Dauerschunkeln und das stündliche wachwerden :(

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

henriettebernsteinkette
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Re: Dauerschunkeln und das stündliche wachwerden :(

Beitrag von henriettebernsteinkette »

Hallöchen,

ich möchte mich wieder einmal melden und ein wenig berichten, was es Neues gibt.

Es gab vor 3 Wochen eine Phase, in der Paul eine ganze Woche ( :8: ) 3-4 Stunden nachts am Stück geschlafen hat. Ich musste also nur 2-3x nachts wieder in den Schlaf schunkeln. Leider eben nur 7 Tage, seitdem sind wir wieder bei stündlich, manchmal 1,5 Stunden und manchmal sogar alle 30 Minuten angelangt. Dass ich mit meinen Nerven am Ende bin, muss ich nicht noch einmal erwähnen.
Wir waren in der Zwischenzeit bei einer Schlafberaterin, die uns allerdings auch nichts Neues erzählen konnte außer, dass wir versuchen sollen, die Schlafenszeit immer um 10 Minuten rauszuzögern. Paul geht jetzt inzwischen wieder so zwischen 19 und 20 Uhr ins Bett. Er ist dann zwar ab 17.30 Uhr unausstehlich aber da müssen wir dann eben alle durch obwohl ich der Überzeugung bin, dass das auch nicht der richtige Weg sein kann.
Wir haben schon einmal versucht, ihn gegen 17 Uhr ein NIckerchen machen zu lassen aber das führte nur dazu, dass er jedes Mal, wenn er wach wurde, schlecht gelaunt war und dauermüde. Also alles keine richtige Lösung.
Tagsüber schläft er inzwischen vormittags eine Stunde, kurz vor dem Mittagessen 20 Minuten und nachmittags 1,5-2 Stunden. Die Schlafberaterin meinte, das wäre alles in Ordnung.

In der Zwischenzeit bekam Paul aber auch 3 Zähne, das macht ihm vermutlich alles schwer zu schaffen und durch die Schmerzen wird er mit Sicherheit noch leichter wach.

Ich habe auch wieder versucht, ihn bei uns im Bett schlafen zu lassen aber sobald mein Mann sich dreht, ist er wieder wach und weint. Nur durch Berührungen oder "Sssscht"-Laute schläft er nicht wieder ein, also geht das Schunkeln (inzwischen fast 9kg!) wieder von Vorn los. Die beste Lösung ist also weiterhin das eigene Zimmer. Außerdem bekommt er zusätzlich zu seinem Gemüse-Kartoffel-Brei mittags den Getreide-Obst-Brei nachmittags. Vielleicht wird es ja irgendwie besser, wenn wir die Abendmahlzeit bald ersetzen.

Aber ich muss sagen, dass ich es mittlerweile so satt habe und unheimlich frustriert und schlecht gelaunt bin. Es gibt hier nur noch Streit weil ich einfach nur müde, geschafft und ausgelaugt bin. Meine Gedanken drehen sich nur noch ums Schlafen und meine Meinung wird von Nacht zu Nacht gefestigter, dass Paul wohl ein Einzelkind bleiben wird denn das Risiko, nochmal so etwas mitmachen zu müssen, will ich nicht in Kauf nehmen. Es klingt gemein und böse aber ich kann momentan nicht anders. Dabei möchte ich einfach nur mal keine Rückenschmerzen mehr haben, keine tauben Handgelenke, keine steifen Schultern, keine Augenringe, die mein Gesicht verdecken und eine Laune, mit der ich mich wieder wohl fühle. Es tut mir leid wenn ich so viel jammere und ich weiß, dass es anderen viel schlechter geht. Meine Nerven liegen aber einfach blank. :cry:

So, das von mir.

Liebe Grüße
HenrietteBernsteinkette
henriettebernsteinkette
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Re: Dauerschunkeln und das stündliche wachwerden :(

Beitrag von henriettebernsteinkette »

Ach ja, was ich auch noch vergessen hatte zu erwähnen:

Die Aufwachzeit ist noch immer zwischen 4 und 5 Uhr morgens und vor einigen Wochen zahnte er so schlimm, dass wir ihn erst gegen 23 Uhr ins Bett bringen konnten, zuvor hat er sich nicht beruhigt. Dennoch wurde er so früh wach. :(
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Carraluma
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Re: Dauerschunkeln und das stündliche wachwerden :(

Beitrag von Carraluma »

"Rauszögern" ohne dass es zur "Qual" wird funktioniert bei uns nur mit Rausgehen und was unternehmen, z.B. Spielplatz.

:-( Zahnen kann echt schlimm sein. Ich drücke die Daumen, dass es bald besser wird.
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MaareMum
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Re: AW: Dauerschunkeln und das stündliche wachwerden :(

Beitrag von MaareMum »

Ich werfe mal noch den Pezziball in den Raum.
Wir haben Kind immer darauf in den Schlaf gehüpft. Deutlich angenehmer als einfach so auf dem Arm schaukeln oder zu tragen und geht auch, wenn Kind nicht allein in Federwiege liegen will.
Der Pezziball hat uns sogar noch beim Zweijährigen in ganz schlimmen Nächten (bei Krankheit oder so) gute Dienste geleistet.

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mattisma
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Re: Dauerschunkeln und das stündliche wachwerden :(

Beitrag von mattisma »

Hi Henriette! Kann euch auch nix raten, aber lass dir mein solidarisches Mitgefühl und meine Bewunderung da! Ich hab seit (nur!) einer Woche schlimme Nächte (krank, zahnen) und könnte Amok laufen!! Soooo anstrengend! Ich fühl mich wie unter dauerkater! Krass Was du leistest! Da darf man ruhig jammern!


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Angee82
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Re: Dauerschunkeln und das stündliche wachwerden :(

Beitrag von Angee82 »

Ich lass dir auch mal einen dicken Drücker da!!!!
((()))
Liebe Grüße von Angee mit Boy 1 *11/10, Boy 2 *11/12 und Boy 3 *11/15
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hora
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Re: Dauerschunkeln und das stündliche wachwerden :(

Beitrag von hora »

Ich laß´ Dir auch mal einen dicken Drücker da.
:müde: Das habe ich auch schon erlebt. Das Kätzchen klebte wie Kaugummi an mir. Aber von vorn:
Als der Tiger geboren wurde, war ich so krank, daß ich sie kaum tragen konnte. Sie mußte in den KiWa. Und am besten schlief sie, wenn wir mit ihr echt querfeldein und über Stock und Stein geschoben sind. Kopfsteinpflaster ging auch noch, aber wehe, meine Mutter ging mit ihr in der Stadt auf ebener Straße (Fußweg natürlich! :P ) ... dann brüllte sie, was die Lunge hergab! :shock:
Beim Kätzchen war das Mittel der Wahl der Petziball. Kind ins TT und ich ab auf den Ball. Ich mußte nur aufpassen, daß ich nicht dabei einschlafe. Das Hüpfen hat etwas Meditatives, selbst wenn es sehr heftig ist. Alternativ hat sowohl beim Kätzchen alsauch bei der Püppi Pucken geholfen! Die Püppi (mittlerweile 5 Jahre) braucht auch heute noch häufig sehr starke körperliche Reize. Beim Spazierengehen verlangte sie, daß ich ihre Hand drückte, bis ich fast einen Krampf in den Fingern bekam. Ihre Fingerspitzen liefen manchmal schon bläulich an, aber wehe, ich habe auch nur ein ganz klein wenig den Griff gelockert! :shock: Inzwischen gibt sie sich die Reize selbst: Sie zieht Socken, die für ihre Schuhgröße sind, so hoch, daß sie sie als Kniestrümpfe trägt, die Hacken sind also etwa auf halber Wade. :oops: Ich kaufe ihr inzwischen Kniestrümpfe ... eine Größe zu klein! :oops:
Meine Kinder sind alle Frühaufsteher (ok, die beiden Großen pubertätsbedingt gerade nicht :roll: ) - ich aber auch. Schlimmer ist für mich, daß sie alle gern spät ins Bett gehen. Ich bin doch immer schon soooooo müüüüüüde! Aber die Püppi, die noch mit im Elternbett schläft, kommt dann einfach nach. Früher habe ich mich dann einfach in einen Sessel gesetzt oder habe mich mit dem gepuckten Kind ins Bett gelegt. ... Und ich habe so lange wie möglich gestillt. Beim Stillen habe ich bequem im Liegesessel gelegen und geschlafen. Diese Zwangspausen fehlen mir jetzt!
Die schlimmste Zeit war das Jahr, als das Kätzchen zwischen 2 1/2und 3 1/2 Jahre war. Da wurde sie jede Nacht im Halbstundentakt wach, wich mir tagsüber keinen Schritt von der Seite (ich konnte weder in Ruhe auf die Toilette gehen noch duschen, ja nicht einmal eben etwas aus dem Keller oder auch nur aus dem Nebenzimmer holen, ohne daß sie das mit ohrenbetäubendem Angstgebrüll quittiert hätte!) und war vor allm völlig auf mich fixiert. Weder Papa noch Oma oder meine Eltern konnten sie mir mal einen Moment abnehmen. Wir haben es oft genug versucht. Die einzigen, die mir mal ein wenig "Luft" verschaffen konnten, waren unsere beiden Babysitter.Leider konnte ich die Zeit dann nicht zum Schlafen nutzen, denn damals habe ich nocht jeden Tag selbst gemolken und mußte, wenn sie da waren, in den Stall. Ich bin auf meinen Augenringen surch die Gegend gerollt! ... Und dann war von heut´ auf morgen der ganze Spuk vorbei!
Kopf hoch! *einTütchenHoffnungrüberschick*
If you love something, set it free. If it comes back to you, it is yours, if not, it never was.

hora mit Meister und drei weiblichen Minuten: Tiger (05.2000), Kätzchen (02.2003), sieben Sternchen im Herzen und
Püppi (04.2009)


Da ich immer aus dem Netz fliege, bitte ich bei Tippfehlern um Nachsicht. Korrekturlesen klappt momentan nicht, weil ich in der Zwischenzeit schon wieder gekickt werden könnte - und dann ist mein Post weg.
henriettebernsteinkette
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Re: Dauerschunkeln und das stündliche wachwerden :(

Beitrag von henriettebernsteinkette »

Hallo ihr Lieben,

der Pezziball ist bei uns tagtäglich im Dauereinsatz sozusagen. Im Tragetuch schläft Paul nun auch nicht mehr und der Kinderwagen wird absolut verweigert und der Versuch endet im Gebrüll.
Also bleiben nur Pezziball oder das Schunkeln im Stehen, was sich bei - mittlerweile - entzündeten Schulter, Handgelenke und Ellenbogen eher nicht anbietet.

Es gab letztens 4 Nächte, in denen er 4 Stunden am Stück schlief. Dabei blieb es leider auch.
Ab 20 Uhr wacht er momentan im 20-Minuten-Takt auf und muss wieder in den Schlaf geschunkelt werden. Wenn ich Glück habe, schläft er mal ab 2 Uhr 2-3 Stunden am Stück aber die restliche Nacht wird mehr geschunkelt als geschlafen.

Jetzt zu meiner eigentlichen Frage und ich hoffe sehr, dass mir darauf jemand Antworten geben kann, ohne dass ich gleich gesteinigt werde:
Mein Mann ist seit 2 Wochen auf Geschäftsreise. Die Nächte sind teilweise schlimmer als je zuvor und vorgestern Nacht war die Krönung. Er brüllte ununterbrochen, ich schunkelte fast die ganze Nacht hindurch, hatte höllische Schmerzen am ganzen Körper und war morgens unendlich gerädert. Paul schrie natürlich tagsüber genauso weiter weil er unausgeschlafen war aber nicht richtig in den Schlaf fand, trotz schunkeln, Tragetuch, Manduca, (sogar ein Kinderwagen-Versuch), abdunkeln, singen, tanzen, usw. Es half alles nichts. Irgendwann war ich am Ende mit meinen Kräften und meinen Nerven und ich hielt ihn einfach 10 Minuten in den Armen, ganz ohne schunkeln weil ich nicht mehr konnte. Er brüllte sich weiterhin die Seele aus dem Leib, schlimmer als zuvor und ich versuchte es auszuhalten aber es ging nicht. Ich heulte mit, wusste mir nicht mehr zu helfen und legte ihn einfach in sein Bettchen, machte die Zimmertür zu und musste einige Minuten durchatmen, um wieder klar zu sehen.
Ich fühlte mich miserabel weil ich ein weinendes Baby alleine ließ aber ich hatte das dringende Bedürfnis, aus der Situation zu entfliehen weil ich durch die Übermüdung und durch das Gebrüll für nichts mehr garantieren konnte.
Ich setzte mich auf die Couch, während Paul 3 Minuten ganz fürchterlich schrie. Und plötzlich nur noch quengelte. Nach 10 Minuten ging ich in sein Zimmer, tränenüberströmt und voll schlechtem Gewissen und da lag ein Baby, quietschvergnügt, strahlte mich bis über beide Ohren an und war den Rest des Tages super gelaunt!
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Kann es sein, dass ihm einfach die Nähe manchmal zu viel ist? Kann es sein, dass er sich kurz ausweinen muss und dass das alleine am besten ist? Ich habe ihm bisher nie die Möglichkeit gegeben, sich irgendwie selbst beruhigen zu können weil ich Schreienlassen absolut schrecklich fand/finde und immer sofort da war, als es vom Quengeln ins Weinen überging.
War das nur Zufall? War er nur froh, dass wieder jemand da ist? Aber weshalb beruhigte er sich innerhalb der 3 Minuten so schnell und bei mir auf dem Arm dauert es teilweise 10 Minuten?
Ich möchte nochmal betonen, dass ich ihn niemals nachts schreien lassen würde, dass diese Aktion aus völliger Überforderung entstanden ist und ich einige Minuten brauchte, um wieder kurz Energie zu tanken und dann wieder voll für ihn da war. Aber das überraschte mich alles irgendwie sehr.
Hat da jemand Erfahrung?
Bei mir ist das auch so, wenn ich fürchterlich gelaunt oder tottraurig bin, möchte ich auch am liebsten meine Ruhe. Wenn mein Mann versucht mir zu helfen, wird es meistens nur schlimmer weil ich mich dann mehr reinsteigere.

Hm, seitdem habe ich das aber nie wieder gemacht weil ich einfach Angst davor habe, bei Paul einen Schaden anzurichten wenn ich ihn alleine lasse.
Also bitte, her mit euren Meinungen :)

Liebe Grüße
HenrietteBernsteinkette
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Re: AW: Dauerschunkeln und das stündliche wachwerden :(

Beitrag von MaareMum »

Ich weiß zwar keine Antwort darauf aber ich finde, du brauchst dir kein schlechtes Gewissen zu machen, wenn du aus dem Zimmer gehst und ihn schreien lässt, weil du selber völlig am Anschlag bist. Dann lieber ein schreiendes Kind als eine Mutter, die vielleicht ausflippt. Das hast du genau richtig gemacht.

Ggf. Können Ohropax helfen. Meine Freunde mit Schreibabys haben nur mit Ohropax die Nerven behalten. Man hört das Schreien immernoch, aber es zermürbt einem nicht selbst so den Schädel.

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Re: Dauerschunkeln und das stündliche wachwerden :(

Beitrag von henriettebernsteinkette »

Ja, das mit den Ohropax klingt tatsächlich gut.

Ich habe auch hier irgendwo gelesen, dass es gut sein soll, das Baby einfach nur im Arm zu halten wenn es weint und nicht versuchen, es mit allen Mitteln zu beruhigen wenn es vielleicht gar nicht das ist, was es braucht.
Mal sehen, ob ich mich irgendwann dazu durchringen kann. Oder ob das für uns überhaupt das Richtige ist. :|
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