstützung in der Familie hat. Generell habe ich überhaupt nur eine Mama im näheren Bekanntenkreis, die jedenfalls etwas gestillt hat und das war meine Mutter 6 Monate bei mir (bei meinen 2 Geschwistern hat sie es gleich sein lassen, aber ich denke das lag daran, dass sie raucht?), aber zu der habe ich ja zurzeit keinen Kontakt.
Ich bin noch nicht ganz sicher wie ich das weiter schaffen soll, alle denken jetzt, dass ich endlich aufhöre. Es mag vielleicht seltsam für euch klingen, aber dass ich mein Baby letzte Woche angelegt habe, habe ich niemandem außer meiner Stillberaterin und den Ärzten erzählt, weil ich es satt habe mich jedes Mal rechtfertigen zu müssen. Es ist fast schon peinlich, dass ich sowas heimlich machen muss.
Ich persönlich möchte aber auf keinen Fall aufgeben, nicht wenn es noch irgendwie einen Weg geben sollte, wie wir das zumindest noch etwas hinbekommen
Kuscheldrache - 16.07.2014
- Yashira
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1129
- Registriert: 01.07.2013, 10:21
- Wohnort: KLE
Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?
Ach Hilfe RegenbogenMama. Du hast echt viel durch gemacht.
Ich drücke dir die Daumen das alles so wird wie du es dir vorstellst.
Es gibt eine Broschüre vom AFS für Großeltern (kann die jmd verlinken - oder war es LLL) zum Stillen. es sollte echt niemand heimlich stillen müssen.
Ich habe im KH auch viel Mist erlebt und dort auch "heimlich" gestillt, weil ich Angst vor der Schwester hatte. (Rückblickend echt doof) das Gefühl ist so mies und zerreißend
Halte durch
Unterwegs mit einem Apfelgerät
Ich drücke dir die Daumen das alles so wird wie du es dir vorstellst.
Es gibt eine Broschüre vom AFS für Großeltern (kann die jmd verlinken - oder war es LLL) zum Stillen. es sollte echt niemand heimlich stillen müssen.
Ich habe im KH auch viel Mist erlebt und dort auch "heimlich" gestillt, weil ich Angst vor der Schwester hatte. (Rückblickend echt doof) das Gefühl ist so mies und zerreißend
Halte durch
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- Teazer
- Mod a.D.
- Beiträge: 18114
- Registriert: 14.09.2009, 10:15
Re: AW: 2. Brustentzündung - Abstillen?
Gerne: Stillkinder brauchen ihre GroßelternYashira hat geschrieben:Es gibt eine Broschüre vom AFS für Großeltern (kann die jmd verlinken - oder war es LLL) zum Stillen.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
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- Yashira
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 01.07.2013, 10:21
- Wohnort: KLE
Re: 2. Brustentzündung - Abstillen?
Danke Teazer ^.^
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