Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Moderatoren: Toony, Momolina

Benutzeravatar
Ainoha
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 625
Registriert: 29.10.2013, 03:00

Re: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von Ainoha »

PreiselbärsMama hat geschrieben:@ainoah abhalten wenn sie schreit trau ich mich nie, denk immer dass ich es ihr dann vielleicht verleid...hört deiner dann auf zu schreien wenn er muss?
Stimmt, wenn er schon so richtig lautstark am Schrein ist, mach ich es auch nicht. Das ist eher aufs vorhergehende unruhig sein, quengeln, etwas weinen bezogen. Ich habs aber ein paar mal ausprobiert. Gibt wohl tatsächlich Babys, die deswegen richtig schreien. War aber nie der Grund und deswegen lass ich es nun bei richtigem verzweifelten Schreien...
Liebe Grüße von mir und dem Kolibri (04/14)...
Benutzeravatar
uwi
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 288
Registriert: 20.04.2014, 13:41
Wohnort: Rostock

Re: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von uwi »

Wer ist denn Frau Solter?
Liebe Grüße von uwi mit großem Sohn (*04/2014) und kleinem Sohn (*05/2016)

Benutzeravatar
Berenike
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1493
Registriert: 11.12.2013, 23:58

Re: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von Berenike »

Die Autorin des Buches um das es hier unter anderem geht.
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
Benutzeravatar
uwi
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 288
Registriert: 20.04.2014, 13:41
Wohnort: Rostock

Re: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von uwi »

Ah danke...ich Doofi :D :oops:
Ich bin recht froh, dass es bei uns inzwischen wesentlich ruhiger geworden ist. Wir stecken bspw. grade voll im 12-Wochen-Schub und es ist einfach nur entspannend. Zwar wird auch mal genörgelt, aber das empfinden wir fast schon als Luxus. Beruhigen lässt er sich gut aufm Pezziball. Vom jetzigen Standpunkt aus würde ich ein Baby wirklich nur dann schreien lassen und halten, wenn wirklich gar nichts anderes hilft.

Und was das angebliche "Kontrollieren" angeht, da bin ich immer noch der Meinung, dass man ein Baby einfach nicht verziehen kann, wenn man seine Bedürfnisse erfüllt. Im Gegenteil, es gibt Studien, die zeigen, wie wichtig das Erfüllen seiner Bedürfnisse für das spätere Bindungsverhalten ist.

Studien hin oder her, ich denk mir immer, dass es nicht falsch sein kann, wenn man mit dem Herzen handelt und es sich gut anfühlt.
Heutzutage wird der Mutterinstinkt ja leider viel zu oft ausgeblendet.
Liebe Grüße von uwi mit großem Sohn (*04/2014) und kleinem Sohn (*05/2016)

Benutzeravatar
Ainoha
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 625
Registriert: 29.10.2013, 03:00

Re: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von Ainoha »

uwi hat geschrieben:Ah danke...ich Doofi :D :oops:
Ich bin recht froh, dass es bei uns inzwischen wesentlich ruhiger geworden ist. Wir stecken bspw. grade voll im 12-Wochen-Schub und es ist einfach nur entspannend. Zwar wird auch mal genörgelt, aber das empfinden wir fast schon als Luxus. Beruhigen lässt er sich gut aufm Pezziball. Vom jetzigen Standpunkt aus würde ich ein Baby wirklich nur dann schreien lassen und halten, wenn wirklich gar nichts anderes hilft.

Und was das angebliche "Kontrollieren" angeht, da bin ich immer noch der Meinung, dass man ein Baby einfach nicht verziehen kann, wenn man seine Bedürfnisse erfüllt. Im Gegenteil, es gibt Studien, die zeigen, wie wichtig das Erfüllen seiner Bedürfnisse für das spätere Bindungsverhalten ist.
Hm, aber es geht bei dem von dir verlnkten Artikel ja gar nicht um das "kontrollierte Schreinlassen" oder darum, Bedürfnisse nicht zu erfüllen. Im Gegenteil, erstmal soll ausgeschlossen werden, dass das Kind schreit um damit zu erreichen, dass ein Bedürfnis erfüllt wird.
Und wenn sich dein Kleiner auf dem Pezziball einfach beruhigen lässt und damit die Sache erledigt ist, dann vermute ich, dass das Halten bei Euch wohl einfach nicht nötig ist.
Ich denke, es geht um die Situationen, die einige Eltern hier scheinbar kennen, in denen man das Baby auf dem Pezziball beruhigt. Es hört kurz auf. Und dann fängt es wieder an zu schreien. Teilweise noch schlimmer als vorher. Und so verlängert sich das Schreien letztendlich auf einige Stunden, wo es ohne "Ablenkung" vielleicht nur 30 Min gedauert hätte...

Studien hin oder her, ich denk mir immer, dass es nicht falsch sein kann, wenn man mit dem Herzen handelt und es sich gut anfühlt.
Heutzutage wird der Mutterinstinkt ja leider viel zu oft ausgeblendet.
:daumenhoch: Jawohl ja.
Liebe Grüße von mir und dem Kolibri (04/14)...
Benutzeravatar
Astria
hat viel zu erzählen
Beiträge: 213
Registriert: 01.02.2014, 17:00

Re: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von Astria »

Ich kenne Leute, die dieses Buch heranziehen und zB beim abendlichen Schreien gar nicht erst versuchen zB durch Tragen oder Stillen zu beruhigen.
DAS finde ich das schlimme an diesem Buch, dass es eben oft unreflektiert verwendet wird.
Mädchen 05/2013
Benutzeravatar
romina
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7021
Registriert: 21.03.2014, 19:33

Re: AW: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von romina »

also bei uns hat es geholfen unsere Tochter beim weinen "zu zu hören". beim herum tragen hat sie sehr viel geweint.

ich habe sie dann sehr fest gehalten und ihr "zugehört" und mit ihr geredet. irgendwann wollte sie dann immer gestillt werden und beruhigte sich. als ich angefangen habe das weinen irgendwie zu akzeptieren und sie zu begleiten wurde sie insgesamt ausgeglichener und ruhiger.
ich denke einfach kein baby ist gleich jedes braucht etwas anderes. in unserem fall musste da tatsächlich was raus denke ich. das rum tragen hat es bei ihr eher das weinen heraus gezögert. das war eben so das baby wollte weinen und ich wollte das es aufhört...das hat nicht geklappt. ich fand es schon manchmal schwer "nichts" zu tun als bei ihr zu sein und sie fest zu halten.
man sollte eben immer auf sein herz hören und gleichzeitig reflektieren was man tut.
~ ~ dezemberchen & novemberchen ~ ~
Benutzeravatar
romina
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7021
Registriert: 21.03.2014, 19:33

Re: AW: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von romina »

Astria hat geschrieben:Ich kenne Leute, die dieses Buch heranziehen und zB beim abendlichen Schreien gar nicht erst versuchen zB durch Tragen oder Stillen zu beruhigen.
DAS finde ich das schlimme an diesem Buch, dass es eben oft unreflektiert verwendet wird.
steht in dem buch echt drin man soll seinem baby das stillen verweigern wenn es weint????
das kann ich so garnicht nachvollziehen[emoji22] meinem baby die brust nicht zu geben wenn sie diese möchte. das ist mir total fremd
~ ~ dezemberchen & novemberchen ~ ~
Benutzeravatar
Berenike
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1493
Registriert: 11.12.2013, 23:58

Re: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von Berenike »

Es steht drin, dass Stillen ein sogenanntes Kontrollmuster werden kann. Das hieße dann, das Baby hat eigentlich ein anderes Bedürfnis - nämlich zu weinen um vergangenes Leid zu verarbeiten, sich davon zu erleichtern - benutzt aber das Stillen um das Bedürfnis zu "kontrollieren", weil es ja von seinen Bezugspersonen dazu angehalten wird, nicht zu weinen. Stillen funktioniert dann als Ablenkungsmanöver so wie tragen, schuckeln, mit Spielzeug klappern etc. Angeblich lernt das Kind dann, sich auch später durch Essen zu trösten, statt negative Emotionen durch Weinen zu entlasten. Man soll also laut der Autorin nicht "dauernd die Brust anbieten" und nicht "stillen, damit das Kind ruhig ist", wenn man das so verkürzen kann.
In dem Zusammgenhang kommt die Autorin auch drauf, dass das Stillen als Kontrollmuster die Ursache für Übergewicht im späteren Leben sein kann, aber dass das nicht mehr der aktuelle Stand der Wissenschaft ist, ist hier ja zur Genüge bekannt :wink:
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
Benutzeravatar
uwi
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 288
Registriert: 20.04.2014, 13:41
Wohnort: Rostock

Re: Tränenreiche Babyzeit - ist Weinen wichtig?

Beitrag von uwi »

Und wie erkennt man nun, ob das Baby wirklich an die Brust, oder lieber weinen will?
Ich könnts nicht unterscheiden.
Wenn Stillen/Tragen das Weinen verbessert, dann mach ich das. Erst, wenn gar nichts hilft, dann muss man es ja zwangsläufig aushalten.
Liebe Grüße von uwi mit großem Sohn (*04/2014) und kleinem Sohn (*05/2016)

Antworten

Zurück zu „Unsere Kinder“