Beikost ab wann? Gekaufte Milch?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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AnnieMerrick
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Beikost ab wann? Gekaufte Milch?

Beitrag von AnnieMerrick »

Hallo, meine Hebamme hat nach der 8. Woche post partum mir gesagt: "Ich gebe Dir noch Infos zur Beikost."
Bekommen habe ich ein Heftchen von NUK und die info, Beikost startet ab 4 Monate mit Möhren, eine Woche später mit Kartoffeln. Danach gekauften Griesbrei aus dem Glas. Milch darf man Kindern gleich geben.
Stillen langsam ausschleichen.

Das wars. Ich verstehe nur Bahnhof!

Brei ab 4 Monate? Ist das nicht zu zeitig? Kann man nicht einen individuellen Termin finden?
Dann sofort gekaufte Milch? Oder Kindermilch? (Was ist das überhaupt?)
Stillen macht dann nicht mehr satt
Breifrei ? Daran würde sich das Kind verschlucken und bekommt nicht die notwendige Menge an Essen?

An wen kann man sich denn überhaupt wenden, wenn man dazu Fragen hat. Die Hebamme steht ja nach den 8 Wochen nach Entbindung nicht mehr zur Verfügung.
Viele Grüße
AnnieMerrick mit 🐭 2014 und 🐦 2018
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Angua
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Re: Beikost ab wann? Gekaufte Milch?

Beitrag von Angua »

Hallo,

grad erst hab ich gelesen, dass man die gesamte Stillzeit und auch ohne Stillen die ersten 9 Monate Anspruch auf eine Hebamme hat? Aber bei den Infos würd ich auf deine Hebamme eher verzichten ;-)

Mir scheint, dass dieses Posting:Grundinfo Beikosteinführung die meisten deiner Fragen direkt beantwortet :-) Auch sonst sind hier viele Menschen unterwegs, die kompetent genau solche Fragen beantworten.

Liebe Grüße,
Angua
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josie81
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Re: Beikost ab wann? Gekaufte Milch?

Beitrag von josie81 »

Hallo! Am besten du liest dir mal den hier im Unterforum festgepinnten Faden "Grundinfo Beikosteinführung" durch. (bin mit dem Handy online und checke das Verlinken nicht) Da steht alles wichtige drin :)

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Batsheba
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Re: Beikost ab wann? Gekaufte Milch?

Beitrag von Batsheba »

AnnieMerrick hat geschrieben:Bekommen habe ich ein Heftchen von NUK und die info, Beikost startet ab 4 Monate mit Möhren, eine Woche später mit Kartoffeln. Danach gekauften Griesbrei aus dem Glas. Milch darf man Kindern gleich geben.
Stillen langsam ausschleichen.
Stand das in dem Heftchen? Wenn ja, bin ich ein bisschen schockiert, dass sowas noch im Umlauf ist... :shock:

Also, nein, anfangen solltest du, wenn dein Baby Beikostreifezeichen zeigt, und du kannst mit fast allem starten, das muss auch kein Brei sein. Aber was red ich denn, das steht wirklich alles in der Grundinfo. :wink:
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Sakura
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Re: Beikost ab wann? Gekaufte Milch?

Beitrag von Sakura »

"Stillen macht nicht mehr satt" : ich bin mir nicht sicher, ob das in den Grundinfos zur Beikost steht. Babys, die nach IHREM Bedarf gestillt werden, stellen sicher, dass sie satt werden. Das führt aber in der Regel dazu, dass das Baby tagsüber öfter als alle 4 Stunden stillen will, und nachts nicht durchschläft, sondern mehrmals stillt. Das sind die Tatsachen, die man dann in die eine oder andere Richtung interpretieren kann.

Irgendwann um die Mitte des ersten Lebensjahres WOLLEN Babys unser Essen probieren. Das sind Anfangs aber meist nur Probierhäppchen, satt werden sie immer noch von Muttermilch.

Und @ Milch macht nicht satt: ich kann mir lebhaft vorstellen, nur von Milch, Käse, Joghurt und Quark satt zu werden. Da ich erwachsen bin, wird mich das nicht zufrieden machen, aber durchaus satt. Alles kann satt machen, es ist nur eine Frage der Menge. Muttermilch ist dabei DAS Lebensmittel, mit dem Babys bei der Menge, die sie zum satt werden brauchen, perfekt mit ALLEN Nährstoffen versorgt sind. Man kann Babys auch mit Möhrenbrei satt machen. Aber der enthält nicht alles, was Babys brauchen, und auch nicht in der Menge. Dito für alle anderen Lebensmittel. Daher ist Stillen die ideale Ernährung für Babys, nebenbei darf es essen, soviel es mag, und nach und nach wird es weniger stillen und mehr essen. Dabei legt jedes Kind ein anderes Tempo vor.
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Re: Beikost ab wann? Gekaufte Milch?

Beitrag von merkaeserka »

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AnnieMerrick
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Re: Beikost ab wann? Gekaufte Milch?

Beitrag von AnnieMerrick »

1000dank.
Dass ich noch Anspruch auf eine Hebamme habe, wußte ich nicht. Meine sagte ausdrücklich nach 8 Wochen. "So heute komme ich das letzte Mal. Die Betreuung ist zu Ende."
Sie kam insgesamt eh nur 6 Mal. Per SMS war sie aber immer erreichbar.
Eure Tipps hier waren aber hilfreicher. Zum Glück, sonst hätte ich auf sie gehört und abgestillt!

Was muss ich denn machen, um nochmal eine Hebammenbetreuung (von einer anderen!!!) zu erhalten? Einen extra Antrag stellen?

"Das führt aber in der Regel dazu, dass das Baby tagsüber öfter als alle 4 Stunden stillen will, und nachts nicht durchschläft, sondern mehrmals stillt. Das sind die Tatsachen, die man dann in die eine oder andere Richtung interpretieren kann. "
Stimmt Sakura. Ich stille im Schnitt aller 2-3 Stunden. Auch nachts. Abends auchmal zum Einschlafen im Stundenrhythmus.
Ich dachte, dass sei nicht normal, denn die Hebamme meint, dass ein Kind 6 Stunden durchschlafen soll ab dem 2 Monat. Klingt verlockend :)
Deswegen meinte sie auch, ich habe nicht genügend Milch und das Kind wird nicht satt. Ich soll ab dem 4. Monat mit Beikost (bei ihr war es wirklich -ERSETZEN der Mahlzeit mit Brei in der Flasche) starten.
Klang für mich, als soll ich mein Knd mästen, um durchschlafen zu können.
Ein bissl mehr Schlaf wär toll.. Aber nicht um diesen Preis. Ich finde stillen so schön!
Viele Grüße
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AnnaKatharina
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Re: Beikost ab wann? Gekaufte Milch?

Beitrag von AnnaKatharina »

AnnieMerrick hat geschrieben: Was muss ich denn machen, um nochmal eine Hebammenbetreuung (von einer anderen!!!) zu erhalten? Einen extra Antrag stellen?
Ich glaube, du mußt garnichts machen.
Einfach eine andere Hebamme anrufen, und mit der einen Termin vereinbaren.
(Vielleicht suchst du dir eine, die auch eine Stillgruppe abbietet, oder Stillberatung. Vielelicht ist die dann bei dem Thema etwas kompeteter als deine 'Alte'. Hust.)

Grüße,
Anna-Katharina
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Sakura
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Re: Beikost ab wann? Gekaufte Milch?

Beitrag von Sakura »

Wochenbettbetreuung durch die Hebamme ist vorbei, je nach Krankenkasse nach 8 bis 12 Wochen. Eine Hebamme kann allerdings bis zu drei Beratungen bei Stillschwierigkeiten bis zum Ende der Stillzeit abrechnen, was darüber hinaus geht, braucht eine Überweisung von einem Arzt. Deine Fragen allgemeiner Natur kannst du hier im Forum stellen, oder du suchst dir bei dir in der Nähe eine gute Stillgruppe oder einen guten Mama-Treff.

Dein Kind trinkt alle drei Stunden, und wird damit wunderbar satt. Erwachsene Essen auch drei bis vier mal am Tag, oder noch öfter, obwohl es kein Problem wäre, die 2000 kcal mit einer Mahlzeit aufzunehmen. Danach wäre uns aber schlecht, und wir hätten Bauchschmerzen, und nach einem halben Tag hätten wir wieder Hunger, und müssten trotzdem noch einen weiteren halben Tag fasten bis wir am nächsten Tag wieder alle Kalorien geballt in uns reinstopfen. Nicht sehr verlockend. Daher teilen wir unsere Mahlzeiten auf in Portionen, die unserer Magengrösse, unserer Verdauung und unserem Bedarf angepasst sind. Babys machen genau das gleiche, nur dass die einen anderen Bedarf haben ;-)

Muttermilch ist für Babys die beste Nahrung, die ab einem gewissen Alter nur ergänzt wird. Sie zu ersetzen ist nicht perfekt möglich.

Soso. Ab 2 Monaten 6 Stunden durchschlafen. Es gibt tatsächlich Babys, die das tun, das ist aber die Minderheit der Babys, die nach Bedarf gestillt werden. Solche Richtgrössen sind eher sinnfrei, da jedes Baby anders ist. Ich kenne persönlich Babys, die sich mit 3 Monaten gedreht haben, und welche, die das erst mit 9 Monaten getan haben. Babys, die mit 10 Monaten gelaufen sind, und solche, die das erst mit 18 Monaten getan haben. Kinder, die mit zwei Jahren ganze Sätze gesprochen haben, und Kinder, die das erst mit vier gemacht haben. Kinder, die vor dem zweiten Geburtstag Tag und Nacht trocken waren, und Kinder, die mit fünf nachts noch eine Windelhose tragen. Alles völlig normal, alles im Rahmen. Bei allen Entwicklungsgebieten wird von einer Spanne ausgegangen, in der die Mehrzahl der Kinder das und jenes kann. Wie sinnvoll sind dann harte Grenzen und fast minutengenaue Angaben beim Thema Schlaf?

Schlaf ist ein sensibles Thema. Wenn ein Kind nicht spricht, oder nicht läuft, oder nicht trocken ist, dann mag das für seine Eltern nervig sein, wird sie aber selten an den Rande des Zusammenbruchs bringen. Wenn aber ein Baby oder Kleinkind alle paar Stunden nachts aufwacht, dann kann das an die Substanz gehen. Besonders, wenn das Baby in einem anderen Zimmer schläft, man also das eigene warme Bett verlassen muss, um im Kinderzimmer mit kalten Füßen und krummen Rücken am Gitterbett zu stehen. Gar noch mehrmals pro Nacht. Daher die Lösung: das Kind muss eben durchschlafen. Die Lösung kann aber auch sein, dass das Baby zB in einem Beistellbett auf eigener Matratze und mit Schlagsack neben der Mutter schläft, welche es bei Hunger im Halbschlaf stillt, keiner wird richtig wach, alle schlafen weiter.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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Re: Beikost ab wann? Gekaufte Milch?

Beitrag von Sakura »

Schlafsack... Wollte ich schreiben... Nicht Schlagsack...
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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