Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Nana
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von Nana »

Auch wenn das Thema älter ist, ich möchte hier gerne anknüpfen.

Zu den Wachphasen:
Mein Kind wird gestillt und hat regelmäßig eine Wachphase von 3 bis 4:30 oder auch mal ne Stunde früher. Dann still ich ihn in der Zeit bis zu drei mal und er schläft trotzdem nicht. Oft will er auch schon gar nicht mehr an die Brust. Schnuller nimmt er, ist aber natürlich auch kein allerheilmittel.
Tja, was kann ich tun?

Wenn er schläft, ist er nach allerhöchstens 3 (erste Schlafphase), meistens eher 2 Stunden wach. Ab ca. 4 uhr stündlich oder halbstündlich. Immer. Seit seiner Geburt. Das sind keine ausnahmenächte.

Tagsüber lege ich mich dazu, werde aber trotzdem nach max. 1 Stunde wieder geweckt, weil er sogar beim Tagschläfchen eine still-pause braucht.

Ich fühle mich wie ein wandelnder Geist in einer fremden Welt und erlebe den Alltag nur mehr wie einen Film. (Derealisation) das ist jetzt nicht nur so dahin gesagt. Ich fühle mich wirklich nicht mehr gut.
Es muss sich dringend was ändern. Mein Freund (und andere mit denen ich darüber spreche) raten mir alle zum aberndfläschchen . ich solle es doch mal probieren. kann das eventuell was bringen, wenn ich die restliche Nacht dann weiter stille?
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Zäzi
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von Zäzi »

Meinen Ersten hab ich 5 Monate Vollgestillt. Danach bekam er Flaschen. Er brauchte anfangs all 3 Stunden eine (beim Stillen kam er all 2 Stunden). Mit etwa 9 Monaten brauchte er noch 2-3 Nachtschoppen mit Jährig einen.

Flasche machen fand ich ja sooooo mühsam nachts, stillen fand ich gemütlicher.

Eine Freundin von mir stillte das erste Kind nach 3 Monaten ab damit es länger schläft. Dann musste sie ihm bis 1 1/2 Jährig nachts mehrmals die Flasche geben.

Es soll ja auch Stillkinder geben die nachts 5-8 Stunden am Stück schlafen.

Ich denke es ist von Kind zu Kind so verschieden.

Ich finde die Nächte mit Baby im Moment erholsamer als schwanger (gefühlte 100x aufs Klo...) weil ich neben dem Baby schlafe und ihn im Halbschlaf liegend die Brust gebe.

Als Erstlingsmami fragten jeweils alle als erstes "und die Nächte? Ihr seid bestimmt k.o.!" Anscheinend hat das so zu sein ;) ich finde mit Kindern sollte man es als das natürlichste ansehen dass man nachts geweckt wird und sich nicht stressen mit "jetzt ist es so und so alt und sollte eigentlich nur noch so und so oft aufwachen." Doch leider scheint immer noch oft das Ziel zu sein dass es möglich bald durchschläft.


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Zäzi
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von Zäzi »

Nana: meiner Stillt auch so oft. Auch am Tag wenn ich mich mit ihm hinlege. Wenn er im Tragetuch schläft nicht, da schläft er länger.

Könnte es sein dass Dein Baby nachts wach sein und spielen möchte und gar nicht hunger hat? (Ich meine jetzt nicht dass Du mit ihm spielen sollst ;) ) meiner hatte ne Phase wo um 5 Uhr Tagwach war und er aufstehen wollte. Manchmal war er zufrieden wenn ich ihm den Spielbogen ins Bett stellte und ich konnte weiter schlafen bis er wieder stillen wollte und einschlief.

Wäre es vielleicht möglich dass mal dein Mann oder Eltern mit dem Kleinen zwei Stündchen spazieren damit du ein Schläfchen machen kannst?



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Nana
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von Nana »

Nein er will nicht spielen, er versucht ja zu schlafen, wälzt sich herum, jammert zwischendurch...
Ich schicke ihn immer wieder mal zum spazieren weg, aber das kann das schlafdefizit nicht ausgleichen.
Ich wünsche mir einfach eine bessere Gesamtsituation . ich bins grad so leid...
Phasenweise kann ich das ganze besser hinnehmen. Das geht gerade nicht... :(
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von Morgaine47 »

@Nana: Du kannst es ja mal versuchen. Ich denke zwar nicht, dass sich was ändert, aber wissen tust Du es erst, wenn Du es probiert hast. Und dann fragst Du Dich nicht mehr, was wäre wenn sondern weißt es.
LG
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PaleFire
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von PaleFire »

Nana, mit 10 Monaten hatten wir auch ganz, ganz fiese Wachphasen. Wir waren damals sogar bei der Schlafberatung deswegen, was aber auch nicht den Durchbruch gebracht hat. Allerdings hatte die den Tipp für uns, die Maus später ins Bett zu bringen weil sie sonst eventuell nicht "müde" genug ist, die Nacht über zu schlafen bzw. nach einigen Stunden einfach ausgeschlafen ist. Bei uns hat das wie gesagt nicht sooo viel verändert, aber vielleicht mögt Ihr's trotzdem mal ausprobieren? Ich kann jedenfalls sehr gut nachfühlen, wie es Dir geht, ich war damals auch total am Ende und hatte nachts teilweise echt Tiefpunkte, in denen ich gesagt hab, ich spring jetzt aus dem Fenster. :oops:

Ansonsten mag ich Dir noch einen Drücker dalassen und sagen, dass die Wachphasen mit ca. 13 Monaten sehr selten geworden sind. So richtig wach ist sie eigentlich gar nicht mehr in der Nacht, höchstens mal streckenweise unruhig. Bei uns hat das nächtliche Abstillen auch sehr zur Verbesserung beigetragen, aber da ist Dein Kleiner natürlich noch sehr jung für. Probier doch mal das Abendfläschen, wenn er es nimmt - vielleicht hilft es Euch ja.

Alles Liebe!
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nido56
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von nido56 »

Carlos Gonzalez schreibt, dass Kunstmilch oft zu Schlafstörungen des Babys führt. Die Babys schlafen nämlich wohl im Schnitt wirklich tiefer und länger am Stück als von der Natur vorgesehen.

Die Schlafstörungen hat also nicht das gestillte Baby. Dem geht es nämlich glänzend mit seinem nächtlichen Dauergenuckel im Halbschlaf. Die Schlafstörungen hat höchstens die stillende Mutter...
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thuri
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von thuri »

In den ersten Wochen hat der Schlafmangel bei mir mir zu regelrechten Halluzinationen geführt. Bei der kleinsten _Regung war ich wach und suchte mein Kind. Mehrmals hab ich ein zerknäultes Handtuch mit ihm verwechselt und geriet in Panik, weil das ja beim hochheben auseinandergefallen ist. Ich dachte, ich hätte das Kind aus dem Bett geworfen. Einmal sah ich sogar drei Kinder gleichzeitig und mir kam nicht in den Sinn, dass mindestens zwei davon nur eingebildet waren.
Gebessert hat sich das, nachdem wir das Familienbett nochmal neu eingerichtet und sicherer gestaltet hatten. Ich war diese unbewusste Sorge los und hab ab da auch wieder besser geschlafen.
Schlaflos wegen Kind gab es bisher nur in einigen wenigen Phasen. Eine Flasche hätte das aber definitiv nicht besser gemacht. Das Stillen in der Nacht gelingt inzwischen auch, ohne dass ich es bemerke. Das musste ich aber auch lernen und bemerken, dass meine Rückenschmerzen nicht von der Stillposition, sondern von der Pille stammten.

Klar, mit Flasche kann man sich abwechseln und Stillen muss die Mutter auch nachts allein. Aber selbst jede zweite Nacht wegen Flasche aufstehen wäre für mich anstrengender als Stillen. Als Vergleich nehme ich da die wenigen Nächte, in denen die Windel nicht bis zum Morgen gereicht hat. Wenn der Partner nebenan werkelt, schläft man nämlich trotzdem nicht.
Hier mit Eule (2/14) und Lerche (9/18)
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