Kita - Außengelände - Ärger m. Nachbarn - Kitaleitung passiv
- Lotti
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Kita - Außengelände - Ärger m. Nachbarn - Kitaleitung passiv
Hallo Ihr Lieben,
ich schildere mal kurz die Ausgangslage:
Unsere kleine Kita mit 22 Kindern befindet sich im EG eines Berliner Plattenbaus. Die Wohnungen dort sind Eigentums- und keine Mietwohnungen. Es gibt einen sehr großen "Hinterhof" mit großer Wiese, Buddelkasten etc., der komplett von der Straße abgeschlossen ist, als Gemeinschaftsfläche für alle Bewohner. Viele Bäume für Schatten...einfach perfekt. Die Kitaleitung hatte sich das so vorgestellt, dass dieser Außenbereich nachmittags von den Kindern genutzt werden kann. Das ist ja tausendmal praktischer als nach 15 Uhr, wenn das letzte Kind ausgeschlafen hat, nochmal loszuziehen auf irgendwelche Spielplätze, wo wir Eltern sie dann einsammeln dürfen. Das wurde zwar in der Vergangenheit halbwegs zuverlässig so gemacht, aber der "Stammplatz", wo sie nachmittags immer waren, ist jetzt von einer Tagesmutter belegt, die das Gelände mitgepachtet hat und es wohl nicht so toll findet, wenn dann ständig unsere 22 Kinder auch noch ankommen.
Das Problem ist jetzt, dass zwei Anwohner sich vehement gegen die Nutzung des Außengeländes wehren und da wohl auch überhaupt nicht mit sich reden lassen. Die Kitaleitung hat meiner Meinung nach Angst, dass ihnen der Mietvertrag nicht verlängert wird, wenn es da Ärger gibt - obwohl der Vermieter wohl klar auf ihrer Seite ist. Ich bin der Meinung, dass die sich überhaupt keine Sorgen machen müssen, nach der neuen Rechtslage seit 2011 ist Kinderlärm kein Klagegrund mehr. Es gibt ja mittlerweile Präzedenzurteile dazu. Ich habe auch schon mit einem Anwalt kurz darüber telefoniert und möchte gerne die Kitaleitung dorthin zur Beratung schicken. Dafür werde ich beim Elternabend werben, dass da alle zusammenlegen für die Beratungskosten. Einfach, damit wir mal von einem Fachmann klipp und klar hören, wie die Rechtslage ist in diesem konkreten Fall.
Es regt mich einfach so sehr auf, dass unsere Kinder in der vergangenen Woche bei dem Traumwetter jeden (!) Nachmittag drinnen waren und - um es jetzt mal böse zu sagen - mit Hörspielcds ruhig gestellt werden. Seit über einem Jahr spreche ich das Thema regelmäßig an und so wie ich das sehe passiert nichts. Sie haben es ewig lang im Guten versucht, aber irgendwann muss doch auch mal Schluss sein und man muss sein Recht durchsetzen, oder? Sie können gerne Kompromisse anbieten, aber wenn diese nicht akzeptiert werden, kann ja die Konsequenz nicht sein, dass man ganz auf sein Recht verzichtet.
Kennt Ihr ähnliche Fälle, wo es Ärger, vielleicht auch gerichtliche Auseinandersetzungen mit Anwohnern/Nachbarn gab? Wie sind die ausgegangen?
Ich könnte mir gut vorstellen, einen Mediator ins Boot zu holen, hat da jemand Erfahrungen?
Findet Ihr, ich übertreibe? Ich bin nicht die Elternsprecherin, aber ich kann jetzt einfach nicht länger stillhalten, es muss etwas passieren. Ich denke, alle Eltern (und auch die Erzieherinnen) sind meiner Meinung. Wenn ich den Prozess "angestoßen" habe, werde ich mich rausziehen. Die Elternsprecherin kriegt diese Problematik nicht so sehr mit, weil sie ihre Tochter eh immer nach dem Mittagsschlaf abholt.
ich schildere mal kurz die Ausgangslage:
Unsere kleine Kita mit 22 Kindern befindet sich im EG eines Berliner Plattenbaus. Die Wohnungen dort sind Eigentums- und keine Mietwohnungen. Es gibt einen sehr großen "Hinterhof" mit großer Wiese, Buddelkasten etc., der komplett von der Straße abgeschlossen ist, als Gemeinschaftsfläche für alle Bewohner. Viele Bäume für Schatten...einfach perfekt. Die Kitaleitung hatte sich das so vorgestellt, dass dieser Außenbereich nachmittags von den Kindern genutzt werden kann. Das ist ja tausendmal praktischer als nach 15 Uhr, wenn das letzte Kind ausgeschlafen hat, nochmal loszuziehen auf irgendwelche Spielplätze, wo wir Eltern sie dann einsammeln dürfen. Das wurde zwar in der Vergangenheit halbwegs zuverlässig so gemacht, aber der "Stammplatz", wo sie nachmittags immer waren, ist jetzt von einer Tagesmutter belegt, die das Gelände mitgepachtet hat und es wohl nicht so toll findet, wenn dann ständig unsere 22 Kinder auch noch ankommen.
Das Problem ist jetzt, dass zwei Anwohner sich vehement gegen die Nutzung des Außengeländes wehren und da wohl auch überhaupt nicht mit sich reden lassen. Die Kitaleitung hat meiner Meinung nach Angst, dass ihnen der Mietvertrag nicht verlängert wird, wenn es da Ärger gibt - obwohl der Vermieter wohl klar auf ihrer Seite ist. Ich bin der Meinung, dass die sich überhaupt keine Sorgen machen müssen, nach der neuen Rechtslage seit 2011 ist Kinderlärm kein Klagegrund mehr. Es gibt ja mittlerweile Präzedenzurteile dazu. Ich habe auch schon mit einem Anwalt kurz darüber telefoniert und möchte gerne die Kitaleitung dorthin zur Beratung schicken. Dafür werde ich beim Elternabend werben, dass da alle zusammenlegen für die Beratungskosten. Einfach, damit wir mal von einem Fachmann klipp und klar hören, wie die Rechtslage ist in diesem konkreten Fall.
Es regt mich einfach so sehr auf, dass unsere Kinder in der vergangenen Woche bei dem Traumwetter jeden (!) Nachmittag drinnen waren und - um es jetzt mal böse zu sagen - mit Hörspielcds ruhig gestellt werden. Seit über einem Jahr spreche ich das Thema regelmäßig an und so wie ich das sehe passiert nichts. Sie haben es ewig lang im Guten versucht, aber irgendwann muss doch auch mal Schluss sein und man muss sein Recht durchsetzen, oder? Sie können gerne Kompromisse anbieten, aber wenn diese nicht akzeptiert werden, kann ja die Konsequenz nicht sein, dass man ganz auf sein Recht verzichtet.
Kennt Ihr ähnliche Fälle, wo es Ärger, vielleicht auch gerichtliche Auseinandersetzungen mit Anwohnern/Nachbarn gab? Wie sind die ausgegangen?
Ich könnte mir gut vorstellen, einen Mediator ins Boot zu holen, hat da jemand Erfahrungen?
Findet Ihr, ich übertreibe? Ich bin nicht die Elternsprecherin, aber ich kann jetzt einfach nicht länger stillhalten, es muss etwas passieren. Ich denke, alle Eltern (und auch die Erzieherinnen) sind meiner Meinung. Wenn ich den Prozess "angestoßen" habe, werde ich mich rausziehen. Die Elternsprecherin kriegt diese Problematik nicht so sehr mit, weil sie ihre Tochter eh immer nach dem Mittagsschlaf abholt.
S. mit Töchtern (März 2012 und Dezember 2015)
- hej-da
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Re: Kita - Außengelände - Ärger m. Nachbarn - Kitaleitung pa
Aber ganz ehrlich, wenn es ein gemeinsam genutzer Hinterhof ist, der für die Anwohner ist, kann ich diese verstehen. Ich würde auch keine 22 Kinder in meinem Garten haben wollen!
Nur, damit ich das richtig verstehe. Der Kitaleitung gehören die Räumlichkeiten, in die die Kita ist?
Nur, damit ich das richtig verstehe. Der Kitaleitung gehören die Räumlichkeiten, in die die Kita ist?
Großzwerg 6/2009, Kleinzwerg 5/2012
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Re: AW: Kita - Außengelände - Ärger m. Nachbarn - Kitaleitun
Was sagt denn die Hausordnung? Solche großen Wohneinheiten haben ja normal eine Hausordnung und da steht sicherlich auch was zur Nutzung der Außengelände drin. Wenn die Kita Mieter ist, sollte sie die gleichen Rechte wie andere Mieter haben.
Wie wäre es, wenn ihr die nächste Eigentümerversammlung nutzt?
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vom Handy aus
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Gruß, MaareMum
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
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Re: Kita - Außengelände - Ärger m. Nachbarn - Kitaleitung pa
Grad gesehen. Doch eingemietet.....wieso würde denn die Außennutzung nicht vorher geklärt? Für die Kinder ist es natürlich doof, ohne Frage. Aber dennoch ist die Nutzung des Außengelandes doch so nicht vorgesehen, oder? Sehe ich es falsch, wenn ich es mit meinem Garten vergleiche? Wenn ich beispielsweise die WHg über uns mit Gartennutzung vermiete, heißt das keinesfalls, das die Mieterin, die nun zufällig Tagesmutter ist, da stets mit 8 Kindern toben soll.
Großzwerg 6/2009, Kleinzwerg 5/2012
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Re: AW: Kita - Außengelände - Ärger m. Nachbarn - Kitaleitun
Wenn du die Gartennutzung erstmal grundsätzlich mitvermietest, ist die Frage, ob du dann die Nutzung für die Tagesmutter verbieten kannst.
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Re: Kita - Außengelände - Ärger m. Nachbarn - Kitaleitung pa
Ok, das wusste ich nicht.....zum Glück vermieten wir ohne Gartennutzung 
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Re: Kita - Außengelände - Ärger m. Nachbarn - Kitaleitung pa
Also, dass ich sie der Tagesmutter nicht verbieten kann, ist ja klar.
Aber die darf dann ständig und immer noch etliche Personen mitbringen? Das war mir wirklich nicht klar.
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Großzwerg 6/2009, Kleinzwerg 5/2012
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- annikki
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Re: Kita - Außengelände - Ärger m. Nachbarn - Kitaleitung pa
es gibt einen unterschied zwischen reinem mietverhältnis und einer wohnungseigentumsgemeinschaft. da gelten andere regeln. wenn 2 wohnungseigentümern der aufenthalt der kinder im gemeinschaftsgarten (wenn er das denn ist) nicht passt, können sie durchaus dagegen vorgehen, egal, was der vermieter (der ja auch "nur" wohnungseigentümer ist) dazu sagt.
was steht in dem WEG-Vertrag drin, wie ist die weitervermietung geregelt. was darf man und was nicht. in der regel gibt es einen verwalter, der dazu was sagen könnte.
desweiteren bedarf es einer betriebsgenehmigung für die kita. wäre interessant, was da zum aufenthalt im freien(im gemeinschaftsgarten) drinsteht, das muss ja von der baubehörde genehmigt sein.
alles in allem hat sich hier der vermieter zu kümmern.
notfalls würde ich der kita-leitung empfehlen, oder auch den eltern, mit einem anwalt kontakt aufzunehmen, es gibt spezialisten für WEG-Recht. der könnte da sicher weiterhelfen. vielleicht findet ihr auch einen, der gleichzeitig mediator ist. gibt es auch.
aber alleine ohne fachliche beratung loszuziehen, das würde ich nicht tun.
was steht in dem WEG-Vertrag drin, wie ist die weitervermietung geregelt. was darf man und was nicht. in der regel gibt es einen verwalter, der dazu was sagen könnte.
desweiteren bedarf es einer betriebsgenehmigung für die kita. wäre interessant, was da zum aufenthalt im freien(im gemeinschaftsgarten) drinsteht, das muss ja von der baubehörde genehmigt sein.
alles in allem hat sich hier der vermieter zu kümmern.
notfalls würde ich der kita-leitung empfehlen, oder auch den eltern, mit einem anwalt kontakt aufzunehmen, es gibt spezialisten für WEG-Recht. der könnte da sicher weiterhelfen. vielleicht findet ihr auch einen, der gleichzeitig mediator ist. gibt es auch.
aber alleine ohne fachliche beratung loszuziehen, das würde ich nicht tun.
Liebe Grüße Anni
mit Sternentochter Lilly 10/05, mit Bärchen 04/07 und Fröschlein 03/11 und Knöpfchen 06/14
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- Lotti
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Re: Kita - Außengelände - Ärger m. Nachbarn - Kitaleitung pa
Leider kenne ich nicht alle Details. Tatsache ist aber, dass bei der Besichtigung der damals noch nicht fertigen Kita explizit mit dem Außengelände "geworben" wurde. Es wurde ganz klar seitens der Kitaleitung so dargestellt, dass dieses mit genutzt werden kann.
Hej-da, es ist ja nicht so, dass die Nachbarn sich beschweren, weil die Kinder dort ständig Krach machen. Das könnte ich u.U. auch nachvollziehen. Sie haben es aber im Vorhinein verhindert, dass die Kinder überhaupt rausgehen dürfen. Das ärgert mich so.
Annikki, genau, der Vermieter muss das klären und anwaltliche Beratung muss her.
Hej-da, es ist ja nicht so, dass die Nachbarn sich beschweren, weil die Kinder dort ständig Krach machen. Das könnte ich u.U. auch nachvollziehen. Sie haben es aber im Vorhinein verhindert, dass die Kinder überhaupt rausgehen dürfen. Das ärgert mich so.
Annikki, genau, der Vermieter muss das klären und anwaltliche Beratung muss her.
S. mit Töchtern (März 2012 und Dezember 2015)
- annikki
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Re: Kita - Außengelände - Ärger m. Nachbarn - Kitaleitung pa
werbung und tatsachen in einer kita sind immer zwei verschiedene paar schuhe, das mussten wir auch schon feststellen.
vielleicht hilft eine elternversammlung, um etwas licht in die sache zu bringen und druck zu machen. das hat in unserer kita sehr viel gebracht.
vielleicht hilft eine elternversammlung, um etwas licht in die sache zu bringen und druck zu machen. das hat in unserer kita sehr viel gebracht.
Liebe Grüße Anni
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