Baby 4 Monate nimmt kaum zu und unzufrieden beim Stillen

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FWsNimue
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Baby 4 Monate nimmt kaum zu und unzufrieden beim Stillen

Beitrag von FWsNimue »

Hallo zusammen,

ich versuche nun einfach mal ob uns hier jemand helfen (oder mich zumindest beruhigen :) ) kann.

Erst mal ganz kurz zu unserer Vorgeschichte. Bei meinem ersten Kind vor 4 Jahren ging ich total gelassen ans Stillen, hatte mich gut informiert und hab mir kaum Gedanken gemacht, dass es evtl. nicht klappen könnte. Als mein Sohn zwei wochen alt war bekam ich eine Infektion mit sehr hohem Fieber und hatte von einem Tag zum anderen keine Milch mehr, was ich allerdings nicht bemerkte und erst einige Tage später von der Hebamme bemerkt wurde. Mein Sohn hatte weiterhin "getrunken" war halbwegs zufrieden und kam auch nicht öfter als vorher(daher ist ein zufriedenes Kind für mich auch kein sicheres Zeichen für gutes Gedeihen), hatte aber in den wenigen Tagen fast 700g abgenommen. Es war für uns natürlich ein riesen Schock und da er zum saugen schon zu schwach war haben wir ihn dann zunächst mit der Spritze und dann mit Flasche gefüttert. Ich habe noch einige Wochen versucht durch Pumpen die Milchbildung wieder anzuregen, da mein Sohn aber überhaupt nicht mehr zurück an die Brust wollte und Pumpen keinen Erfolg zeigte war das das Ende unserer Stillbeziehung was mich lange sehr belastet hat.
Als nun im Mai dieses Jahr unser zweites Kind zur Welt kam konnte ich nicht mit der selben Gelassenheit wie beim ersten Kind ans Stillen gehen, habe mir um mir selbst Sicherheit zu geben eine Pumpe besorgt (damit ich die Milch "sehen" kann und sicher weiß das welche da ist) und auch eine Wage um nicht zu spät zu reagieren wie beim letzten mal falls etwas schief läuft. War alles überflüssig, wir hatten einen tollen Stillstart und ich war überglücklich. Einmal wöchentlich wiege ich aber trotzdem einfach für mich zur Sicherheit. Die Werte schreibe ich allerdings nicht auf, ich speichere jede Woche das Gewicht und hab so den Verleich zur Vorwoche, darum kann ich leider trotz wiegen keinen allzu detailierte Entwicklung schreiben.
Hier nun erst mal die ungefähre Entwicklung

Geburtsgewicht war am 13.05.3100g (49cm) gewogen von der Hebamme (Hausgeburt)
17.05. 2810g beim Kinderarzt U2
23.05. 3190g Hebamme
26.06. 4240g (53cm) beim Kinderarzt U3
Danach ging es etwa 6 Wochen sehr konstant jede Woche 100g nach oben, gemessen zu Hause
Ab dann leider immer langsamer
08.09. 5340g (62cm) beim Kinderarzt U4
15.09. 5380g zu Hause

Stillhäufigkeit ist etwa 10-12x in 24 Stunden. Zeiten (sie ist da recht zuverlässig ich gebe ihr keine Zeiten vor) sind ungefähr 5:30h 7:00h, 10:00h, 12.00h, 14:00Uhr, 16:00h, 17:30h, 18:30h, 19:00h (hier gehts ins Bett) und dann kommt sie noch 1-4 mal nachts (meist 2x 23:00 und 2:30). Trinken tut sie schon immer nur sehr kurz anfangs oft nur 2-3 Minuten, inzwischen meistens um die 5 Minuten, nachts manchmal länger. Ich lasse sie trinken bis sie von alleine loslässt und nicht mehr wieder anfängt zu saugen. Bis etwa zur 8. Woche hatten wir abends Clusterfeeding bis 23:00h, dann fing sie von selbst an immer früher einzuschlafen und es hat sich gelegt. Mit 10 Wochen haben wir einen Schnuller eingeführt, da sie an der Brust tagsüber überhaupt nicht mehr einschläft sonder nur irgendwann (falls man sie überhaupt zum Brustnuckeln bewegen kann) anfängt zu spucken und wütend zu schreien. Nachts schläft sie manchmal an der Brust ein, meist lässt sie aber die Brust los wenn sie schläfrig wird und schläft dann ohne Schnuller im Beistellbett ein. Zum beruhigen bekommt sie den Schnuller nur wenn sie definitiv nicht an die Brust will. Flasche oder Hütchen kennt sie nicht. Zwei mal habe ich ihr etwas abgepumpte Milch gefüttert, weil sie vor Ungedult gar nicht mehr gesaugt hat, nur noch geschrien über Stunden, dann allerdings nur ca. jeweils 20 ml mit der Einwegspritze als der erste Hunger dann vorbei war hatte sie auch wieder Gedult zum Saugen. Abpumpen kann ich nur sehr schlecht. Ohne dass sie trinkt gar nicht und wenn sie an einer Seite trinkt bekomme ich an der anderen vielleicht 20-30ml.

Richtig nasse Windeln hat sie 3 pro Tag.

Kinderarzt meinte bei der U4 die Gewichtzunahme sei noch ok (wobei mir auch nicht das Gewicht an sich Sorgen macht sondern das Gewicht im Verhältnis zur Größe). Hebamme tendiert zum Beikoststart (will ich aber möglichst noch nicht).
Die Zunahme an sich würde mich auch noch nicht beunruhigen. Aber dazu kommen noch mehrere Beobachtungen:

Zum einen, dass seit etwa 6 Wochen der Milchspendereflex nur noch sehr schwer auslöst. Ich mache das daran fest, dass ich ihn zum einen sehr deutlich spüre und zum anderen am Schlucken und schmatzen :D meiner Tochter. Vorher musste sie vielleicht 10 mal schnell saugen und dann floss die Milch, vor ungefähr sechs Wochen hat meine Regel wieder eingesetzt und seit dem dauert es deutlich länger, manchmal bis zu 20 Minuten, manchmal gibt sie auch auf bevor er überhaupt einsetzt (wenn nicht mindestens eine Stunde zwischen den Mahlzeiten war setzt er gar nicht ein). Sie brüllt bis zum einsetzen häufig die Brust an und steiget sich völlig in Rage bis sie dann gar nicht mehr saugt, um dem vorzubeugen laufe ich mit ihr hin und her und wechsle häufig die Brust, dann schreit sie weniger und ich bin entspannter so dass es dann wenigstens irgendwann mal losläuft.
Dazu kommt, dass seit dem auch keine Milch mehr aus der anderen Brust läuft während sie trinkt (eigentlich ja ganz schön, aber es irritiert mich doch, vorher musste ich immer eine Mullwindel in den BH stecken).
Außerdem wird die Brust überhaupt nicht mehr hart, auch nicht, wenn sie z.B. ab und zu ungewöhnlich lange schläft (ca. 5 Stunden am Stück nachts)

Dazu kommt noch, dass sie inzwischen fast ausflippt wenn sie uns beim Essen beobachtet, wie wild den Mund aufsperrt, auf ihren Fäusten kaut etc....Brei nehmen würde sie wohl problemlos...aber ich will das noch nicht.

Vor einer Woche hatte ich eine Erkältung mit etwas Fieber, seit diese abgeklungen ist schreit sie die Brust nicht nur an bevor richtig Milch kommt, sondern auch wenn der Milchfluss wieder nachlässt. Sie biegt sich dann von der Brust weg schreit und will sie nicht mehr nehmen, mir kommt es so vor als ob die Zeit in der viel Milch fließt auch immer kürzer wird. Ich wechsle dann noch ein paar mal die Brust, damit sie wenigsten noch ein wenig trinkt. Dazu ist sie den ganzen Tag total quengelig und unzufrieden und nach meinem Gefühl einfach hungrig, lutscht ständig an den Händen (nach Zähnen hab ich auch schon geschaut danach sieht es aber wirklich nicht aus), ich kann sie aber nicht dazu bewegen länger zu trinken, wenn nur wenig kommt. Wenn ich sie trage fängt sie manchmal auch an an meinem Kinn oder meiner Backe zu saugen, ich denke wirkllich, dass es Hunger ist. Häufiger anlegen klappt auch nicht, da dann der MSR kaum auszulösen ist.

Heute habe ich dann mal geschaut wie viel sie eigentlich bei so einer Mahlzeit trinkt und hab sie vorher und hinterher gewogen es waren gerade mal 60 ml (und das war eine der größten Mahlzeiten, nachmittags schätze ich kommt eher viel weniger). (Hätte ich nicht machen sollen, ich weiß, hat mich nur panisch gemacht) Als sie ca 6 Woche alt war hatte ich das schonmal aus reiner neugier gemacht und da waren es ca 120ml.

Ich weiß jetzt nicht ist wirklich inzwischen zu wenig Milch da, oder mach ich mir völlig umsonst Sorgen. Ich wäre einfach dankbar für eure Einschätzung und vielleicht hilfreiche Tips.

LG
Nimue
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Re: Baby 4 Monate nimmt kaum zu und unzufrieden beim Stillen

Beitrag von deidamaus »

Hallo Nimue,

ich melde mich morgen ausführlich bei dir.

Liebe Grüße
Deidamaus
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Re: Baby 4 Monate nimmt kaum zu und unzufrieden beim Stillen

Beitrag von FWsNimue »

Hallo nochmal kurz,

was ich noch vergessen habe:

Stuhl hat sie alle 1-4 Tage.

Sie lutscht sehr gerne auch am Daumen, da biete ich ihr dann oft den Schnuller als Alternative, mal nimmt sie ihn mal nicht.

Wir haben einmal ausprobiert, ob sie sich von meiner Schwester stillen läßt, meine Schwester hat Milch mehr oder weniger im Überfluß und da war sie total zufrieden und hat ohne quengeln getrunken.

Viele Grüße
Nimue
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Re: Baby 4 Monate nimmt kaum zu und unzufrieden beim Stillen

Beitrag von deidamaus »

Hallo Nimue,
FWsNimue hat geschrieben: ich versuche nun einfach mal ob uns hier jemand helfen (oder mich zumindest beruhigen :) ) kann.
wir tun unser Bestes!
Erst mal ganz kurz zu unserer Vorgeschichte. .......war das das Ende unserer Stillbeziehung was mich lange sehr belastet hat.
Das kann ich sehr gut verstehen nach so einem traumatischen Erlebnis.
Als nun im Mai dieses Jahr unser zweites Kind zur Welt kam konnte ich nicht mit der selben Gelassenheit wie beim ersten Kind ans Stillen gehen,
Das ist verständlich.
Die Werte schreibe ich allerdings nicht auf, ich speichere jede Woche das Gewicht und hab so den Verleich zur Vorwoche, darum kann ich leider trotz wiegen keinen allzu detailierte Entwicklung schreiben.
Den Vergleich nur mit der Vorwoche ist aber sehr ungenau. Je nach Füllung von Magen, Darm und Blase können da locker 100-200 g Unterschied im Ergebnis sein.
Geburtsgewicht war am 13.05.3100g (49cm) gewogen von der Hebamme (Hausgeburt)
17.05. 2810g beim Kinderarzt U2
23.05. 3190g Hebamme
26.06. 4240g (53cm) beim Kinderarzt U3
Danach ging es etwa 6 Wochen sehr konstant jede Woche 100g nach oben, gemessen zu Hause
Ab dann leider immer langsamer
08.09. 5340g (62cm) beim Kinderarzt U4
15.09. 5380g zu Hause
Super! Danke.

Von U2 zu U3 waren es damit 1430 g Zunahme in circa 6 Wochen, also 240 g die Woche. Damit liegt die Zunahme im Normalbereich von 170-330 g in den ersten beiden Lebensmonaten. von U3 bis U4 hat dein Baby 1100 g laut Kinderarzt zugenommen. Die Zunahme sollte nach WHO in der Zeit mindestens 1220 g betragen (2 Wochen zu mindestens 170 g in den ersten beiden Lebensmonaten und dann 8 Wochen zu mindestens 110 g in den Lebemsonaten 3-4). Damit liegst dein Baby nur um 120 g unter der empfohlenen Zunahme, was ganz einfach auf Ungenauigkeiten beim Wiegen zurückzuführen sein kann. Lies dir mal den LinkGrundinfo Gewichtsentwicklung - Gedeihen - Gewichtskontrolle durch.
Stillhäufigkeit ist etwa 10-12x in 24 Stunden
Perfekt. Genau so sollte es sein.
Richtig nasse Windeln hat sie 3 pro Tag.
Die sind dann aber wohl zum Überlaufen voll, oder?
Kinderarzt meinte bei der U4 die Gewichtzunahme sei noch ok (wobei mir auch nicht das Gewicht an sich Sorgen macht sondern das Gewicht im Verhältnis zur Größe).
Wie groß und schwer war denn dein Kind bei der U4?
Hebamme tendiert zum Beikoststart (will ich aber möglichst noch nicht).
Zum einen, dass seit etwa 6 Wochen der Milchspendereflex nur noch sehr schwer auslöst. Ich mache das daran fest, dass ich ihn zum einen sehr deutlich spüre und zum anderen am Schlucken und schmatzen :D meiner Tochter. Vorher musste sie vielleicht 10 mal schnell saugen und dann floss die Milch, vor ungefähr sechs Wochen hat meine Regel wieder eingesetzt und seit dem dauert es deutlich länger, manchmal bis zu 20 Minuten, manchmal gibt sie auch auf bevor er überhaupt einsetzt (wenn nicht mindestens eine Stunde zwischen den Mahlzeiten war setzt er gar nicht ein). Sie brüllt bis zum einsetzen häufig die Brust an und steiget sich völlig in Rage bis sie dann gar nicht mehr saugt, um dem vorzubeugen laufe ich mit ihr hin und her und wechsle häufig die Brust, dann schreit sie weniger und ich bin entspannter so dass es dann wenigstens irgendwann mal losläuft.
Ich würde dir empfehlen, für Entspannung beim Stillen zu sorgen, die Brust vor dem Stillen leicht zu massieren und zu wärmen (dass sorgt auch dafür, dass der MSR leichter ausgelöst wird) eventuell kannst du auch deine Brustwarze mit der Hand stimulieren. Viel Haut- und Körperkontakt hilft auch den MSR leichter auszulösen. Außerdem solltest du dein Kind anlegen, bevor es deutlich hungrig ist, dann hat sie mehr Geduld.
Dazu kommt, dass seit dem auch keine Milch mehr aus der anderen Brust läuft während sie trinkt (eigentlich ja ganz schön, aber es irritiert mich doch, vorher musste ich immer eine Mullwindel in den BH stecken).
Das ist aber ganz normal. Am Anfang tropft es bei vielen Frauen auf der anderen Seite, was mit der Zeit einfach aufhört (Gott sein Dank)!
Außerdem wird die Brust überhaupt nicht mehr hart, auch nicht, wenn sie z.B. ab und zu ungewöhnlich lange schläft (ca. 5 Stunden am Stück nachts)
Das ist auch ganz normal. Die meiste Milch wird direkt beim Stillen produziert. Nach circa 2-3 Monaten hat sich das Stillen so weit eingespielt, dass die Brust immer weich ist. Das ist nur ein Zeichen dafür, dass Angebot und Nachfrage im Einklang sind. Eine pralle Brust ist ein Zeichen für Überproduktion (auch für den Körper, der dann die Milchproduktion drosselt).
Dazu kommt noch, dass sie inzwischen fast ausflippt wenn sie uns beim Essen beobachtet, wie wild den Mund aufsperrt, auf ihren Fäusten kaut etc....Brei nehmen würde sie wohl problemlos...aber ich will das noch nicht.
Wenn dein Kind beikostreif ist, dann solltest du ihr die Beikost auch nicht mehr vorenthalten. Schau dazu mal in den Link Einführung von Beikost, da stehen die Zeichen für Beikostreife.
Vor einer Woche hatte ich eine Erkältung mit etwas Fieber, seit diese abgeklungen ist schreit sie die Brust nicht nur an bevor richtig Milch kommt, sondern auch wenn der Milchfluss wieder nachlässt. Sie biegt sich dann von der Brust weg schreit und will sie nicht mehr nehmen, mir kommt es so vor als ob die Zeit in der viel Milch fließt auch immer kürzer wird. Ich wechsle dann noch ein paar mal die Brust, damit sie wenigsten noch ein wenig trinkt. Dazu ist sie den ganzen Tag total quengelig und unzufrieden und nach meinem Gefühl einfach hungrig, lutscht ständig an den Händen (nach Zähnen hab ich auch schon geschaut danach sieht es aber wirklich nicht aus), ich kann sie aber nicht dazu bewegen länger zu trinken, wenn nur wenig kommt. Wenn ich sie trage fängt sie manchmal auch an an meinem Kinn oder meiner Backe zu saugen, ich denke wirkllich, dass es Hunger ist. Häufiger anlegen klappt auch nicht, da dann der MSR kaum auszulösen ist.
Versuche es mal mit obigen Tipps. Stillen im Tragetuch bzw. einer Tragehilfe kann auch helfen. Hast du das schon mal probiert?

Vielleicht ist dein Baby wirklich schon beikostreif. Manche Kinder sind da einfach früher dran als andere. Da kann man dann auch nichts machen.
Heute habe ich dann mal geschaut wie viel sie eigentlich bei so einer Mahlzeit trinkt und hab sie vorher und hinterher gewogen es waren gerade mal 60 ml (und das war eine der größten Mahlzeiten, nachmittags schätze ich kommt eher viel weniger). (Hätte ich nicht machen sollen, ich weiß, hat mich nur panisch gemacht) Als sie ca 6 Woche alt war hatte ich das schonmal aus reiner neugier gemacht und da waren es ca 120ml.
Diese sogenannten Stillproben sind NICHT zu empfehlen. Schon garnicht, wenn sie nur einmalig durchgeführt werden. Mess dem bitte keine Bedeutung bei.
Ich weiß jetzt nicht ist wirklich inzwischen zu wenig Milch da, oder mach ich mir völlig umsonst Sorgen. Ich wäre einfach dankbar für eure Einschätzung und vielleicht hilfreiche Tips.
Ich würde sagen, es ist alles in Ordung mit der Zunahme. An deiner Stelle würde ich deinem Baby mal Beikost anbieten und schauen, ob es die mag. Wenn es so danach verlangt, kann es schon sein.

Ansonsten würde ich obige Tipps zum leichteren Auslösen des MSR ausprobieren. Vielleicht ist da etwas dabei, dass euch hilft.

Wenn du eine genauere Beurteilung deiner Gewichtswerte möchtest, müsstest du weiter regelmässig wiegen und die Daten hier posten. Dazu wäre 2-3 mal wiegen die Woche sinnvoll, dann kann man in 2-3 Wochen sehen, ob die Gewichtsentwicklung im normalen Rahmen liegt. Nötig ist es aber meiner Meinung nach nicht.

Hilft dir das weiter?

Liebe Grüße
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Re: AW: Baby 4 Monate nimmt kaum zu und unzufrieden beim Sti

Beitrag von powerlady »

Was das Thema Beikost angeht. Ich wollte dieses Mal auch unbedingt erst nach 6 Monaten anfangen.
Aber jedes mal Geschrei wenn wir essen ist auch nicht so schön. [emoji6]
Er hat mit knapp 5 Monaten angefangen Brötchen zu essen, ansonsten bekommt er Brei wenn wir essen und wir haben ein sehr zufriedenes Kind. [emoji1]
Du ersetzt ja auch nicht die Stillmahlzeit mit der Beikost, sondern bietest diese zusätzlich an.
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Re: Baby 4 Monate nimmt kaum zu und unzufrieden beim Stillen

Beitrag von FWsNimue »

Hallo,

vielen dank für die ausführliche Antwort. Gestern hat es mir nicht mehr gereicht zu antworten.

Ich bin auf jeden Fall schon sehr beruhigt!

Zu den Windeln,...ihre sind wirklich nicht besonders voll. Das ist mir schon länger aufgefallen, ich habe es mir damit erklärt, dass sie immer gepuckt schläft und da manchmal auch ziemlich schwitzt.

Stillen im Tragetuch würde ich gerne mal versuchen, mit welcher Bindetechnik geht das denn gut? Hab das bisher nie hinbekommen, weil die Maus da irgendwie zu hoch sitzt.

Thema Beikost, ich hab sie heute mal, als wir gegessen haben, an einem Apfelschnitz nuckeln lassen, damit war sie total glücklich. Mal sehen, vielleicht gibt sie sich ja damit noch eine Weile zufrieden. So hätte die "Beikost" zumindest ganz sicher keinen Einfluss auf ihren Milchhunger.

Ich hatte heute schon ein deutlich besseres Gefühl. Liegt auch daran, dass sie heute endlich mal wieder zufrieden war nach dem Stillen. Vielleicht hatte meine Erkältung letzte Woche ja doch einen gewissen Einfluss auf die Milchmenge und jetzt ist wieder mehr da? Oder meine unruhigen Nächte die letzten Tage zahlen sich aus, die letzten beiden Nächte habe ich im 3/4-Stunden-Takt gestillt...ich hoffe das gibt sich bald wieder.

Viele Grüße
Nimue
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Re: Baby 4 Monate nimmt kaum zu und unzufrieden beim Stillen

Beitrag von deidamaus »

FWsNimue hat geschrieben: vielen dank für die ausführliche Antwort. Gestern hat es mir nicht mehr gereicht zu antworten.
Bei mir auch nicht :wink:
Ich bin auf jeden Fall schon sehr beruhigt!
Sehr schön :D
Zu den Windeln,...ihre sind wirklich nicht besonders voll. Das ist mir schon länger aufgefallen, ich habe es mir damit erklärt, dass sie immer gepuckt schläft und da manchmal auch ziemlich schwitzt.
Das hat sicherlich einen Einfluss darauf, da sie ja dann viel Flüssigkeit über die Haut verliert. Normalerweise sollte ein Baby mindestens vier gut nasse Windeln haben, d.h. das spürbar Pipi drinne ist.
Stillen im Tragetuch würde ich gerne mal versuchen, mit welcher Bindetechnik geht das denn gut? Hab das bisher nie hinbekommen, weil die Maus da irgendwie zu hoch sitzt.
Normalerweise sitzen die Babys dafür zu hoch. Fürs Stillen macht man das Tuch einfach etwas locker, lässt die Kleinen runter rutschen und stillt sie dann. Wenn sie eingeschlafen sind einfach wieder festziehen. Doppelkreuztrage ist da gut geeignet oder auf der Hüfte (z.B. im Hüftkänguruh), Känguruh geht aber auch gut oder in einer Tragehilfe.
Thema Beikost, ich hab sie heute mal, als wir gegessen haben, an einem Apfelschnitz nuckeln lassen, damit war sie total glücklich. Mal sehen, vielleicht gibt sie sich ja damit noch eine Weile zufrieden. So hätte die "Beikost" zumindest ganz sicher keinen Einfluss auf ihren Milchhunger.
Solange du die BEIkost (sie ist ja keine ANSTATTkost) nach dem Stillen anbietest, wird dein Baby nur seinen Mehrbedarf darüber decken, wenn du genauso häufig wie sonst stillst.
Ich hatte heute schon ein deutlich besseres Gefühl. Liegt auch daran, dass sie heute endlich mal wieder zufrieden war nach dem Stillen. Vielleicht hatte meine Erkältung letzte Woche ja doch einen gewissen Einfluss auf die Milchmenge und jetzt ist wieder mehr da? Oder meine unruhigen Nächte die letzten Tage zahlen sich aus, die letzten beiden Nächte habe ich im 3/4-Stunden-Takt gestillt...ich hoffe das gibt sich bald wieder.
Nachts alle 3 Stunden stillen ist ganz normal und nichts außergewöhnliches. Auf Babys, die seltener Stillen muss man immer ein genaues Auge haben, da sie eventuell zu wenig Milch trinken. Solange ihr aber insgesamt auf 10-12 Stillmahlzeiten kommt, passt das schon. Nur Durchschlafen (6-8 h oder länger) ist sehr ungünstig. Wenn sie jetzt nachts häufiger gekommen ist, hat sie dadurch die Milchbildung sicherlich gut angeregt. Hervorragend :D

Normalerweise ändert sich die Milchmenge bei der Mutter nur dann, wenn sie richtig schwer krank ist. Eine normale Erkältung hat darauf meist keinen Einfluss.

Liebe Grüße
deidamaus
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Re: Baby 4 Monate nimmt kaum zu und unzufrieden beim Stillen

Beitrag von FWsNimue »

deidamaus hat geschrieben:
FWsNimue hat geschrieben:
Ich hatte heute schon ein deutlich besseres Gefühl. Liegt auch daran, dass sie heute endlich mal wieder zufrieden war nach dem Stillen. Vielleicht hatte meine Erkältung letzte Woche ja doch einen gewissen Einfluss auf die Milchmenge und jetzt ist wieder mehr da? Oder meine unruhigen Nächte die letzten Tage zahlen sich aus, die letzten beiden Nächte habe ich im 3/4-Stunden-Takt gestillt...ich hoffe das gibt sich bald wieder.
Nachts alle 3 Stunden stillen ist ganz normal und nichts außergewöhnliches. Auf Babys, die seltener Stillen muss man immer ein genaues Auge haben, da sie eventuell zu wenig Milch trinken. Solange ihr aber insgesamt auf 10-12 Stillmahlzeiten kommt, passt das schon. Nur Durchschlafen (6-8 h oder länger) ist sehr ungünstig. Wenn sie jetzt nachts häufiger gekommen ist, hat sie dadurch die Milchbildung sicherlich gut angeregt. Hervorragend :D

Normalerweise ändert sich die Milchmenge bei der Mutter nur dann, wenn sie richtig schwer krank ist. Eine normale Erkältung hat darauf meist keinen Einfluss.

Liebe Grüße
deidamaus
Nich alle 3 Stunden, alle 0,75 Stunden :D wenn wir wieder zu "alle 3 Stunden" zurückfinden bin ich sehr dankbar.

Ich bekomme leider bei jeder kleinen Erkältung gleich hoch Fieber (diesmal 39,8) und kann dann kaum was essen, günstig ist das sicher nicht.

Ist Durchschlafen wirklich ein Problem, ich hätte gedacht, dass die 'Zwerge das nur schaffen, wenn sie wirklich ausreichend versorgt sind? Wir hatten hier mal eine Phase mit regelmäßig 6 Stunden Schlaf, dafür war dann die restliche Nacht unruhiger (vor ca. 1 Monat), das ging so 2 Wochen, dann kam sie wieder gleichmäßiger. Falls das wiederkommt, soll ich sie dann wecken?

Liebe Grüße
Nimue
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Re: Baby 4 Monate nimmt kaum zu und unzufrieden beim Stillen

Beitrag von deidamaus »

:lol: Okay, dann habe ich da wohl was falsch gelesen. Und ich hoffe, dass dein Baby nicht so bald wieder soooo oft trinken mag.

Bei so hohem Fieber, kann die Milchproduktion der Mutter schon mal sinken, das regulieren die Babys dann meist selbst durch häufigeres Stillen.

Ja, es gibt Babys, die durchschlafen, um Energie zu sparen. Bei pflegeleichten Babys (die wenig schreien und lange am Stück schlafen) muss man immer hinschauen, ob sie auch genügend Nahrung bekommen. Nächtliches wecken zum Stillen führt dann oft zu einer deutlich besseren Zunahme. Solange die Gewichtsentwicklung okay ist, macht es nichts. Liegt sie aber unterhalb des Normbereichs (5-6 Lebensmonat: 70-140 g pro Woche im Durchschnitt), sollte das Kind nachts spätestens alle 4 besser noch 3 h geweckt werden.

Hilft dir das weiter?

Liebe Grüße
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