Hilfe bitte... Ich halte es nicht mehr aus

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Barbarella
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Hilfe bitte... Ich halte es nicht mehr aus

Beitrag von Barbarella »

Hallo in die Runde, ich brauche dringend Hilfe. Ich kann den Knoten langsam nicht mehr entwirren, ich weiß nicht weiter. Oh, ich dachte bis jetzt es ist ein Stillproblem, aber vielleicht ist das nur ein Symptom, dann verschiebt das Thema bitte einfach. Wir sind Mama Papa und Sohn mit anderthalb. Wir wohnen in einer 5 Zimmerwohnung und damit wir vorerst über die Runden kommen haben wir 2 Mitbewohner. Außerdem ist mein Mann Tagesvater. In unseren Räumen. Das heißt wochentags wuseln 4-5 Kinder durch unser Wohnzimmer und wenn sie es schaffen durch die ganze Wohnung [WHITE SMILING FACE]️. Das ist alles ok, es sind nur so 4-5 Stunden, halbtags. In dieser Zeit kümmere ich mich um gycFden ganzen Bürokram und mache mal was für mich. Soweit es geht, weil es ziemlich eng ist, und ich dann doch bei den Kindern involviert bin. Mittagessen kochen helfen etc. Aussserdem schmeiße ich ziemlich allein den Haushalt. Mitbewohner 2 ist selten da, Mitbewohner 1 hilft in der Küche mit, Biokiste vom Markt holen und Geschirr verräumen, kochen etc. Den Rest (waschen, putzen, saugen Böden wischen mache ich)
Mit meinem Sohn ist es nun folgenderweise: er liebt seinen Papa über alles, in "Jungs"Sachen ist er voll super, die ganzen Tageskinder sind auf dem Spileplatz mit die fittesten.
Wenn der Kleine allerdings mit mir ist gibts Probleme: er will die ganze Zeit stillen, und zwar immer so alle 5 min 2 Züge, Milch ist da keine mit von der Partie, glaub ich. Ein wenig vielleicht. Außerdem mag ich die Sachen auf dem Spielplatz eben nichts so wild machen, ich bin eher ängstlich. Mein Sohn ist auch ein 24-Stunden Baby gewesen, er hat aber kaum geschrien, musste er nicht, da unsere Situation es eben hergegeben hat, dass ich viel stille und immer einer nur für den Kleinen da ist.
Ich bin aus einer eher ruhigen Familie, die Familie von meinem Mann ist eher überdreht. Meine Schwiegermutter hat glaub ich einen Heidenspaß den kleinen aufzuwiegeln, dass er nur rumkreischt und sie lacht laut dazu. Ich glaube das ist ihr Bild eines aufgeweckten Jungen [SEE-NO-EVIL MONKEY]
Wie kann der Kleine sich selbst regulieren lernen? Situation heute: Mann war joggen, ich mit dem Kleinen daheim. Wir haben Windeln zusammen gelegt, Fotos angesehen, Bücher gelesen, dann wollte ich Frühstück machen und der Kleine ist ausgerastet, weil er noch weiter Buch lesen wollte.
Und er brüllt dann. Es wird immer mehr. Aber ich kann dann in dem Moment nicht mehr draufeingehen, weil ich kurz vorm platzen bin und ich auch keine Lust habe mich von ihm unter Druck setzen zu lassen. Ich habe Grenzen und die sind erreicht, auch weil ich immer noch jede Nacht 5 mal aus dem Schlaf gerissen werde. Zum stillen. Und das schlimme ist, dass ich eigentlich das alles schon on noch gerne machen würde, aber nicht mit dieser ich nehm mir was ich will Attitüde von meinem Kind und nicht in diesem ganzen Lebensverhältnis. Ich fühle mich als der Depp und Hauself von diesem Laden hier. Außerdem unterstelle ich meinem Mann ganz fies, dass er eben liebendgerne auf die Spielaufforderungen unseres Kleinen eingeht um ja nicht irgendwas im Haushalt tun zu müssen. [JAPANESE OGRE] Natürlich ist das gemein, aber so wird es halt immer weitergehen mit der Spirale und am Ende mache ich weiter alles was außer Kindererziehung anfällt und verliere den Draht zu meinem Kind vollends, während mein Mann immer weiter spielt und und mein 2. Kind bleibt. Ich weiß, ich bin wahrscheinlich ein Schwarzmaler, aber irgendwo finde ich einfach dass er auch mal strenger sein könnte und mich fragen könnte: "was gibts zu tun? Ich mache es und du gehst spielen mit dem Kleinen!"
Ach, ich weiß nicht weiter.

Liebe Grüße, Barbara


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Barbarella
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Re: Hilfe bitte... Ich halte es nicht mehr aus

Beitrag von Barbarella »

:-) mein Sohn hat anscheinend meine Signatur verändert :-) der alte Kobold


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fluflu
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Re: Hilfe bitte... Ich halte es nicht mehr aus

Beitrag von fluflu »

Hallo Barbarella.

Nach Deinem Post musste ich erst mal durchatmen – es liest sich, als seist Du sehr unter Druck. Wie geht es Dir heute?

Ich kenne mich hier noch nicht so gut aus, konnte aber jetzt in Deinem Posting nicht wirklich ein Stillproblem entdecken - es scheint mir eher um was anderes zu gehen, wie Du auch selbst schreibst. Vielleicht würdest Du in einem anderen Unterforum hier mehr Reaktionen bekommen? Ich weiß aber nicht genau, wo, weil ich hier ziemlich neu bin.

Du wirfst viele Fragen auf, ich möchte wenige herausgreifen. Folgende Gedanken hatte ich:
Barbarella hat geschrieben: Wie kann der Kleine sich selbst regulieren lernen? Situation heute: Mann war joggen, ich mit dem Kleinen daheim. Wir haben Windeln zusammen gelegt, Fotos angesehen, Bücher gelesen, dann wollte ich Frühstück machen und der Kleine ist ausgerastet, weil er noch weiter Buch lesen wollte.
Und er brüllt dann. Es wird immer mehr. […]
Dass Du an Deinen Grenzen bist, kann ich sehr gut nachfühlen. Dass ein Kind mit anderthalb seine Gefühle "selbst reguliert", ist allerdings aus meiner Sicht eine Überforderung. Er wird lernen, sich selbst zu regulieren, indem er älter wird, Erfahrungen macht. Bei meiner Tochter ging es auch so mit anderthalb los mit Wutausbrüchen. Die Gefühle sind ganz überwältigend. Es ist bei Kindern häufig so mit 2 Jahren so, dass es stärker wird mit Wutausbrüchen etc. Also dsas es "immer mehr" wird, kann ganz "normal" sein. Ich fand das Buch "Aggression" von Jesper Juul sehr erhellend und es hat mir geholfen, mit solchen Situationen umzugehen. Ich würde Dir das auch empfehlen, es ist ein relativ schmales Büchlein. Ich habe mir die Botschaft mitgenommen: um mit Aggressionen gut umzugehen, brauchen Kinder die Sicherheit, dass sie und ihre Gefühle akzeptiert werden. Wir wurden oft so erzogen, dass Aggressionen zu unterdrücken seien, und haben deswegen selbst kein gutes Verhältnis zu Aggression. Bei mir stimmt das jedenfalls. Aber Aggression hat auch gute Seiten.
Barbarella hat geschrieben:Und das schlimme ist, dass ich eigentlich das alles schon on noch gerne machen würde, aber nicht mit dieser ich nehm mir was ich will Attitüde von meinem Kind und nicht in diesem ganzen Lebensverhältnis. Ich fühle mich als der Depp und Hauself von diesem Laden hier.
Hier habe ich mich gefragt, ob Du nicht hier Deinem Kind etwas zu viel Verantwortung zuweist. Ich habe den Eindruck, dass Du mit eurer Arbeitsteilung in der Ehe nicht zufrieden bist. Hast Du mit Deinem Mann schon mal gesprochen ?
irgendwo finde ich einfach dass er auch mal strenger sein könnte und mich fragen könnte: "was gibts zu tun? Ich mache es und du gehst spielen mit dem Kleinen!"
Das hat für mich mit streng sein nichts zu tun, sondern wäre doch etwas, worum Du Deinen Mann gut bitten könntest. Wenn er nicht von selbst fragt, dann frag ihn doch. "Ich würde gern mit dem Kleinen spielen. Kannst Du in der Zwischenzeit XY erledigen?"

Und dann klingt es für mich stark so, dass Du zu wenig Zeit für Dich hast und Dich auch in die Berufstätigkeit Deines Mannes noch mit einbringst. Ich bekomme dieses "Hauself"-Gefühl vor allem, wenn ich unausgeglichen bin, wenn ich zu wenig Zeit und schöne Erlebnisse für mich habe.

Zur "ich nehm mir was ich will Attitüde von meinem Kind": zeigst Du ihm Deine Grenzen denn? Wieder: in dem Alter hat glaube ich jede und jeder von uns zuallererst nach den eigenen Bedürfnissen geschaut. Klappt es vielleicht schon, zu sagen: wir schauen jetzt das Buch an, aber dann will Mama [irgendwas für sich tun, 5 Minuten lang]?

Und dann noch: dass ihr als Eltern unterschiedlich seid, unterschiedliches Temperament habt, ist super für euer Kind, glaube ich. Es scheint so zu sein, dass Dein Kind für wilde Spiele zu Deinem Mann geht und zu Dir kommt, wenn er Geborgenheit braucht. Wenn die wilden Spiele Dir nicht liegen, ist das doch erst mal schön. Unschön ist es, wenn Du Dich als Stillstation fühlst. Aber ich möchte Deinen Blick in die (nähere) Zukunft lenken: mit der weiteren Entwicklung Deines Kindes kommen auch mehr Spielformen. Da gibt es dann irgendwann auch basteln, Brettspiele, ich weiß nicht was Deinem Kind noch alles Spaß machen wird. Aber es wird dann nicht mehr so schwarz-weiß "toben oder stillen" geben, sondern auch ruhige Beschäftigungen, die vielleicht Dir besser liegen.

Zu dem häufig kurz stillen: kennst Du das Buch "Wir stillen noch" von N.J. Bumgarner? Das finde ich in solchen Situationen immer wieder hilfreich.

Ach ich habe das Gefühl, ich hab nur an der Oberfläche gekratzt. Aber mir geht jetzt wirklich die Zeit aus... Sprich doch mal mit Deinem Mann über Deine Bedürfnisse. Hier scheint mir der Hase im Pfeffer zu liegen.

Alles Gute,
flu
fluflu - still-mama seit 8/11 :)
lisa78
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Re: Hilfe bitte... Ich halte es nicht mehr aus

Beitrag von lisa78 »

Hallo!

Ganz kurz und knapp:
Lass mal einfach alles liegen und kümmer Dich nur um Dich selbst!
Ich habe 4 Kinder, stille die Nächte durch, schmeisse den Haushalt, versuche zu studieren und habe zeitweise das Gefühl (gehabt), keiner sieht mich (und meine Leistung) und bietet mir mal Hilfe an. Das frustriert!

Ich hab einfach mal alles liegen gelassen. Es hat ein paar Tage gedauert, aber dann hat mein Mann wie selbstverständlich angefangen einiges zu übernehmen.
Besser noch sagen: Schatz, das gibts jetzt für Dich zu tun. Ich geh dann mal mit dem Kleinen spielen!
Diese Sprache verstehen Männer häufig besser, als unausgesprochen herangetragene Erwartungen!

Und bitte was hast Du für Mitbewohner? Bezahlen die Dich dafür, dass Du alles regelst?
Hau mal auf den Tisch! Aber ordentlich!


Ich wünsch Dir alles Gute und hoffe es bessert sich bei Euch!

LG!
sk3001
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Re: Hilfe bitte... Ich halte es nicht mehr aus

Beitrag von sk3001 »

Ich glaube Du bist viel wichtiger für Deinen Sohn als Du glaubst. Er hat deshalb so viel Energie, weil Du seine Kraftquelle und Ruhepol bist und das ist doch was Tolles. Ich würde tippen, dass er bei Krankheiten oder Angst auch immer Dich braucht. Oder?
Barbarella
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Re: Hilfe bitte... Ich halte es nicht mehr aus

Beitrag von Barbarella »

Hallo Ihr Lieben, vielen Dank für all die Antworten!!
Ja, ich stehe unter Druck. Ich weiß auch nicht, wie es soweit kommen konnte, aber
ich lasse mich da gar nicht mehr drauf ein. Einer meiner Lieblingssprüche : "GOOD MUMS HAVE STICKY FLOORS AND HAPPY CHILDREN" wird wieder beherzigt [emoji16] ich muss da echt mal in der blackbox meines Unterbewusstsein gucken wo ich - mal schnell ohne zu überlegen- Verhaltensweisen von meiner Mutter übernommen habe. Ich habe mich dazu entschlossen, mich nicht mehr von andern über meinen Haushalt definieren zu lassen. Ich habe auch ein Leben, und wer meckert dem zeig ich meinen professionell eingerichteten Putzschrank, da ist für jeden was dabei, und er/sie kann beginnen [emoji16] was ihn/sie stört zu beseitigen. Ich bin wichtig für mein Kind, aber mit dem Stillen: ich stille ihn gerne, auch noch länger, aber mit Regeln, die wären: ich bin kein "milkdrive", hingehen, am Tshirt zippeln kurz nuckeln und aufhören bevor Milch kommt, damit ich schöne nasse Punkte habe, nee nee nee. Da lernt er jetzt auch Grenzen und zwar BEVOR ich explodiere.
Was noch? Mit meinem Mann.. Ich hoffe es wird irgendwann so laufen, dass die Liebe, die uns vetbindet, auch unseren Alltag miteinfärbt.
Danke fürs zuhören, es tut gut darüber zu schreiben und andere Meinungen zu lesen.

Eure Barbara


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Mäuseklein
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Re: Hilfe bitte... Ich halte es nicht mehr aus

Beitrag von Mäuseklein »

Hallo Barbarella,
Du klingst schon viel besser und nicht mehr so belastet wie im 1. Post. ich wünsche Dir viel Kraft für Deinen Weg und noch eine schöne Stilzeit (mit Regeln)! Der Spruch: "Good mums have sticky floors and happy children" ist klasse und tat auch mir gut.

Liebe Grüße
Mäuseklein mit kleinem Mäusemann 02/14
Barbarella
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Re: Hilfe bitte... Ich halte es nicht mehr aus

Beitrag von Barbarella »

[emoji2]
Ja, der Spruch ist toll!!
Eine Freundin hat noch den:
"Bei uns kann man vom Boden essen. Man findet überall etwas." [emoji3]

Liebe Grüße an alle!
Gute Nacht [emoji287][emoji294]️


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Morgaine47
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Re: Hilfe bitte... Ich halte es nicht mehr aus

Beitrag von Morgaine47 »

Dazu fällt mir noch das ein:

Schmutziges Geschirr beweist, dass ich meiner Familie Essen mache,
volle Mülleimer zeigen, dass ich ihr Chaos aufräume,
ein unordentlicher Fußboden heißt, dass mein Kind Spaß haben darf,
ein Wäscheberg zeugt davon, dass ich mein Kind in frische Sachen kleide
und ein nasses Bad, dass ich sie bade!
Nächstes mal, wenn Du mein Haus betrittst und Unordnung vorfindest, denk noch einmal darüber nach bevor Du urteilst.
Wenn Du kommst, um UNS zu sehen, hey, komm doch rein....
wenn Du kommst, um unser Haus anzugucken, mach bitte einen Termin!



und das hier:

Freund, wenn Du dieses Haus betrittst,
vieles nicht ganz sauber blitzt.
Du merkst, daß es hier Kinder gibt,
die man mehr als Putzen liebt.

Da gibt es Spuren an den Wänden,
kreiert von vielen flinken Händen.
Wir machen das mal später weg,
jetzt spielen wir zuerst Versteck.

Spielzeug liegt an jedem Ort,
doch eines Tages ist es fort.
Die Kinder sind uns kurz geliehen,
bis sie erwachsen von uns ziehen.

Dann wird auch alles aufgeräumt,
dann läuft der Haushalt wie erträumt.
Jetzt freu`n wir uns an uns`ren Gören,
und lassen uns dabei nicht stören.


Beides möchte ich mir noch als Leinwand oder ähnliches in den Flur hängen.
LG
Morgaine

Große Tochter *17.09.2007
Kleiner Sohn *14.08.2010
Minimädchen *06.06.2014

Live long and prosper - ClauWi-Trageberaterin (GK Mai 2011 & MK Juni 2012)
Barbarella
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Re: Hilfe bitte... Ich halte es nicht mehr aus

Beitrag von Barbarella »

Supercool! Ich bin am überlegen, wie das alles ins Stillforum passt, aber ich sag mal:
[emoji294]️ wir stillen
[emoji294]️je relaxter die Mutter umso besser fließt die Milch :-)

So, ich geh wieder spielen :-) [emoji230][emoji480][emoji64]

Liebe Grüße, B


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