Unser Beikost vom Esstisch Problem
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Re: Unser Beikost vom Esstisch Problem
mein baby hat mit acht monaten scharf indisch gewuerztes essen gegessen. wir haben salz nicht mehr zugesetzt, das bekam er ja schon genug durch brot u.ae. aber alles andere haben wir immer wie normal gewuerzt. beide kinder essen seit der schwangerschaft scharf indisch, haben den geschmack durch die muttermilch bekommen und eben dann auch als beikost. auch heute essen es beide gern.
kinder anders zu ernaehren als die menschen um ihn rum ist schlicht fies. kleinkinder sind nachahmer - immer und mit vollem herzen. es geht nicht darum, dass bananen lecker sind oder kinder fleisch brauchen oder was auch immer. es geht darum, dass kinder sehen, dass andere es essen also will es das auch. es vertraut uns und ahmt uns nach. und eben nicht nur dich, sondern all seine bezugspersonen.
wir essen uebrigens auch saisonal und versuchen exotische fruechte zu vermeiden (wobei wir dank waermeren klima ein sehr viel reichhaltigeres angebot haben), aber wir machen es eben alle die mit dem baby am tisch essen.
kinder anders zu ernaehren als die menschen um ihn rum ist schlicht fies. kleinkinder sind nachahmer - immer und mit vollem herzen. es geht nicht darum, dass bananen lecker sind oder kinder fleisch brauchen oder was auch immer. es geht darum, dass kinder sehen, dass andere es essen also will es das auch. es vertraut uns und ahmt uns nach. und eben nicht nur dich, sondern all seine bezugspersonen.
wir essen uebrigens auch saisonal und versuchen exotische fruechte zu vermeiden (wobei wir dank waermeren klima ein sehr viel reichhaltigeres angebot haben), aber wir machen es eben alle die mit dem baby am tisch essen.
tania mit sohn *09 und sohn *12
- avalanche
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Re: AW: Unser Beikost vom Esstisch Problem
Ja klar. Ich spreche von zusätzlich salzen oder zuckern/süssen.Dickkopf-Mama hat geschrieben:Die Machbarkeit dieses Vorschlags hängt sehr davon ab was es normalerweise gibt und welche Gewürze verwendet werden. Wenn an Gewürzen eh nur Salz und Pfeffer dran kommt ist es relativ einfach. Wenn ich mir gerade das Essen für heute Abend angucke (es gibt indisch) dann wird es beim nachträglichen würzen nichts, das wäre echt eklig.avalanche hat geschrieben:Ihr könnt am Tisch ja nachwürzen. Dann kann ganz normal gekocht werden und der Kleine kann mitessen. Wer mag würzt selber nach.
Ich persönliche würde mich sa keinen allzu grossen Aufwand machen.
Gegen Curry, Kurkuma usw. spricht meines Erachtens nichts. Wird in ganz vielen Regionen der Welt ja genauso gemacht. Und wenn man schon in der Schwangerschaft scharf/indisch/mexikanisch/wie auch immer gegessen hat, dann kennt das Kind die Geschmäcker ja durch die Nabelschnur und die Muttermilch. Und merken, dass ein Kind etwas nicht mag, tut man ja sehr schnell
- tania
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Re: Unser Beikost vom Esstisch Problem
wir haben bei sehr scharfen reisgerichten immer etwas mehr weissen reis draussen gelassen und dem baby so eine weniger scharfe mischung gemacht. ich glaub, er haette auch das scharfe gegessen, aber war uns lieber so.
tania mit sohn *09 und sohn *12
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Re: Unser Beikost vom Esstisch Problem
^^haben wir genauso gemacht. Oder etwas Joghurt reingerührt.
Mit meinen 09/12/16 Jungs
- tania
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Re: Unser Beikost vom Esstisch Problem
aber das waren scharfe gerichte, die wir nicht bei besuch kochen, da es den meisten italienern zu scharf ist. alle "normal" scharfen sachen haben wir nie irgendwas gemacht.
tania mit sohn *09 und sohn *12
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Re: Unser Beikost vom Esstisch Problem
Die TS meint aber eben nicht nur salzen sondern Gewürze und Schärfe als Problem und da ist dein Vorschlag nur begrenzt machbaravalanche hat geschrieben:Ja klar. Ich spreche von zusätzlich salzen oder zuckern/süssen.
Gegen Curry, Kurkuma usw. spricht meines Erachtens nichts. Wird in ganz vielen Regionen der Welt ja genauso gemacht. Und wenn man schon in der Schwangerschaft scharf/indisch/mexikanisch/wie auch immer gegessen hat, dann kennt das Kind die Geschmäcker ja durch die Nabelschnur und die Muttermilch. Und merken, dass ein Kind etwas nicht mag, tut man ja sehr schnellund kann eventuell dann die Schärfe beim nächsten Mal etwas reduzieren.
Und bei scharfem Essen reicht es ja nur bedingt im Nachhinein Chili drüber zu tun. Mein Mann kriegt immer nen Extra-Pott. So scharf wie der isst mag da keiner mitessenOrchidee99 hat geschrieben:Ne die Köchin und alle anderen sind nicht bereit erst beim Essen zu würzen weil ihnen das Essen besser schmeckt wenn es von Anfang an gesalzen und gewürzt wird.
aber abgesehen von der 5ee sind die gewürze, die schärfe etc das problem.
Von Gewürzen halte ich meine Kinder aber nicht fern
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
- avalanche
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Re: Unser Beikost vom Esstisch Problem
Genau das habe ich oben so geschrieben:Dickkopf-Mama hat geschrieben:Die TS meint aber eben nicht nur salzen sondern Gewürze und Schärfe als Problem und da ist dein Vorschlag nur begrenzt machbaravalanche hat geschrieben:Ja klar. Ich spreche von zusätzlich salzen oder zuckern/süssen.
Gegen Curry, Kurkuma usw. spricht meines Erachtens nichts. Wird in ganz vielen Regionen der Welt ja genauso gemacht. Und wenn man schon in der Schwangerschaft scharf/indisch/mexikanisch/wie auch immer gegessen hat, dann kennt das Kind die Geschmäcker ja durch die Nabelschnur und die Muttermilch. Und merken, dass ein Kind etwas nicht mag, tut man ja sehr schnellund kann eventuell dann die Schärfe beim nächsten Mal etwas reduzieren.
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Man kann sehr gut im Nachhinein ein zu scharfes Gericht etwas strecken mit Mandelmus, Quark, Joghurt, Gemüsepüree oder was auch immer für die, die es nicht vertragen.avalanche hat geschrieben:Gegen Curry, Kurkuma usw. spricht meines Erachtens nichts. Wird in ganz vielen Regionen der Welt ja genauso gemacht. Und wenn man schon in der Schwangerschaft scharf/indisch/mexikanisch/wie auch immer gegessen hat, dann kennt das Kind die Geschmäcker ja durch die Nabelschnur und die Muttermilch. Und merken, dass ein Kind etwas nicht mag, tut man ja sehr schnellund kann eventuell dann die Schärfe beim nächsten Mal etwas reduzieren.
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Orchidee99
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Re: Unser Beikost vom Esstisch Problem
Danke für eure Antworten genau solche Kritik wollte ich lesen
Also um auf eure Fragen zu antworten:
Ich dachte immer ein Kind darf frühstens mit 14 Monaten oder 12 Monaten Salz, Gewürze etc essen. Dadurch dass er so empfindlich ist, hatte ich ehrlich gesagt angst dass ich ihm irgendwie schade. Also ich versuche NICHT ihn anders zu ernähren als ich es selbst tue. Klar ich esse auch mal Schokolade, die er dann nicht darf
aber das ist was anderes. Aber ich denke es liegt ein riesen Unterschied zwischen meinen Nieren & meinem Magen als seinen deswegen war ich bzw bin ich so vorsichtig.
Ich möchte auch nicht alles geben weil Nahrung und alle Gewürze immer ne Wirkung haben, ich gebe ihm ja auch nicht einfach jeden Kräutertee, weil alle Kräuter ne Wirkung haben. Wenn er Bauchweh hat gibts Fnecheltee, aber einfach so kriegt er niemals Brennesseltee zb weil das entwässert, und die Gewürze und Nahrung haben auch Eigenschaften (das ist zb 5ee, aber ich empfinde das einfach als logisch) zb kühlen tomaten ab das brauch man ja keinem beweisen, oder schärfe heizt den körper auf, deswegen esse ich zb nichts scharfes im sommer an diesen heißen tagen, südfrüchte sind ok im sommer mal zwischendurch aber ich würde im winter niemals wassermelone essen das verlangt der körper eigentlich auch nicht.
Ich werde mal genauer beobachten was unser Esstisch so anbietet und ob das wirklich sooo schlimm ist
)) ich bin übersovrsichtig, deswegen bin ich froh wenn mich hier jemand runterholt.
Aber wie ich schon sagte ich ernähre ihn nicht ANDERS, er bekam ja auch Muttermilch (immernoch) weil das passend für sein alter ist. an sich isst er genau was wir essen nur halt ungesalzen und ohne gewürze (was manchmal echt besser schmeckt). ich werde vllt einfach bei scharfen sachen extra das gleiche kochen und ihm geben und so sachen wie nudeln etc nichts sagen...
VEGAN zb ist was anderes,das ist ja die Einstellung der Mutter aber an sich nicht schädlich fürs Kind. so denke ich zb nicht, ich verbiete ihm nichts an essen fleisch etc ist nicht tabu (nur bei zucker bin ich strickt und erhoffe mir ja dass ich es auch komplett unterlasse durch ihn).
Ich hoffe ihr habt verstanden wie ich es meine, bin also keine verrückte Mama hehe
Also um auf eure Fragen zu antworten:
Ich dachte immer ein Kind darf frühstens mit 14 Monaten oder 12 Monaten Salz, Gewürze etc essen. Dadurch dass er so empfindlich ist, hatte ich ehrlich gesagt angst dass ich ihm irgendwie schade. Also ich versuche NICHT ihn anders zu ernähren als ich es selbst tue. Klar ich esse auch mal Schokolade, die er dann nicht darf
Ich möchte auch nicht alles geben weil Nahrung und alle Gewürze immer ne Wirkung haben, ich gebe ihm ja auch nicht einfach jeden Kräutertee, weil alle Kräuter ne Wirkung haben. Wenn er Bauchweh hat gibts Fnecheltee, aber einfach so kriegt er niemals Brennesseltee zb weil das entwässert, und die Gewürze und Nahrung haben auch Eigenschaften (das ist zb 5ee, aber ich empfinde das einfach als logisch) zb kühlen tomaten ab das brauch man ja keinem beweisen, oder schärfe heizt den körper auf, deswegen esse ich zb nichts scharfes im sommer an diesen heißen tagen, südfrüchte sind ok im sommer mal zwischendurch aber ich würde im winter niemals wassermelone essen das verlangt der körper eigentlich auch nicht.
Ich werde mal genauer beobachten was unser Esstisch so anbietet und ob das wirklich sooo schlimm ist
Aber wie ich schon sagte ich ernähre ihn nicht ANDERS, er bekam ja auch Muttermilch (immernoch) weil das passend für sein alter ist. an sich isst er genau was wir essen nur halt ungesalzen und ohne gewürze (was manchmal echt besser schmeckt). ich werde vllt einfach bei scharfen sachen extra das gleiche kochen und ihm geben und so sachen wie nudeln etc nichts sagen...
VEGAN zb ist was anderes,das ist ja die Einstellung der Mutter aber an sich nicht schädlich fürs Kind. so denke ich zb nicht, ich verbiete ihm nichts an essen fleisch etc ist nicht tabu (nur bei zucker bin ich strickt und erhoffe mir ja dass ich es auch komplett unterlasse durch ihn).
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- Teazer
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Re: AW: Unser Beikost vom Esstisch Problem
Das hat hier - schätze ich - niemand gedacht.Orchidee99 hat geschrieben:Ich hoffe ihr habt verstanden wie ich es meine, bin also keine verrückte Mama hehe
Ich komme ja eher aus der Ayurveda-Ecke und da werden Lebensmittel und Gewürze ja typ-, tages- und jahreszeiten-gerecht konsumiert. Auch schon bei Kindern.
Salz sollte man wirklich sparsam verwenden. Aber gegen Gewürze an sich ist nichts einzuwenden. Insbesondere, wenn man sie nicht einseitig anwendet. Aber das schreibst Du ja selbst. Deshalb die Tomatensauce z.B. aber nie mit Oregano zu würzen, weil der ja auch eine medizinische Wirkung hat, fände ich übertrieben. Klar, es sollte nicht super scharf sein. Aber Gewürze sind nicht völlig tabu.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
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marret
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- Registriert: 15.07.2014, 16:18
Re: Unser Beikost vom Esstisch Problem
Wenn er danach verlangt, lass ihn probieren. So große Mengen nimmt er garantiert nicht zu sich, dass da irgendwas toxisch werden könnte.
Außerdem: In kein Kind bekommt man rein, was ihm nicht schmeckt. Also ruhig mal kosten lassen und dann die Reaktion abwarten. Geht der kleine Schnabel wieder auf, freu Dich. Ein Problem weniger.
Essen mutiert mehr und mehr zur Ersatzreligion. Vernünftig, saisonal, regional und alles in Maßen. Mehr braucht es nicht. Wenn man um das Essen ein absolutes Tohowabuho macht, hat man schneller eine Essstörung anerzogen als einem lieb ist. Später im Kindergarten bzw. in der Schule kann auch nicht jeder Bissen überwacht werden (Stichwort: Schulbrottausch). Gewürze sind in der Regel kein Problem. Im Gegenteil. Sie unterstützen die Verdauung, indem sie die Freisetzung bestimmter Enzyme fördern. Ich würde ihn nur nicht gleich alles durcheinander essen lassen. Falls er doch eine allergische Reaktion zeigt, wüsste man so, von was es stammen können.
Nur Mut, er wird's überleben. Durch die Muttermilch und während der Schwangerschaft sollte er doch einiges "gewöhnt" sein.
Außerdem: In kein Kind bekommt man rein, was ihm nicht schmeckt. Also ruhig mal kosten lassen und dann die Reaktion abwarten. Geht der kleine Schnabel wieder auf, freu Dich. Ein Problem weniger.
Essen mutiert mehr und mehr zur Ersatzreligion. Vernünftig, saisonal, regional und alles in Maßen. Mehr braucht es nicht. Wenn man um das Essen ein absolutes Tohowabuho macht, hat man schneller eine Essstörung anerzogen als einem lieb ist. Später im Kindergarten bzw. in der Schule kann auch nicht jeder Bissen überwacht werden (Stichwort: Schulbrottausch). Gewürze sind in der Regel kein Problem. Im Gegenteil. Sie unterstützen die Verdauung, indem sie die Freisetzung bestimmter Enzyme fördern. Ich würde ihn nur nicht gleich alles durcheinander essen lassen. Falls er doch eine allergische Reaktion zeigt, wüsste man so, von was es stammen können.
Nur Mut, er wird's überleben. Durch die Muttermilch und während der Schwangerschaft sollte er doch einiges "gewöhnt" sein.
