Schilddrüsenantikörper und Stillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Panda
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Schilddrüsenantikörper und Stillen

Beitrag von Panda »

Hallo!
Nachdem meine Schilddrüse jetzt wieder verrückt spielt, würde ich gerne die Meinung einer Stillberaterin zu meiner Situation hören.
Ich habe eine Immunthyreopathie (aber weder Hashimoto noch Basedow, eher so ein Grenzfall) seit über einem Jahr. Ein paar Monate vor der Schwangerschaft wurde aus meiner latenten Unterfunktion (deswegen nahm ich L-Thyroxin) plötzlich eine Überfunktion mit festgestellten TRAK (aber nicht besonders hoch). In der Schwangerschaft hat sich das wieder gegeben und ich bin zu meiner latenten UF zurückgekehrt (auch L-Thyroxin habe ich wieder genommen).
4 Monate nach der Geburt waren die TRAK wieder da. Mein Schilddrüsenexperte hat mir aber schon prophezeit, dass es nach der Geburt wieder losgehen wird.
Symptome hatte ich nie und habe ich auch jetzt nicht, obwohl die TRAK heute so hoch sind wie noch nie (10, normal wäre unter 1,5). Er meint, es ist gar kein Problem, dass mein Baby voll gestillt wird trotz TRAK. Wenn es mir gut geht, wird es ihm auch gut gehen.
Dann habe ich aber noch eine andere (nicht ärztliche) Meinung gehört, und zwar, dass die TRAK das Baby sehr wohl beeinträchtigen können und man unbedingt seinen Schilddrüsenstatus regelmäßig überprüfen muss, wenn man nicht gleich abstillt, was sicherer wäre.
So. Jetzt würde ich sehr gerne noch eine dritte Meinung hören :wink:
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Suleikha
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Re: Schilddrüsenantikörper und Stillen

Beitrag von Suleikha »

Liebe Panda,

ich bin keine Expertin, habe aber auch eine Hashimoto-Thyreoditis. Während der Schwangerschaft habe ich eine UF entwickelt, in der Stillzeit würde dann das Hashimoto festgestellt. Ich habe meine Antikörperwerte gerade nicht im Kopf, aber von Abstillen hat mein Hausarzt nichts gesagt (und dabei ist der nicht unbedingt pro LZS...)
Es meldet sich sicher noch eine Expertin, aber mir fällt zusätzlich noch eine Stelle ein, bei der du nachfragen könntest: Beim AFS (www.afs-Stillen.de). Dort sitzen (im Vorstand?) auch Ärztinnen, könnte mit gut vorstellen, dass du dort eine verlässliche Aussage bekommst.

Lieben Gruß,
Suleikha
LG, Suleikha

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Lunali
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Re: Schilddrüsenantikörper und Stillen

Beitrag von Lunali »

Hallo Panda,

bin keine Expertin.
Ich hab selbst Basedow und hatte stillend eine PPT (postpartale Thyreoiditis) mit ÜF. Erst sah es nach rezidiv aus, daher hab ich mich informiert. Hohe Trak können wohl tatsächlich in die Muttermilch gehen und rein theoretisch auch Symptome beim Kind machen (im Gegensatz zu den anderen AK).
Aber laut meiner Endo ist das selten und sie würde Blutentnahme beim Kind nur bei Symptomen machen.

ÜF hast du jetzt aber nicht, "nur" die Trak?


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klimaforscherin
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Re: Schilddrüsenantikörper und Stillen

Beitrag von klimaforscherin »

Auch ohne Expertin zu sein:
Ganz unten hat der AFS etwas dazu geschrieben: http://www.afs-stillen.de/index.php/sti ... erfunktion
Suleikha meinte den medizinischen Beirat des AFS. Dort könntest du nachfragen.
Grüße
klimaforscherin
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Marlio
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Re: AW: Schilddrüsenantikörper und Stillen

Beitrag von Marlio »

Ich verfolge das gespannt und hoffe dass noch eine Experten Meinung kpmmt. Ich hab meine Kontrollen sehr schleifen lassen und merke momentan Symptome. Und parallel dazu kpmmt mein Kind, wenig aber doch noch tags ein oder zwei mal und nachts gestillt, extrem schwer zur Ruhe. Kontrollen beim Kind wurden bei mir bisher auch immer verneint.

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Unser Blubberchen kam am 26.11.12 zur Welt - "Wir lieben Dich weit inniger, als Licht und Luft und Freiheit!"

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-kritisiert wird, lernt es zu verurteilen. -angefeindet wird, lernt es zu kämpfen. -verspottet wird, lernt es schüchtern zu sein. -beschämt wird, lernt es sich schuldig zu fühlen.
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Panda
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Re: Schilddrüsenantikörper und Stillen

Beitrag von Panda »

Vielen Dank für eure Antworten, Tipps und Links!
Richtig in der ÜF bin ich bei der letzten Kontrolle (noch) nicht gewesen, aber TSH sehr sehr niedrig und fT4 an der oberen Grenze.
Wenn meine Kinderärztin aus dem Urlaub zurück ist, werde ich sie auch mal dazu befragen.
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Nema
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Re: Schilddrüsenantikörper und Stillen

Beitrag von Nema »

Ich habe Hashimoto und daher ja andere Antikörper und da sagten jetzt weder die Gyn noch die Internistin etwas bzgl. Stillen. Könnte aber natürlich bei den TRAK anders sein. Kennst Du dieses Forum: http://www.ht-mb.de/forum/forum.php

Ich bin mir sicher, dass man Dir dort helfen könnte.
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Nschotschi
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Re: Schilddrüsenantikörper und Stillen

Beitrag von Nschotschi »

Das Forum kann ich dir aus eigener Erfahrung auch sehr empfehlen.


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Lunali
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Re: Schilddrüsenantikörper und Stillen

Beitrag von Lunali »

Nema hat geschrieben:Ich habe Hashimoto und daher ja andere Antikörper und da sagten jetzt weder die Gyn noch die Internistin etwas bzgl. Stillen. Könnte aber natürlich bei den TRAK anders sein. Kennst Du dieses Forum: http://www.ht-mb.de/forum/forum.
Es ist tatsächlich bei den Trak anders. Bei Hashimoto sind die AK ja quasi Produkt der autoimmreaktion, bei MB lösen sie die ÜF aus. Aber ich habe nach Beratung problemlos mit Trak gestillt bzw tu es weiterhin.

Das Forum kenne ich auch, da hole ich mir gerne Infos, bin aber nicht viel da, weil meiner Meinung nach sehr schnell jedes Symptom auf die SD geschoben wurde. Da hab ich mich schell kränker gefühlt, als ich war...

Aber für Informationen ist das echt super.


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blueberry
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Re: Schilddrüsenantikörper und Stillen

Beitrag von blueberry »

Lunali hat geschrieben: Das Forum kenne ich auch, da hole ich mir gerne Infos, bin aber nicht viel da, weil meiner Meinung nach sehr schnell jedes Symptom auf die SD geschoben wurde. Da hab ich mich schell kränker gefühlt, als ich war...

Aber für Informationen ist das echt super
Das entspricht genau meinen Erfahrungen (auch wenn ich jetzt schon länger nicht mehr dort gelesen habe). Ich habe außerdem über die Foren-Ärzteliste vor meiner ersten Schwangerschaft einen sehr kompetenten Endokrinologen gefunden.

LG, blueberry
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