Wild

Was kommt nach dem Vollstillen?

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Claudia79
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Wild

Beitrag von Claudia79 »

Meine Schwägerin hat ein drei Wochen älteres Baby als wir und hat deshalb einmal bei der AGES ( Österr. Argentur für Ernährungssicherheit) nachgefragt, wie es mit dem Konsum von Wild für Stillende steht. Laut deren Aussage ist der Verzehr von v.a. Wildschwein zu meiden. Auch für Babys und Kinder bis zum 7. Lebensjahr. Selbst für Erwachsene wird empfohlen nicht häufiger als einmal wöchentlich (oder war es sogar monatlich?) Wildschwein zu essen. Was meint ihr dazu? Esst ihr bzw. gebt ihr euren Babys Wild bzw. Wildschwein?
Liebe Grüße Claudia mit Mutzlbär 12/13 und Zaubermaus 04/17
feuerdrache
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Re: Wild

Beitrag von feuerdrache »

Wir essen fast ausschliesslich Wild als Fleisch.

Es ist von meinem Mann und meinem Vater selbst erlegt, wir essen nur junge Stücke, optimal erlegt und behandelt. Das kann ich alles von gekauftem Fleisch nicht erwarten. Zusätzlich leben wir in einem Gebiet in dem mehr als 70% der Fläche biologisch bewirtschaftet wird.

Biotiere haben ja auch 200 Tage WEidegang im JAhr- Minimum. Was soll da unterschiedlich sein zu Wildtieren? Aus dem gleichen Gebiet, mit hofeigenem Futter gefüttert dürften sich gleich alte Bioweidetiere kaum unterschieden zu Wildtieren bzg Radioaktivität und Schwermetallbelastung.
Der Bioverband hat dann mal Informationen -auf Anfrage- herausgegeben bzgl der Radioaktivität von WEidelämmern. Und die ist weitab jeder Bedenklichkeit.
Wir futtern weiter Wild und empfinden es als gesünder als ewig transportierte und gestresste Schlachttiere aus dem anderen Eck von Europa.

Das erste Fleisch dass meine Kinder gegessen haben war Rehrücken- halt enstprechend zubereitet.
Ich lege großen WErt darauf, das Fleisch nur durchgegart zu essen, ich habe selbst die Wildbeschau-Ausbildung, und mein Mann die "große Wildbeschauausbildung"- wir essen nichts Blutiges.
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Hasenmama
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Re: Wild

Beitrag von Hasenmama »

Wenn explizit von Schwein abgeraten wird, ist der Grund wohl nicht die Belastung mit schwermetall, sondern die Angst vor Aujetzky?

Das Aujetzkyvirus wird beim Kochen unschädlich.
Gruß von der Hasenmama
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kaehde
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Re: Wild

Beitrag von kaehde »

Der Mensch ist nicht empfänglich für Aujezsky, das kann es also nicht sein. Va die Empfehlung "nicht so häufig" für Erwachsene deutet auf die Bleivergiftung als Hintergrund für diese Empfehlung. Bei Verwendung bleihaltiger Munition werden wohl Blei Grenzwerte im Fleisch deutlich überschritten....
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Latascha
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Re: Wild

Beitrag von Latascha »

Wahrscheinlich geht es um die Munition...
Eine endlos Diskussion wohl.

Viele Nutzen inzwischen bleifreie Munition, aber so ganz hat sie sich noch nicht etabliert.

Zwar ist die Reichweite ähnlich hoch und der Seitenwinkel der Abpraller ebenfalls ähnlich, dennoch gibt es viele Gegner der bleifreien Munition, da sie in aktuell vorliegender Form nicht ganz so effektiv tötet.
Meiner Erfahrung nach dauern die Nachsuchen länger, da das Wild weiter flüchtet, was auch nicht prickelnd ist. Viele greifen dann eben wieder auf bleihaltige Munition zurück.
Ich würd nachfragen, mit was der Jäger geschossen hat und ggf. den Konsum einschränken.

Es sollte sich ja hoffentlich bald eine Munition am Markt finden und etablieren, die ebenso effektiv wie die Bleimunition ist.

Achso, hier gibt es übrigens auch Wild von Anfang an, wenn gerade keiner Vegan lebt.


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Re: Wild

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Wildinnereien soll man nur sehr selten essen, die sind sehr stark belastet.
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Hasenmama
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Re: Wild

Beitrag von Hasenmama »

*grübel* aber wenn's ums Blei geht, muss doch von jedem anderen wild auch abgeraten werden.
Daher kam ich auf die Idee mit Aujetzky.

Umweltbelastung des wildes - naja - das sind WeideRinder auch, und Masthähnchen haben dafür mächtig Medikamente intus...
Gruß von der Hasenmama
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Re: Wild

Beitrag von feuerdrache »

Bei Schwein würde ich eher an Trichinen denken, deswegen hat ja mein Mann die "große" Fleischbeschau als Kurs gemacht. Und wegen Trichinen soll ja Schweinefleisch immer durcherhitzt werden.

Innereien esse ich prinzipiell nicht, ich mag sie nicht egal von welchem Tier. Mein Mann isst LEber gerne, und Nr 4 auch :shock: Das letzte Mal hat sie Rehleber in Soße mit beiden Händen in ihren Mund geschaufelt. Gibt es zum Glück nur selten (eine Rehleber für 3 Erwachsene und 2 Kinder ist nicht viel)

Das mit der Munition stimmt.

Irgendwann wurde doch mal ein HAse ins Labor geschickt und auf Blei untersucht und heraus kam dann ein alarmierend hoher WErt. Tja, das Labor war auf diese Untersuchung nicht akkreditiert, und es war ein Bleikügelchen in der Fleischprobe mit untersucht worden. Von daher bin ich jetzt immer skeptisch bei Untersuchungen. Und ich möchte gar nicht wissen, mit was das Fleisch im Supermarkt alles belastet ist. Wild frisst doch großteils auf den Feldern, eben das was dort wächst. Dasselbe Futter dass dann auch an die Masttiere verfüttert wird. Von daher sehe ich kaum einen Unterschied.

Die Finger lassen würde ich von MAronenröhrlingen, die sammeln radioaktive Stoffe an, welches Element habe ich vergessen....
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Latascha
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Re: Wild

Beitrag von Latascha »

Tja, was anderes fällt mir spontan aber auch nicht ein.
Bleifreien Schrot zu verwenden hat sich durchaus schon etabliert, letztendlich weißt du aber nicht womit der Jäger letztlich geschossen hat (außer du fragst ihn natürlich ;-) )
Ich weiß gar nicht ob es inzwischen gesetzlich einheitlich geregelt ist, aber hier schießt noch jeder womit er mag. Langfristig wird bleihaltige Munition aber wohl vom Markt verschwinden.
Ich würd sagen die Aussage ist etwas schwammig gewesen. Vllt. mal konkret den Empfehlungsgrund hinterfragen?!


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ClauWi Trageberaterin
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Re: Wild

Beitrag von Claudia79 »

Danke für eure Antworten. Der Jäger ist mein Schwiegerpapa, da kann ich also fragen, womit er schießt. Hab auch schon meine Schwägerin gebeten, mir das Mail von der AGES zu schickt, meine aber mich zu erinnern, dass das Wort Radioaktivität gefallen sei. Ich melde mich noch einmal, wenn ich das Schreiben selbst gelesen hab.
Liebe Grüße Claudia mit Mutzlbär 12/13 und Zaubermaus 04/17
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