Ich verstehe. Da zählst Du die gängigen Argumente auf, ich mag mal auf jedes einzeln eingehen:
Weil es schneller geht,
Wie lange dauert das Füttern der ca 50 ml per Sonde denn?
es läuft nichts daneben
Das kann man so pauschal nicht sagen. Viele flaschegefütterte Babys lassen die gefütterte Milch auch wieder aus dem Mund heraus laufen.
und kann auch mal jemand anders geben.
Das stimmt, aber das gilt auch für andere stillfreundliche Zufüttermethoden; dazu muss man nicht unbedingt Saugflaschen benutzen.
Und mit Flasche kann man auch draußen füttern
Das stimmt, die Flasche gehört zum normalen Stadtbild... zum Glück musst Du nur 3 mal pro Tag zufüttern, d.h. wenn Du bei 3 Stillmahlzeiten zuhause bist, könntest Du diese zum Zufüttern mit der Sonde nutzen. Das BES z.B. kann auch diskret unterm Pulli benutzt werden, ich kenne viele Mütter, die damit auch rausgegangen sind.
oder im Urlaub (wir fahren in zwei Wochen kurz weg)
Welche Sorge hast Du denn speziell bezüglich Urlaub?
Berücksichtige auch, dass Dein Baby auf Grund der bisherigen Schwierigkeiten ein erhöhtes Risiko dafür hat, WEGEN der Flaschenfütterung neue Stillprobleme zu entwickeln. Also Stillschwierigkeiten, die erst durch die Flaschenfütterung überhaupt entstanden sind. Deswegen wäre es sinnvoll, zunächst
andere stillfreundliche Zufüttermethoden auszuprobieren, wenn Du die Sonde nicht mehr magst, anstatt künstliche Sauger dazu zu benutzen. In jedem Falle sollten Nutzen und Risiko der Saugflaschenverwendung sehr sorgsam abgewogen werden.
Vielleicht sollte ich es einfach akzeptieren dass es nix wird mit vollstillen und anfangen regelmäßig zuzufüttern, mit Flasche. Alles andere kann ich nicht auf Dauer machen
Dass es "nix wird", steht wirklich noch nicht fest!.. Und ob Du "alles andere" auf Dauer nicht machen kannst, weißt Du noch gar nicht, weil Du "alles andere" ja noch gar nicht ausprobiert hast. Viele Mütter, auch hier im SuT, kombinieren Stillen und Zufüttern dauerhaft, ohne dabei Saugflaschen zu verwenden, um ihre Stillbeziehung nicht unnötig zu gefährden. Ich begleite Dich gerne dabei, herauszufinden, welcher Weg zu EUCH passt, falls tatsächlich dauerhaft Zufüttern nötig sein sollte (was wirklich noch keineswegs feststeht!).
Aber auch wenn Du Dich für die Zufütterung per Flasche entscheidest, können wir gerne gemeinsam schauen, wie wir das Risiko von daraus resultierenden Stillstörungen möglichst gering halten können, Stichwort "Flaschegeben nach Stillvorbild" (aufwändig ist DAS allerdings auch!..).
Also, was meinst Du, wie möchtest Du weiter vorgehen?
LG
Julia